Startups: Ohne KI und Datenanalyse kein wirtschaftlicher Erfolg

Dabei sind die Startups sich einig: Ohne Künstliche Intelligenz und Datenanalysen ist der wirtschaftliche Erfolg deutscher Unternehmen bedroht. Jeweils 96 Prozent der deutschen Startups geben an, dass sowohl Künstliche Intelligenz als auch Big Data eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen haben werden, was aus den Ergebnissen einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups herauskam.

Gründer sehen herausragende Bedeutung der Technologietrends für die deutsche Wirtschaft
Gründer sehen herausragende Bedeutung der Technologietrends für die deutsche Wirtschaft

„Ein solch eindeutiges Ergebnis ist selten, unter Startups gibt es offenbar keine zweite Meinung: Ohne den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden wir künftig keinen wirtschaftlichen Erfolg haben. Die Politik, aber auch etablierte Unternehmen sind gut beraten, sich diese Einschätzung zu Herzen zu nehmen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir begrüßen sehr, dass die Bundesregierung bei Künstlicher Intelligenz einen Schwerpunkt ihrer Technologie- und Wirtschaftspolitik setzen will. Jetzt ist wichtig, dass es schnell geht, zügig Programme entwickelt und dann umgehend von der Politik in die Praxis umgesetzt werden.“

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Jeder zweite Mitarbeiter sitzt am Computer

Computer, Laptops, Tablets und Smartphones sind ständige Begleiter – in der Freizeit wie im Beruf. So arbeitet heute rund jeder zweite Mitarbeiter (48 Prozent) quer durch alle Branchen an einem Computerarbeitsplatz. Zum Vergleich: vor zwei Jahren waren es 44 Prozent. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom.

Fünf von zehn Mitarbeitern nutzen einen Computer (Grafik Bitkom)
Fünf von zehn Mitarbeitern nutzen einen Computer (Grafik Bitkom)
Einen besonders hohen Anteil von Computerarbeitsplätzen findet man bei Banken und im Finanzdienstleistungsgewerbe. Mit neun von zehn festangestellten Mitarbeitern (89 Prozent) an einem Computerarbeitsplatz sind es ähnlich viele wie bei Versicherungen (89 Prozent). Am niedrigsten ist die Quote mit 41 Prozent im Bereich Transport und Logistik. Der Durchschnitt liegt bei 35 Prozent.

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Zitat: Bitkom-Präsident Achim Berg zu den „Eckpunkten für eine Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung“

„So wie Deutschland heute als Industrie- und Automobilnation gilt, so muss das Deutschland der Zukunft eine KI-Nation sein. Künstliche Intelligenz läutet eine neue Stunde Null in der Weltwirtschaft ein. In den kommenden Jahren wird sich völlig neu entscheiden, welche Nationen in der globalen Wirtschaft den Ton angeben. Was vor Urzeiten fruchtbare Böden und in der Industriegesellschaft moderne Maschinenparks waren, das wird in der Datenwirtschaft der Zukunft die Künstliche Intelligenz sein. Um ein ressourcenschonendes Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand zu erreichen, muss Deutschland eine international führende Rolle bei Entwicklung und Einsatz Künstlicher Intelligenz einnehmen. Mit den heute vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkten für eine KI-Strategie läutet die Bundesregierung in Deutschland das KI-Zeitalter ein. Wir begrüßen besonders, dass zum ersten Mal umfassend die riesigen Chancen von KI benannt werden – für die Gesellschaft, für die Wirtschaft, für die Verwaltung, für den Arbeitsplatz.
Dafür braucht es nicht in erster Linie Computer, sondern Köpfe und Daten. Wir müssen diese klugen Köpfe an unseren Schulen und Hochschulen ausbilden und dann dafür sorgen, dass sie ihr Wissen hier in die Praxis übersetzen und nicht auf dem schnellsten Weg ins Ausland gehen. Der Ankündigung, Daten verfügbar und nutzbar zu machen und dafür auch den entsprechenden nationalen und EU-weiten Rechtsrahmen zu schaffen, kommt dabei herausragende Bedeutung zu. Nur mit Daten lässt sich Künstliche Intelligenz trainieren und können die Bürger von KI-Systemen profitieren. Das reicht von der optimalen medizinischen Diagnose und Behandlung bis zur smarten Verwaltung. Die heute vorgestellte Absichtserklärung muss in den kommenden Monaten mit konkreten Maßnahmen und Gesetzgebungsverfahren ausgestaltet werden.“
Achim Berg
Präsident Digitalverband Bitkom

Smartphones überholen PC als beliebteste Spiele-Plattform Deutschlands

18,2 Millionen Menschen in Deutschland spielen auf ihren Smartphones – und somit rund 900.000 (+5 Prozent) mehr als noch vor einem Jahr. Durch die zusätzlichen Spieler, ist das Smartphone erstmals die beliebteste Spiele-Plattform in Deutschland und konnte den PC (17,3 Millionen Spieler) von der Spitzenposition verdrängen, wie der game – Verband der deutschen Games-Branche auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK bekannt gab.

Spielekonsolen wie die Playstation 4 von Sony, Switch von Nintendo und Xbox One von Microsoft nutzen 16 Millionen Menschen in Deutschland – und damit rund 200.000 (+1 Prozent) mehr als noch vor einem Jahr. Nicht verändert hat sich die Anzahl der Tablet-Spieler: 11,5 Millionen Menschen in Deutschland spielen auf den flachen Computern mit Touchscreen.

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Bosch und Daimler: Metropole in Kalifornien wird Pilotstadt für automatisiertes Fahren

Der Automobilzulieferer Bosch und der Mobilitätskonzern Daimler haben Kalifornien als Pilotregion für die erste Testflotte ausgewählt, in der sie – in der zweiten Jahreshälfte 2019 – Kunden auf ausgewählten Strecken in einer nicht näher genannten kalifornischen Stadt einen Shuttle-Service mit automatisierten Fahrzeugen anbieten, wie es  in einer Pressemitteilung von Bosch heißt. Als Betreiber dieser Testflotte und des App-basierten Mobilitätsservices ist Daimler Mobility Services vorgesehen. Das Pilotprojekt wird zeigen, wie Mobilitätsservices wie Car-Sharing, Ride-Hailing und multimodale Plattformen intelligent verbunden werden können, um so die Zukunft der Mobilität zu gestalten. Zulieferer für die künstliche-Intelligenz-Plattform als Teil ihres Steuergeräteverbunds, wird Nvidia.


„Die serienreife Entwicklung des automatisierten Fahrens ist wie ein Zehnkampf. Es genügt nicht, in ein oder zwei Bereichen gut zu sein. Man muss, wie wir, alle Disziplinen beherrschen“, sagt Stephan Hönle, Produktbereichsleiter für automatisiertes Fahren bei Bosch.


In einer Großstadt im Silicon Valley wird 2019 der erste Pilot für Tests von Bosch und Daimler gestartet. (Foto: Bosch/ Daimler)

In der Entwicklung eines Fahrsystems für vollautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge, werden beide Unternehmen nach eigenen Angaben von einer gemeinsamen Philosophie geleitet:


„Entscheidend ist, ein sicheres, zuverlässiges und serienreifes System einzuführen“, so Michael Hafner, Leiter Automatisiertes Fahren, Daimler AG. „Sicherheit steht an erster Stelle und zieht sich bei uns wie ein roter Faden durch alle Aspekte und Entwicklungsschritte auf dem Weg zur Serieneinführung. Gründlichkeit geht dabei im Zweifel vor Schnelligkeit.“


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Börsengang wird für Startups wieder interessanter

Wenn ein Startup schnell wachsen und international expandieren soll, steigt der Kapitalbedarf. Derzeit denkt fast jedes vierte deutsche Startup (23 Prozent) über einen Börsengang nach, um das notwendige Geld zu beschaffen. So geben 22 Prozent der Gründer an, dass der Gang aufs Parkett für sie in Zukunft vorstellbar ist, einige planen konkret einen Börsengang (1 Prozent).


Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups.


Mit 14 Prozent im vergangenen Jahr, lag der Anteil derjenigen, die sich einen Börsengang vorstellen können, deutlich darüber. 2016 war die Börse allerdings noch attraktiver und für 38 Prozent ein Thema.

„Ein Börsengang bedeutet für ein Startup großen organisatorischen Aufwand und hohe Vorbereitungskosten. Ein solcher Schritt will reiflich überlegt sein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

 Fast jedes vierte Startup denkt an Börsengang – vor einem Jahr war es jedes siebte 
Fast jedes vierte Startup denkt an Börsengang – vor einem Jahr war es jedes siebte

Auf dem Niveau der Vorjahre liegt der Wert, derjenigen, die eine Börsengang gründsätzlich ausschließen (14%).  6 von 10 Startups (58 Prozent) geben an, dass ein Börsengang aktuell kein Thema für sie ist. Und 6 Prozent wollten oder konnten dazu keine Angaben machen. Im Durchschnitt benötigen Startups in Deutschland in den kommenden zwei Jahren 3,1 Millionen Euro frisches Kapital und damit deutlich mehr als noch 2017 mit 2,2 Millionen Euro.

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Sind Digitalisierung und Cloud für den Mittelstand wirklich synonym?

Wie geht es mit der Digitalisierung im Mittelstand tatsächlich voran? Wie weit haben Cloud-Anwendungen im Alltag Fuß gefasst? Und welche Rolle spielt der wachsende Bedarf nach einem mobilen Zugriff dafür, dass sich die Cloud durchsetzt? Äußerungen der Teilnehmer der „forconference 2018“ ergeben ein differenziertes Bild. Das Softwarehaus forcont, Spezialist für Enterprise Content Management (ECM), hat die Teilnehmer bei seiner letzten Fach- und Anwenderkonferenz nach ihrer Meinung befragt und deren Äußerungen in einem Video zusammengestellt. Dabei zeigt sich eine Erkenntnis: Die Cloud wird auch im Mittelstand immer wichtiger – aber die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen ist nicht zwingend daran gebunden, dass dazu in der Cloud gehostete Business-Applikationen genutzt werden. Noch nicht.

Mobilität als Cloud-Treiber

Die große Cloud-Umfrage, die forcont und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin im September 2017 durchführten, hatte ergeben, dass 90 Prozent der Befragten die mobile Nutzung von Applikationen für einen ganz wesentlichen Vorteil von Cloud-Lösungen halten. Um Cloud-Lösungen kommt man heute nicht mehr herum, wenn man mobil Arbeiten will – diese Meinung vertreten auch viele Teilnehmer der „forconference“. Es zeigt sich eine Einsicht: Während die Cloud im Prinzip von überall aus zugreifbar ist, kann man dies aus dem eigenen Rechenzentrum schon aus technischer Perspektive heraus kaum mehr bewerkstelligen.


Weitere Teilnehmer-Meinungen zur Zukunft von Digitalisierung, Automatisierung und Cloud-Nutzung im Mittelstand finden sich auch in diesem Video:


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Cloud Trends 2020 – Wo wohnen die Daten? 

In den nächsten zwei Jahren wird es zu massiven Veränderungen in der IT-Infrastruktur kommen. Anwendungen wandern aus dem eigenen Rechenzentrum in die Cloud. Wohin genau, hängt von der konkreten Anwendung ab. Vier Gruppen lassen sich erkennen. Welche IT-Infrastruktur kommt künftig für welche Daten und Anwendungen zum Einsatz? Welche Vorteile geben den Ausschlag, und welche Veränderungen sollten Entscheider jetzt einleiten?


Das haben die Marktforscher von Research in Action im Auftrag von Interxion untersucht.


Ihre Antworten ergeben ein klares Bild: Vom heutigen On-Premise-Schwerpunkt (36,8 Prozent beziehen ihre Anwendungen aus der Private Cloud im eigenen Rechenzentrum, 17,6 Prozent monolithisch aus dem eigenen RZ) werden die Daten bis 2020 zu großen Teilen Richtung Cloud wandern. 2020 wollen die Entscheider 27,9 Prozent ihrer Daten über Hyperscaler beziehen, 24,6 Prozent von lokalen Public-Cloud-Anbietern. 

Laut der Studie werden 2020 Multi-Cloud-Konzepte die Norm darstellen
Laut der Studie werden 2020 Multi-Cloud-Konzepte die Norm darstellen

Ein enormer Wandel, der getrieben wird von den Kriterien Kostenersparnis, Flexibilität und Skalierbarkeit. Bis 2020 wächst der Anteil der Daten bei lokalen Public-Cloud-Anbietern um den Faktor 2,4, die Rolle des eigenen Rechenzentrums nimmt dagegen deutlich ab. Und der Anwendungsanteil bei Colocation-Lösungen als dem Punkt, an dem sich die verschiedenen Infrastrukturen treffen und verbinden lassen, nimmt um die Hälfte zu. Des Weiteren sind vier Trendsegmente erkennbar:

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Weltweite Konkurrenz setzt Deutschland bei Industrie 4.0 unter Druck

Der globale Wettlauf um die Innovationsführerschaft in der Industrie 4.0 nimmt Fahrt auf: In 68% der Industrieunternehmen weltweit hat die Digitalisierung der Produktion höchste Priorität. Deutschland liegt mit 69% im globalen Durchschnitt – doch Unternehmen in China (87%) und Indien (94%) widmen dem Thema noch größere Aufmerksamkeit.

28% der deutschen Unternehmen meinen, dass sie in ihrer Branche Vorreiter bei Industrie 4.0 seien, 64% sehen sich gleichauf mit der Konkurrenz. Diese Selbsteinschätzung kann jedoch täuschen:

Denn erst in 21% der deutschen Firmen werden die wichtigsten Industrie-4.0-Anwendungen wie digitales Performancemanagement, KI-basierte Nachfrageprognose oder 3D-Druck schon umfassend angewendet. In China und Indien sind es mehr als 30%. Die rund 100 befragten deutschen Unternehmen investieren im Schnitt knapp 50 Mio. Euro pro Jahr in Industrie 4.0; 13% investieren mehr als 100 Mio. Euro.


Dieser Artikel beschäftigt sich mit der jährlichen Industrie-4.0-Studie von McKinsey & Company. Hierfür wurden bereits zum vierten Mal 700 Manager in Deutschland, den USA, China, Japan, Indien, Frankreich und Brasilien befragt.


In nur einem Drittel der befragten Unternehmen ist die Geschäftsleitung für die Industrie-4.0-Strategie verantwortlich.
In nur einem Drittel der befragten Unternehmen ist die Geschäftsleitung für die Industrie-4.0-Strategie verantwortlich.

Pilotprojekte ja, Alltagseinsatz nein

„Die Industrie hat die Bedeutung einer digitalisierten Produktion längst erkannt“, sagt Andreas Behrendt, McKinsey-Partner in Köln. „Die Herausforderung besteht nun darin, erfolgreiche Pilotprojekte über die gesamte Organisation auszurollen. Das ist die Königsdisziplin der Transformation.“ „Weltweite Konkurrenz setzt Deutschland bei Industrie 4.0 unter Druck“ weiterlesen

Künstliche Intelligenz verspricht deutscher Industrie zusätzliche Wertschöpfung von 60 Milliarden Euro

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Produktion verspricht deutschen Industrieunternehmen 60 Milliarden Euro an zusätzlicher Wertschöpfung.


Das zeigt die Studie „The Ghost in the Machine: Artificial Intelligence in the Factory of the Future“, für die die Boston Consulting Group (BCG) Produktions- und Technologiemanager von rund 1100 Industrieunternehmen weltweit zu ihren KI-Einsatzfeldern und ihrer KI-Investitionsbereitschaft befragt hat.


Dabei geben fast 90 Prozent der Führungskräfte an, KI in den nächsten drei Jahren in ihre Prozesse integrieren zu wollen. Allerdings haben bisher nur 28 Prozent eine klare Strategie für KI in der Produktion entwickelt. In Deutschland haben gegenwärtig nur 23 Prozent, also gerade einmal jedes vierte deutsche Industrieunternehmen, eine KI-Strategie erarbeitet.

„Deutschland belegt in Sachen KI im Ländervergleich nur eine mittlere Position und droht weiter zurückzufallen. Wollen deutsche Industrieunternehmen ihre internationale Führungsposition behaupten, müssen sie deutlich stärker und schneller auf neue Technologien und intelligente Automatisierung setzen“, sagt Markus Lorenz, BCG-Partner und globaler Leiter der Beratung im Bereich Maschinenbau und Automatisierung bei BCG.

Deutschland droht zurückzufallen: Jedes siebte Unternehmen hat begonnen KI zu integrieren, in China und Indien ist es jedes vierte
Deutschland droht zurückzufallen: Jedes siebte Unternehmen hat begonnen KI zu integrieren, in China und Indien ist es jedes vierte

Während Deutschland noch plant, optimiert China bereits

Unternehmen die bereits KI in der Produktion einsetzen, arbeiten, wie die Studie zeigt, nach agileren Methoden: Sie testen Prototypen bereits im frühen Stadium und justieren ihre Arbeitsprozesse schneller nach.


„In den aufstrebenden Ländern geht man beim Thema KI mutiger voran“


Besonders hoch ist der Anteil der Vorreiter in den USA (25 Prozent), in China (23 Prozent) und in Indien (19 Prozent). In Deutschland nutzen gegenwärtig nur etwa 15 Prozent der Unternehmen im nennenswerten Umfang KI in ihrer Produktion. „Künstliche Intelligenz verspricht deutscher Industrie zusätzliche Wertschöpfung von 60 Milliarden Euro“ weiterlesen

Digitalisierung und künstliche Intelligenz: Industrie rechnet mit schnellerem Wandel

Dass sich ihre Branche in den nächsten fünf Jahren stärker verändern wird, als in allen vergangenen Jahrzehnten, erwartet durchweg die Mehrheit an Vorständen und Unternehmensentscheidern aus der Industrie:

So gehen 85% der Verantwortlichen aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche davon aus, dass technologische Durchbrüche wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und datenbasierte Geschäftsmodelle ihr Unternehmen komplett verändern werden.

Drei von vier Verantwortlichen nennen vor allem die Geschwindigkeit des Wandels als wesentlichen Faktor. Fast jeder Zweite hält auch das Ausmaß der Veränderung für noch nie dagewesen. Gleichzeitig fühlen sich die traditionellen Unternehmen schlecht auf den Wandel vorbereitet – vor allen wenn es darum geht, neue digitale Geschäftsmodelle aufzubauen und die dafür notwendigen Talente zu gewinnen.


Dieser Artikel handelt von den  zentralen Ergebnisse einer weltweiten Befragung von über 300 Top-Entscheidern aus der Industrie mit dem Titel „Disruptive forces in the industrial sector – a global executive survey“ von McKinsey & Company.


Mittelmäßiges Smartphone schneller als früher der Supercomputer

„Natürlich gab es auch früher Entwicklungssprünge in der Industrie. Doch diesmal verändert sich nicht nur die Technologie, sondern für alle Unternehmen auch das fundamentale Geschäftsmodell“, sagt Thomas Baumgartner, Leiter der europäischen Beratung für Industrieunternehmen bei McKinsey.

90% aller gespeicherten Daten wurden in letzten zwei Jahren erzeugt.
90% aller gespeicherten Daten wurden in letzten zwei Jahren erzeugt.

47% der Firmen erwarten beispielsweise, dass neue Abrechnungsmodelle wie das Bezahlen je Benutzung (pay per use) in Zukunft viel stärker eingesetzt werden. Neun von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass in ihren Markt neue Wettbewerber eindringen– zum Beispiel aus der Digitalindustrie, Startups oder aus China. Dennoch gibt es auch viel Optimismus: Jedes zweite Unternehmen rechnet für die Gesamtindustrie mit steigenden Umsätzen. Baumgartner: „Noch ist unklar, ob sich die traditionellen Unternehmen diese zusätzlichen Umsätze sichern werden oder die neuen Wettbewerber.“ „Digitalisierung und künstliche Intelligenz: Industrie rechnet mit schnellerem Wandel“ weiterlesen

Blockchain-Technologie revolutioniert das Supply Chain Management der Pharmaindustrie

Das IT-Unternehmen GFT Technologies SE (GFT) und das Start-up MYTIGATE unterzeichneten am 5. April einen Kooperationsvertrag, um international die Überwachung und Nachverfolgung von pharmazeutischen Lieferketten zu revolutionieren. Eng in die Arbeit eingebunden, ist auch der Forschungsbereich für Betriebswirtschaftslehre der Frankfurt University of Applied Sciences. Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Erstellung eines Blockchain-basierten Planungs- und Tracking-Systems auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie (DLT).

GFT und MYTIGATE bündeln Kompetenzen zur Erstellung eines Proof of Concept zur Überwachung pharmazeutischer Lieferketten auf Blockchain-Basis
GFT und MYTIGATE bündeln Kompetenzen zur Erstellung eines Proof of Concept zur Überwachung pharmazeutischer Lieferketten auf Blockchain-Basis

Dabei handelt es sich bei potentiellen Kunden sowohl um Pharma- als auch spezialisierte Logistikunternehmen. Das neue Pharma-Supply-Chain-Tracking-System befähigt die Nutzer, die Planung von Arzneimitteltransporten zu dokumentieren und diese dann auf der ganzen Welt nach zu verfolgen, um Risiken zu erkennen und Probleme während des Transports transparent nachvollziehen sowie besser verstehen zu können. Planbares Anzeigen von Temperaturveränderungen oder Verspätungen wäre so künftig möglich. Dies wiederum führt letztlich zur Minimierung von Fehlern innerhalb der Lieferkette und damit zur Reduktion der Kosten für alle Beteiligten. „Blockchain-Technologie revolutioniert das Supply Chain Management der Pharmaindustrie“ weiterlesen

IBM Sicherheitsreport: Anzahl gestohlener Datensätze in 2017 gesunken

Im vergangenen Jahr sank die Anzahl gehackter Datensätze um fast 25 Prozent, da Cyberkriminelle den Schwerpunkt auf Ransomware-Angriffe verlagerten – wie IBM Security in den Ergebnisse des X-Force Threat Intelligence Index 2018 bekannt gab: Letztes Jahr wurden allerdings immer noch mehr als 2,9 Milliarden Datensätze gehackt, gegenüber 4 Milliarden im Jahr 2016. Während die Anzahl der gehackten Datensätze damit noch immer signifikant war, dominierte 2017 das Phänomen Ransomware, da Angriffe wie WannaCry, NotPetya und Bad Rabbit versuchten, Chaos über mehrere Branchen hinweg zu stiften.

Andere wichtigen Studienergebnisse beinhalten einen historischen 424-prozentigen Anstieg bei Hacks im Zusammenhang mit falsch konfigurierter Cloud-Infrastruktur, hauptsächlich aufgrund menschlicher Fehler. Mit 27 Prozent aller Angriffe, zählt die Finanzbranche erneut als Spitzenreiter unter den Angriffszielen.
Der IBM X-Force Threat Intelligence-Index umfasst Erkenntnisse und Beobachtungen aus Daten, die über Hunderte von Millionen von geschützten Endpunkten und Servern in nahezu 100 Ländern analysiert wurden. IBM X-Force unterhält Tausende von Spam-Traps auf der ganzen Welt und überwacht täglich Millionen von Spam- und Phishingangriffen.
Um betrügerische Aktivitäten und Missbrauch zu erkennen, werden dabei Milliarden von Website und Bildern analysiert.
Menschliches Versagen ist für zwei Drittel aller kompromittierten Datensätze verantwortlich, ebenso für den Rekordanstieg bei falsch konfigurierten Cloud-Infrastrukturen von 424 Prozent
Menschliches Versagen ist für zwei Drittel aller kompromittierten Datensätze verantwortlich, ebenso für den Rekordanstieg bei falsch konfigurierten Cloud-Infrastrukturen von 424 Prozent

„Obwohl die Anzahl von Hacks ein Anzeichen für die Aktivitäten von Cyberkriminellen sind, erzählen sie nicht die ganze Geschichte von 2017 aus Security-Perspektive“, sagt Caleb Barlow, Vice President Threat Intelligence von IBM Security. „Letztes Jahr hatten Kriminelle einen klaren Fokus darauf, Daten durch Ransomware-Angriffe zu verschlüsseln. Diese Angriffe werden nicht anhand der Anzahl gestohlener Datensätze gemessen, sondern stellen sich für Unternehmen als noch kostspieliger dar gegenüber traditionellen Datenhacks: Die Fähigkeit, diese Angriffe zu antizipieren und dagegen vorbereitet zu sein, wird von entscheidender Bedeutung sein, da Cyberkriminelle ihre Taktiken dahin weiterentwickeln werden, wo sie sich als am lukrativsten erweisen. “ „IBM Sicherheitsreport: Anzahl gestohlener Datensätze in 2017 gesunken“ weiterlesen

Unsichtbare Begleiter: Deutsche nehmen künstliche Intelligenz im Alltag nicht wahr

Wie eine Google-Umfrage von OpenText ergeben hat, nehmen die meisten Deutschen nicht wahr, wenn sie im Alltag mit künstlicher Intelligenz in Berührung kommen. Befragt wurden dabei 2.000 Deutsche über 18 Jahren zum Thema KI und dem Einsatz entsprechender Technologien in den Bereichen Regierungs- und Gesundheitswesen, Arbeitsplatz und Straßenverkehr.

Einen bewussten Kontakt mit KI gehabt zu haben, geben nur rund 15 Prozent der Befragten an. Fast 30 Prozent sind sich dessen nicht sicher. Die Mehrheit (mehr als 55 Prozent) erklärte, nicht mit KI in Berührung gekommen zu sein.

Obwohl KI mittlerweile an vielen Stellen in unserem Alltag zu finden ist, erkennen mehr als 55 Prozent den Kontakt mit KI nicht.
Obwohl die künstliche Intelligenz mittlerweile an vielen Stellen in unserem Alltag zu finden ist, erkennen mehr als 55 Prozent den Kontakt mit ihr nicht.

Und das, obwohl KI und intelligente Automatisierungsmechanismen längst im Alltag angekommen sind.  Durch maschinelles Lernen sind Computer heute in der Lage, aus Beispielen zu lernen, anstatt Anweisungen stur befolgen zu müssen. Das zeigen fünf Beispiele, denen fast alle Deutschen im Alltag schon begegnet sind: „Unsichtbare Begleiter: Deutsche nehmen künstliche Intelligenz im Alltag nicht wahr“ weiterlesen

Banken: Komplexe und intransparente IT-Architekturen behindern die Geschäftsabläufe

Für den Finanzsektor ist die  digitale Transformation ganz sicher eine Jahrhundertaufgabe. Dabei ist manchen Entscheidern noch nicht präsent, dass die Digitalisierung in erster Linie im Backend beginnen muss.

Hier liegt der Kern des Problems: Während das Frontend mit modernsten Anwendungen glänzt, wird das Backend zumeist vernachlässigt und ist überfordert. Ihr Unternehmen muss von Banken und Zahlungsdienstleistern fit für die Zukunft gemacht werden, jedoch sehen sie sich mit der begrenzten Leistungsfähigkeit ihrer IT-Systeme sowie Kostendruck konfrontiert. Dazu kommt noch der Umsetzungsdruck verbindlicher regulatorischer Anforderungen – gleichzeitig soll allerdings Flexibilität, Skalierbarkeit und ein schnelleres Time-to-Market neuer Finanzprodukte gewährleistet werden. Die Probleme verschärfen sich jedoch durch die Tendenz der stark steigenden Transaktionen über neue digitale Kanäle, die bislang dennoch wenig zusätzliches Geschäft bringen.

Komplexe und intransparente IT-Architekturen in Banken behindern die Geschäftsabläufe
Komplexe und intransparente IT-Architekturen in Banken behindern die Geschäftsabläufe

Wie können Banken mehr Kapital aus vorhandenen Funktionalitäten schlagen? Die Antwort ist simpel und komplex zugleich: Der Schlüssel liegt in der Modernisierung der Kernapplikationen im Backend, erklärt GFT Technologies SE in einer Pressemitteilung.

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Dr. Google kann Arztgespräch nicht ersetzen

Der „Halbgott in Weiß“ ist Geschichte: Vor allem jüngere Patienten blicken durchaus kritisch auf ihren Arzt. Zwei Drittel der Deutschen sind mit der ärztlichen Behandlung unzufrieden – nicht, weil sie die Kompetenz der Mediziner anzweifeln, sondern weil nach ihrer Einschätzung das Patientengespräch zu kurz kommt: 45 Prozent bemängeln, dass der Arzt sich zu wenig Zeit für sie nimmt – das äußern vor allem gesetzlich Versicherte mit 48 Prozent, während es unter den privat Versicherten nur 26 Prozent sind. Mit jeweils 20 Prozent sind die Öffnungszeiten der Praxen und das Gefühl, vom Arzt und seinen Angestellten nicht ernst genommen zu werden, weitere Kritikpunkte. Das sind Ergebnisse des „Healthcare-Barometers 2018“, einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bürgern.

Die Zeit, die sich ein Arzt für seinen Patienten nehmen kann, ist zu einem entscheidenden Qualitätsfaktor geworden.

Zwei Drittel der Deutschen sind mit der Behandlung unzufrieden – vor allem, weil der Arzt sich zu wenig Zeit nimmt // Dennoch zählen die Bürger das deutsche Gesundheitssystem zu den Top 3 weltweit

Trotz ihrer skeptischen Einstellung gegenüber ärztlichen Behandlungen, sind die Versicherten überwiegend mit der Qualität des deutschen Gesundheitswesen zufrieden: für die Mehrheit (59 Prozent) gehört es zu den drei besten Systemen der Welt. Gegenüber der Vorjahresbefragung ist dieser Wert allerdings erkennbar gesunken: Im Jahr 2017 zählten noch 64 Prozent Deutschland zu den Spitzenreitern.

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