Bombardier beschleunigt mit IBM die digitale Fahrt

Für rund 700 Millionen US-Dollar wird Bombardier von IBM Services und Cloud-Leistungen für seine weltweite IT-Infrastruktur beziehen. Bombardier, das seinen Hauptsitz in Montreal hat, ist weltweit führender Hersteller von Flugzeugen und Zügen. Mit dem neuen Vertrag hat das Unternehmen seine langjährige Partnerschaft mit IBM um weitere sechs Jahre erweitert. Die Vereinbarung erstreckt sich auf 47 Länder und ist somit eine der größten Cloud-Partnerschaften Kanadas.

„Wir arbeiten daran, unsere Produktivität zu erhöhen, Kosten zu senken und unsere Ergebnisse zu steigern. Die Initiative zur IT-Transformation hilft uns bei der globalen Integration, um eine optimale IT-Organisation zu schaffen“, sagt Sean Terriah, Chief Information Officer für Aerospace und Corporate Office bei Bombardier. „Mit IBM heben wir unser digitales Servicemodell für Infrastruktur und Betrieb nicht nur auf eine neue Ebene, sondern können uns dadurch auch auf unsere Kernkompetenzen fokussieren.“

Bombardier ist weltweit führender Hersteller von Flugzeugen und Zügen sowie ein internationaler Vorreiter, wenn es um die Mobilität der Zukunft geht. Das Unternehmen engagiert sich für die effiziente, nachhaltige und komfortable Beförderung von Menschen und Gütern. Bombardier hat seinen Hauptsitz in Montreal und konnte 2016 einen Umsatz von mehr als 16 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. „Bombardier beschleunigt mit IBM die digitale Fahrt“ weiterlesen

Bonner Unternehmen stellt Weichen für die Digitalisierung des Schienengüterverkehrs

Das Bonner Unternehmen RailWatch hat innerhalb einer Woche drei Preise für sein Monitoring-System für Güterwagen erhalten. Das Konzept des jungen Unternehmens überzeugte nicht nur Fachjury und Öffentlichkeit bei der RailTech-Fachmesse Ende März in Utrecht (RailTech Public Innovation Award und Rolling Stock Innovation Award); auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und die hochkarätig besetzte Jury beim ersten BMVI Startup Pitch vergaben einen der drei mit 10.000 Euro dotierten Preise an die Eisenbahninnovatoren von RailWatch.

Aktiv statt reaktiv: Durch Digitalisierung zu mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit

Bahnverkehr 4.0 heißt das erklärte Ziel von RailWatch. Das Unternehmen hat ein ganzheitliches Monitoringsystem für den Schienengüterverkehr entwickelt, das erstmalig eine aktive Steuerung der Wartungs- und Instandhaltungsplanung ermöglicht. Das System arbeitet mit eigens entwickelten Multimessstationen. Verschiedene Sensoren erfassen in der Vorbeifahrt automatisch den technischen Zustand der Güterwagen und Loks, und zwar Rad-genau. Gemessen werden beispielsweise der Zustand der Räder und Bremsen. Es werden Unwuchten und Flachstellen erkannt und registriert, ob die Achslager in Ordnung sind. Eine Software analysiert die gewonnenen Daten und ermittelt aus den Werten den Instandhaltungsbedarf der Komponenten und den optimalen Wartungszeitpunkt für jedes einzelne erfasste Fahrzeug.

Damit lassen sich Instandhaltungs-Maßnahmen und Wartungszeitpunkte von Schienenfahrzeugen erstmals punktgenau und effizient planen. Bislang erfolgt dies nach Laufzeit und Streckenkilometern, unabhängig vom tatsächlichen Verschleiß. Das ist häufig ineffizient, verursacht hohe Kosten und führt zu unplanmäßigen Ausfällen. RailWatch ermöglicht nun eine bedarfsgerechte Instandhaltung. Das erhöht die Betriebssicherheit im Schienennetz, senkt Kosten und verbessert die Verfügbarkeit und Auslastung von Fahrzeugen und Trassen. „Bonner Unternehmen stellt Weichen für die Digitalisierung des Schienengüterverkehrs“ weiterlesen

Digitalisierung an Flughäfen bietet nicht nur Chancen für die Betreiber

Die Digitalisierung eröffnet internationalen Flughafenbetreibern viele neue Geschäftschancen, bringt jedoch auch einige Risiken mit sich. Denn durch neue Marktteilnehmer und innovative Angebote drohen den Flughäfen auch deutliche Umsatzverluste – voraussichtlich zwischen 2,5 und 5 Milliarden Dollar in den kommenden 5 Jahren, sollten Flughafenbetreiber nicht entsprechend handeln. Dies entspricht einem Anteil von 3 bis 6 Prozent des operativen Betriebsergebnisses, so die aktuelle Roland Berger-Studie „Rise to the Challenge“ über Chancen und Risiken der Digitalisierung für Flughäfen.

„Neue Angebote wie Parkplatzbuchung, Car Sharing oder die Möglichkeit, den Transport von weiter entfernten Parkplätzen zum Terminal online zu buchen, schaffen sicherlich neue Erlösquellen“, erklärt Martin Streichfuss, Partner von Roland Berger. „Doch es ist keineswegs sicher, dass die entsprechenden Erlöse auch bei den Flughäfen landen. Denn weitere Marktakteure könnten von der Digitalisierung profitieren.“

Wettbewerb durch Drittanbieter nimmt zu

Digitale Technologien ermöglichen heute schnellere und effizientere Prozesse in den Flughäfen: vom Check-in über den Sicherheitscheck bis hin zur Gepäckaufgabe. Dadurch verbessert die Digitalisierung vieler Prozesse den Reisekomfort und spart Zeit. Andererseits führt die Digitalisierung zu Einnahmeausfällen: „Verbringen Passagiere künftig deutlich weniger Zeit am Flughafen, so haben sie auch weniger Gelegenheit, die dort angebotenen Waren zu kaufen oder Dienstleistungen zu nutzen“, sagt Roland Berger-Experte Kai-Marcus Peschl. „Digitalisierung an Flughäfen bietet nicht nur Chancen für die Betreiber“ weiterlesen

Weniger Druck: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung seltener digital überfordert

Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung spüren einen geringeren digitalen Druck am Arbeitsplatz als Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. 15 Prozent fühlen sich nach eigener Einschätzung durch den digitalen Wandel überfordert. Zum Vergleich: In der Automobilindustrie sind es 47 Prozent, bei Finanzdienstleistern 21 Prozent. Der Grund: Der Übergang in ein digitales Arbeiten ist in öffentlichen Einrichtungen weniger drastisch als in Unternehmen. Zu den Ergebnissen kommt die Studie „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ von Sopra Steria Consulting.

Die Arbeitnehmer von öffentlichen Arbeitgebern profitieren derzeit vom geringeren Wettbewerbsdruck im Vergleich zur privaten Wirtschaft. Dort sagen rund 70 Prozent der Führungskräfte, ihr Unternehmen müsse digital nachziehen, weil andere Anbieter bereits weiter sind. Digitalen Wettbewerb gibt es zwischen einzelnen Verwaltungen zwar auch, allerdings deutlich weniger stark ausgeprägt. „Bund, Länder und Kommunen sind, wie die Unternehmen, gezwungen, Leistungen und interne Prozesse zu digitalisieren. Der Umbruch passiert allerdings weniger radikal. Während Unternehmen häufig schnell flächendeckende Maßnahmen durchführen müssen, werden 90 Prozent der E-Government-Vorhaben erst in kleinen Projekten erprobt. Das kommt zwangsläufig auch den Mitarbeitern zu Gute, die in neue Technologien und Arbeitsweisen hineinwachsen können“, sagt Thomas Walsch, Experte Digitale Transformation von Sopra Steria Consulting.

Darüber hinaus läuft der Digitalisierungsprozess der öffentlichen Hand häufig gesteuerter ab als in Unternehmen. 71 Prozent der Verwaltungsmitarbeiter geben an, dass sie beispielsweise bei der Einführung digitaler Prozesse einen klaren Rahmen bekommen, welche Tools genutzt werden sollen. In der Privatwirtschaft herrscht dagegen mehr Wahlfreiheit. Im Durchschnitt können mehr als 40 Prozent der Befragten selbst entscheiden, inwieweit sie digitale Technologien in ihre Arbeit integrieren, so die Studie. „Weniger Druck: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung seltener digital überfordert“ weiterlesen

Wie digital ist Deutschland? Der Deutschland-Index der Digitalisierung 2017 vergleicht die Regionen

Wo gibt es das beste Mobilfunknetz? Wo sind digitale Wirtschaft und Forschung am stärksten? Wie unterscheiden sich Hessen und Hamburger beim Online-Shopping? Und wussten Sie, dass manch kleine Kommune digital durchaus mit den Großstädten mithalten kann? Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT beantwortet in seinem Deutschland-Index der Digitalisierung 2017 Fragen wie diese. Die Studie bietet damit eine regionale Perspektive auf die globale Digitalisierung. Sie wird vom 20. bis 24. März 2017 auf der CeBIT am Gemeinschaftsstand des Bundesinnenministeriums (BMI) im Public Sector Parc (Halle 7 Stand A58) präsentiert und ist schon jetzt online einsehbar.

Mit dem Deutschland-Index der Digitalisierung 2017 veröffentlicht das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut FOKUS ein Gesamtbild der Digitalisierung in Deutschland. Anhand von rund 90 Indikatoren, wie der Mobilfunkabdeckung, Patentanmeldungen oder den elektronischen Behördenkontakten, wird die Digitalisierung auf Länderebene dargestellt. Dafür haben die Wissenschaftler fünf Kategorien betrachtet: digitale Infrastruktur und Versorgung, Nutzung digitaler Angebote und Technologien im Alltag, Wirtschaft und Forschung, digitale Verwaltung und digitale Bildung. Neben frei zugänglichen Statistiken wurden auch über 300 kommunale Webportale untersucht. Die Auswahl erfolgte in Stichproben, wobei die Verteilung auf die Bundesländer nach Bevölkerung und Kommunenanzahl gewichtet wurde, um ein repräsentatives Bild zu erreichen.

Im Gesamtranking schneiden vor allem die Stadtstaaten sowie die großen Bundesländer stark ab, die ostdeutschen Flächenländern hingegen schwächer. Vergleicht man die Länder im Detail, lässt sich jedoch ein differenzierteres Bild erkennen: „Wie digital ist Deutschland? Der Deutschland-Index der Digitalisierung 2017 vergleicht die Regionen“ weiterlesen

IdeenExpo 2017: Volkswagen und Autostadt machen Digitalisierung, Industrie 4.0 und Mobilität der Zukunft anschaulich

Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Autostadt in Wolfsburg gestalten gemeinsam die IdeenExpo 2017 (10. bis 18. Juni) mit mehr als 65 Exponaten, Mitmach-Stationen und Workshops mit. „Bei Volkswagen und der Autostadt steht das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt. Das machen wir bei der IdeenExpo mit vielen Facetten anschaulich“, sagte Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der AutoUni von Volkswagen, heute bei der Auftaktpressekonferenz mit dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil in Hannover. Der Geschäftsführer der Autostadt, Otto F. Wachs, erklärte dazu: „Die IdeenExpo-Besucher erfahren spielerisch, wie die Digitalisierung die Zukunft prägt. Volkswagen und die Autostadt präsentieren die Automobilfabrik der Zukunft, neue Fahrerassistenzsysteme, innovative Mobilitätskonzepte und voll vernetzte Elektroautos.“

„Die Highlights 2017 von Volkswagen sind das IT-Camp KIDScraft und das Update unseres Mitmach-Experiments ‚Automobilbau live!‘“, sagte Leohold. „Vieles ist neu, das Volkswagen Konzept ‚Anfassen, Erleben, Mitmachen‘ bleibt. Besucher der IdeenExpo sind also wieder eingeladen, mit zu experimentieren und mit zu bauen.“

Volkswagen Highlights

KIDScraft ist ein von Volkswagen entwickeltes IT-Camp, das Schülerinnen und Schüler früh an digitale Technologien heranführt und auch damit verwandte Berufsbilder vorstellt. Kinder und Jugendliche können hier zu Forschern und Entdeckern werden. Bei KIDScraft setzen sie sich spielerisch mit den Themen Technik, IT, Elektronik sowie Programmieren und Robotik auseinander. Bei der Neuauflage von „Automobilbau live!“ werden Besucher an den neun IdeenExpo-Tagen gemeinsam mit Auszubildenden und Experten von Volkswagen ein Auto komplett zusammenbauen. Dieses Jahr ist es ein e-Golf1. „IdeenExpo 2017: Volkswagen und Autostadt machen Digitalisierung, Industrie 4.0 und Mobilität der Zukunft anschaulich“ weiterlesen

Evonik gründet Tochterunternehmen für Digitalisierung

Evonik geht mit einer neuen Tochtergesellschaft die digitale Zukunft an: In der Evonik Digital GmbH bringt der Konzern dazu ein Team aus rund 20 Experten zusammen. Unter dem Dach von Evonik entwickelt nun ein eigenes Unternehmen neue digitale Geschäftsmodelle und baut gezielt digitale Kompetenzen auf. Christian Kullmann, als stellvertretender Vorstandsvorsitzender für die Digitalisierungsstrategie zuständig, betont: „Die Digitalisierung bringt nicht nur neue Technologien mit sich. Sie schafft auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der Produktion. Es entstehen neue Geschäftsmodelle und Vertriebsmöglichkeiten. Evonik übernimmt hier in der chemischen Industrie eine Vorreiterrolle.“

In der neu geschaffenen Funktion des Chief Digital Officers (CDO) koordiniert Henrik Hahn nun die Digitalisierungsaktivitäten für den Konzern. Damit schafft sich das Spezialchemie-Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle für den fachlichen Dialog, für Fragen zur Strategie sowie zu konzernweiten digitalen Innovationen. Hahn ist zudem Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Digital GmbH.

Das Expertenteam der Evonik Digital GmbH soll schnell, flexibel und mit viel Freiraum auch an der Umsetzung ungewöhnlicher Ideen arbeiten. Die Fachleute entwickeln digitale Konzepte und Lösungen und bringen sie nach erfolgreicher Prüfung auch im Konzern auf den Weg. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit namhaften Technologieunternehmen und aussichtsreichen Start-ups. „Evonik gründet Tochterunternehmen für Digitalisierung“ weiterlesen

Studie: Jeder vierte Digital Native fühlt sich digital überfordert

Die junge Generation ist beruflich weniger auf die Digitalisierung vorbereitet als vermutet. Mehr als jeder Vierte der unter 30-Jährigen (27 Prozent) fühlt sich von der Geschwindigkeit des digitalen Wandels überfordert. Jeder Dritte arbeitet durch die Zunahme an digitalen Hilfsmitteln weniger konzentriert und effektiv. Zum Vergleich: Die Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen geht mit dem digitalen Wandel deutlich gelassener um. Halb so viele (14 Prozent) lassen sich durch die digitale Tool-Vielfalt häufig ablenken. 13 Prozent spüren eine gewisse Form digitaler Überforderung im Arbeitsalltag. Zu den Ergebnissen kommt die Studie „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ von Sopra Steria Consulting.

Die Analyse der Ergebnisse zeigt, dass junge Menschen zwar affiner für digitale Hilfsmittel sind und selbstverständlicher mit der Technologie umgehen. Dieser technologische Vorsprung reicht allerdings häufig nicht, um zwangsläufig effektiver in einer digitalen Geschäftswelt zu arbeiten. „Der Abbau medialer Hürden ist zwar gut für das Geschäft und sollte Ziel jedes Unternehmens in der digitalen Transformation sein“, sagt Matthias Frerichs, Senior Manager Digital Banking bei Sopra Steria Consulting. „Die Kehrseite ist, dass die wegfallenden künstlichen Hürden die Konzentration bei der Arbeit deutlich erschweren. Hier sind zusätzliche Kompetenzen gefragt, um trotz Informationsflut Ergebnisse zu produzieren“, so Frerichs.

Vielen so genannten Digital Natives fehlen diese Kompetenzen, so die Studie. Ihnen fällt es hier schwerer als den Digital Immigrants sich auf eine Aufgabe zu fokussieren, wenn viele Informationen über mehrere Kanäle gleichzeitig verarbeitet werden müssen. Die Folge ist häufig der Tritt auf die digitale Bremse: Mehr als jeder zweite unter 30-Jährige (52 Prozent) nutzt eigenen Angaben zu Folge trotz digitalisiertem Arbeitsablauf lieber Dokumente aus Papier oder greift zum Telefonhörer statt zu skypen. Bei den 40- bis 50-Jährigen sind es nur 43 Prozent. „Studie: Jeder vierte Digital Native fühlt sich digital überfordert“ weiterlesen

Wie die Digitalisierung unsere Arbeitsplätze auf den Kopf stellt

Eine Welt, in der die Massenproduktion der Vergangenheit angehört, in der Krankheiten im eigene Zuhause vorgebeugt werden, in der Besprechungen mittels Hologrammen stattfinden – laut neuen Forschungsergebnissen von Epson ist diese Welt kein ferner Wunschtraum mehr. Mehr als die Hälfte (57 %) der europäischen Arbeitskräfte in allen Branchen (darunter im Gesundheitswesen, Bildungsbereich, Einzelhandel und in der Produktion) geht davon aus, dass die herkömmlichen industriellen und organisatorischen Modelle durch technologische Fortschritte in Frage gestellt werden, und 6 % sind der Meinung, dass ihr Arbeitsplatz nicht mehr in der derzeitigen Form vorhanden sein wird. (Auf Basis der derzeitigen Modelle bedeutet dies einen Beschäftigungsrückgang auf 64 % und damit auf einen niedrigeren Stand als in 2005 ). Trotz dieser Befürchtungen blicken 72 % positiv in die Zukunft angesichts der technologischen Möglichkeiten für ihre Arbeitsplätze und 65 % der Befragten erklärten sich bereit, zur Umstellung auf neue Funktionen Schulungsmaßnahmen in Kauf zu nehmen.

Dieser Optimismus verliert jedoch seine Basis, falls nicht auch ihre Arbeitgeber bereit sind, die Möglichkeiten, die neue Technologien bieten auf maximale Weise zu nutzen. Nur 14 % der Befragten sind davon überzeugt, dass sich ihr Arbeitgeber „hervorragend“ darum bemüht, die technologischen Fortschritte zu verfolgen, und weniger als ein Drittel (28 %) glaubt, dass ihr Arbeitgeber neue Technologien ausgesprochen gut umsetzt. Ungeklärt bleibt also die Frage, wer letzten Endes als treibende Kraft für die Implementierung und Verwendung neuer Technologien zuständig ist.

Diese neuartige Forschungsstudie, bei der die Akzeptanz der Prognosen von 17 weltweit ansässigen Branchenexperten unter mehr als 7.000 leitenden Angestellten und anderen Mitarbeitern von Unternehmen in den fünf größten Wirtschaftsbereichen Europas getestet wurde, lässt erkennen, dass Arbeitnehmer, Arbeitgeber und politische Entscheidungsträger vor schwierigen Entscheidungen hinsichtlich der Umsetzung technologischer Neuerungen stehen. Die bevorstehenden Entscheidungen, die sich auf die Berufschancen einzelner Arbeitnehmer, die unternehmerischen Leistungen und die internationale Konkurrenzfähigkeit auswirken, lösen gemischte Gefühle hinsichtlich der möglichen Vorteile (und der vermeintlichen Bedrohungen) aus, die technologische Neuerungen für einzelne Branchen und Wirtschaftsbereiche bringen können. „Wie die Digitalisierung unsere Arbeitsplätze auf den Kopf stellt“ weiterlesen

Deutsche Versorger rüsten sich für die Arbeitswelt von morgen

Nach Jahren der Anpassung an massive Marktveränderungen – vor allem infolge der Energiewende – stellen deutsche Versorger jetzt die Weichen für den digitalen Wandel. Im Zuge der Konvergenz von Strom- und Datennetzen entstehen dabei gänzlich neue Geschäftsmodelle, die ihrerseits neue Berufsbilder und Arbeitsweisen nach sich ziehen. Laut einer aktuellen Umfrage von Sopra Steria Consulting fühlt sich die Versorgerbranche weitaus besser für die künftige Arbeitswelt gerüstet als andere Wirtschaftszweige. Allerdings wird diese Selbsteinschätzung nur dann zur Realität, wenn in den neuen Jobprofilen profunde Digital Skills mit konsequenter Kundenorientierung fusionieren.

Smart Grids und intelligente Stromzähler bieten Energieversorgern neue Chancen, sich mit kundenindividuellen Mehrwertdiensten im Wettbewerb zu profilieren. Andererseits aber führt die fortschreitende Digitalisierung der Versorgungsinfrastrukturen zu einem stetig steigenden Datenaufkommen – das nicht nur effizient gespeichert und verarbeitet werden muss, sondern auch zur Basis für innovative Geschäftsmodelle wird. Vier von zehn Versorgungsunternehmen sehen deshalb in der permanent wachsenden Informationsmenge eine der größten Herausforderungen für die nächsten drei Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage für den Managementkompass „Arbeitswelt der Zukunft“ von Sopra Steria Consulting.

Dass datengetriebene Geschäftsmodelle unternehmensintern nur mit digitalisierten Arbeitsabläufen möglich sind – darüber herrscht in der deutschen Energie- und Wasserswirtschaft weitgehend Einigkeit. Dabei zeigten sich die befragten Versorgungsunternehmen ungewöhnlich optimistisch in Bezug auf den eigenen Reifegrad für die Arbeitswelt von morgen: Im Durchschnitt gaben sie sich selbst die Note 1,8 – die Bestnote aller in der Studie betrachteten Branchen. „Im Strommarkt stehen künftig nicht mehr Zähler, sondern primär die Bedürfnisse der Kunden im Vordergrund – was selbstverständlich nicht ohne Einfluss auf das Tätigkeitsprofil vieler Mitarbeiter bleibt“, kommentiert Sascha Krauskopf, Senior Manager Utilities bei Sopra Steria Consulting. Und weiter: „Personalisierte Geschäftsmodelle etwa zur dezentralen Stromeinspeisung aus einer Photovoltaikanlage auf dem Eigenheimdach oder auch Energieeffizienzlösungen auf Basis integrierter Smart-Home-Technologien setzten nicht nur einschlägige Digital Skills und Kommunikationskompetenzen voraus, sondern auch eine hochflexible Arbeitsorganisation.“ „Deutsche Versorger rüsten sich für die Arbeitswelt von morgen“ weiterlesen

BCG: Digitalisierung treibt tiefgreifenden Umbruch von Dienstleistungsanbietern voran

Nach der Produktion setzt nun auch im Bereich Service ein tiefgreifender Wandel der Arbeitswelt durch Digitalisierung ein. 60 Prozent der heutigen Servicejobs in deutschen Unternehmen werden sich durch Digitalisierung und Automatisierung massiv verändern. Rund 15 Prozent aller Aufgaben drohen innerhalb der nächsten zehn Jahre sogar ganz zu verschwinden. Das zeigt die neue Analyse Tapping into the Transformative Power of Service 4.0 der Boston Consulting Group (BCG). Der Umbruch betrifft vor allem Banken, Energieversorger, Versicherer sowie Telekommunikationsanbieter. „Disruptive Technologien wie Software-Roboter und virtuelle Agenten sind längst da. Jetzt müssen die Serviceanbieter ihre IT-Infrastrukturen darauf ausrichten, aber auch ihre Mitarbeiterstruktur an veränderte Bedürfnisse anpassen“, sagt Olaf Rehse, Senior Partner und Experte für Serviceexzellenz bei BCG.

Vertragskündigungen durch Big Data besser vorhersagbar

Noch liegt die Serviceindustrie bei der Digitalisierung deutlich hinter dem produzierenden Gewerbe zurück: „Der aktuelle Aufbruch der Serviceunternehmen ist in etwa vergleichbar mit der dritten industriellen Revolution Anfang der 70er Jahre“, beobachtet Rehse. Serviceunternehmen könnten bis zu 40 Prozent Kosten einsparen, wenn sie ihr gesamtes Digitalisierungspotenzial ausschöpfen. Große Sprünge machen sie derzeit etwa im Bereich Big Data Analytics: Durch die Auswertung sozialer Daten lässt sich zum Beispiel die Kündigung eines Telefonvertrags anderthalb Mal so gut vorhersagen wie ohne Analytics. Cognitive Computing ermöglicht die Simulation von Kundenentscheidungen und hilft virtuellen Serviceagenten, so natürlich wie möglich mit Kunden zu interagieren. Diese Erkenntnisse haben die BCG-Experten aus Berechnungen im Rahmen weltweiter Beratungsprojekte und durch Interviews mit führenden Unternehmen aus verschiedenen Serviceindustrien gewonnen. „BCG: Digitalisierung treibt tiefgreifenden Umbruch von Dienstleistungsanbietern voran“ weiterlesen

Volkswagen Konzern IT setzt bei Digitalisierung auf neue Recruiting- und Arbeitsmethoden

Die Volkswagen Konzern IT geht neue Wege in der Personalgewinnung und bei der Zusammenarbeit. Beides wird noch individueller auf die Dynamik in der Software-Branche zugeschnitten. Die Konzern IT orientiert sich dabei an Recruiting-Verfahren und der Projektarbeit von Start-Ups im Silicon Valley. Eine dieser neuen Formen der Zusammenarbeit ist das Pair Programming („Pairing“), das bereits im Berliner Digital Lab der Volkswagen Konzern IT zum Einsatz kommt.

Dr. Martin Hofmann, CIO des Volkswagen Konzerns, sagt: „Der digitale Wandel bietet uns die Chance, Arbeitsabläufe und Prozesse in der IT noch schneller und effizienter zu gestalten. Wir etablieren deshalb Formen der Zusammenarbeit, die noch mehr Agilität und Kreativität fördern. Pair Programming führt das hervorragend zusammen.“

Beim Pair Programming arbeiten Software-Entwickler, -Designer, und -Architekten von Volkswagen konsequent in Zweier-Teams an denselben Inhalten des Projekts. Dieses fördert die Kreativität und steigert die Qualität, zudem sind beide über aktuellen Fortschritt, Lösungswege und offene Fragen im Projekt informiert. Diese Teilung von Wissen beschleunigt die Entwicklung des Projekts und ermöglicht schnellere Anpassungen, wenn sich Kundenwünsche kurzfristig ändern. Im Berliner Digital Lab beispielsweise arbeitet Volkswagen dazu eng mit dem US-Softwarespezialisten Pivotal zusammen. „Volkswagen Konzern IT setzt bei Digitalisierung auf neue Recruiting- und Arbeitsmethoden“ weiterlesen

Diakonie – digital und anspruchsvoll

Wie der gesellschaftliche Wandel und die Digitalisierung die Diakonie und die gesamte Sozialwirtschaft verändern – und neue Wettbewerber auf den Plan rufen

Die Götter in Weiß sind keine mehr: Ärzte, aber auch Pflegekräfte und Verwaltungen, können von Lob und Wut ihrer Patienten nun viel unmittelbarer und vor allem transparenter getroffen werden: Das Internet mit Bewertungsplattformen wie jamada.de oder topmedic.de macht es möglich. Auf der Suche nach der bestmöglichen medizinischen Versorgung liest fast jeder zweite Internetnutzer (45 Prozent) zumindest hin und wieder Online-Bewertungen zu Ärzten, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Reha-Kliniken oder anderen medizinischen Einrichtungen.

Das ist aber nur ein erstes, noch sehr oberflächliches Indiz für die Veränderungen, die auf alle Anbieter im Gesundheitsmarkt zukommen, sei es in der medizinischen Betreuung oder in der Pflege: Menschen leben immer seltener in Familien zusammen, arbeiten mal hier mal dort, gesellschaftliche Bindungen zerfallen. Engagement in Kirchen und Vereinen fällt vielen schwer. Was zählt, ist stets nur das nächste, zumeist berufliche Projekt.

Menschen, Pflege, Digitalisierung: In welche Beziehung treten diese Themen in der Gesundheitswirtschaft? Foto: privat
Menschen, Pflege, Digitalisierung: In welche Beziehung treten diese Themen in der Gesundheitswirtschaft? Foto: privat

Auf der anderen Seite werden die Menschen älter. Aber Zeit für die Pflege von Familienangehörigen steht nicht mehr in dem Ausmaß zur Verfügung wie früher. Und die Ansprüche an die Leistungen, die von Dritten gegen Geld abgerufen werden, wachsen – zumal die Menschen immer älter und zugleich selbstbewusster werden, eben weil sie besser informiert sind.

Im Rahmen dieser Spannungsfelder verändern sich die ökonomischen Rahmenbedingungen – auch für diakonische Einrichtungen und Träger. Der Markt wächst, und neue Anforderungen für die Diakonie kommen hinzu, Chancen für völlig neue Anbieter entstehen: Die Berater von Roland Berger rechnen damit, dass sich das Volumen des Weltmarkts für Gesundheitsdienstleitungen durch die Auswirkungen der Digitalisierung von knapp 80 Milliarden Dollar im Jahr 2015 auf mehr als 200 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2020 gut verdoppeln wird. Das entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von jährlich 21 Prozent. Das klingt gut, muss aber für die traditionellen Anbieter kein automatischer Segen sein. „Diakonie – digital und anspruchsvoll“ weiterlesen

Trotz bislang unergiebiger Ertragslage: Die meisten Banken wollen verstärkt in die Digitalisierung ihres Vertriebs investieren

In der deutschen und österreichischen Kreditbranche rangiert das Thema Digitalisierung derzeit unter den Top 3 der dringlichsten Herausforderungen für die nächsten zwei Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage für den Branchenkompass Banking 2016 von Sopra Steria Consulting. Fast ebenso hoch stufen die befragten Institute den anhaltenden Kostendruck ein – was angesichts der erforderlichen Investitionen für neue digitale Technologien nur scheinbar ein Widerspruch ist: Zwar tragen bislang nur wenige digitale Angebote direkt zur Ertragssteigerung bei, doch können Banken nur durch konsequente Digitalisierung ihre Kosten dauerhaft senken und zugleich die veränderten Erwartungen der heutigen Kunden erfüllen.

In einem sind sich deutsche und österreichische Finanzinstitute einig: Wer jetzt nicht auf den Zug in Richtung digitaler Angebote aufspringt, der verpasst den Anschluss an die technologische Entwicklung und fällt im Wettbewerb zurück. 82 Prozent der für den Branchenkompass Banking 2016 von Sopra Steria Consulting befragten Geldhäuser wollen deshalb bis 2019 verstärkt in Internetbanking und 74 Prozent in neue Mobile-Banking-Dienste investieren. Das sind 14 beziehungsweise neun Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Demgegenüber verliert der Filialbetrieb signifikant an Bedeutung: Nur noch 31 Prozent der Studienteilnehmer planen in den kommenden zwei Jahren nennenswerte Investitionen für diesen quasi-analogen Vertriebskanal – ein Rückgang um sechs Prozentpunkte gegenüber dem letzten Branchenkompass aus dem Jahr 2014. „Trotz bislang unergiebiger Ertragslage: Die meisten Banken wollen verstärkt in die Digitalisierung ihres Vertriebs investieren“ weiterlesen

Volkswagen stellt seine Arbeitswelt auf Digitalisierung ein

Auf einer Tagung zum Thema „Moderne Arbeitswelten“ an der AutoUni Wolfsburg haben rund 200 Experten des Konzerns und seiner Marken analysiert, wie sich die Digitalisierung auf die Arbeitswelt in Fabrik und Büro auswirkt. Volkswagen bereitet das Unternehmen, seine Beschäftigten und die Arbeitsplätze auf diesen Wandel vor. Gegenstand der Konferenz waren neue Formen von Qualifizierung, Zusammenarbeit und Führung, um die Veränderungen optimal zu gestalten.

Der Personalvorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft, Dr. Karlheinz Blessing, kündigte an: „Bei Volkswagen laufen schon heute gute Initiativen, mit denen wir unsere Beschäftigten auf die Digitalisierung vorbereiten. In Kürze zünden wir eine neue Stufe. Wir werden unsere Beschäftigten mit einer großen Qualifizierungsoffensive für neue Aufgaben fit machen. Denn die Digitalisierung wird das Arbeitsumfeld jedes Einzelnen verändern.“ Die von Blessing skizzierten Veränderungen sollen sich auch in der technischen Ausstattung wie Smartphones, Apps und Smartphone-Nutzungsmöglichkeiten fortsetzen. Blessing: „Volkswagen wird innovativer, moderner und offener als je zuvor. Das beginnt bei der Büroraum-Gestaltung wie in der neuen Wolfsburger IT-City, es setzt sich fort bei den Formen der Zusammenarbeit und umfasst auch die technische Ausstattung.“ „Volkswagen stellt seine Arbeitswelt auf Digitalisierung ein“ weiterlesen

Rasante Digitalisierung im Stall und auf dem Acker

Auf dem Acker arbeiten Landmaschinen GPS-gestützt und sensorgesteuert. So kann der Landwirt die Entwicklung und die Nährstoffversorgung von Pflanzen punktgenau beobachten und steuern. Im Stall misst währenddessen die Technik die Gesundheits- und Leistungsdaten jedes einzelnen Tiers und ermöglicht so eine individuelle Betreuung: Die Landwirtschaft entwickelt sich rasant zu einer digitalisierten Branche. Schon heute nutzt mehr als jeder Zweite in der Branche (53 Prozent) digitale Lösungen.

Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unterstützt vom Deutschen Bauernverband (DBV) unter 521 Landwirten und Lohnunternehmern. Lohnunternehmer arbeiten als Dienstleister für Landwirte. „Die Digitalisierung der Arbeit auf dem Acker und im Stall bedeutet einen enormen Fortschritt für die landwirtschaftliche Praxis, den Umweltschutz und das Tierwohl. Die Landwirte erkennen diese Chance und investieren nachhaltig, um diese Entwicklung voranzutreiben. Die Politik auf EU-, Bundes- und Landesebene ist nun gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um dieses Potenzial weiter auszuschöpfen“, erklären dazu Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder und DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. „Rasante Digitalisierung im Stall und auf dem Acker“ weiterlesen