Künstliche Intelligenz: Größeres Potenzial als die Dampfmaschine

Nach Prognosen des McKinsey Global Institute (MGI) kann Künstliche Intelligenz (KI) das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2030 zusätzlich um durchschnittlich 1,2 Prozentpunkte pro Jahr steigern.

Künstliche Intelligenz würde demzufolge den jährlichen Wachstumseffekt, den seinerzeit Dampfmaschinen (0,6 Prozentpunkte), Industrieroboter (0,4 Prozentpunkte) und die Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT, 0,6 Prozentpunkte) erzielten, deutlich übertreffen. Insgesamt sei mit Künstlicher Intelligenz bis 2030 ein zusätzlicher globaler Wertschöpfungsbeitrag in Höhe von 13 Billionen US-Dollar möglich.

McKinsey-Studie: In Deutschland zusätzliches Wachstum durch KI in Höhe von 1,3 Prozentpunkten pro Jahr möglich – Bis 2030 globaler Wertschöpfungsbeitrag von 13 Billionen US-Dollar prognostiziert
McKinsey-Studie: In Deutschland zusätzliches Wachstum durch KI in Höhe von 1,3 Prozentpunkten pro Jahr möglich – Bis 2030 globaler Wertschöpfungsbeitrag von 13 Billionen US-Dollar prognostiziert

Für die Studie wurde die KI-Technologie vom MGI in fünf Kategorien eingeteilt: Automatische Bilderkennung, natürliche Sprache, virtuelle Assistenten, Roboter-basierte Prozessautomatisierung und fortgeschrittenes maschinelles Lernen. Diese Technologien würden zukünftig von Unternehmen am wahrscheinlichsten eingesetzt: Bis 2030 werden circa 70 Prozent der Unternehmen mindestens eine der genannten KI-Technologien nutzen, prognostizieren die Forscher des MGI. Deutschland mit leicht überdurchschnittlichen Wachstumsmöglichkeiten.

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PwC Global Blockchain Survey 2018: Blockchain kommt in Unternehmen an

Das die Blockchain die Unternehmenswelt nachhaltig verändert und das mit rasantem Tempo, haben die meisten Unternehmen erkannt: Entsprechend setzen sich vier von fünf Unternehmen (84 Prozent) intensiv mit der Technologie auseinander, und 15 Prozent von ihnen nutzen sie bereits. Nicht nur das ergab eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers.

Chancen von Blockchain nicht verpassen

Die Umfrage verdeutlicht, dass die befragten Führungskräfte und Verantwortlichen von Technologiebereichen das Potenzial der Blockchain längst erkannt haben und zeitnah von den Entwicklungen profitieren wollen. Demnach können das bei der Blockchain verwendete dezentrale Register („Distributed Ledger“) und digitale Tokens den Handel und Geschäftsprozesse revolutionieren: Die Technologie, die ohne eine zentrale Instanz funktioniert, arbeitet nicht nur kostengünstig, effizient, transparent und fälschungssicher. Über eine Blockchain lassen sich auch viele Kernprozesse abbilden und beschleunigen.

Nicht nur in Form von digitalen Währungen, wie Bitcoin, kommt die Blockchain-Technologie zum Einsatz.

Schon heute hinterlässt die Blockchain deutliche Spuren in der Unternehmenswelt: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sammelten Blockchain-Plattformen bei sogenannten Initial Coin Offerings (ICOs) 13,7 Milliarden US-Dollar an Risikokapital ein. Ferner haben größere ERP-Software-Plattformen („Enterprise-Resource-Planning“) bereits damit begonnen, Blockchains in ihre Systeme zu integrieren. In Verbindung mit Blockchain-Technologie können ERP-Systeme dazu beitragen, interne Prozesse zu optimieren sowie Daten sicher zu teilen und nutzen.

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Die Zukunft des Reisens ist digital

Von der Anregung für das nächste Reiseziel im Netz über den Mobile Check-in am Flughafen bis hin zur Übersetzungs-App im Restaurant und der Online-Bewertung der Unterkunft: Das Reisen wird durch die Digitalisierung verändert. Das zeigt eine repräsentative Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dafür wurden 1.012 Verbraucher ab 16 Jahren telefonisch befragt.

Zwar werden die meisten Deutschen (36 Prozent) weiterhin durch die persönliche Empfehlung von Freunden oder Familie auf ihr Urlaubsziel aufmerksam. Allerdings kommt die Inspiration für jede vierte Reise (25 Prozent) mittlerweile aus dem Netz, etwa von Vergleichsportalen oder Online-Werbung (14 Prozent), Reiseblogs (7 Prozent) oder aus den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram (4 Prozent)
„Die Digitalisierung bietet der gesamten Tourismus-Branche ein enormes Potenzial. Dank der neuen digitalen Möglichkeiten können sich die Kunden bereits vorab umfangreich über das Urlaubsziel informieren und Tipps besorgen. Vergleichsportale bieten zudem Transparenz mit Preis-Leistungsvergleichen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.
Die Inspiration für jede vierte Reise kommt aus dem Netz; Online-Reisebüros punkten mit Angebot, Vor-Ort-Reisebüros mit Beratung
Die Inspiration für jede vierte Reise kommt aus dem Netz; Online-Reisebüros punkten mit Angebot, Vor-Ort-Reisebüros mit Beratung

Bei der Suche nach Reiseangeboten gilt „online zuerst“. Bereits 43 Prozent aller Urlauber gehen rein online auf Angebotssuche, nur noch 26 Prozent aller Reisenden suchen ausschließlich offline. Zwar informieren sich weiterhin 48 Prozent im Reisebüro vor Ort und jeweils 10 Prozent direkt beim Dienstleister oder in Broschüren. Noch stärker werden aber Online-Kanäle zurate gezogen, also die Online-Seiten der Reiseveranstalter (43 Prozent), Online-Reisebüros wie zum Beispiel Expedia oder Opodo (32 Prozent) und Vergleichsportale wie fluege.de oder idealo (19 Prozent).
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Arbeitsplatz der Zukunft: Nachholbedarf für Unternehmen

In Partnerschaft mit dem Umfrageinstitut IDG Research Services aus München hat das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen sipgate gemeinsam mit weiteren Unternehmen aus der Digitalbranche die Studie “Arbeitsplatz der Zukunft” entwickelt. Über 1.500 Unternehmen und Mitarbeiter wurden im Juni 2017 durch IDG Research Services zu ihren Vorstellungen über den Arbeitsplatz der Zukunft befragt und dazu, wo sie Herausforderungen sehen und wie Lösungsansätze aussehen können. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor. Die kompletten Studienergebnisse werden am Mittwoch, dem 20. September, auf der Messe „Zukunft Personal“ in Köln erstmals öffentlich bekannt gegeben.

Die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst:

Der Status Quo – Wo stehen die Unternehmen heute?

Der Arbeitsplatz der Zukunft wird als eine der wichtigsten Herausforderungen der befragten Unternehmen wahrgenommen und kommt gleich hinter der IT-Sicherheit und vor den Aufgaben Personal, Produktion und Vertrieb. Der Abstand zu Hype-Themen wie Internet of Things und Industrie 4.0 ist überraschend groß. Diese Themen sind den Unternehmen also weitaus weniger wichtig als das Thema Arbeitsplatz der Zukunft. Rund 40 % der befragten Unternehmen sehen ihre Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft bereits als relativ weit fortgeschritten. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen haben eine dedizierte Strategie für neue Arbeits- und Mobilitätskonzepte entwickelt. Ziele sind hier vor allem: Flexibilität, Agilität, Produktivität sowie die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. Nur jedes siebte Unternehmen hat sich bisher noch gar nicht mit dem Arbeitsplatz der Zukunft beschäftigt.

New Work – Welche Vorstellungen haben Mitarbeiter? „Arbeitsplatz der Zukunft: Nachholbedarf für Unternehmen“ weiterlesen

Ciscos neues Netzwerk der Zukunft lernt und passt sich an

Cisco startet eine neue Ära im Netz. Anstelle manueller Verwaltung treten nun intuitive Bedienung, weitgehende Automatisierung und Analytics. Damit realisiert Cisco die Vision eines Netzwerks, das Aktionen vorhersieht und automatisiert, Sicherheitsgefahren abwehrt und sich durch Lernprozesse selbstständig weiterentwickelt. Es erfüllt die Anforderungen, die durch umfassende Vernetzung und verteilte Technologie entstehen.

Das „neue Netzwerk“ ist das Ergebnis jahrelanger Forschung und Entwicklung von Cisco. Damit sind IT-Verantwortliche für die Zukunft gerüstet. Jeder von ihnen verwaltet heute durchschnittlich hunderte Geräte – nach Schätzungen werden es im Jahr 2020 eine Million Devices sein.

„Das Netzwerk war noch nie so wichtig für den Geschäftserfolg wie heute, aber es stand auch noch nie so unter Druck“, so Chuck Robbins, CEO von Cisco. „Durch die Entwicklung eines intuitiveren Netzwerks erzeugen wir eine intelligente Plattform mit bislang unerreichter Sicherheit für heute und morgen. Es bringt Unternehmen voran und eröffnet neue Möglichkeiten für Menschen und Organisationen weltweit.“
Oliver Tuszik, Deutschlandchef von Cisco, ergänzt: „Digitalisierung ist Vernetzung. Der Mehrwert entsteht dort, wo Daten sinnvoll und sicher zusammengeführt werden – und das ist das Netz. Mit dem neuen Netz machen wir neue Größenordnungen möglich, erreichen ganz andere Geschwindigkeiten und können das Netz und alle, die es nutzen, viel besser absichern.“

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Fabrik der Zukunft: Bis zu 40 Prozent geringere Kosten

Investitionen in die smarte Fabrik der Zukunft zahlen sich aus: Industrieunternehmen können in den nächsten zehn Jahren bis zu 40 Prozent ihrer Herstellungskosten einsparen. Dazu müssen sie das Potenzial modularer Produktionskonzepte und neuer Technologien ausschöpfen und ihre Prozesse optimieren. Das zeigt die Studie „Factory of the Future“ der Boston Consulting Group (BCG) und des Werkzeugmaschinenlabors der RWTH Aachen. „Die Fabrik, wie wir sie heute kennen, wird sich radikal verändern: Das Fließband wird durch flexible Fertigungsinseln abgelöst – ermöglicht durch eine vollständig vernetzte, schlanke Produktion“, sagt Daniel Küpper, BCG-Partner und Leiter des BCG Innovation Center for Operations.

An der Studie nahmen weltweit mehr als 750 Produktionsverantwortliche führender Industrieunternehmen aus der Automobilbranche, dem Maschinen- und Anlagenbau und der Prozessindustrie teil.

Die Industrie hat das Potenzial der Transformation ihrer Fabriken erkannt: 74 Prozent der befragten Produktionsverantwortlichen geben an, erste Bausteine der smarten Fabrik bereits umgesetzt zu haben oder in den nächsten fünf Jahren umsetzen zu wollen. Allerdings erreicht aktuell nur jedes vierte Unternehmen seine selbst gesetzten Etappenziele für die Fabrik der Zukunft. Um die smarte Fabrik Realität werden zu lassen, müssen Unternehmen zwischen 13 und 19 Prozent eines Jahresumsatzes über einen Zeitraum von zehn Jahren investieren.

Deutsche Unternehmen bei Fabrik der Zukunft Vorreiter

Die deutsche Industrie gehört weltweit zu den Vorreitern: 47 Prozent haben bereits Konzepte für die Fabrik der Zukunft entwickelt. In den USA hingegen sind es nur 29 Prozent. Dennoch sieht sich auch unter den deutschen Produzenten jeder Fünfte noch nicht dafür gerüstet, die neuen Produktions­konzepte zu implementieren: „Die deutsche Industrie ist auf einem guten Weg, allerdings tun sich viele Unternehmen aktuell noch schwer damit, die für sie relevanten Anwendungsfälle für die Fabrik der Zukunft zu identifizieren und als Gesamtkonzept umzusetzen“, erklärt Daniel Küpper. „Fabrik der Zukunft: Bis zu 40 Prozent geringere Kosten“ weiterlesen

SAP und KUKA gestalten die Fabrik der Zukunft

SAP und KUKA arbeiten künftig als strategische Partner im Bereich Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things (IIoT) zusammen, um die Flexibilisierung und Automatisierung von Produktionsprozessen voranzutreiben. Durch die Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen Synergien in ihren weltweiten Zielmärkten nutzen, vor allem in den Bereichen Manufacturing, Maschinenbau und Automotive. Diese Ankündigung machten SAP und KUKA im Rahmen der Hannover Messe (HMI), die vom 24. bis zum 28. April 2017 stattfand.

Die Integration von KUKA Robotern in den Digital Manufacturing Showcase von SAP auf der Hannover Messe wird durch übergreifende Standardprotokolle möglich, wie zum Beispiel der OPC Unified Architecture. Über diesen Showcase hinaus planen KUKA und SAP zudem, KUKA Roboter-Applikationen auf Basis von SAP Leonardo IoT Platform bereitzustellen. Die KUKA Roboter sollen hierfür in die SAP Cloud Platform integriert werden, um deren bereitgestellte Informationen im Rahmen von Condition-Monitoring- und Predictive-Maintenance-Szenarien auszuwerten. Darüber hinaus plant KUKA ausgewählte SAP-Technologiekomponenten als Bestandteil der KUKA-eigenen connyun IoT Plattform einzusetzen.

Mit dieser Strategie unterstützen SAP und KUKA gemeinsam die Industrie. Durch das breit gefächerte SAP Leonardo Portfolio bringt SAP eine Vielzahl von Standardlösungen zur Unterstützung von Industrie-4.0- und IIoT-Szenarien in die Partnerschaft ein. KUKAs weltweite Expertise in intelligenten Automatisierungslösungen ergänzt diese Szenarien ideal im Sinne gemeinsamer Kundenanforderungen. Weiterhin werden durch ausgewählte SAP-Technologie- und Businesskomponenten die KUKA Startup-Platform connyun mit Fokus auf den mittelständischen Maschinenbau um zusätzliche wichtige und erprobte Funktionalitäten angereichert. „SAP und KUKA gestalten die Fabrik der Zukunft“ weiterlesen

Womit LinkedIn rechnet: Die zukunftsträchtigsten Berufe des Jahres 2017

Der Arbeitsmarkt ist heute wesentlich dynamischer als noch vor einigen Jahren. Universitätsabsolventen und Berufstätige müssen sich genau überlegen, welche Stelle sie ergreifen wollen und wie ihre Karriereplanung aussieht, da Jobwechsel wesentlich häufiger vorkommen. Wie eine Studie von LinkedIn aus dem vergangenen Jahr ergab, legen deutsche Arbeitnehmer nicht nur Wert auf ein attraktives Gehalt, auf eine positive Unternehmenskultur sowie auf eigenverantwortliches Arbeiten, sondern auch darauf, einer Arbeit nachzugehen, die einen positiven Einfluss auf andere hat. So einen Beruf zu finden, kann anspruchsvoll sein.

„Die Zeiten, in denen Arbeitnehmer ein Leben lang beim immer gleichen Unternehmen bleiben, sind vorbei. Eine kürzere Verweildauer, oft auch als Job-Hopping bezeichnet, hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen“, sagt Barbara Wittmann, Direktorin für den Bereich Rekrutierungslösungen und Mitglied der Geschäftsleitung LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz. „Durch die digitale Transformation verändern sich Berufsbilder und es entstehen ganz neue Anforderungen. Umso wichtiger ist es, einen Beruf zu ergreifen, der einen persönlich erfüllt aber auch eine gewisse Sicherheit bietet.“

Die zukunftsträchtigsten Jobs in Deutschland

LinkedIn hat ein Ranking aufgestellt*, das die zukunftsträchtigsten Jobs in Deutschland definiert. Diese Liste soll denjenigen eine Orientierung bieten, die nach neuen Karrieremöglichkeiten Ausschau halten. Auf Basis der Mitgliederdaten wurde untersucht, welche Berufe die größten Karrierechancen in Deutschland bieten.
Aufgrund der Analyse hat sich folgende Liste ergeben:

1. IT-Spezialist
2. Marketing- und Kommunikations-Manager
3. HR Manager
4. Projektmanager
5. Business Development Manager
6. Arzt
7. Physiker
8. Designer
9. Qualitätsmanager
10. Mathematiker

Um Mitglieder beim nächsten Karriereschritt zu unterstützen, führt LinkedIn für alle Nutzer, die sich auf die Jobsuche fokussieren wollen, ein „Premium Essentials“-Konto ein. Es kostet 99 Euro im Jahr oder zehn Euro im Monat (inkl. MWST). Mit dem Konto können unter anderem LinkedIn-Mitglieder, die sich nicht im eigenen Netzwerk befinden, kontaktiert und eine größere Anzahl von Nachrichten an sie verschickt werden. „Womit LinkedIn rechnet: Die zukunftsträchtigsten Berufe des Jahres 2017“ weiterlesen

Wie Volkswagen das Auto der Zukunft virtuell entwickelt

Helles Tageslicht flutet das Volkswagen Virtual Engineering Lab in Wolfsburg. Zwei Dutzend Bildschirme leuchten, einige zeigen Grafiken, auf anderen flimmern Hunderte von Code-Zeilen. Mitten im Raum steht ein Golf-Modell aus Plastilin im Maßstab 1:4. Frank Ostermann mustert das Modell, dann wechselt er die Räder, tauscht die Rückleuchten, modifiziert die Außenspiegel. Das Design verändert Ostermann mit Gesten und Sprachkommandos. Es alles ist eine Sache von Sekunden, Augmented Reality macht es möglich. Die Software hierfür wurde im Virtual Engineering Lab entwickelt. Das Team könnte damit die Arbeit von Designern und Ingenieuren revolutionieren.

Ostermann trägt eine Mixed Reality-Brille, eine sogenannte HoloLens. Der von Microsoft entwickelte mobile Rechner projiziert virtuelle Inhalte durch Gestensteuerung und Sprachbefehle auf ein physisches Objekt. Ein Fingerzeig von Ostermann genügt, sofort wirft die HoloLens eine andere Lackfarbe auf den Golf, dann baut sie andere Räder an und verändert die Stoßfänger. Der Golf ist zunächst ein R-Line-Modell, dann eine völlig neue Version. Vielleicht rollt sie ein halbes Jahr später in die Autohäuser.

Der 52 Jahre alte Ostermann ist Diplom-Ingenieur für Technische Informatik. Bei Volkswagen in Wolfsburg leitet er das Virtual Engineering Lab, eines der mittlerweile sechs Labs der Volkswagen Konzern-IT in Wolfsburg, in Berlin, München und San Francisco. Das neueste Lab geht derzeit in Barcelona an den Start. In den Labs arbeiten IT-Experten und Software-Spezialisten von Volkswagen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern an der digitalen Zukunft. Im engen Austausch entstehen dort neue Lösungen zu den Themen Big Data, Industrie 4.0, Internet der Dinge, Konnektivität, Mobilitätsservices und Virtual Reality.

„Augmented Reality und Virtual Reality nutzen wir bei Volkswagen schon länger, aber bislang ermöglichte das vor allem eine dreidimensionale Betrachtung“, sagt Ostermann. „Wir im Virtual Engineering Lab gehen einen großen Schritt weiter. Wir machen die Technologie zum Arbeitsinstrument in der Technischen Entwicklung. Damit können Volkswagen Ingenieure an einem virtuellen Fahrzeug arbeiten, seine Ausstattung beliebig ändern, sogar Bauteile virtuell neu konstruieren, und das Ergebnis ihrer Arbeit direkt erleben.“ „Wie Volkswagen das Auto der Zukunft virtuell entwickelt“ weiterlesen

CASE – die Strategie, mit der Mercedes in die Zukunft fahren will

Die neue Unternehmensstrategie CASE dominiert den Messeauftritt von Mercedes-Benz und smart auf der CES in Las Vegas. Auf der weltgrößten Messe für Consumer Electronics vom 5. bis 8. Januar 2017 werden Produkte und Konzepte zu den vier strategischen Säulen „Connected“, „Autonomous“, „Shared & Service“ sowie „Electric Drive“ präsentiert. Auf der CES erleben die Besucher sowohl das Concept EQ, den Mercedes-Benz Vision Van als auch den smart electric drive. Darüber hinaus zeigt das Unternehmen innovative Lösungen zur Vernetzung von Fahrzeugen mit der intelligenten Haussteuerung, neue Features rund um das Thema Künstliche Intelligenz, Services zur Steigerung des Wohlbefindens und vieles mehr. Im Rahmen seiner „Inspiration Talks“ ermöglicht Mercedes-Benz den Messebesuchern zudem den Dialog mit internen und externen Experten rund um die CASE-Themen. Guy Kawasaki, bekannter Tech-Evangelist und Mercedes-Benz Markenbotschafter, moderiert diese Gesprächsrunden auf dem Messestand. Sie werden zudem auf dem Mercedes-Benz Facebook-Kanal live übertragen.

CASE steht für „Connected“, „Autonomous“, „Shared & Service“ sowie „Electric Drive“ und umreißt die neue Unternehmensstrategie von Mercedes-Benz. Gleichzeitig beschreibt CASE die vier Trends, die den Begriff von Mobilität in den nächsten Jahren grundlegend verändern werden. Schon heute nehmen Mercedes-Benz und smart in diesen Bereichen eine führende Rolle ein.

„Kaum ein Faktor ist für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung so entscheidend wie individuelle Mobilität. Wir stehen in diesem Bereich vor großen Veränderungen, die sich mit der Neuerfindung des Automobils vergleichen lassen“, verdeutlicht Ola Källenius, Vorstandsmitglied und seit Jahresbeginn verantwortlich für die Daimler Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Mit CASE bündeln wir unsere Innovationskraft und werden den Wandel entscheidend prägen. Fahrzeuge von Mercedes-Benz werden auch im digitalen Zeitalter den Maßstab für moderne Mobilität setzen.“ „CASE – die Strategie, mit der Mercedes in die Zukunft fahren will“ weiterlesen

Bündnis „Zukunft der Industrie“: Dringender Handlungsbedarf bei Verkehrs- und digitaler Infrastruktur

In der „Woche der Industrie“, die vom 17.9.-25.9.2016 stattfindet, will das Bündnis „Zukunft der Industrie“ mit über 365 Veranstaltungen deutschlandweit den Menschen in unserem Land Leistungsfähigkeit, Innovationsbereitschaft und die unverzichtbaren Beiträge der Industrie zum gesellschaftlichen Wohlstand in zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen näherbringen. Gleichzeitig ist es das Ziel des Bündnisses, klare industriepolitische Handlungsvorschläge zu formulieren, die für die Zukunftsfähigkeit unserer Industrie von Bedeutung sind. Mehr erfahren Sie unter: www.ihre-industrie.de.

Gemeinsame Erklärung zu „Infrastrukturinvestitionen erhöhen und wirtschaftlich umsetzen“:

Eine leistungsfähige Infrastruktur bildet die Grundlage für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland. Sowohl im Bereich der Verkehrsinfrastruktur als auch im Bereich der digitalen Infrastruktur ist sie eine Grundvoraussetzung für private Investitionen. Damit Deutschland zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben kann, müssen jedoch erhebliche Investitionen sowohl in den Ausbau und die Modernisierung unserer Verkehrsinfrastruktur als auch in den Ausbau von zukunftsfähigen und industrietauglichen digitalen Infrastrukturen getätigt werden.

Für die Verkehrsinfrastruktur sollten deshalb die öffentlichen Ausgaben rasch um 5 Mrd. Euro pro Jahr unter Berücksichtigung aller drei föderalen Ebenen angehoben werden. Für die kommunale Ebene ist dabei von besonderer Wichtigkeit, dass sowohl die Entflechtungsmittel als auch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG)-Bundesprogramm über das Jahr 2019 hinaus fortgeführt werden. Nur so erhalten Städte und Gemeinden Planungssicherheit, insbesondere bei größeren Vorhaben im öffentlichen Personennahverkehr. Im Bereich E-Mobility muss das von der Bundesregierung angekündigte Programm zum Ausbau der Ladeinfrastruktur zügig umgesetzt werden. „Bündnis „Zukunft der Industrie“: Dringender Handlungsbedarf bei Verkehrs- und digitaler Infrastruktur“ weiterlesen

Wissmann: Das Auto der Zukunft fährt automatisiert, vernetzt und elektrisch

„Drei Trends werden die Mobilität von morgen maßgeblich prägen: Urbanisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung. Die Zahl der Millionenstädte wächst, öffentlicher Raum wird knapper. Das erfordert neue Verkehrs- und Fahrzeugkonzepte, die Effizienz und Nachhaltigkeit sichern“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf dem verkehrspolitischen Abend des Bundes der Selbstständigen (BDS) heute in Stuttgart. „Mit Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen von mehr als 30 Mrd. Euro pro Jahr zeigen die deutschen Automobilunternehmen eine Innovationskraft, die weltweit einmalig ist. Wir treiben das automatisierte und vernetzte Fahren voran und entwickeln immer effizientere Motoren und alternative Antriebe. Gleichzeitig entwerfen wir neue Geschäftsmodelle und Mobilitätsangebote.“

In der Digitalisierung sieht der VDA-Präsident eine entscheidende Lösung für die wachsenden Herausforderungen urbaner Mobilität. Automatisierte Fahrfunktionen würden künftig für noch mehr Komfort sorgen und zudem die Verkehrssicherheit erhöhen. Außerdem würden Sprit und Emissionen eingespart. „Die Vernetzung bietet erhebliche Effizienzgewinne“, betonte Wissmann. „Allein die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Ampeln kann den Verkehrsfluss so verbessern, dass die Emissionen um ein Drittel sinken. Oder nehmen Sie die Parkplatzsuche: Laut einer Studie von PROGNOS entsteht in Deutschland jedes Jahr P


arksuchverkehr in einer Größenordnung von 560 Mio. Stunden. Durch eine verbesserte Nutzung verfügbarer Daten zur Parkraumnutzung und durch die Erschließung zusätzlicher Datenquellen könnte diese Zeit um bis zu 30 Prozent reduziert werden.“

Ebenso wichtig für die Mobilität der Zukunft wird die Elektromobilität sein. Dazu Wissmann: „Prognosen gehen davon aus, dass in etwa zehn Jahren mehr als 15 Prozent aller Neufahrzeuge weltweit elektrifiziert sein werden. Das Auto der Zukunft ist automatisiert, vernetzt und elektrisch. In dieser Kombination wird es ein Beitrag zur Entlastung des öffentlichen Raums leisten. Daher plädiere ich für eine zügige Umsetzung der notwendigen Rahmenbedingungen für vernetzte und automatisierte Mobilität und begrüße, dass die Gespräche für mögliche Anreize zur Förderung der Elektromobilität wieder aufgenommen wurden.“

Der VDA-Präsident betonte, dass bei aller Anstrengung für alternative Antriebe Benziner und Diesel als Übergangstechnologien noch etliche Jahre unverzichtbar seien. Die Softwaremanipulation diskreditiere in keiner Weise die Dieseltechnologie an sich. „Im Gegenteil: Der moderne Euro-6-Diesel überzeugt nicht nur beim Verbrauch und damit bei den CO2-Emissionen“, sagte Wissmann. Mit modernster Abgastechnologie, konkret Euro 6, kann er auch die anspruchsvollsten Schadstoffgrenzwerte einhalten.“

Wissmann ging zudem auf die Flüchtlingskrise ein: „Egal ob großer Konzern oder kleiner Mittelständler – das Thema bewegt unsere Industrie. Viele Unternehmen haben eigene Flüchtlings-Initiativen gestartet, etwa über Praktika oder Sprachkurse und weitere Maßnahmen. Es gibt viele positive Beispiele und unsere Unternehmen setzen ihre Anstrengungen fort.“ Gleichzeitig zeige sich aber auch, dass es Probleme beim Spracherwerb und kulturelle Hindernisse gibt.

Angesichts eines Haushaltsplus von 12,1 Mrd. Euro im Jahr 2015 mahnte der VDA-Präsident mehr Investitionen an. „Dieses Geld wird zum größten Teil für die Integration und Unterbringung von Flüchtlingen eingesetzt werden. Doch dabei dürfen andere wichtige Aufgaben nicht aus dem Blick geraten. Dazu gehört etwa der Investitionsrückstau bei der Infrastruktur. Es darf bei den Investitionen kein Entweder-oder geben. Die Politik ist gefordert, beides unter einen Hut zu bekommen. Nur wenn die deutsche Wirtschaft weiter brummt, werden auch die Mehreinnahmen fließen, die wir zur Integration der Flüchtlinge noch viele Jahre lang brauchen werden.“

Die Flüchtlingskrise sei keine deutsche, sondern eine europäische Herausforderung, so Wissmann. „Darum ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Politik, den europäischen Zusammenhalt zu bewahren. In diesem Jahr müssen wir alles dafür tun, dass sich die Briten dafür entscheiden, im europäischen Haus zu bleiben. Und wir müssen unsere Nachbarn im Osten, die neue Regierung in Polen, davon überzeugen, nicht länger am europäischen Wertefundament zu rütteln. Europa muss aus mehr bestehen als aus Konferenzen und schönen Worten. Europa braucht Staaten, die Hand in Hand arbeiten. Lassen Sie uns in Deutschland mit der Politik Hand in Hand arbeiten für diese wichtigen gemeinsamen Ziele in 2016“, sagte Wissmann.

Konzern IT-Symposium: Volkswagen treibt Digitalisierung voran

Der Volkswagen Konzern will die Digitalisierung weiter vorantreiben. Auf dem Konzern IT Symposium in Wolfsburg befassten sich deshalb jüngst Mitglieder des Volkswagen Konzern- und Markenvorstands sowie des Betriebsrats mit IT-Lösungen für die digitale Zukunft des Konzerns. Im Fokus standen die Themen Mobilität von morgen, Industrie 4.0 und Big Data. Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Aktiengesellschaft, Prof. Dr. Martin Winterkorn, sagte: „Das IT Symposium hat gezeigt: Bei Zukunftsthemen wie der digitalen Vernetzung physischer Gegenstände, dem Internet der Dinge, hat der Volkswagen Konzern alle Voraussetzungen, zu den Besten der Welt zu gehören.“

„Die Digitalisierung verändert Kundenwünsche und Automobiltechnik rasant“, betonte Dr. Horst Neumann, Konzernvorstand für Personal, IT und Organisation. „Auto und IT wachsen immer stärker zusammen. Connected Car, autonomes Fahren, neue Apps und Big-Data-Analysen – bei diesen Entwicklungen spielt die IT mit ihren rund 11.000 Experten eine wesentliche Rolle. Eine leistungsstarke und kostengünstig arbeitende IT ist deshalb wichtiger denn je.“ „Big Data-Anwendungen, Cloud-Computing und Connectivity-Lösungen ziehen immer stärker ins Unternehmen ein“, erklärte Konzern IT-Chef Dr. Martin Hofmann. „Die zunehmende Digitalisierung erfordert neue Wege der Organisation und Zusammenarbeit. Deshalb stellt sich die Konzern IT neu auf. Künftig werden wir noch enger als bisher mit kleinen, innovativen Firmen zusammenarbeiten und gemeinsam mit ihnen kreative Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Diese neue Art der Zusammenarbeit setzen wir in unserem Data Lab in München bereits erfolgreich um. Mit dem geplanten Digital Lab in Berlin und weiteren in China und den USA werden wir nahtlos daran anknüpfen.“ „Konzern IT-Symposium: Volkswagen treibt Digitalisierung voran“ weiterlesen

IFS: So sieht die Fabrik der Zukunft aus

Die Fertigungsbranche unterliegt einem nachhaltigen Wandel. Schneller, flexibler und agiler lautet das Motto. Die Veränderungen werden dabei deutlich über die weitere Automatisierung – wie sie die Branche derzeit unter dem Schlagwort Industrie 4.0 diskutiert – hinausgehen. Der ERP-Anbieter IFS, der seit über 30 Jahren Unternehmenssoftware für Produktionsunternehmen entwickelt, nennt fünf Faktoren, die die Fabrik der Zukunft prägen.

1. Stärkere Lokalisierung: Fertigungsunternehmen werden künftig noch wesentlich stärker ausdifferenziert und verteilter sein. Kleinere, aber dafür mehr Standorte sorgen dann dafür, dass sie einen besseren Zugang zu lokalen Ressourcen haben und auf neue Marktanforderungen direkt vor Ort reagieren können. Das ermöglicht ihnen, ihre Supply Chains zu optimieren, agiler zu sein und die Lieferzeiten deutlich zu verkürzen. Daneben wird es aber auch weiterhin sehr große Fertigungsstandorte geben, an denen die Unternehmen ihre größten und wichtigsten Teile herstellen oder montieren. „IFS: So sieht die Fabrik der Zukunft aus“ weiterlesen