VDE|DKE und DIN bringen neue Normungs-Roadmap IT-Sicherheit heraus

Die Informations- und Kommunikationstechnik durchdringt und vernetzt in rasantem Tempo immer mehr Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft – von Smart Grid über IKT für E-Mobility bis zu Industrie 4.0. Dadurch stellen sich neue Herausforderungen an die IT-Sicherheit. Um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen, hat die VDE|DKE Kontaktstelle Informationssicherheit (KSI) und die Koordinierungsstelle IT-Sicherheit im DIN (KITS) eine neue Version der Normungs-Roadmap IT-Sicherheit herausgebracht. Im Fokus stehen Datenschutz, Smart Grid, Industrie 4.0, Medizintechnik, Elektromobilität, Smart Home, Active Assisted Living und Smart Cities. Dabei hat die Normungs-Roadmap aktuelle Entwicklungen in Europa im Visier. Thematisiert werden zum Beispiel die europäischen Aktivitäten im Bereich Cybersecurity-Normung, insbesondere die Empfehlungen der Cybersecurity Coordination Group (CSCG) sowie die Anforderungen des geplanten deutschen IT-Sicherheitsgesetzes an die IT-Sicherheit der kritischen Infrastrukturen in den Branchen Ernährung, Energie, Finanz- und Versicherungswesen, Gesundheit, Informationstechnik und Telekommunikation, Medien und Kultur, Transport und Verkehr sowie Wasser.

Die Roadmap zeigt, dass zwar viele Bereiche für sich genommen normungstechnisch gut abgedeckt sind, der Anteil an gemeinsam genutzten Standards aber relativ gering ist. „Eine wichtige Zukunftsaufgabe besteht darin, die Wirkmechanismen von unterschiedlichen Systemarchitekturen genauer zu untersuchen sowie den Aspekt IT-Sicherheit und Vertreter aus den verschiedenen Bereichen frühzeitig in die Normung neuer Themengebiete einzubinden. Damit vermeiden wir Doppelarbeiten und Inkompatibilitäten und nutzen Synergien effizient“, verspricht Bernhard Thies, Sprecher der VDE|DKE-Geschäftsführung. Da die IT-Sicherheit eine prozesshafte Betrachtung erfordert, wird die Roadmap stetig fortgeschrieben, erweitert und adaptiert.

Die Deutsche Normungs-Roadmap IT-Sicherheit Version 2 steht im InfoCenter unter www.vde.com als Download zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.vde.com und www.dke.de.

Die vom VDE getragene DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE erarbeitet Normen und Sicherheitsbestimmungen für die Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Sie vertritt die deutschen Interessen im Europäischen Komitee für Elektrotechnische Normung (CENELEC) und in der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Rund 3.500 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erarbeiten das VDE-Vorschriftenwerk in der DKE. Die VDE-Bestimmungen basieren heute größtenteils auf Europäischen Normen, die zu etwa 80 Prozent das Ergebnis der internationalen Normungsarbeit der IEC sind.

DIN ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Aufgabe von DIN ist es, zum Nutzen der Allgemeinheit unter Wahrung des öffentlichen Interesses in geordneten und transparenten Verfahren die Normung und Standardisierung anzuregen, zu organisieren, zu steuern und zu moderieren. Die Arbeitsergebnisse dienen der Innovation, Sicherheit und Verständigung in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit sowie der Qualitätssicherung und Rationalisierung und dem Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz. DIN richtet sich an den Bedürfnissen des Marktes aus und erbringt einen hohen betriebs- und volkswirtschaftlichen Nutzen, der mit rund 17 Mrd. Euro pro Jahr ermittelt wurde. DIN ist seit 1975 kraft Vertrags mit der Bundesrepublik Deutschland als nationale Normungsorganisation anerkannt.

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