Frost & Sullivan: Strategien für europäische 5G-Netzbetreiber

Partnerschaften mit Unternehmen in vertikalen Märkten und Schwellenländern entscheidend für größere Akzeptanz der Technologie, so die Berater von Frost & Sullivan.

Für die steigende Nutzung des IoT, auch auf Straßen, wird die 5G-Technologie unerlässlich sein.

Der derzeitige Mobilfunkstandard 4G reicht nicht mehr aus, um das breite Angebot an bandbreitenintensiven Diensten wie Multimedia, Video Conferencing und Online-Shopping abzudecken. Die Betreiber von Mobilfunknetzen arbeiten daher am Ausbau des 5G-Netzes. Diese Zukunftstechnologie wird selbst zu Stoßzeiten eine unterbrechungsfreie Verbindung garantieren und zudem die für die mobile Breitband-Datenübertragung und das Internet of Things (IoT) notwendige Geschwindigkeit zur Verfügung stellen. Tatsächlich hat die 5G-Technologie das Potential, ein wirklich konvergentes Netzwerk zu schaffen, da sie eine Anzahl bestehender technologischer Lösungen einschließt und mit vorhergehenden Generationen von Technologien kompatibel ist.

„Da die Zahl der vernetzten Geräte im nächsten Jahrzehnt weiterhin exponentiell ansteigen wird, wird die Einführung von 5G-Technologien derzeit noch stärker gefordert, insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten,” wird Fiona Vanier, Digital Transformation Senior Industry Analystin bei Frost & Sullivan in einer Pressemitteilung zitiert. „Durch das Aufkommen des IoT könnte die 5G-Technologie zum idealen Instrument werden, um fahrerlose Fahrzeugeintelligente Städte und das industrielle Internet of Things (IIoT) voranzutreiben.”

Die aktuelle Frost & Sullivan Studie mit dem Titel Operator Strategies and Vertical Perspectives for 5G in Europe, Forecast to 2024 liefert Beschreibungen der verschiedenen Technologien, die für die Einführung von 5G herangezogen werden. Sie schildert Anwendungsfälle für den Einsatz von 5G im Rahmen von drei vertikalen Märkten: Produktion/Fertigung (IIoT)Straßenbeleuchtung in intelligenten Städten sowie öffentlicher und privater Transport. Die Studie beleuchtet zudem Pilotprojekte in Deutschland, Frankreich, Italien, Irland, Spanien, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland und Großbritannien.

Die meisten europäischen Städte haben eine Basis von 3G- und 4G-Diensten aufgebaut und brauchen deshalb Anreize, um auf die 5G-Technologie umzusteigen. Gemeinsame Netzwerknutzung, Netzwerk-Leasing und Software-Lösungen können dazu beitragen Investitionskosten zu reduzieren, während Kooperationen mit Unternehmen in vertikalen Märkten zusätzlichen Umsatz sichern. Zu den Pionieren im Markt gehören Vodafone, Telefonica, Deutsche Telekom und British Telecom.

Netzbetreiber nutzen die durch 5G bereitgestellten Wachstumsmöglichkeiten am effektivsten durch:

  • Prüfen von Kooperationen mit Unternehmen in vertikalen Märkten, um sich auf den Launch von alternativen 5G-Technologie-Diensten vorzubereiten;
  • Konzentration auf vertikale Märkte, wie Fertigung und ProduktionSmart-City-Systeme und Gesundheit;
  • Kooperationen mit Anbietern von Over-the-Top (OTT)-Diensten, die Sport, Musik, Filme und/oder Fernsehserien anbieten, um Kunden zu binden;
  • den Aufbau starker Beziehungen zu Unternehmen, die erprobte Cybersicherheitslösungen anbieten; 
  • Allianzen mit lokalen Betreibern beim Eintritt in aufstrebende Märkte, da diese am besten positioniert sind, um ideale Wachstumsmöglichkeiten zu erkennen.

„Kooperationsvorhaben, die Regierungsorganisationen oder Bildungseinrichtungen einbeziehen, können dazu beitragen, die Wahrnehmbarkeit von Unternehmen zu erhöhen, die in einen fremden Markt eintreten wollen“, schließt Vanier. „Eine größere Auswahl an wertschöpfenden Diensten für eine stärkere Kundenbindung und ein Angebot lokaler Inhalte werden entscheidend dazu beitragen, den Eintritt in einen aufstrebenden Markt zu erleichtern.”

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