Blockchain wird zu einem Top-Thema in der Digitalwirtschaft

Eines der wichtigsten Trendthemen für die Digitalbranche in Deutschland in 2018 ist die Blockchain:  Jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) sagt, dass die Technologie zu den maßgeblichen Technologie- und Markttrends des Jahres gehört – letztes Jahr betrug der Anteil gerade einmal 11 Prozent.

Somit ist die Blockchain erstmals in den Top-Ten der digitalen Trendthemen, wie die jährliche Trendumfrage des Digitalverbands Bitkom unter Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche ergab.

„Der dezentrale Ansatz der Blockchain-Technologie ermöglicht sichere Transaktionen ohne zentrale Vertrauensinstanz. Auf diese Weise können bereits heute Finanztransaktionen sicher gestaltet werden, künftig könnten so aber auch zum Beispiel Beurkundungen ohne Notar erfolgen, Verträge als Smart Contracts sicher abgewickelt oder die komplette Lieferkette eines Produkts transparent dargestellt werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Aktuell werden die Möglichkeiten der Blockchain ausgelotet. Es ist ein erfreuliches Zeichen, dass die deutsche Digitalwirtschaft diese Chancen erkennt. Jetzt gilt es, auf Grundlage der Technologie praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.“

Grafik
(Grafik Bitkom)

Ein weiterer Trend, der deutlich häufiger genannt wird als im Vorjahr, ist Künstliche Intelligenz bzw. Artificial Intelligence oder Cognitive Computing. So hält jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) die Technologie für einen maßgeblichen Trend, im Vorjahr war es erst jedes fünfte (21 Prozent). „Blockchain wird zu einem Top-Thema in der Digitalwirtschaft“ weiterlesen

Industrie 4.0: German Angst oder neue Chancen?

Der vierten industriellen Revolution steht man in den Chefetagen mit gemischten Gefühlen entgegen: Einerseits glauben die im Rahmen des globalen „Industry 4.0 Readiness Report“ von Deloitte befragten 1.600 Führungskräfte mit großer Mehrheit daran, dass Industrie 4.0 der Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen nutzen und zu mehr Gerechtigkeit und Stabilität führen wird.

Andererseits sind sich viele unsicher, wie gut sie selbst aufgestellt sind und welchen Einfluss ihr Unternehmen insbesondere in gesellschaftlichen und sozialen Fragen künftig haben wird. Als Land großer Optimisten hat man  Deutschland selten gesehen, doch hier ist die Lage anders:

Eine große Mehrheit der Befragten in Deutschland geht das Thema Industrie 4.0 Selbstbewusst an.
Eine große Mehrheit der Befragten in Deutschland geht das Thema Industrie 4.0 Selbstbewusst an.

Selbstbewusstsein und der Glaube an das eigene Potenzial dominieren hier. Auch ist die Skepsis gegenüber der Adaptionsfähigkeit neuer Geschäftsmodelle – wie zwischenstaatlichen Kooperationen – geringer und das Vertrauen in eigene Technologien sowie Kompetenz größer. Grenzübergreifend zeigt der Report zudem, dass erfolgreiche und wachstumsstarke Unternehmen das Thema Wandel und Industrie 4.0 ganzheitlich angehen. „Industrie 4.0: German Angst oder neue Chancen?“ weiterlesen

Digital-Investitionen in Deutschland wachsen moderat

Gemäß dem Durchschnittswachstum der 26 EU-Staaten, beträgt die Steigung der Ausgaben für Informationstechnik (IT) und Telekommunikation in Deutschland 2 Prozent – auf 1.560 Euro pro Einwohner. Im EU-Schnitt liegen die Pro-Kopf-Ausgaben bei 1.358 Euro. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Grundlage aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO).

Mit 3.198 Euro wurde dass meiste Geld in der Schweiz ausgegeben (plus zwei Prozent). Mit diesem Wert sind die Schweizer weltweit an der Spitze. Dahinter liegen die USA mit einem Plus von 3 Prozent auf 3.077 Euro.

1.560 Euro wurden 2017 pro Kopf in Deutschland für IT- und Telekommunikation ausgegeben
1.560 Euro wurden 2017 pro Kopf in Deutschland für IT- und Telekommunikation ausgegeben   (Grafik Bitkom)

Deutschlands Nachbarn im Norden und Westen liegen allesamt auf einem höheren Niveau als hierzulande: In Dänemark stiegen die Digital-Investitionen auf 2.427 Euro pro Kopf (plus 2 Prozent), in Schweden auf 2.376 Euro (plus 4 Prozent), in Norwegen auf 2.233 Euro (plus 3 Prozent), im Vereinigten Königreich auf 2.133 Euro (plus 3 Prozent), in Finnland auf 2.015 Euro (plus 3 Prozent) und in den Niederlanden auf 1.981 Euro (plus 3 Prozent). Überdurchschnittlich stark – wenn auch auf niedrigem Niveau – wuchsen im europäischen Maßstab die Pro-Kopf-Ausgaben in Ungarn (520 Euro, plus 5 Prozent). Weltweit zählen China (293 Euro, plus 9 Prozent), die Türkei (252 Euro, plus 8 Prozent) und Indien (54 Euro, plus 8 Prozent) zu den am schnellsten wachsenden Märkten. „Digital-Investitionen in Deutschland wachsen moderat“ weiterlesen

Versicherer 2018: Digitale Offensive rollt – mit Alexa, Siri und Co.  

Digitale Assistenten stehen 2018 verstärkt im Fokus deutscher Versicherer: auch in Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Cortana wollen sie investieren, ergibt die Studie „Branchenkompass Insurance 2017“ von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut.

Vor allem textbasiert, wird die Chatbot-Technologie bereits von 7 Prozent der Versicherungsunternehmen angewendet. Bei 44 Prozent der Unternehmen befinden sich konkrete Anwendungen in der Planung oder sind bei Entscheidern im Gespräch. Die absolute Priorität auf der Digitalagenda genießen allerdings bekannte Aufgaben, wie die übergreifende Beratung über verschiedene Kanäle, heißt es in einer Pressemeldung von Sopra Steria Consulting.

 

Digitale Sprachassistenten sind auch in der Versicherungsbranche im Aufmarsch:  Lars Rautenburger vermutet, dass sich digitale Assistenten, die natürliche Sprache verstehen und sprechen, mittelfristig durchsetzen werden.

„Traditionelle Silostrukturen […] müssen aufgebrochen werden, damit Kunden umfassend und effizienter betreut werden können“

Die Liste der digitalen Projekte der Versicherungswirtschaft ist lang. Ihr Augenmerk legt die Mehrheit der Unternehmen vor alle auf einen besseren Kontakt mit Kunden. Zentrale Datenbanken sind zwar bereits Standart, allerdings längst nicht flächendeckend vorhanden. Nur jeder dritte Versicherer besitzt nach eigener Einschätzung die technischen Grundlagen, online wie offline und über alle Sparten hinweg dieselben Informationen über ihre Kunden parat zu haben. „Versicherer 2018: Digitale Offensive rollt – mit Alexa, Siri und Co.  “ weiterlesen

Herausforderung Datenanalyse: Unternehmen noch nicht IoT-bereit

30 Prozent der Unternehmen nutzen bereits IoT-Daten, 54 Prozent wollen dies innerhalb der nächsten drei Jahre tun. Fast drei Viertel (72 Prozent) planen, ihre IoT-relevanten Ausgaben zu erhöhen. Diese Zahlen sprechen für sich: Am Internet der Dinge (Internet of Things/IoT) kommt definitiv niemand mehr vorbei, der auch morgen noch als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Markt bestehen will. Dennoch: Aktuell befinden sich 70 Prozent der Betriebe eher in einer Frühphase der IoT-Transformation, wobei größere Unternehmen die Nase vorn haben.

Das zeigt eine aktuelle Studie von Reply in Kooperation mit dem Beratungs- und Marktanalyse-Anbieter PAC. Im Rahmen der Studie hat Reply als Spezialist für die Entwicklung und Implementierung von Lösungen auf Basis neuer Kommunikationskanäle vor allem auf den Umgang mit IoT-Daten fokussiert und den derzeitigen Status quo dokumentiert.

Damit das Netz aus miteinander kommunizierenden Maschinen überhaupt funktioniert, braucht es Daten – Daten, die nicht nur erhoben und gesammelt, sondern auch qualifiziert analysiert werden wollen.

Am Internet der Dinge (Internet of Things/IoT) kommt definitiv niemand mehr vorbei, der auch morgen noch als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Markt bestehen will. Dabei steht die Mehrheit noch in den Startlöchern:
Am Internet der Dinge (Internet of Things/IoT) kommt definitiv niemand mehr vorbei, der auch morgen noch als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Markt bestehen will. Dabei steht die Mehrheit noch in den Startlöchern:

Mehrheit steht noch in den Startlöchern

Auch wenn es kurze Aufschwünge in Hinblick auf IoT-Aktivitäten in den Führungsetagen deutscher Firmen gab, befindet sich die Mehrheit im Hinblick auf die konkrete Datenanalyse noch am Anfang. Immerhin 30 Prozent geben an, Informationen nicht nur zu erheben und zu sichern, sondern bereits in irgendeiner Form zu analysieren und zu nutzen. Diese Zahl bedeutet allerdings auch, dass eben die fehlenden 70 Prozent das noch nicht tun, selbst wenn die Mehrheit ebenfalls auf den Zug aufspringen will. „Herausforderung Datenanalyse: Unternehmen noch nicht IoT-bereit“ weiterlesen

Cisco Cloud Index: 2021 läuft 95 Prozent des Datenverkehrs aus der Cloud

Der Datenverkehr in Rechenzentren wächst aufgrund der zunehmenden Nutzung von Cloud-Applikationen schnell, zeigt der jährliche Cisco Global Cloud Index (2016-2021).

Der weltweite Cloud-Rechenzentrumsverkehr wird laut der Studie 19,5 Zettabyte (ZB) im Jahr 2021 erreichen – eine Steigerung um 6,0 ZB im Vergleich zum Jahr 2016 und damit das 3,3-Fache mit einer jährlichen Wachstumsrate von 27 Prozent. In drei Jahren wird der Cloud-Traffic 95 Prozent des gesamten Datenverkehrs ausmachen, im Vergleich zu 88 Prozent 2016.

Sowohl B2C- als auch B2B-Anwendungen tragen gemäß der Studie zum Wachstum von Cloud-Services bei. Bei Konsumenten gehören Video-Streams, soziale Netzwerke und Internetsuche zu den beliebtesten Cloud-basierten Apps. Bei Mitarbeitern sind es ERP-, Collaboration- und Analyse-Lösungen.

Der Datenverkehr in Rechenzentren wächst aufgrund der zunehmenden Nutzung von Cloud-Applikationen schnell - so sagt die Studie voraus, das es 2021 weltweit 628 Hyperscale-Rechenzentren geben wird.
Der Datenverkehr in Rechenzentren wächst aufgrund der zunehmenden Nutzung von Cloud-Applikationen schnell – so sagt die Studie voraus, das es 2021 weltweit 628 Hyperscale-Rechenzentren geben wird.

Sicherheit und IoT als Wachstumstreiber

Die zunehmenden IoT-Applikationen wie intelligente Autos, Smart Cities, vernetztes Gesundheitswesen und digitale Versorgung erfordern hochskalierbare Server- und Speicher-Lösungen, um die neuen und erweiterten Anforderungen an Rechenzentren zu erfüllen. 2021 wird es 13,7 Milliarden IoT-Verbindungen geben, im Vergleich zu 5,8 Milliarden 2016, so die Studie. „Cisco Cloud Index: 2021 läuft 95 Prozent des Datenverkehrs aus der Cloud“ weiterlesen

Krebs: Für Hoffnung auf Heilung gäben acht von zehn Deutschen Daten preis

Krebs wird von den Deutschen als Todesursache Nr. 1 gefürchtet – 78 Prozent würden ihre persönlichen Daten teilen um einen Fortschritt in der Krebsforschung zu erzielen.

PwC-Experte Burkhart: „Die personalisierte Medizin hat ein enormes Potenzial in der Krebstherapie“

Vor der Diagnose Krebs haben die Deutschen am meisten Angst: Für etwa zwei Drittel der Bürger stellen Tumorerkrankungen die größte Bedrohung ihrer Gesundheit dar. Auch neurologische Erkrankungen wie Alzheimer oder Depressionen machen den Bürgern weniger Sorgen als Krebs, wie eine repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und Strategy& unter 1.000 Bundesbürgern herausfand.

78 Prozent der Befragten würden ihre persönlichen Daten teilen um einen Fortschritt in der Krebsforschung zu erzielen - vor allem an vertrauenswürdige Institutionen, bei denen die Universität mit 64 Prozent am besten weg kommt
78 Prozent der Befragten würden ihre persönlichen Daten teilen um einen Fortschritt in der Krebsforschung zu erzielen – vor allem an vertrauenswürdige Institutionen, bei denen die Universität mit 64 Prozent am Besten weg kommt

Dementsprechend hoch ist der Stellenwert, den die Deutschen der Krebsforschung beimessen: 86 Prozent halten sie für „sehr wichtig“, elf Prozent immerhin noch für „wichtig“. Und die Bürger sind bereit, ihren Beitrag zu leisten: Acht von zehn befürworten die Nutzung personalisierter Patientendaten für potenziell kürzere Entwicklungszeiten von Krebsmedikamenten – trotz möglicherweise höheren Risiken für einzelne Patienten. Knapp ebenso viele Deutsche (78 Prozent) würden ihre Daten für die Krebsforschung an vertrauenswürdige Institutionen weitergeben, wobei lediglich drei Prozent eine Freigabe ihrer Daten strikt ablehnen. „Krebs: Für Hoffnung auf Heilung gäben acht von zehn Deutschen Daten preis“ weiterlesen

5G-Studie: Bedeutung der neuen Technologie für Unternehmen steigt

Der kommenden Mobilfunktechnologie 5G wird eine immer deutlichere Bedeutung für die eigenen Aktivitäten der Unternehmen zugeschrieben: Das ist die Quintessenz aus der neuesten 5G-Studie von Ericsson, für die rund 100 Entscheider in größeren Unternehmen befragt wurden.

Die Studie fragte besonders nach den Erwartungen und Investionsabsichten in den kommenden fünf Jahren zur Verbesserung des Kundenangebots, der Effizienz und zum Einsatz in der Fertigung. Unternehmen aus zehn Branchen wurden für die 5G-Studie befragt: Automotive, Einzelhandel, Energie und Versorger, Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Landwirtschaft, Medien und Unterhaltung, öffentliche Sicherheit, öffentliche Transportdienste sowie produzierendes Gewerbe.

Die Mobilfunktechnologie 5G gewinnt immer mehr an Bedeutung für Unternehmen.Noch 2016 waren 59 Prozent der Auffassung, dass 5G für sie in den nächsten fünf Jahren keine Rolle spielen werde. Heute sind es 11 Prozent.
Die Mobilfunktechnologie 5G gewinnt immer mehr an Bedeutung für Unternehmen.Noch 2016 waren 59 Prozent der Auffassung, dass 5G für sie in den nächsten fünf Jahren keine Rolle spielen werde. Heute sind es 11 Prozent.

Starker Sinneswandel in Unternehmen

Laut der aktuellen 5G-Studie betrachten immer mehr Unternehmen die neue Mobilfunktechnologie  als wichtige Technologie für die Zukunft.
Noch 2016 waren 59 Prozent der Auffassung, dass 5G für sie in den nächsten fünf Jahren keine Rolle spielen werde. Diese Zahl hat sich deutlich verringert – auf jetzt nur noch elf Prozent. „5G-Studie: Bedeutung der neuen Technologie für Unternehmen steigt“ weiterlesen

1,3 Milliarden Euro für Apps

Der Umsatz mit Apps hat sich in den vergangenen vier Jahren fast vervierfacht, wobei der Großteil des Umsatzes mit 1,2 Milliarden Euro auf In-App-Angebote entfällt. Insgesamt gab es 1,8 Milliarden Downloads in den beiden größten App-Stores, und insgesamt circa 1,3 Milliarden wurden für Apps ausgegeben.

Der App-Markt in Deutschland wächst weiter
1,5 Milliarden Euro: So hoch ist der Umsatz, der 2017 in Deutschland mit mobilen Anwendungen für Smartphones oder Tablets gemacht wurde.
Dabei handelt es sich nahezu um eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013, als der Umsatz bei 547 Millionen Euro lag. Gegenüber 2016 ist es ein Plus von 4 Prozent, damals betrug der Umsatz 1,45 Milliarden Euro, gegenüber 2015 ein Plus von 17 Prozent (Umsatz 1,3 Milliarden Euro). 2014 lag das Marktvolumen bei 909 Millionen Euro. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance mit.

Der deutsche App-Markt boomt: Am beliebtesten sind Anwendungen für Soziale Netzwerke, Messenger, Streaming-Dienste und Spiele.
Der deutsche App-Markt boomt: Am beliebtesten sind Anwendungen für Soziale Netzwerke, Messenger, Streaming-Dienste und Spiele. (Foto Bitkom)

„Der Boom von Apps ist ungebrochen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Mit Wearables wie etwa der Smartwatch und Fitnessarmbändern erweitert sich das Ökosystem rund um Apps nochmals deutlich.“ „1,3 Milliarden Euro für Apps“ weiterlesen

Studie: Mittelstand in Sachen Cloud-Computing auf Wolke 7?

Die Forcont Business Technology Gmbh und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin haben im September 2017 abermals eine Umfrage zum Thema Cloud-Computing in mittelständischen Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Dabei nahmen 142 Nutzer und Anbieter von Cloud-Diensten teil. Die Ergebnisse vergleichen forcont und HWR mit denen der Vorgängerstudie von vor zwei Jahren. Eine zentrale Erkenntnis dabei lautet, dass die Zahl der Unternehmen, die Cloud Computing nutzen oder es in absehbarer Zeit tun wollen, stetig wächst.

Die Vorteile von Cloud Computing und Software-as-a-Service (SaaS) werden offensichtlich vom Mittelstand für sich entdeckt. Dabei stellen sich die Fragen, was die Treiber dafür sind und welche Chancen und Risiken die Unternehmer in den digitalen Lösungen sehen. Aber auch, ob sich ihre Einstellung zu Cloud Computing in den vergangenen zwei Jahren signifikant gewandelt hat.

Cloud-Computing im Mittelstand auf dem Vormarsch

Heutzutage haben vier von fünf Befragten SaaS in ihrem Unternehmen im Einsatz oder bieten sie selbst an. Noch vor zwei Jahren konnten 20 Prozent die Frage nach der SaaS-Nutzung nicht sicher beantworten. Indes haben sich die Prioritäten der Nutzer stark verschoben: Zwei Jahre zuvor diente SaaS vorwiegend der Kommunikation und Business Collaboration, der Cloud-Speicher hingegen kam erst an zweiter Stelle. 2017 war das Jahr des Cloud-Speichers: Er ist als IT-Commodity auf breiter Front (68 Prozent) angekommen. Die Hälfte der befragten Nutzer setzt cloudbasierte Kommunikationsdienste ein.

2017 war das Jahr des Cloud-Speichers: Er ist als IT-Commodity auf breiter Front (68 Prozent) angekommen. 
2017 war das Jahr des Cloud-Speichers: Er ist als IT-Commodity auf breiter Front (68 Prozent) angekommen. 

Mobile Arbeitswelt befördert Cloud

Gegenüber 2015 war eine der größten Änderungen die enorm gestiegene Bedeutung des mobilen Arbeitens als Argument für SaaS: von 57 Prozent auf fast 90 Prozent. Somit ist mobiles Arbeiten aktuell der beliebteste Grund, um cloudbasierte Software einzuführen.  „Studie: Mittelstand in Sachen Cloud-Computing auf Wolke 7?“ weiterlesen

Demokratie digital: Mehrheit der Deutschen glaubt an mehr Beteiligung durch Online-Dialoge

70 Prozent der Bundesbürger sind überzeugt, dass sich durch digitale Plattformen mehr Menschen an demokratischen Entscheidungenprozessen beteiligen. Eine Mehrheit ist damit der Auffassung, dass sich Bürger durch Online-Dialoge beispielsweise bei großen Infrastrukturprojekten und im Vorfeld von Wahlen stärker informieren und einbringen. Das ergibt die Studie „European Digital Government Barometer 2017“ von IPSOS im Auftrag von Sopra Steria.

79 Prozent der Deutschen wünschen sich mehr E-Government, weil dadurch ihr Leben leichter wird, so die Studie. Aus Sicht der Bevölkerung sollte sich die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung dabei nicht auf administrative Aufgaben wie die Online-Anmeldung des neuen Pkw und die Abgabe der elektronischen Steuererklärung beschränken. „In Deutschland gibt es quer durch alle Alters- und Berufsgruppen eine große Offenheit für Online-Dienste, die es dem Bürger erleichtern, auch an öffentlichen Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Das lässt sich als Signal an Bund, Länder und Kommunen deuten, die Digitalisierung der reinen Verwaltungsaufgaben auf weitere Online-Dienste hinaus auszudehnen “, wird Andreas Simon, ein Fachmann für Digital Government bei Sopra Steria Consulting in einer Mitteilung zu den Studienergebnissen zitiert.

Ähnlich denken die Menschen in einigen anderen europäischen Ländern: In Frankreich setzen 61 Prozent und in Norwegen 67 Prozent der Bürger ein großes Vertrauen in die Möglichkeiten der Digitalisierung, um die Hürden für mehr demokratische Beteiligung abzubauen. In Großbritannien sind die Bürger dagegen etwas skeptischer: Rund jeder zweite Brite glaubt nicht, dass mehr Online-Dialoge zum mehr Bürgerbeteiligung führen.

Beispiele für digitale Hilfe bei demokratischen Prozessen „Demokratie digital: Mehrheit der Deutschen glaubt an mehr Beteiligung durch Online-Dialoge“ weiterlesen

Vorliebe für Messaging und Social Media setzt Unternehmen beim Kundenservice unter Druck

Unternehmen müssen sich im Kundenservice an eine neue Kommunikations-Kultur anpassen, ansonsten laufen sie Gefahr, in Rückstand zu geraten und Kunden zu verlieren. Das ist ein Ergebnis einer internationalen Studie von BT und Cisco, für die 5000 Endkunden befragt wurden.

Die Studie „The Digital Customer 2017 – Chat, tap, talk: Eight Key Trends to transform your digital customer experience“ deutet darauf hin, dass zunehmend mehr Konsumenten es bevorzugen, mit Unternehmen über Messaging-Dienste und Social Media in Kontakt zu treten und sich mit ihnen auszutauschen – ein Trend, der durch den Anstieg der persönlichen Nutzung von Apps wie WhatsApp verstärkt wird. Besonders auffällig ist der Trend in China. Dort nutzen bereits 37 Prozent der Befragten die dort populäre App WeChat für den Kundenservice.

Die Untersuchung ergab zudem, dass nahezu die Hälfte (48 Prozent) der Befragten frustriert ist, wenn ein Unternehmen keinen textbasierten Chat anbietet (in Deutschland: 34 Prozent). Besonders bei den jüngeren Kunden stehen soziale Medien hoch im Kurs; so gaben 70 Prozent der 18- bis 34jährigen an, für ihre Einkäufe immer stärker auf Informationen aus sozialen Netzwerken zurückzugreifen (in Deutschland: 63 Prozent). „Vorliebe für Messaging und Social Media setzt Unternehmen beim Kundenservice unter Druck“ weiterlesen

Cyberkriminalität: Unternehmen im Netz unter Dauerbeschuss

Jeder Tag bringt einen neuen Angriff, den längst nicht jedes Unternehmen bemerkt. Wie der zweite Teil des Cyber Security Reports des Beratungsunternehmens Deloitte aufdeckt, wird rund die Hälfte der mittleren und großen Unternehmen einmal pro Woche von Cyberkriminellen attackiert. Mehr als vier Fünftel der großen Konzerne berichten von monatlichen, die Hälfte davon sogar von täglichen Angriffen.

Liegt der potenzielle finanzielle Schaden pro Attacke bei durchschnittlich 700 000 Euro, liegt der Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft nach Expertenschätzungen bei 50 Milliarden. Wer würde gerade als gewinnorientiertes Unternehmen bei solchen Zuständen untätig bleiben? In immerhin jedem dritten mittleren und großen Unternehmen gibt es bis heute keine dezidierte Cyber-Security-Strategie und in jedem vierten Betrieb hat sich die Führung nur am Rande oder gar nicht mit dem Thema befasst. Zudem hat nur gut ein Drittel der Führungskräfte Kenntnis von der Existenz regulatorischer Vorgaben seitens des Gesetzgebers.

„Deutsche Unternehmen sind aufgrund ihres Know-hows beliebte Angriffsziele. Angreifer streben nach Informationen über Produkte und Geschäftsprozesse, um aus erbeuteten Informationen Profit zu schlagen. Ein angemessen hohes Niveau an Cyber Security ist der Schlüssel zur erfolgreichen Verteidigung. Schließlich geht es hier um die digitalen Kronjuwelen der Unternehmen. Umso erfreulicher ist es, dass in den Führungsetagen das allgemeine Risiko- und Haftungsbewusstsein kontinuierlich stärker wird“, wird Peter Wirnsperger, Partner und Leiter Cyber Risk bei Deloitte, in einer entsprechenden Mitteilung zitiert. „Cyberkriminalität: Unternehmen im Netz unter Dauerbeschuss“ weiterlesen

Bitkom: Mehrheit der Landwirte für das digitale Zeitalter gewappnet

Hightech-Mähdrescher, Melkroboter und Sensoren in der Tierhaltung: Der Landwirt muss Tag für Tag Digitalkompetenz beweisen, in der Unternehmensführung, im Umgang mit Tier, Maschine oder auf dem Feld. Dafür fühlt sich die breite Mehrheit der Landwirte gewappnet. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unterstützt vom Digitalverband Bitkom unter 850 landwirtschaftlichen Betriebsleitern. Im Durchschnitt geben sich die Landwirte in Sachen Digitalkompetenz die Schulnote 3. Zwei Drittel der Landwirte (67 Prozent) geben an, sehr gute bis befriedigende Digitalkompetenzen zu haben. Weitere 16 Prozent halten ihre Kompetenzen immerhin noch für ausreichend.

Nur 16 Prozent sehen sich ungenügend oder mangelhaft auf das digitale Zeitalter vorbereitet. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Je jünger der landwirtschaftliche Betriebsleiter ist, desto besser wird die eigene Digitalkompetenz eingeschätzt. „Auf dem Bauernhof funktioniert heute ohne Digitalisierung fast nichts mehr. Prozesse und Abläufe werden nicht nur zunehmend digital gesteuert, sondern auch immer stärker integriert und miteinander vernetzt. Umso wichtiger wird die Digitalkompetenz“, wird Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, in einer entsprechenden Mitteilung des Bitkom zitiert. Wegen der vielen Technik im Betrieb seien Landwirte ohnehin bereits in hohem Maße technikaffin. „Landwirte sind in Sachen Digitalisierung schon weiter als mancher Industriebetrieb. Digitalisierung bringt uns vor allem dann weiter, wenn sie nicht nur von der Landtechnik her gedacht, sondern als integraler Teil der Unternehmensführung verstanden und umgesetzt wird.“

Ähnlich wie die eigene schätzen die landwirtschaftlichen Betriebsleiter die Digitalkompetenz ihrer Mitarbeiter, einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen, ein – sofern sie welche haben. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede unter den Altersgruppen. Unter den Mitarbeitern bis 35 Jahre gelten 92 Prozent als mehr oder minder fit und bekommen mindestens die Schulnote befriedigend; bei den Mitarbeitern ab 50 Jahren sind es dagegen nur 37 Prozent. Einem guten Drittel der Gruppe der Älteren (35 Prozent) wird sogar eine mangelhafte oder ungenügende Digitalkompetenz attestiert. „Bitkom: Mehrheit der Landwirte für das digitale Zeitalter gewappnet“ weiterlesen

Das Internet der Dinge kommt – viel zu langsam voran

GE hat im Rahmen seiner Konferenz Minds + Machines eine neue Studie vorgestellt, die die wachsende Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Unternehmensleitung und den Realitäten in den Unternehmen im Bezug auf die digitale Transformation beleuchtet. Die Umfrage unter IT- und Betriebsführungskräften zeigt, dass Unternehmen das industrielle Internet der Dinge (IIoT) als signifikante Gelegenheit für neues Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sehen – aber weitgehend nicht die notwendigen Veränderungen im Unternehmen umsetzen, um von diesen Gelegenheiten zu profitieren.

„Das industrielle Internet hat bereits jetzt einen gewaltigen Einfluss auf Industrieunternehmen jeder Größe. Wir wissen das, weil wir seine Vorteile bei unseren Kunden und bei GE allgemein beobachten können“, kommentiert Bill Ruh, CEO von GE Digital. „Gleichzeitig bildet sich eine deutliche Kluft zwischen den Erwartungen an das IIoT und den Handlungen der Unternehmen. Wir arbeiten daran, diese Kluft gemeinsam mit unseren Kunden zu überbrücken, um die Transformation zu beschleunigen und Unternehmen jeder Größe auf ihren digitalen Reisen zu begleiten.“

Laut der Studie ist der Optimismus zum industriellen Internet unter den führenden Unternehmen der Branche frappierend: 80 Prozent glauben, dass das IIoT ihre Unternehmen und Branchen verändern wird oder könnte. Eine noch größere Anzahl glaubt, dass die digitale industrielle Transformation für ihre Wettbewerbsfähigkeit wichtig ist. Gleichzeitig sagen weniger als 8 Prozent der befragten Führungskräfte, dass die digitale Transformation in ihren Unternehmen verankert ist und 10 Prozent haben noch keine Pläne für die digitale Transformation.

Der GE Digital Industrial Evolution Index

Basierend auf der Studie hat GE den GE Digital Industrial Evolution Index geschaffen, um den tatsächlichen Fortschritt der digitalen Transformation zu überwachen – von den Erwartungen an das IIoT bis hin zur Realität in den Unternehmen. Der erstmalig erschienene Index bewertet den Fortschritt mit 63 von 100 möglichen Punkten und zeigt, dass, obwohl die Erwartungen an das industrielle Internet sehr groß sind (mit 78,3 von 100 Punkten), die Bereitschaft der Unternehmen deutlich hinterher hängt (mit lediglich 55,2 von 100 Punkten). Dieser Unterschied zwischen Erwartung und Bereitschaft ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance für Unternehmen, die vom IIoT profitieren wollen. Weitere Ergebnisse der Studie sind: „Das Internet der Dinge kommt – viel zu langsam voran“ weiterlesen

Geteilte Fahrdaten: Vor Eis, Nebel und dem nächsten Stau sollen alle gewarnt werden

In zwei Kilometern Entfernung drohen auf der Autobahn eine Nebelbank oder Glatteis, hinter der nächsten Kurve beginnt ein Stau – damit Fahrer künftig vor solchen Gefahren gewarnt werden können, müssen Fahrzeuge entsprechende Wetter- und Verkehrsdaten sammeln und untereinander austauschen. Rund 9 von 10 Unternehmen der Automobilbranche (86 Prozent) fordern daher eine gesetzliche Verpflichtung zur Bereitstellung anonymisierter Fahrzeugdaten.

Dabei sagt jedes vierte Unternehmen (25 Prozent), es sollten alle Daten bereitgestellt werden müssen, 61 Prozent plädieren für ausgewählte Daten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern. „Die Daten, die heute schon von Fahrzeugen erfasst werden, können für einen besseren Verkehrsfluss sorgen und so die Umwelt schützen. Sie können aber auch Unfälle verhindern und Leben retten“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in der entsprechenden Pressemitteilung zitiert. „Fahrer können so rechtzeitig gewarnt oder auf eine bessere Strecke geschickt werden. Diese Datenschätze müssen wir besser nutzen.“

Vor allem anonymisierte Wetter- und Staudaten sollen nach Ansicht der großen Mehrheit der Automobilunternehmen (je 98 Prozent), die eine gesetzliche Verpflichtung befürworten, gesammelt werden. 80 Prozent plädieren für die Bereitstellung von Positionsdaten des Fahrzeugs, drei Viertel (76 Prozent) für die Nutzung von Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Bremsvorgänge. 4 von 10 Unternehmen (42 Prozent) halten auch eine Auswertung von Daten über den technischen Zustand des Fahrzeugs auf gesetzlicher Grundlage für sinnvoll. „Geteilte Fahrdaten: Vor Eis, Nebel und dem nächsten Stau sollen alle gewarnt werden“ weiterlesen