Bitkom: Mehrheit der Landwirte für das digitale Zeitalter gewappnet

Hightech-Mähdrescher, Melkroboter und Sensoren in der Tierhaltung: Der Landwirt muss Tag für Tag Digitalkompetenz beweisen, in der Unternehmensführung, im Umgang mit Tier, Maschine oder auf dem Feld. Dafür fühlt sich die breite Mehrheit der Landwirte gewappnet. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unterstützt vom Digitalverband Bitkom unter 850 landwirtschaftlichen Betriebsleitern. Im Durchschnitt geben sich die Landwirte in Sachen Digitalkompetenz die Schulnote 3. Zwei Drittel der Landwirte (67 Prozent) geben an, sehr gute bis befriedigende Digitalkompetenzen zu haben. Weitere 16 Prozent halten ihre Kompetenzen immerhin noch für ausreichend.

Nur 16 Prozent sehen sich ungenügend oder mangelhaft auf das digitale Zeitalter vorbereitet. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Je jünger der landwirtschaftliche Betriebsleiter ist, desto besser wird die eigene Digitalkompetenz eingeschätzt. „Auf dem Bauernhof funktioniert heute ohne Digitalisierung fast nichts mehr. Prozesse und Abläufe werden nicht nur zunehmend digital gesteuert, sondern auch immer stärker integriert und miteinander vernetzt. Umso wichtiger wird die Digitalkompetenz“, wird Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, in einer entsprechenden Mitteilung des Bitkom zitiert. Wegen der vielen Technik im Betrieb seien Landwirte ohnehin bereits in hohem Maße technikaffin. „Landwirte sind in Sachen Digitalisierung schon weiter als mancher Industriebetrieb. Digitalisierung bringt uns vor allem dann weiter, wenn sie nicht nur von der Landtechnik her gedacht, sondern als integraler Teil der Unternehmensführung verstanden und umgesetzt wird.“

Ähnlich wie die eigene schätzen die landwirtschaftlichen Betriebsleiter die Digitalkompetenz ihrer Mitarbeiter, einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen, ein – sofern sie welche haben. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede unter den Altersgruppen. Unter den Mitarbeitern bis 35 Jahre gelten 92 Prozent als mehr oder minder fit und bekommen mindestens die Schulnote befriedigend; bei den Mitarbeitern ab 50 Jahren sind es dagegen nur 37 Prozent. Einem guten Drittel der Gruppe der Älteren (35 Prozent) wird sogar eine mangelhafte oder ungenügende Digitalkompetenz attestiert. „Bitkom: Mehrheit der Landwirte für das digitale Zeitalter gewappnet“ weiterlesen

Das Internet der Dinge kommt – viel zu langsam voran

GE hat im Rahmen seiner Konferenz Minds + Machines eine neue Studie vorgestellt, die die wachsende Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Unternehmensleitung und den Realitäten in den Unternehmen im Bezug auf die digitale Transformation beleuchtet. Die Umfrage unter IT- und Betriebsführungskräften zeigt, dass Unternehmen das industrielle Internet der Dinge (IIoT) als signifikante Gelegenheit für neues Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sehen – aber weitgehend nicht die notwendigen Veränderungen im Unternehmen umsetzen, um von diesen Gelegenheiten zu profitieren.

„Das industrielle Internet hat bereits jetzt einen gewaltigen Einfluss auf Industrieunternehmen jeder Größe. Wir wissen das, weil wir seine Vorteile bei unseren Kunden und bei GE allgemein beobachten können“, kommentiert Bill Ruh, CEO von GE Digital. „Gleichzeitig bildet sich eine deutliche Kluft zwischen den Erwartungen an das IIoT und den Handlungen der Unternehmen. Wir arbeiten daran, diese Kluft gemeinsam mit unseren Kunden zu überbrücken, um die Transformation zu beschleunigen und Unternehmen jeder Größe auf ihren digitalen Reisen zu begleiten.“

Laut der Studie ist der Optimismus zum industriellen Internet unter den führenden Unternehmen der Branche frappierend: 80 Prozent glauben, dass das IIoT ihre Unternehmen und Branchen verändern wird oder könnte. Eine noch größere Anzahl glaubt, dass die digitale industrielle Transformation für ihre Wettbewerbsfähigkeit wichtig ist. Gleichzeitig sagen weniger als 8 Prozent der befragten Führungskräfte, dass die digitale Transformation in ihren Unternehmen verankert ist und 10 Prozent haben noch keine Pläne für die digitale Transformation.

Der GE Digital Industrial Evolution Index

Basierend auf der Studie hat GE den GE Digital Industrial Evolution Index geschaffen, um den tatsächlichen Fortschritt der digitalen Transformation zu überwachen – von den Erwartungen an das IIoT bis hin zur Realität in den Unternehmen. Der erstmalig erschienene Index bewertet den Fortschritt mit 63 von 100 möglichen Punkten und zeigt, dass, obwohl die Erwartungen an das industrielle Internet sehr groß sind (mit 78,3 von 100 Punkten), die Bereitschaft der Unternehmen deutlich hinterher hängt (mit lediglich 55,2 von 100 Punkten). Dieser Unterschied zwischen Erwartung und Bereitschaft ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance für Unternehmen, die vom IIoT profitieren wollen. Weitere Ergebnisse der Studie sind: „Das Internet der Dinge kommt – viel zu langsam voran“ weiterlesen

Geteilte Fahrdaten: Vor Eis, Nebel und dem nächsten Stau sollen alle gewarnt werden

In zwei Kilometern Entfernung drohen auf der Autobahn eine Nebelbank oder Glatteis, hinter der nächsten Kurve beginnt ein Stau – damit Fahrer künftig vor solchen Gefahren gewarnt werden können, müssen Fahrzeuge entsprechende Wetter- und Verkehrsdaten sammeln und untereinander austauschen. Rund 9 von 10 Unternehmen der Automobilbranche (86 Prozent) fordern daher eine gesetzliche Verpflichtung zur Bereitstellung anonymisierter Fahrzeugdaten.

Dabei sagt jedes vierte Unternehmen (25 Prozent), es sollten alle Daten bereitgestellt werden müssen, 61 Prozent plädieren für ausgewählte Daten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern. „Die Daten, die heute schon von Fahrzeugen erfasst werden, können für einen besseren Verkehrsfluss sorgen und so die Umwelt schützen. Sie können aber auch Unfälle verhindern und Leben retten“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in der entsprechenden Pressemitteilung zitiert. „Fahrer können so rechtzeitig gewarnt oder auf eine bessere Strecke geschickt werden. Diese Datenschätze müssen wir besser nutzen.“

Vor allem anonymisierte Wetter- und Staudaten sollen nach Ansicht der großen Mehrheit der Automobilunternehmen (je 98 Prozent), die eine gesetzliche Verpflichtung befürworten, gesammelt werden. 80 Prozent plädieren für die Bereitstellung von Positionsdaten des Fahrzeugs, drei Viertel (76 Prozent) für die Nutzung von Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Bremsvorgänge. 4 von 10 Unternehmen (42 Prozent) halten auch eine Auswertung von Daten über den technischen Zustand des Fahrzeugs auf gesetzlicher Grundlage für sinnvoll. „Geteilte Fahrdaten: Vor Eis, Nebel und dem nächsten Stau sollen alle gewarnt werden“ weiterlesen

Cybercrime: Jeder zweite Internetnutzer wurde Opfer

Ein Schadprogramm blockiert den Computer und der Besitzer wird in erpresserischer Manier aufgefordert, Geld zu zahlen. Ein Fremder nutzt plötzlich die eigenen Online-Zugänge zu Sozialen Medien oder zum Online-Shopping. Oder der Verkäufer auf einer Auktionsplattform schickt nur einen leeren Karton, nachdem das Geld eingegangen ist: Jeder zweite deutsche Internetnutzer (49 Prozent) hat in den vergangenen zwölf Monaten solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht und ist Opfer von Cybercrime geworden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.017 Internetnutzern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Mit Abstand häufigstes Delikt ist dabei die Infizierung des Computers mit Schadprogrammen wie Viren.

43 Prozent der Internetnutzer wurden Opfer eines solchen Angriffs. Rund jeder Fünfte gibt an, dass Zugangsdaten zu Online-Diensten wie Sozialen Netzwerken oder Online-Shops gestohlen (19 Prozent) oder persönliche Daten illegal genutzt (18 Prozent) wurden. Rund jeder Sechste (16 Prozent) ist beim Online-Shopping oder Online-Banking betrogen worden. 8 Prozent berichten von massiven Beleidigungen, 5 Prozent von sexueller Belästigung im Netz. „Die zunehmende Vernetzung und die verbreitete Nutzung digitaler Technologien lockt auch Kriminelle an. Internetnutzer sollten sich mit technischen Hilfsmitteln wie aktuellen Virenscannern und Firewalls schützen, zugleich muss aber auch das Wissen der Nutzer über mögliche Angriffe im Netz und Schutzmöglichkeiten verbessert werden“, wird Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz zum Auftakt der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg in der zugehörigen Pressemitteilung zitiert.

In jedem zweiten Fall von Cybercrime (54 Prozent) ist ein finanzieller Schaden entstanden. So gibt jedes vierte Opfer an, dass wegen des Angriffs ein IT-Experte hinzugezogen wurde, etwa bei einem Reparaturdienst (28 Prozent), oder dass Hard- oder Software gekauft wurde (23 Prozent). 16 Prozent erlitten einen finanziellen Schaden, weil sie Waren bezahlt haben, die nicht angekommen sind, oder weil sie für privat online verkaufte Waren kein Geld erhalten haben. 8 Prozent haben einen Rechtsanwalt eingeschaltet, 4 Prozent haben fremde finanzielle Transaktionen auf ihrem Konto oder mit ihrer Kreditkarte festgestellt. Die Bereitschaft, eine Versicherung gegen finanzielle Schäden durch Cybercrime abzuschließen, ist allerdings gering. Nur 6 Prozent sagen, dass sie auf jeden Fall eine solche Police abschließen werden oder bereits einen entsprechenden Schutz besitzen. Weitere 13 Prozent können sich vorstellen, künftig eine solche Versicherung abzuschließen. Jeder Zweite (52 Prozent) will aber auf keinen Fall einen solchen Schutz vereinbaren, jeder Vierte (24 Prozent) kann sich das eher nicht vorstellen. „Cybercrime: Jeder zweite Internetnutzer wurde Opfer“ weiterlesen

Standpunkt von Reply: Reality Check für die deutsche Fertigungsindustrie

Die Fertigungsindustrie – und hier insbesondere die mittelständisch geprägte – ist besser als ihr Ruf. Jedenfalls, wenn es um die Adaption und Nutzung von Industrie 4.0-Technologien geht. Tatsächlich befassen sich heute bereits viele mittelständische Fertigungsbetriebe mit entsprechenden Projekten, wenn auch auf sehr unterschiedlichem Niveau. Richtig ist aber auch: Es gibt noch Vorbehalte und Skepsis gegenüber der „digitalen Revolution“ in der Fertigung.
Die Studie „Reality Check für die deutsche Fertigungsindustrie“ von Reply identifiziert sechs grundlegende Vorbehalte und Fehlurteile, die im Mittelstand zu finden sind:

Industrie 4.0 ist vor allem ein Thema für Großunternehmen

Statt „nur“ schneller arbeiten zu können, bieten IoT-Technologien auch die Möglichkeit, gleichzeitig präziser arbeiten zu können – unverzichtbar im internationalen Wettbewerb. Künftig kommt die Möglichkeit, neue Services und Mehrwerte zu kreieren, als weiteres entscheidendes Kriterium hinzu. Auch die Anpassungsfähigkeit an schnell entstehende neue Situationen ist maßgeblich. So kann der Mittelstand mit den großen Konzernen mithalten.

Industrie 4.0 ist eigentlich gar nichts Neues – und wird doch schon lange genutzt

Wer unter Industrie 4.0 hauptsächlich eine automatisierte Produktion im Rahmen eines lokalen MES versteht, kann zu diesem Schluss kommen. Doch geht Industrie 4.0 deutlich weiter. Anders als bei herkömmlichen MES werden Daten aus unterschiedlichen Quellen gesammelt, korreliert und analysiert. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass – nach Kosteneinsparungen und Effizienzgewinnen (64%) – Verbesserungen in der Lieferkette sowie neue Services und Geschäftsmodelle mit deutlich über 50% weit oben auf der Prioritätenliste der Unternehmen stehen
Ein Big Data-basiertes Verständnis von Fertigungsanlagen sowie die Fähigkeit zu Predictive Maintenance bringt (noch) einen Wettbewerbsvorteil, wird aber bald schon zum Standardkriterium. Derzeit setzen viele Unternehmen auf Connectivity, nutzen die Daten aber nicht methodisch. Immer noch steht vielerorts die reine Effizienzsteigerung im Fokus, was den Blick auf das „wahre Wesen“ von Industrie 4.0 teilweise verstellt. „Standpunkt von Reply: Reality Check für die deutsche Fertigungsindustrie“ weiterlesen

Jedes dritte Unternehmen hat sich noch nicht mit der Datenschutzgrundverordnung beschäftigt

Der großen Mehrheit der Unternehmen in Deutschland drohen in wenigen Monaten Millionen-Bußgelder. Am 25. Mai 2018 müssen nach einer zweijährigen Übergangsfrist die Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) umgesetzt sein – doch nur eine Minderheit wird diesen Termin einhalten können. Selbst von den Unternehmen, die sich aktuell mit der DS-GVO beschäftigen, gehen nur 19 Prozent davon aus, dass sie die Vorgaben der Verordnung zu diesem Datum vollständig umgesetzt haben. Weitere 20 Prozent erwarten, dass sie die Anforderungen zum größten Teil erfüllen werden. Mehr als jedes zweite dieser Unternehmen (55 Prozent) sagt, in acht Monaten werde die Umsetzung nur teilweise erfolgt sein. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen, die der Digitalverband Bitkom im Rahmen seiner Privacy Conference in Berlin vorgestellt hat.

„Die Zeit drängt, um die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung umzusetzen. Unternehmen, die bis jetzt abgewartet haben, müssen das Thema schnellstmöglich aufarbeiten“, wird Susanne Dehmel, Geschäftsleiterin Recht & Sicherheit beim Bitkom, in einer entsprechenden Pressemitteilung zitiert. „Wer den Kopf in den Sand steckt, verstößt demnächst gegen geltendes Recht und riskiert empfindliche Bußgelder zu Lasten seines Unternehmens.“

Aktuell haben sogar erst 13 Prozent der Unternehmen erste Maßnahmen zur Umsetzung der DS-GVO begonnen oder abgeschlossen. Dehmel: „Vor einem Jahr lag der Anteil bei 8 Prozent, viel passiert ist seitdem offenkundig nicht.“ 49 Prozent beschäftigen sich derzeit mit dem Thema. Jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) gibt an, sich bislang noch überhaupt nicht mit den Vorgaben der Verordnung beschäftigt zu haben. Von den Unternehmen, die sich bereits mit der DS-GVO beschäftigt haben, sagt rund die Hälfte (47 Prozent), dass sie bisher höchstens 10 Prozent aller notwendigen Arbeiten erledigt hat. Nur 3 Prozent gehen davon aus, dass sie mehr als die Hälfte der Aufgaben abgearbeitet haben.

Selbst grundlegende organisatorische Voraussetzungen für den Datenschutz im Unternehmen fehlen häufig. So geben 42 Prozent der Unternehmen an, dass sie kein sogenanntes Verfahrensverzeichnis haben, in dem die internen Prozesse für die Verarbeitung personenbezogener Daten dokumentiert sind. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 46 Prozent ähnlich hoch. Ohne ein solches Verzeichnis ist die Anpassung der eigenen Prozesse an die DS-GVO schwierig. „Ein Verfahrensverzeichnis ist heute schon Pflicht, künftig aber noch dringender erforderlich. Die neue Verordnung verlangt von den Unternehmen den Nachweis der rechtskonformen Datenverarbeitung. Eine solche Datenschutz-Dokumentation wird in Streitfällen eine wichtige Rolle spielen“, so Dehmel. „Jedes dritte Unternehmen hat sich noch nicht mit der Datenschutzgrundverordnung beschäftigt“ weiterlesen

Blockchain: In der Automobilbranche weitgehend unbekannt

Einer der wichtigsten Tech-Trends ist in der deutschen Automobilindustrie weitgehend unbekannt. Gerade einmal ein Drittel der Automobilhersteller und –zulieferer (34 Prozent) hat bislang von der Blockchain als Technologie für den Unternehmenseinsatz gehört. Zum Vergleich: Bei Big Data (96 Prozent), 3D-Druck (92 Prozent) oder Internet of Things (73 Prozent) liegen die Anteile deutlich darüber. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 177 Vorständen und Geschäftsführern von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 und mehr Mitarbeitern in Deutschland.

„Blockchain wird nicht nur die Finanz– oder Energiewirtschaft verändern, Verwaltungsvorgänge oder etwa die Logistik revolutionieren“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in einer entsprechenden Pressemitteilung zitiert. „Gerade im Verkehrssektor gibt es faszinierende Einsatzszenarien. Viele der aktuellen Herausforderungen der Automobilindustrie können mit Blockchain leichter bewältigt werden. Jedes Unternehmen sollte ,digital first‘ denken und handeln. Die Entscheidungsträger in der Automobilindustrie sollten die Chancen der Blockchain-Technologie für ihre jeweiligen Unternehmen ausloten.“

Aktuell wird die Blockchain-Technologie häufig auf ihren Einsatz bei sogenannten Kryptowährungen wie Bitcoin reduziert. Der dezentrale Ansatz der Blockchain-Technologie ermöglicht aber Transaktionen ohne zentrale Vertrauensinstanz in vielen anderen Bereichen. So können damit nicht nur Finanztransaktionen sicher gestaltet werden, sondern künftig zum Beispiel Beurkundungen ohne Notar erfolgen, Verträge als Smart Contracts abgewickelt werden oder die komplette Lieferkette eines Produkts transparent dargestellt und ins Internet of Things (IoT) eingebunden werden. Mit Blockchain lässt sich der Parkraum in Innenstädten bewirtschaften, Fahrzeugflotten verwalten und das Elektrofahrzeug bezahlt autonom den Strom mit der eignen digitalen Brieftasche. In der Produktion von Fahrzeugen macht Blockchain-Technologie im Zusammenspiel mit KI-Lösungen genauere Fehleranalysen möglich. Im Service lassen sich Schäden oder Materialermüdung festhalten, es kann punktgenau vorausschauend gewartet und eine Unfallhistorie nachgehalten werden. „Blockchain: In der Automobilbranche weitgehend unbekannt“ weiterlesen

Capgemini: Künstliche Intelligenz sorgt für mehr Stellen und steigende Umsätze

Gut 80 Prozent der in einer Studie befragten Unternehmen berichten, dass Künstliche Intelligenz (KI) neue Aufgaben und damit Jobs in ihren Organisationen geschaffen hat. Zudem hebt sie die Wachstumschancen durch KI hervor: Drei Viertel der Unternehmen steigerten ihren Absatz um zehn Prozent, was sie direkt auf die Einführung von KI zurückführen. Dies sind die Kernergebnisse der Studie „Turning AI into concrete value: the successful implementers‘ toolkit“ des Beratungsunternehmens Capgemini, für die fast 1000 Unternehmen mit einem Umsatz über 500 Millionen Dollar auf der ganzen Welt befragt wurden. Alle teilnehmenden Organisationen setzen KI entweder im Rahmen eines Pilotprojekts oder in größerem Stil ein.

Mehr Arbeitsplätze für höher qualifizierte Mitarbeiter

Die Studie zeigt, dass vier von fünf Unternehmen (83 Prozent) durch Technologien der Künstlichen Intelligenz neue Jobs geschaffen haben. Dies sind in erster Linie Jobs für erfahrene Kräfte, zwei von drei Stellen entstehen im Führungskräfteumfeld. Außerdem gaben mehr als 63 Prozent der Unternehmen, die KI im großen Stil implementieren, an, durch KI keine Stellen abzubauen. „Wir wollen die Mitarbeiter gemäß ihren Fähigkeiten einsetzen“, wird Michael Natusch, Global Head AI bei Prudential, in der Pressemitteilung zur Studie zitiert: „KI spart jene Zeit, die die Menschen bisher für repetitive Aufgaben aufwenden und erlaubt ihnen, sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, bei denen die menschliche Intelligenz Mehrwert schafft – für sie selbst und die Kunden.“ Dementsprechend bildet die Mehrheit der befragten Organisationen (71 Prozent) ihre Mitarbeiter aktiv in Umschulungen und Weiterbildungen aus. Bei den Befragten, die KI in großem Stil einsetzen, glaubt die überwiegende Mehrheit, dass KI komplexe Arbeiten vereinfacht (89 Prozent) und intelligente Maschinen und Menschen in ihren Unternehmen Seite an Seite existieren werden (88 Prozent).

Verpasste Chancen: KI wird vielerorts noch zu komplex gedacht

Trotzdem müssen viele Unternehmen ihre KI-Investitionen noch auf ihre Geschäftschancen abstimmen – so die Studie. Unter Führung der Technologen priorisieren viele Unternehmen anspruchsvolle KI-Projekte und übersehen dabei naheliegende Nutzenaspekte. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) konzentriert sich auf sehr komplexe Projekte mit hohem Nutzen (auch Need-to-do-Anwendungen genannt) wie etwa Themen rund um den Kundenservice oder autonomes Fahren. Dahingegen setzen nur 46 Prozent sogenannte „Must-do-AI-Anwendungen“ mit hohem Nutzenpotenzial und geringer Komplexität um. Beispiele hierfür sind unter anderem Fehlererkennung und Performance-Management, die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben oder der Einsatz von Chatbots und virtuellen Assistenten. Auch können Unternehmen mit KI-Lösungen zum Beispiel im Kundendienst E-Mails autonom klassifizieren und so Zeit für stärker wertschöpfende Tätigkeiten gewinnen. Würden Unternehmen beides gleichzeitig anpacken, hätten sie einen deutlich höheren Geschäftsnutzen. So senken beispielsweise Unternehmen, die viele Must-do-Anwendungsfälle realisieren, ihren Ausschuss durchschnittlich um bis zu 26 Prozent. „Capgemini: Künstliche Intelligenz sorgt für mehr Stellen und steigende Umsätze“ weiterlesen

Smartphone trägt 1,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei

Zehn Jahre nach der Präsentation des ersten Smartphones hat sich dieses nicht nur zu einem bedeutenden Trendsetter, sondern auch zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Das zeigt die Trendstudie „Consumer Technology 2017“, die der Digitalverband Bitkom und das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte am Mittwoch in Berlin vorgestellt haben. Nach den Ergebnissen der Analyse stehen mittlerweile rund 1,4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes in Zusammenhang mit dem Smartphone. Und selbst der Vergleich mit den großen Kernbranchen muss nicht mehr gescheut werden: Smartphone-generierte Umsätze machen heute etwa nicht weniger als ein Fünftel der Erlöse des deutschen Maschinenbaus aus. In den nächsten fünf Jahren dürfte der Wertschöpfungsanteil des Smartphones weiter wachsen.

Den Prognosen zufolge wird der BIP-Anteil bis 2022 auf 1,7 Prozent steigen, das Gesamtvolumen Smartphone-generierter Umsätze hierzulande wird bis dahin eine Summe von über 60 Milliarden Euro erreichen. Verglichen mit den in diesem Jahr zu erwartenden 45 Milliarden Euro ist dies ein Anstieg von etwa 30 Prozent. „Das Smartphone ist so lebendig wie nie”, wird Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics & Digital Media, in der begleitenden Pressemitteilung zitiert. “Es hat sich zu einem Universalgerät entwickelt und stößt auch in anderen Branchen entscheidende Entwicklungen an.” Inzwischen haben die Consumer-Hardware-Hersteller ihre Produktpalette den veränderten Anforderungen und Möglichkeiten angepasst. So ist Connectivity zum Standardfeature zahlreicher Gerätekategorien geworden. Beispiel hierfür sind all jene Geräte, die sich mittlerweile mit dem Smartphone verbinden und steuern lassen. Dazu gehören etwa smarte TV- oder Musikanlagen und Virtual-Reality-Brillen.

Die Nachfrage nach Smartphones ist weiterhin ungebrochen. Der deutsche Smartphone-Markt erzielt im laufenden Jahr mit einem Volumen von 9,77 Milliarden Euro voraussichtlich einen höheren Umsatz als die gesamte klassische Unterhaltungselektronik. Mit einem Absatzrekord von 5 Millionen verkauften Geräten (plus 8,2 Prozent) haben insbesondere Phablets, also Smartphones ab einer Display-Größe von 5,5-Zoll, einen großen Anteil an der Entwicklung. Den Prognosen zufolge wird der Absatz von Phablets um 8,2 Prozent steigen. Die Geräte machen somit bereits 21 Prozent des gesamten Smartphone-Marktes aus. „Innerhalb nur eines Jahrzehnts ist das Smartphone von einem Nischenprodukt für Geschäftsleute und Technik-Nerds zu einem unverzichtbaren Begleiter für die breite Masse geworden. So schnell hat bislang keine andere Technologie den Alltag so vieler Menschen verändert“, sagt Klaus Böhm, Director und Leiter Media bei Deloitte. „Smartphone trägt 1,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei“ weiterlesen

IT-Sicherheit: So unterscheiden sich die Branchen

Das IT-Sicherheitsmanagement der Unternehmen in Deutschland unterscheidet sich je nach Branche. Banken und Versicherer achten stark auf die Mitarbeiterschulung. Öffentliche Verwaltungen und Energieversorger sind besonders vorsichtig beim Einführen neuer Technologien, dafür fehlt in diesen Branchen häufig ein ausgefeiltes Sicherheitsmanagement für Smartphones und Laptops. Die Automobilbranche ist führend beim Überprüfen von Zulieferern und Dienstleistern. Das sind Ergebnisse der Studie „Potenzialanalyse Digital Security“ von Sopra Steria Consulting.

61 Prozent der Unternehmen besitzen branchenübergreifend eine IT-Sicherheitsstrategie, 32 Prozent arbeiten daran. Bei der Umsetzung einzelner Konzepte und Maßnahmen sind die einzelnen Branchen im Durchschnitt unterschiedlich weit oder setzen verschiedene Schwerpunkte. Differenzen gibt es unter anderem beim Sicherheitsbaustein Mitarbeiter Awareness. Banken und Versicherer sind beispielsweise besonders penibel bei der Schulung ihres Personals. Fast sechs von zehn Finanzdienstleistern führen in regelmäßigen Abständen Trainings mit allen Mitarbeitern durch. Andere Branchen gehen hier dosierter vor. Im Durchschnitt beschränken 40 Prozent der Automobilhersteller und Telekommunikationsdienstleister regelmäßige Trainings auf eine ausgewählte Mitarbeitergruppe. Die komplette Belegschaft wird punktuell unterwiesen – zu Beispiel beim Einstieg in das Unternehmen, bei akuten Bedrohungen durch Cyberkriminelle sowie beim Erkennen neuer Sicherheitslücken durch die eigene IT-Abteilung.

Unterschiedliche personelle Bedingungen
herrschen beim Aufbau von Kow-how und Kompetenzen in den IT-Abteilungen. Finanzdienstleister und öffentliche Verwaltungen sind mehr als andere Branchen auf das Rekrutieren von IT-Sicherheitsspezialisten angewiesen. Jede dritte Bank oder Versicherung (36 Prozent) sowie Behörde oder Ministerium (34 Prozent) sucht auf dem Arbeitsmarkt nach Experten für Cyber Security. In anderen Branchen setzen die Unternehmen deutlich häufiger auf interne Weiterbildung. Drei Viertel der verarbeitenden Industrie, Autohersteller und der Energieversorger qualifizieren ihre IT-Fach- und Führungskräfte für spezielle IT-Sicherheitsaufgaben, um künftig schneller auf Angriffe durch Erpressungstrojaner wie WannaCry und Petya zu reagieren.

« Sicherheit zuerst » gilt vor allem in drei Branchen „IT-Sicherheit: So unterscheiden sich die Branchen“ weiterlesen

Drei von zehn Deutschen würden Online-Sprechstunde nutzen

Das Wartezimmer ist bis auf den letzten Platz belegt, man wartet seit Stunden und der fiebernde Sitznachbar hustet und hustet: Ein Arztbesuch kann nervenaufreibend und zeitraubend sein – und im schlimmsten Fall geht man mit mehr Viren und Bakterien nach Hause, als man gekommen ist. Dank Online-Sprechstunde können Arzt und Patient persönlich und dennoch unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort bequem miteinander in Kontakt treten. Dabei kommunizieren Arzt und Patient per Videochat. Fast drei von zehn Deutschen (27 Prozent) können sich vorstellen, die Online-Sprechstunde künftig zu nutzen.

Das hat eine Umfrage ergeben, die der Digitalverband Bitkom zusammen mit der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) durchgeführt hat. „Gerade wenn es um eine einfache Nachkontrolle, das Einholen einer Zweitmeinung oder eine reine Informations-Sprechstunde geht, erleichtert die Online-Sprechstunde den Alltag für Arzt und Patient enorm“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Patienten werden die Hemmungen vor dem Gang in die Praxis genommen und auch der Arzt hat Vorteile: Er reduziert den Andrang im Wartezimmer und kann die Online-Sprechstunde flexibler handhaben als Termine in der Praxis.“

Sechs von zehn Internetnutzern (60 Prozent) sehen den Vorteil, dass der Zugang zu räumlich weit entfernten Ärzten erleichtert wird, etwa zu speziellen Fachärzten oder wenn man als Patient auf dem Land lebt. 58 Prozent geben als großen Pluspunkt der Online-Sprechstunde an, dass die Wartezeit in der Praxis entfällt. Dass man der Ansteckungsgefahr dort dank Online-Konsultation nicht ausgesetzt ist, sagen 41 Prozent. Auch die Ersparnisse bei Zeit (37 Prozent) und Kosten (22 Prozent) für die Anfahrt sind für die Patienten ein wichtiger Vorteil. Als Nachteil nennen 72 Prozent der Befragten die Sorge vor Fehlbehandlungen, zum Beispiel weil die körperliche Untersuchung entfällt. 54 Prozent geben an, dass das Vertrauensverhältnis ohne den direkten Kontakt zwischen Arzt und Patient leiden könnte. Ebenfalls jeder Zweite (52 Prozent) fürchtet, dass sensible Gesundheitsdaten in falsche Hände geraten könnten, wenn sie via Internet übertragen werden. „Drei von zehn Deutschen würden Online-Sprechstunde nutzen“ weiterlesen

DSGVO: Wirtschaft wünscht sich mehr Spielraum für die Datennutzung

Die Unternehmen in Deutschland wollen mehr in die Nutzung verfügbarer Daten investieren. Jeder zweite Entscheider spricht sich deshalb für eine Lockerung der Zweckbindung bei der Erhebung und Verwendung von Daten aus. Im Gegenzug für den größeren rechtlichen Spielraum ist jedes vierte Unternehmen bereit, strengere technische und organisatorische Auflagen zum Schutz personenbezogener Daten zu erfüllen. Das sind Ergebnisse der Studie „Potenzialanalyse Digital Security“ von Sopra Steria Consulting. Für die Studie wurden im April 2017 insgesamt 205 IT-Entscheider aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern befragt.

Durch die Digitalisierung gelten Daten mittlerweile als der wichtigste Rohstoff der Wirtschaft. Mit den Möglichkeiten zur Verknüpfung gewinnen Unternehmen unter anderem Ideen und Erkenntnisse für neue Produkte, und sie verbessern Kundenservice und Werbestrategien. Der Internetkonzern Google hat in den USA beispielsweise Zugriff auf anonymisierte Daten von Kreditkartentransaktionen, um Online- und Offlinedatenwelt zusammenzuführen. Zudem wird durch den Fortschritt auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz künftig Arbeit verstärkt durch Algorithmen übernommen. Diese vollautomatisierten Verfahren leben ebenfalls vom selbstständigen Sammeln und Zusammenführen von Daten.

In Deutschland sind Big-Data-Analysen nur eingeschränkt möglich. Grund ist die Zweckbindung im Bundesdatenschutzgesetz. Demnach muss neben einer gesetzlichen Erlaubnis oder der Einwilligung des Kunden der genaue Verwendungszweck feststehen, bevor personenbezogene Daten erhoben werden. „Durch das Verknüpfen vieler Daten, aus denen auch neue Daten entstehen können, kann die einmal festgelegte Zweckbestimmung verletzt werden“, sagt Dr. Gerald Spiegel, Leiter Information Security Solutions bei Sopra Steria Consulting. Auch eine Anonymisierung oder Pseudonymisierung von Daten reicht nicht immer aus. „Oft genügen wenige Angaben, um eine Person dennoch zu erkennen“, so Spiegel. Etwa 70 Prozent der US-amerikanischen Bevölkerung lassen sich mit drei Merkmalen wie Geschlecht, Postleitzahl und Geburtsdatum eindeutig identifizieren, zeigen Untersuchungen.

Hoffen auf DSGVO-Öffnungsklauseln
„DSGVO: Wirtschaft wünscht sich mehr Spielraum für die Datennutzung“ weiterlesen

In diesem Jahr werden 24 Millionen Smartphones verkauft

Auch im zehnten Jahr nach Einführung der ersten Smartphones ist die Nachfrage ungebrochen: 2017 werden nach einer aktuellen Prognose des Digitalverbands Bitkom in Deutschland 24,1 Millionen Geräte verkauft. Damit bleibt der Absatz gegenüber 2016 mit 24,2 Millionen Geräten praktisch unverändert. Die Umsätze legen sogar um 4 Prozent von 9,4 auf 9,8 Milliarden Euro zu. Der Grund für die positive Umsatzentwicklung ist die steigende Nachfrage nach größeren Smartphones, sogenannten Phablets, die häufig auch leistungsstärker und teurer sind. So legen die Verkaufszahlen bei Phablets überdurchschnittlich stark um 8 Prozent auf rund 5 Millionen Stück zu.

Der Durchschnittspreis für Phablets liegt mit 615 Euro deutlich über dem für kleinere Smartphones mit 352 Euro. „Auch zehn Jahre nach der Einführung des iPhone, das den Durchbruch für Smartphones brachte, ist die Nachfrage ungebrochen. Die Geräte werden immer leistungsfähiger und vereinen immer mehr Funktionen in sich, von der Kommunikationszentrale über den Fotoapparat bis zum elektronischen Ticket und der Geldbörse“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

In den vergangenen zehn Jahren wurden nach Berechnungen des Bitkom insgesamt 180 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Verbraucher und Unternehmen gaben in diesem Zeitraum insgesamt 67 Milliarden Euro für Smartphones aus. „Es gibt kein anderes Gerät, das sich die Deutschen mehr kosten lassen als das Smartphone“, so Berg. Aktuell nutzen rund 54 Millionen Bundesbürger ein Smartphone, das entspricht einem Anteil von 78 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren. „In diesem Jahr werden 24 Millionen Smartphones verkauft“ weiterlesen

Vier von zehn Unternehmen wollen mehr in Social Media investieren

Mehr Ressourcen, zusätzliches Personal: Vier von zehn Unternehmen (38 Prozent) wollen ihr Budget für Social-Media-Aktivitäten in den kommenden fünf Jahren steigern. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 639 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach sehen vor allem größere Unternehmen zukünftig einen höheren finanziellen Bedarf. Bei 39 Prozent aller Unternehmen wird das Budget gleich bleiben, 21 Prozent geben an, es zu senken.

Aber 49 Prozent der Firmen mit mindestens 2.000 Beschäftigten sagen, dass ihr Budget für Social-Media-Aktivitäten steigt. „Erfolg mit Social Media gibt es nicht zum Nulltarif. Eine zielgruppengerechte Ansprache hilft, die Mittel sinnvoll einzusetzen. Es geht dabei nicht darum, alle Kanäle zu bespielen, sondern die zielgruppengerechten Plattformen mit der richtigen Strategie zu bedienen“, wird Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder in einer Pressemitteilung des Verbandes zitiert.

9 von 10 Unternehmen (93 Prozent), die Social Media einsetzen, haben eine Zielgruppe definiert, die sie erreichen wollen und auf die sie ihre Aktivitäten abstimmen. Die meist genutzten Formate in der Kommunikation via Social Media sind dabei Texte (99 Prozent), Fotos (92 Prozent), Videos (57 Prozent) und Infografiken (47 Prozent). Nur selten eingesetzt werden Live-Videos (12 Prozent) und Audio-Content, etwa Musik oder Podcasts (10 Prozent).

Als Ziel der Social-Media-Aktivitäten geben die meisten Unternehmen an, die Zahl der Besucher auf der Unternehmenswebsite und die Bekanntheit der eigenen Produkte oder Marken erhöhen zu wollen (je 94 Prozent). 88 Prozent sagen, dass sie mit ihren Social-Media-Aktivitäten Dialogbereitschaft zeigen wollen, 86 Prozent möchten die Bekanntheit des Unternehmens steigern. Auch die Kundengewinnung und die Imageverbesserung (je 85 Prozent) sind oft genannte Ziele. 47 Prozent geben an, über Social Media auch neue Mitarbeiter gewinnen zu wollen. „Vier von zehn Unternehmen wollen mehr in Social Media investieren“ weiterlesen

Deutsche sind fast viereinhalb Stunden täglich online – Smartphone das Tor ins Internet

Junge Erwachsene verbringen fast die Hälfte des Tages online: 21- bis 30-Jährige surfen durchschnittlich knapp sieben Stunden pro Tag im Netz. Bei den Bis-20-Jährigen sind es immerhin noch 5,1 Stunden. Mit 61 Jahren oder älter beträgt die Onlinezeit dagegen nur noch 2,3 Stunden täglich.

Das Smartphone ist dabei das am weitesten verbreitete internetfähige Gerät: 78 Prozent der Deutschen nutzen eines und sind damit durchschnittlich etwa 1,6 Stunden pro Tag online. Lieblingsbeschäftigung: Chatten. 84 Prozent nutzen ihr Smartphone für Onlinekommunikationsdienste wie WhatsApp oder andere Messenger. 63 Prozent hören über ihr Smartphone online Musik, und 61 Prozent organisieren ihre Mobilität über Carsharing-Dienste oder die Bahn via iPhone & Co.

Allerdings zeigt sich Deutschland in puncto Smartphone-Nutzung gespalten: Während von unter 40-Jährigen etwa 90 Prozent über ein Smartphone verfügen, liegt der Anteil bei den über 60-Jährigen nur bei gut 50 Prozent. Und: Die unter 30-Jährigen surfen täglich drei Stunden mit dem Smartphone im Netz – die über 60-Jährigen nur 40 Minuten.

Im Durchschnitt sind die Deutschen 1,6 Stunden am Tag mit dem Smartphone online, auf den Laptop entfallen 1,1 Stunden, auf den klassischen Desktop-Computer 1,0 Stunden. Insgesamt verbringen die Befragten durchschnittlich rund 4,4 Stunden pro Tag online. In den deutschen Haushalten befinden sich im Schnitt 4,3 internetfähige Endgeräte. Jeder dritte Deutsche besitzt sogar mehr – zwischen fünf und zehn.
Wenn die Bundesbürger online sind, chatten sie am liebsten: 81 Prozent nutzen entsprechende Dienste. 70 Prozent holen sich online ihre Nachrichten und Informationen und 65 Prozent kaufen im Netz ein.
Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. Basis der Studie ist eine Umfrage unter 1.400 erwachsenen Bundesbürgern. Die Befragung wurde im Februar und März 2017 durchgeführt.

Joachim Spill, Partner bei EY und Leiter des Bereiches Technologie, Medien und Telekommunikation: „Das Smartphone ist das Tor der Deutschen ins Internet. Es wird mit Abstand am häufigsten genutzt und gehört heute zum Alltagsbegleiter fast aller Internetnutzer. Da es immer und überall griffbereit ist, dürfte seine Bedeutung eher noch zunehmen. Bankgeschäfte, Smart-Home-Steuerung oder auch das Einkaufen von Lebensmitteln – für viele Bedürfnisse werden erst noch Angebote geschaffen und langsam von den Kunden akzeptiert. Hier werden sich noch weitere Apps durchsetzen, die das Smartphone noch mehr zum Schweizer Taschenmesser unter den Internetgeräten machen: immer dabei und für jede Situation ausgerüstet.“

Apps spielen größere Rolle als der Browser

Apps entwickeln sich immer mehr zum wichtigsten Werkzeug: Die meisten Tätigkeiten auf dem Smartphone und dem Tablet laufen heutzutage über Apps und nicht mehr über den Browser. So nutzen 96 Prozent derjenigen, die Spiele auf Smartphones spielen, Apps, 83 Prozent bevorzugen für ihre Kommunikation Apps und 82 Prozent lesen Bücher lieber über Apps als über den Browser. Lediglich Reisebuchungen werden zum Großteil noch über den Browser vorgenommen (71 Prozent). Auch bei der Versorgung mit Nachrichten und Informationen hat der Browser mit 52 Prozent noch leicht die Oberhand.

Gutverdiener verbringen die meiste Zeit online „Deutsche sind fast viereinhalb Stunden täglich online – Smartphone das Tor ins Internet“ weiterlesen

Umdenken: Deutsche Wirtschaft wappnet sich gegen Hackerangriffe

Unternehmen in Deutschland professionalisieren ihre Abwehr von Cyberattacken. Sechs von zehn Firmen haben eine fundierte IT-Sicherheitsstrategie, bei Großunternehmen sind es acht von zehn, die übrigen arbeiten an der Umsetzung. Ein Umdenken aus Sicht der IT-Entscheider ist vor allem in den Chefetagen zu erkennen. 38 Prozent sehen 2017 eine Verharmlosung der Gefahr von Cyberangriffen durch Vorstände und Geschäftsführer. 2015 bemängelte noch jeder zweite IT-Verantwortliche, dass die Risiken unterschätzt werden. Das sind Ergebnisse der Studie „Potenzialanalyse Digital Security“ von Sopra Steria Consulting. Für die Studie wurden im April 2017 insgesamt 205 IT-Entscheider aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern befragt.

Die digitale Sorglosigkeit ist damit in deutschen Unternehmen auf dem Rückzug. Das Thema bleibt allerdings eine zentrale Aufgabe in den Unternehmen. Jeder vierte IT-Entscheider wünscht sich weniger Risikobereitschaft bei ihrer Geschäftsleitung. Ebenso viele fordern dort ein stärkeres Bewusstsein, dass nicht nur große öffentliche Organisationen und bestimmte Branchen wie Banken, sondern praktisch jedes Unternehmen das Ziel von Cyberkriminellen werden kann.

„IT-Sicherheitsvorfälle durch den Diebstahl digitaler Identitäten teilweise in millionenfacher Anzahl zeigen, dass Cyberangriffe auf Unternehmen komplexer und professioneller werden“, kommentiert Urs M. Krämer, CEO von Sopra Steria Consulting. „Informationssicherheit ist Pflichtdisziplin einer digitalen Wirtschaft. Ein sorgloser Umgang mit Cyberrisiken, wie er gerade in den Führungsetagen lange Zeit herrschte und immer noch zu finden ist, kann sich kein Unternehmen mehr erlauben.“

Den größten Nachholbedarf bei der Formulierung tragfähiger IT-Sicherheitskonzepte haben die mittelständischen Unternehmen in Deutschland: Rund jeder zweite IT-Entscheider aus einem Unternehmen mit einer Größe zwischen 1.000 und 5.000 Mitarbeitern meldet, an einer ausgefeilten IT-Sicherheitsstrategie noch zu arbeiten. Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern sowie kleine Betriebe sind hier bereits weiter. Die Masse setzt auf die aktuelle Bedrohungslage angepasste Konzepte bereits um.

„WannaCry war ein Weckruf, der das in der Studie erkennbare Umdenken noch einmal verstärken wird“, sagt Studienleiter Dr. Gerald Spiegel, IT-Sicherheitsexperte bei Sopra Steria Consulting. „Das Internet der Dinge verschärft die Situation durch die Vielzahl vernetzter Geräte zusätzlich. Ein rein technischer Ansatz greift zu kurz. Es braucht einen Mix aus ineinandergreifenden Vorkehrungen, bestehend aus einer vom Vorstand getriebenen Strategie, automatisierten Verfahren für Prävention und Kontrolle und intelligenten Security-Lösungen, die Sicherheitslecks selbständig aufspüren, sowie einer kontinuierlichen Sensibilisierung aller Mitarbeiter.“ „Umdenken: Deutsche Wirtschaft wappnet sich gegen Hackerangriffe“ weiterlesen