Bevölkerungsumfrage: Unternehmen und Bildungssektor bereiten die Menschen nicht gut genug auf die Digitalisierung vor

Zu wenig Fortschritt, zu viel Rückstand: Die Mehrheit aller Bundesbürger erwartet, dass sich deutsche Schulen besser an den digitalen Wandel anpassen.

Schnelles Internet an Schulen und Universitäten muss zum Standard der Bildung in Deutschland gehören. 91 Prozent der Bundesbürger stimmen dieser Aussage „voll und ganz“ (60 Prozent) und „eher“ (31 Prozent) zu. Zudem sollte Informatik schon ab der fünften Schulklasse ein Pflichtfach sein, um Kinder für den technologischen Wandel auf dem Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dem stimmen 82 Prozent „voll und ganz“ (40 Prozent) und „eher“ (42 Prozent) zu.    

Digitale Bildung bleibt hinter dem Wandel auf dem Arbeitsmarkt zurück

Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) aus dem September 2018.

Hendrik Reese, Lead Responsible AI bei PwC Deutschland und Verantwortlicher für die Studie, sagt: „Sowohl beim schnellen Internet als auch bei der Bildung im Informatikbereich sind Schulen, Universitäten, Wirtschaft und Politik noch lange nicht so weit wie es sich die Menschen wünschen.“ Die Bürger wollten technologische Entwicklungen besser verstehen, um sich besser auf den Wandel am Arbeitsmarkt einstellen zu können.

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Unternehmen weltweit zu nachlässig im Umgang mit digitalen Bedrohungen

 Nur 23 Prozent der Unternehmen richten ihre Sicherheitsvorkehrungen nach den Geschäftszielen aus
Nur 23 Prozent der Unternehmen richten ihre Sicherheitsvorkehrungen nach den Geschäftszielen aus

In einer zunehmend vernetzten und technologiegetriebenen Geschäftswelt ist das Thema Vertrauen wichtiger denn je. Fast jedem zweiten Unternehmen weltweit gelingt es jedoch nicht, sich adäquat gegen digitale Bedrohungen zu wappnen. Nur gut die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) integriert Maßnahmen zum Management von Cyber- und Datenschutzrisiken von Beginn an vollständig in ihre digitalen Transformationsprojekte. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Befragung von 3.000 Führungskräften in 81 Ländern im Auftrag von PwC.

„Die Komplexität und das Innovationstempo der neuen digitalen Geschäftsmodelle überholen bestehende Sicherheitskonzepte. Die Digitalisierung verändert ganze Unternehmenslandschaften. Wir erleben häufig, dass Unternehmen das Thema Sicherheit nicht in ihren Strategien mitdenken und stattdessen versuchen, Cyber-Risiken zu bekämpfen. Das ist gefährlich“, erklärt Ulrich Störk, Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland.

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Cyberattacken auf deutsche Industrie nehmen stark zu

Die deutsche Industrie steht immer häufiger im Fadenkreuz von Cyberkriminellen: Für gut acht von zehn Industrieunternehmen (84 Prozent) hat die Anzahl der Cyberattacken in den vergangenen zwei Jahren zugenommen, für mehr als ein Drittel (37 Prozent) sogar stark. Das ist das Ergebnis einer Studie des Digitalverbands Bitkom, für die 503 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Industriebranchen repräsentativ befragt wurden.

„Die deutsche Industrie steht unter digitalem Dauerbeschuss – von digitalen Kleinkriminellen über die organisierte Kriminalität bis zu Hackern im Staatsauftrag. Qualität und Umfang der Cyberangriffe werden weiter zunehmen“, so Bitkom Präsident Achim Berg.

So prognostizieren 82 Prozent der befragten Industrieunternehmen, dass die Anzahl der Cyberattacken auf ihr Unternehmen in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich zunehmen wird. Vier von zehn (41 Prozent) gehen davon aus, dass die Angriffe sogar stark zunehmen werden. Nur 15 Prozent schätzen, dass die Zahl der Angriffe künftig unverändert bleiben wird. „Die Unternehmen müssten jetzt ihre technischen, organisatorischen und personellen Sicherheitsvorkehrungen verstärken“, sagt Berg. 

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„Cybersicherheit ist Grundvoraussetzung für digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft“

 "Der deutschen Wirtschaft ist in den vergangenen zwei Jahren durch Spionage, Sabotage und Datendiebstahl ein Schaden in Höhe von 43 Milliarden Euro entstanden. Allein 68 Prozent der deutschen Unternehmen waren in den vergangenen zwei Jahren betroffen. Mit den stetig wachsenden Gefahren muss auch das Problembewusstsein für Cybersicherheit in den Chefetagen steigen.

Staat und Unternehmen müssen beim Thema Cybersicherheit noch viel enger kooperieren als bislang. Ein zentraler Eckpfeiler ist die 2012 gegründete Allianz für Cybersicherheit. Ziel der Allianz ist es, das Know-how zum Schutz vor Cyber-Angriffen in deutschen Unternehmen zu stärken. Ich ermuntere Unternehmen, die noch nicht Mitglied sind, sich aktiv in der Allianz für Cybersicherheit zu engagieren.

Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen müssen mehr tun als bislang. Cybersicherheit gehört in die DNA jeder Unternehmensstrategie. Kontinuierliche Mitarbeiterschulungen und Investitionen in die Cybersicherheitsinfrastruktur eines Unternehmens sind entscheidende Instrumente. 

Mit dem erst kürzlich zusammen mit dem Bundesinnenministerium (BMI) gegründeten Bündnis für Cybersicherheit soll die Cyberresilienz des Wirtschaftsstandorts Deutschland nachhaltig gesteigert werden. Angesichts der Exportstärke deutscher Unternehmen werden BDI und BMI ein Forum zwischen Bundesbehörden und Vertretern der Wirtschaft zum Austausch über internationale Cybersicherheitsfragen etablieren. Ziel ist es, gegenüber Drittstaaten und in internationalen Institutionen besser abgestimmte Positionen zu Cybersicherheits-Themen zu vertreten und deutsche Unternehmen vor Benachteiligungen zu schützen."

Iris Plöger
Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, anlässlich der Veröffentlichung des BSI-Lageberichts 2018

Frost & Sullivan: Strategien für europäische 5G-Netzbetreiber

Partnerschaften mit Unternehmen in vertikalen Märkten und Schwellenländern entscheidend für größere Akzeptanz der Technologie, so die Berater von Frost & Sullivan.

Für die steigende Nutzung des IoT, auch auf Straßen, wird die 5G-Technologie unerlässlich sein.

Der derzeitige Mobilfunkstandard 4G reicht nicht mehr aus, um das breite Angebot an bandbreitenintensiven Diensten wie Multimedia, Video Conferencing und Online-Shopping abzudecken. Die Betreiber von Mobilfunknetzen arbeiten daher am Ausbau des 5G-Netzes. Diese Zukunftstechnologie wird selbst zu Stoßzeiten eine unterbrechungsfreie Verbindung garantieren und zudem die für die mobile Breitband-Datenübertragung und das Internet of Things (IoT) notwendige Geschwindigkeit zur Verfügung stellen. Tatsächlich hat die 5G-Technologie das Potential, ein wirklich konvergentes Netzwerk zu schaffen, da sie eine Anzahl bestehender technologischer Lösungen einschließt und mit vorhergehenden Generationen von Technologien kompatibel ist.

„Da die Zahl der vernetzten Geräte im nächsten Jahrzehnt weiterhin exponentiell ansteigen wird, wird die Einführung von 5G-Technologien derzeit noch stärker gefordert, insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten,” wird Fiona Vanier, Digital Transformation Senior Industry Analystin bei Frost & Sullivan in einer Pressemitteilung zitiert. „Durch das Aufkommen des IoT könnte die 5G-Technologie zum idealen Instrument werden, um fahrerlose Fahrzeugeintelligente Städte und das industrielle Internet of Things (IIoT) voranzutreiben.”

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Kommentar: Gegen Datendiebstahl helfen aufmerksame Mitarbeiter

7 von 10 Industrieunternehmen wurden  in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage. Wie lässt sich das verhindern? Ein Kommentar.

Gegen Datenspionage helfen aufmerksame Mitarbeiter.

Wenn in Unternehmen Daten gestohlen werden, liegt das oft daran, dass Viren über E-Mails oder Messenger verschickt werden oder Sicherheitslücken in der Software gefunden werden, die den Angreifern infolgedessen Zugriff auf das attackierte Objekt erlauben. Durch solche Spionage, wurde in den vergangenen drei Jahren ein Gesamtschaden von knapp 43,3 Milliarden – allein in der deutschen Industrie – verursacht, wie der Digitalverband Bitkom in einer neuen Studie herausfand. 

Eine beachtliche Summe, angesichts der Tatsache, dass die Investition in IT-Sicherheit signifikant geringer wäre, als der verbundene Schaden ohne. Dennoch, die Möglichkeit, dass Software angegriffen und Daten abgefangen werden ist auch trotz solcher Sicherheitssysteme vorhanden.

Das größte Problem sind, trotz allem, die Menschen selbst. Durch sie erst kommen die Spionageprogramme ins IT-System. Aufmerksame Mitarbeiter sind in dieser Hinsicht das A und O. Sie entdecken schon jetzt die meisten Angriffe. Deshalb gilt: der effektivste Schutz vor Spionage sind motivierte, gut geschulte und aufmerksame Mitarbeiter. Das sollten Unternehmen erkennen, die Sicherheit der IT ist in heutigen Zeiten essentiell, was nicht zuletzt durch die vorherigen Zahlen bewiesen ist. Gut geschulte Mitarbeiter sollten als Voraussetzung für die Arbeit im digitalen Zeitalter gelten.


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Mobilität der Zukunft: China ist Spitzenreiter

China wird zum globalen Innovationstreiber in der Automobilindustrie. Im Rennen um den zukünftigen Markt für Mobilitätsdienstleistungen hat sich das Reich der Mitte eine Führungsposition erarbeitet. So ging jedes zweite in der ersten Jahreshälfte 2018 verkaufte Elektroauto an einen Kunden in China. Gleichzeitig hat das Land seine Ladeinfrastruktur in den vergangenen zwölf Monaten massiv ausgebaut und neue Teststrecken für autonomes Fahren eingerichtet. Chinesische Konsumenten tragen den Fortschritt mit und nutzen Mobilitätsangebote wie Car-Sharing und Mitfahrgelegenheiten.

„Kein anderes Land ist so fortschrittlich und offen für neue Technologien und Mobilitätsdienste. Die meisten traditionellen Auto-Nationen stagnieren dagegen oder bewegen sich nur langsam“, wird Wolfgang Bernhart, Partner bei Roland Berger, in einer Mitteilung des Beratungshauses zitiert: „China ist nicht nur der weltweit größte Absatzmarkt für Autos und ein wichtiger Produktionsstandort. Es hat sich längst von der Werkbank zum Labor der Industrie entwickelt.“

In den vergangenen zwölf Monaten hat China seine Anzahl an Ladestationen für Elektroautos von 2,5 auf 5,7 Ladestationen pro 100km verdoppelt. 

Die Führungsrolle Chinas zeigt sich anderem beim Ausbau der Infrastruktur für batteriebetriebene Fahrzeuge. So hat das Land seine Kapazitäten trotz des riesigen Straßennetzes in den vergangenen zwölf Monaten verdoppelt – von 2,5 auf 5,7 Ladestationen pro 100 Kilometer (Deutschland 4,5, Frankreich 2,3, USA 0,3 Stationen pro 100 Kilometer). Das Geld ist in dem Sinne gut angelegt, zählen die Chinesen doch zu den Verbrauchern mit dem größten Vertrauen in Elektromobilität: Immerhin 65 Prozent der Befragten können sich vorstellen, als nächstes ein Auto mit Elektroantrieb zu kaufen. Damit sind sie deutlich innovationsfreudiger als die Verbraucher in Westeuropa, wo das Interesse bei mageren 30 Prozent stagniert.

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Künstliche Intelligenz: Größeres Potenzial als die Dampfmaschine

Nach Prognosen des McKinsey Global Institute (MGI) kann Künstliche Intelligenz (KI) das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2030 zusätzlich um durchschnittlich 1,2 Prozentpunkte pro Jahr steigern.

Künstliche Intelligenz würde demzufolge den jährlichen Wachstumseffekt, den seinerzeit Dampfmaschinen (0,6 Prozentpunkte), Industrieroboter (0,4 Prozentpunkte) und die Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT, 0,6 Prozentpunkte) erzielten, deutlich übertreffen. Insgesamt sei mit Künstlicher Intelligenz bis 2030 ein zusätzlicher globaler Wertschöpfungsbeitrag in Höhe von 13 Billionen US-Dollar möglich.

McKinsey-Studie: In Deutschland zusätzliches Wachstum durch KI in Höhe von 1,3 Prozentpunkten pro Jahr möglich – Bis 2030 globaler Wertschöpfungsbeitrag von 13 Billionen US-Dollar prognostiziert
McKinsey-Studie: In Deutschland zusätzliches Wachstum durch KI in Höhe von 1,3 Prozentpunkten pro Jahr möglich – Bis 2030 globaler Wertschöpfungsbeitrag von 13 Billionen US-Dollar prognostiziert

Für die Studie wurde die KI-Technologie vom MGI in fünf Kategorien eingeteilt: Automatische Bilderkennung, natürliche Sprache, virtuelle Assistenten, Roboter-basierte Prozessautomatisierung und fortgeschrittenes maschinelles Lernen. Diese Technologien würden zukünftig von Unternehmen am wahrscheinlichsten eingesetzt: Bis 2030 werden circa 70 Prozent der Unternehmen mindestens eine der genannten KI-Technologien nutzen, prognostizieren die Forscher des MGI. Deutschland mit leicht überdurchschnittlichen Wachstumsmöglichkeiten.

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PwC Global Blockchain Survey 2018: Blockchain kommt in Unternehmen an

Das die Blockchain die Unternehmenswelt nachhaltig verändert und das mit rasantem Tempo, haben die meisten Unternehmen erkannt: Entsprechend setzen sich vier von fünf Unternehmen (84 Prozent) intensiv mit der Technologie auseinander, und 15 Prozent von ihnen nutzen sie bereits. Nicht nur das ergab eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers.

Chancen von Blockchain nicht verpassen

Die Umfrage verdeutlicht, dass die befragten Führungskräfte und Verantwortlichen von Technologiebereichen das Potenzial der Blockchain längst erkannt haben und zeitnah von den Entwicklungen profitieren wollen. Demnach können das bei der Blockchain verwendete dezentrale Register („Distributed Ledger“) und digitale Tokens den Handel und Geschäftsprozesse revolutionieren: Die Technologie, die ohne eine zentrale Instanz funktioniert, arbeitet nicht nur kostengünstig, effizient, transparent und fälschungssicher. Über eine Blockchain lassen sich auch viele Kernprozesse abbilden und beschleunigen.

Nicht nur in Form von digitalen Währungen, wie Bitcoin, kommt die Blockchain-Technologie zum Einsatz.

Schon heute hinterlässt die Blockchain deutliche Spuren in der Unternehmenswelt: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sammelten Blockchain-Plattformen bei sogenannten Initial Coin Offerings (ICOs) 13,7 Milliarden US-Dollar an Risikokapital ein. Ferner haben größere ERP-Software-Plattformen („Enterprise-Resource-Planning“) bereits damit begonnen, Blockchains in ihre Systeme zu integrieren. In Verbindung mit Blockchain-Technologie können ERP-Systeme dazu beitragen, interne Prozesse zu optimieren sowie Daten sicher zu teilen und nutzen.

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Startups: Ohne KI und Datenanalyse kein wirtschaftlicher Erfolg

Dabei sind die Startups sich einig: Ohne Künstliche Intelligenz und Datenanalysen ist der wirtschaftliche Erfolg deutscher Unternehmen bedroht. Jeweils 96 Prozent der deutschen Startups geben an, dass sowohl Künstliche Intelligenz als auch Big Data eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen haben werden, was aus den Ergebnissen einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups herauskam.

Gründer sehen herausragende Bedeutung der Technologietrends für die deutsche Wirtschaft
Gründer sehen herausragende Bedeutung der Technologietrends für die deutsche Wirtschaft

„Ein solch eindeutiges Ergebnis ist selten, unter Startups gibt es offenbar keine zweite Meinung: Ohne den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden wir künftig keinen wirtschaftlichen Erfolg haben. Die Politik, aber auch etablierte Unternehmen sind gut beraten, sich diese Einschätzung zu Herzen zu nehmen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir begrüßen sehr, dass die Bundesregierung bei Künstlicher Intelligenz einen Schwerpunkt ihrer Technologie- und Wirtschaftspolitik setzen will. Jetzt ist wichtig, dass es schnell geht, zügig Programme entwickelt und dann umgehend von der Politik in die Praxis umgesetzt werden.“

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Jeder zweite Mitarbeiter sitzt am Computer

Computer, Laptops, Tablets und Smartphones sind ständige Begleiter – in der Freizeit wie im Beruf. So arbeitet heute rund jeder zweite Mitarbeiter (48 Prozent) quer durch alle Branchen an einem Computerarbeitsplatz. Zum Vergleich: vor zwei Jahren waren es 44 Prozent. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom.

Fünf von zehn Mitarbeitern nutzen einen Computer (Grafik Bitkom)
Fünf von zehn Mitarbeitern nutzen einen Computer (Grafik Bitkom)

Einen besonders hohen Anteil von Computerarbeitsplätzen findet man bei Banken und im Finanzdienstleistungsgewerbe. Mit neun von zehn festangestellten Mitarbeitern (89 Prozent) an einem Computerarbeitsplatz sind es ähnlich viele wie bei Versicherungen (89 Prozent). Am niedrigsten ist die Quote mit 41 Prozent im Bereich Transport und Logistik. Der Durchschnitt liegt bei 35 Prozent.

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Zitat: Bitkom-Präsident Achim Berg zu den „Eckpunkten für eine Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung“

„So wie Deutschland heute als Industrie- und Automobilnation gilt, so muss das Deutschland der Zukunft eine KI-Nation sein. Künstliche Intelligenz läutet eine neue Stunde Null in der Weltwirtschaft ein. In den kommenden Jahren wird sich völlig neu entscheiden, welche Nationen in der globalen Wirtschaft den Ton angeben. Was vor Urzeiten fruchtbare Böden und in der Industriegesellschaft moderne Maschinenparks waren, das wird in der Datenwirtschaft der Zukunft die Künstliche Intelligenz sein. Um ein ressourcenschonendes Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand zu erreichen, muss Deutschland eine international führende Rolle bei Entwicklung und Einsatz Künstlicher Intelligenz einnehmen. Mit den heute vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkten für eine KI-Strategie läutet die Bundesregierung in Deutschland das KI-Zeitalter ein. Wir begrüßen besonders, dass zum ersten Mal umfassend die riesigen Chancen von KI benannt werden – für die Gesellschaft, für die Wirtschaft, für die Verwaltung, für den Arbeitsplatz.
Dafür braucht es nicht in erster Linie Computer, sondern Köpfe und Daten. Wir müssen diese klugen Köpfe an unseren Schulen und Hochschulen ausbilden und dann dafür sorgen, dass sie ihr Wissen hier in die Praxis übersetzen und nicht auf dem schnellsten Weg ins Ausland gehen. Der Ankündigung, Daten verfügbar und nutzbar zu machen und dafür auch den entsprechenden nationalen und EU-weiten Rechtsrahmen zu schaffen, kommt dabei herausragende Bedeutung zu. Nur mit Daten lässt sich Künstliche Intelligenz trainieren und können die Bürger von KI-Systemen profitieren. Das reicht von der optimalen medizinischen Diagnose und Behandlung bis zur smarten Verwaltung. Die heute vorgestellte Absichtserklärung muss in den kommenden Monaten mit konkreten Maßnahmen und Gesetzgebungsverfahren ausgestaltet werden.“
Achim Berg
Präsident Digitalverband Bitkom

Smartphones überholen PC als beliebteste Spiele-Plattform Deutschlands

18,2 Millionen Menschen in Deutschland spielen auf ihren Smartphones – und somit rund 900.000 (+5 Prozent) mehr als noch vor einem Jahr. Durch die zusätzlichen Spieler, ist das Smartphone erstmals die beliebteste Spiele-Plattform in Deutschland und konnte den PC (17,3 Millionen Spieler) von der Spitzenposition verdrängen, wie der game – Verband der deutschen Games-Branche auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK bekannt gab.

Spielekonsolen wie die Playstation 4 von Sony, Switch von Nintendo und Xbox One von Microsoft nutzen 16 Millionen Menschen in Deutschland – und damit rund 200.000 (+1 Prozent) mehr als noch vor einem Jahr. Nicht verändert hat sich die Anzahl der Tablet-Spieler: 11,5 Millionen Menschen in Deutschland spielen auf den flachen Computern mit Touchscreen.

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Bosch und Daimler: Metropole in Kalifornien wird Pilotstadt für automatisiertes Fahren

Der Automobilzulieferer Bosch und der Mobilitätskonzern Daimler haben Kalifornien als Pilotregion für die erste Testflotte ausgewählt, in der sie – in der zweiten Jahreshälfte 2019 – Kunden auf ausgewählten Strecken in einer nicht näher genannten kalifornischen Stadt einen Shuttle-Service mit automatisierten Fahrzeugen anbieten, wie es  in einer Pressemitteilung von Bosch heißt. Als Betreiber dieser Testflotte und des App-basierten Mobilitätsservices ist Daimler Mobility Services vorgesehen. Das Pilotprojekt wird zeigen, wie Mobilitätsservices wie Car-Sharing, Ride-Hailing und multimodale Plattformen intelligent verbunden werden können, um so die Zukunft der Mobilität zu gestalten. Zulieferer für die künstliche-Intelligenz-Plattform als Teil ihres Steuergeräteverbunds, wird Nvidia.


„Die serienreife Entwicklung des automatisierten Fahrens ist wie ein Zehnkampf. Es genügt nicht, in ein oder zwei Bereichen gut zu sein. Man muss, wie wir, alle Disziplinen beherrschen“, sagt Stephan Hönle, Produktbereichsleiter für automatisiertes Fahren bei Bosch.


In einer Großstadt im Silicon Valley wird 2019 der erste Pilot für Tests von Bosch und Daimler gestartet. (Foto: Bosch/ Daimler)

In der Entwicklung eines Fahrsystems für vollautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge, werden beide Unternehmen nach eigenen Angaben von einer gemeinsamen Philosophie geleitet:


„Entscheidend ist, ein sicheres, zuverlässiges und serienreifes System einzuführen“, so Michael Hafner, Leiter Automatisiertes Fahren, Daimler AG. „Sicherheit steht an erster Stelle und zieht sich bei uns wie ein roter Faden durch alle Aspekte und Entwicklungsschritte auf dem Weg zur Serieneinführung. Gründlichkeit geht dabei im Zweifel vor Schnelligkeit.“


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Börsengang wird für Startups wieder interessanter

Wenn ein Startup schnell wachsen und international expandieren soll, steigt der Kapitalbedarf. Derzeit denkt fast jedes vierte deutsche Startup (23 Prozent) über einen Börsengang nach, um das notwendige Geld zu beschaffen. So geben 22 Prozent der Gründer an, dass der Gang aufs Parkett für sie in Zukunft vorstellbar ist, einige planen konkret einen Börsengang (1 Prozent).


Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups.


Mit 14 Prozent im vergangenen Jahr, lag der Anteil derjenigen, die sich einen Börsengang vorstellen können, deutlich darüber. 2016 war die Börse allerdings noch attraktiver und für 38 Prozent ein Thema.

„Ein Börsengang bedeutet für ein Startup großen organisatorischen Aufwand und hohe Vorbereitungskosten. Ein solcher Schritt will reiflich überlegt sein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

 Fast jedes vierte Startup denkt an Börsengang – vor einem Jahr war es jedes siebte 
Fast jedes vierte Startup denkt an Börsengang – vor einem Jahr war es jedes siebte

Auf dem Niveau der Vorjahre liegt der Wert, derjenigen, die eine Börsengang gründsätzlich ausschließen (14%).  6 von 10 Startups (58 Prozent) geben an, dass ein Börsengang aktuell kein Thema für sie ist. Und 6 Prozent wollten oder konnten dazu keine Angaben machen. Im Durchschnitt benötigen Startups in Deutschland in den kommenden zwei Jahren 3,1 Millionen Euro frisches Kapital und damit deutlich mehr als noch 2017 mit 2,2 Millionen Euro.

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Sind Digitalisierung und Cloud für den Mittelstand wirklich synonym?

Wie geht es mit der Digitalisierung im Mittelstand tatsächlich voran? Wie weit haben Cloud-Anwendungen im Alltag Fuß gefasst? Und welche Rolle spielt der wachsende Bedarf nach einem mobilen Zugriff dafür, dass sich die Cloud durchsetzt? Äußerungen der Teilnehmer der „forconference 2018“ ergeben ein differenziertes Bild. Das Softwarehaus forcont, Spezialist für Enterprise Content Management (ECM), hat die Teilnehmer bei seiner letzten Fach- und Anwenderkonferenz nach ihrer Meinung befragt und deren Äußerungen in einem Video zusammengestellt. Dabei zeigt sich eine Erkenntnis: Die Cloud wird auch im Mittelstand immer wichtiger – aber die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen ist nicht zwingend daran gebunden, dass dazu in der Cloud gehostete Business-Applikationen genutzt werden. Noch nicht.

Mobilität als Cloud-Treiber

Die große Cloud-Umfrage, die forcont und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin im September 2017 durchführten, hatte ergeben, dass 90 Prozent der Befragten die mobile Nutzung von Applikationen für einen ganz wesentlichen Vorteil von Cloud-Lösungen halten. Um Cloud-Lösungen kommt man heute nicht mehr herum, wenn man mobil Arbeiten will – diese Meinung vertreten auch viele Teilnehmer der „forconference“. Es zeigt sich eine Einsicht: Während die Cloud im Prinzip von überall aus zugreifbar ist, kann man dies aus dem eigenen Rechenzentrum schon aus technischer Perspektive heraus kaum mehr bewerkstelligen.


Weitere Teilnehmer-Meinungen zur Zukunft von Digitalisierung, Automatisierung und Cloud-Nutzung im Mittelstand finden sich auch in diesem Video:


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