5G-Studie: Bedeutung der neuen Technologie für Unternehmen steigt

Der kommenden Mobilfunktechnologie 5G wird eine immer deutlichere Bedeutung für die eigenen Aktivitäten der Unternehmen zugeschrieben: Das ist die Quintessenz aus der neuesten 5G-Studie von Ericsson, für die rund 100 Entscheider in größeren Unternehmen befragt wurden.

Die Studie fragte besonders nach den Erwartungen und Investionsabsichten in den kommenden fünf Jahren zur Verbesserung des Kundenangebots, der Effizienz und zum Einsatz in der Fertigung. Unternehmen aus zehn Branchen wurden für die 5G-Studie befragt: Automotive, Einzelhandel, Energie und Versorger, Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Landwirtschaft, Medien und Unterhaltung, öffentliche Sicherheit, öffentliche Transportdienste sowie produzierendes Gewerbe.

Die Mobilfunktechnologie 5G gewinnt immer mehr an Bedeutung für Unternehmen.Noch 2016 waren 59 Prozent der Auffassung, dass 5G für sie in den nächsten fünf Jahren keine Rolle spielen werde. Heute sind es 11 Prozent.
Die Mobilfunktechnologie 5G gewinnt immer mehr an Bedeutung für Unternehmen.Noch 2016 waren 59 Prozent der Auffassung, dass 5G für sie in den nächsten fünf Jahren keine Rolle spielen werde. Heute sind es 11 Prozent.

Starker Sinneswandel in Unternehmen

Laut der aktuellen 5G-Studie betrachten immer mehr Unternehmen die neue Mobilfunktechnologie  als wichtige Technologie für die Zukunft.
Noch 2016 waren 59 Prozent der Auffassung, dass 5G für sie in den nächsten fünf Jahren keine Rolle spielen werde. Diese Zahl hat sich deutlich verringert – auf jetzt nur noch elf Prozent.




Einer von vielen Hinweisen darauf, wie wichtig das Thema 5G inzwischen geworden ist. Über alle Branchen hinweg gaben rund 78 Prozent der Befragten an, den Einsatz von 5G zur Verbesserung ihres Produkt- und Serviceangebotes zu beabsichtigen. 74 Prozent planen außerdem konkrete Investitionen.

Potenzial branchenübergreifend erkannt

„Unsere aktuelle Studie zeigt, dass das Potenzial der Digitalisierung branchenübergreifend erkannt worden ist. Und auch, dass schon viele Unternehmen weltweit – auch in Deutschland – investieren, um den Anschluss nicht zu verlieren und ihre Innovationsfähigkeit unter Beweis zu stellen“, erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH. „Wir als Ausrüster von Netztechnik werden sie auf diesem Weg begleiten, damit sie die Vorteile von 5G für sich nutzen und ganz vorne mit dabei sein können.“

Erste konzeptionelle Tests noch 2018

Versprochen wird sich von der neuen Technologie mehrheitlich viel: So werden  Effizienzsteigerungen von 78 Prozent der Befragten erwartet, besonders in den Branchen Automobil, Gesundheit und Einzelhandel mit jeweils 82 Prozent.

Auch sehr konkret sind die Pläne für den Bereich Produktion. Hier planen 20 Prozent der Befragten schon für das laufende Jahr 2018 erste konzeptionelle Tests. 2019 damit starten wollen weitere 38 Prozent. Bereits 2021 wollen 70 Prozent der Befragten Anwendungen in der Produktion umgesetzt haben.

Die 5G-Studie macht auch deutlich, dass das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern, seit 2016 sehr stark gewachsen ist. Mittlerweile wird nur noch von 17 Prozent angegeben, dass sie sich nicht in der Lage sehen, neue Technologien alleine einzuführen. Kurzer Vergleich: 2016 sagten das noch 80 Prozent.

Herausforderung Datensicherheit

An Hürden und technologischen Herausforderungen mangelt es jedoch nicht: Als Vorteile von 5G gelten allgemein die höhere Bandbreite, die Möglichkeit, dedizierte Netzwerksegmente (sogenannte Slices) zu bekommen und das schnellere und sicherere Ausführen von Transaktionen.

Allerdings wird auf der anderen Seite branchenübergreifend befürchtet, dass die Datensicherheit, die gleichbleibende Verbindungsqualität und die Prozessautomatisierung große Herausforderungen darstellen werden. Besonders die Anforderungen an den Datenschutz, noch nicht fertige Standards und die Implementierung von Anfang bis Ende treiben die Unternehmen in Bezug auf ihre 5G-Planung um.

Auf der Habenseite stehen für die Teilnehmer der 5G-Studie allerdings auch gewichtige Gründe: die schnellere Markteinführung von neuen Produkten und Diensten, eine höhere Effizienz und niedrigere Kosten.

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Über die 5G-Studie:
Für die Studie hat Ericsson 900 Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern in Nordamerika, im Asiatisch-Pazifischen Raum, in Europa, im Mittleren Osten und in Afrika telefonisch befragt. Die Stichprobe wurde so gewählt, dass die Befragung für jeden der zehn Sektoren zu belastbaren statistischen Ergebnissen führt, insbesondere, indem die Unternehmensgröße berücksichtigt wurde. Die Befragten waren alle verantwortlich für Entscheidungen rund um 5G-Aktivitäten des Unternehmens.

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