Fertigungsindustrie steht vor neuer Ära

Aufsehenerregende Innovationen haben das Jahr 2017 geprägt. Sie reichen von autonomen Taxidrohnen bis hin zu Maschinen zur personalisierten DNA-Dekodierung. Ermöglicht werden sie durch eine neue Welle von Megatrends. Die Innovationen sind Indikatoren für die Entstehung neuer Produkt- und Servicemärkte. Experten der Strategieberatung Oliver Wyman haben errechnet, dass diese bereits 2025 Umsätze von mehr als einer Billion US-Dollar erreichen werden. Gerade Industrieunternehmen bieten die neuen Märkte gewaltige Chancen, wie der jetzt veröffentlichte Branchenreport „Perspectives on Manufacturing Industries“ von Oliver Wyman zeigt.

Die Wachstumsmärkte entstehen in den unterschiedlichsten Segmenten der Wirtschaft. Allgegenwärtige Beispiele sind die erneuerbaren Energien, alternative Mobilitätsdienste, autonome Fahrzeuge, Industrie- und Haushaltsroboter sowie das Internet der Dinge. Hinzu kommen aber auch Themen wie maschinelle DNA-Sequenzierung, Gewebezüchtung, kommerzielle Drohnen und künstliche Intelligenz (KI) in Unternehmen. 2025 werden die neuen Produkt- und Servicemärkte Oliver Wyman-Berechnungen zufolge mehr als eine Billion US-Dollar wert sein.

Ähnlich, aber anders

Ähnliche Innovationsschübe, ausgelöst durch Megatrends, gab es schon in der Vergangenheit, sie finden in Zyklen statt. 1910 führten Elektrizität, Öl, Chemie und Automobil zur Massenproduktion und zur modernen Stadt. 1960 läuteten Computer, Automatisierung, Telekommunikation und Flugreisen das Zeitalter der Globalisierung und der „schlanken“ Industrieproduktion ein. Und jetzt sind es Künstliche Intelligenz, Sharing Economy und Vernetzung, die die Tür zu einer neuen Ära aufstoßen. Der entscheidende Unterschied zwischen einst und heute: Damals betrug der Zeithorizont für eine Innovationswelle 50 bis 60 Jahre, heute sind es nur noch 10 bis 20 Jahre. „Fertigungsindustrie steht vor neuer Ära“ weiterlesen

Bundesbürger geben Künstlicher Intelligenz große Chancen

Selbstfahrende Autos, genauere medizinische Diagnosen oder Unterstützung bei der Aufklärung von Verbrechen – Künstliche Intelligenz wird schon heute in vielen Lebensbereichen eingesetzt und gilt als Schlüsseltechnologie der kommenden Jahre. Zwei Drittel (69 Prozent) der Bundesbürger sind der Meinung, dass Künstliche Intelligenz (KI) entscheidend ist, damit deutsche Unternehmen künftig weltweit erfolgreich sind. Jeder Zweite (49 Prozent) wünscht sich, dass die Politik die KI-Forschung hierzulande massiv fördert und rund jeder Dritte (30 Prozent) ist sogar der Meinung, die Politik müsse Künstliche Intelligenz zu einem Top-Thema machen.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage unter 1.006 Bundesbürgern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Bereits in wenigen Jahren werden viele Produkte und Dienstleistungen mit Maschinenintelligenz ausgestattet oder sogar von ihr geprägt sein“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung zu den Ergebnissen zitiert. „Wir müssen alles tun, um das Potenzial von KI für die digitale Gesellschaft bestmöglich zu nutzen.“

Grundsätzlich sehen die Bundesbürger in allen Lebensbereichen große Chancen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. 8 von 10 (83 Prozent) sind sicher, dass KI die Verkehrssteuerung verbessern und so Staus reduzieren kann. Fast ebenso viele (81 Prozent) glauben, dass dank KI in der Industrie körperlich belastende Tätigkeiten auf Maschinen übertragen werden können. Jeweils zwei Drittel sagen, dass Verwaltungstätigkeiten durch KI beschleunigt werden (68 Prozent), in der Forschung die Innovationskraft steigt (67 Prozent) und der Kundenservice Anfragen zuverlässiger bearbeiten kann (64 Prozent). Ebenfalls eine Mehrheit geht davon aus, dass die Polizei durch den Einsatz von KI Verbrechen schneller aufklären kann (54 Prozent) und im Gesundheitswesen mit KI-Hilfe bessere Diagnosen gestellt werden (57 Prozent).

„Es geht nicht darum, dass ein KI-System den Polizisten oder den Arzt ersetzt. Es geht darum, dass intelligente Systeme ihm zuarbeiten“, sagt Berg. „So kann die Software zum Beispiel eine Vielzahl von Daten über einen erkrankten Patienten verarbeiten und diese in kurzer Zeit mit einer Vielzahl zurückliegender Diagnosen und den jüngsten Forschungsergebnissen abgleichen. Auf dieser Basis kann sie dem behandelnden Arzt eine individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmte Therapie vorschlagen.“ Nur an einer Stelle sind die Befragten mehrheitlich skeptisch. Gerade einmal jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, dass KI in Kunst und Kultur völlig neue Dinge schaffen kann. Berg: „Analytisch sieht man bei KI offenkundig keine Grenzen, echte Kreativität wird den Systemen aber nicht zugetraut.“ „Bundesbürger geben Künstlicher Intelligenz große Chancen“ weiterlesen

Digitale Transformation im Handel: Jedes fünfte Unternehmen hat keine Strategie

Um die Zukunftsfähigkeit ihres Geschäftsmodells im Zeitalter der digitalen Transformation zu sichern, setzen deutsche Händler und Hersteller auf den Aufbau einer eigenen digitalen Geschäftseinheit (44 Prozent) und auf Kooperationen mit digitalen Unternehmen (41 Prozent). Nur eine kleine Minderheit fasst Unternehmenskäufe oder Beteiligungen an digitalen Start-ups ins Auge. Zu diesen Ergebnissen kommt eine PwC-Befragung unter 100 deutschen Händlern und Konsumgüterherstellern.

„Alarmierend ist jedoch, dass jedes fünfte Unternehmen sich bisher noch nicht eingehend mit dem Aufbau digitaler Fähigkeiten beschäftigt und keine entsprechende Strategie definiert hat. Deutsche Händler und Hersteller setzen ihre Marktposition gegenüber ihren internationalen Wettbewerbern aufs Spiel, wenn sie die digitale Transformation zu langsam und zögerlich angehen“, wird Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC in Deutschland und EMEA, in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen zitiert. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass es jeder zehnte deutsche Händler und Hersteller nicht schaffen wird, aus eigener Kraft im Wettlauf der digitalen Transformation mitzuhalten.

Drei strategische Optionen: Buy, Make, Cooperate

Um ihr Geschäftsmodell im Zeitalter der Digitalisierung für die Zukunft fit zu machen, haben Unternehmen grundsätzlich drei strategische Optionen: Selbst einen digitalen Geschäftsbereich aufbauen, eine Akquisition tätigen oder in digitale Start-ups investieren, oder eine Kooperation eingehen. „Digitale Transformation im Handel: Jedes fünfte Unternehmen hat keine Strategie“ weiterlesen

SAP-Blockchain-Initiative wächst auf 27 Mitglieder

Mittlerweile 27 Kunden und Partner des deutschen Softwarekonzerns SAP mit einem gemeinsamen Marktvolumen von 819 Milliarden Dollar beteiligen sich nach Angaben des Unternehmens an der SAP-Initiative für gemeinsame Innovationen rund um Blockchain-Technologie. Ziel dieser Initiative ist es, das digitale Transaktionsregister mithilfe des SA Cloud Platform Blockchain Service in Lösungen für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), Fertigung und die digitale Logistikkette zu integrieren.

Die teilnehmenden Unternehmen stammen aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Branchen wie der Konsumgüterindustrie, Telekommunikation, Einzelhandel, Logistikwesen, Landwirtschaft, Hightech, Luft- und Raumfahrt- sowie der Verteidigungsbranche, Geräte- und Maschinenbau, Energie- und Versorgungswirtschaft und öffentlichen Verwaltung. Diese Vielfalt spricht nach der Meinung von SAP für eine hohe Blockchain-Akzeptanz.

„Die Deutsche Telekom sieht im Telekommunikationsgeschäft großes Potenzial für die Blockchain-Technologie“, wird Hartmut Mueller, Senior Vice President, Leiter von Business Solutions der Deutsche Telekom IT, in einer entsprechenden Mitteilung von SAP zitiert. „SAP-Blockchain-Initiative wächst auf 27 Mitglieder“ weiterlesen

Ethikrat soll Regeln für autonome Autos aufstellen

Späße des Beifahrers, die Bedienung von Instrumenten oder Ereignisse am Fahrbahnrand lenken einen menschlichen Fahrer vom Verkehrsgeschehen ab. Ein Fahrassistent lässt sich davon nicht beeindrucken. Doch nach welchen Grundsätzen die Technik handelt, wenn unerwartet ein Fußgänger auf die Straße läuft oder der Vordermann bremst, ist noch nicht abschließend geklärt. Die große Mehrheit in der Automobilbranche (86 Prozent) fordert, dass ein Ethikrat oder eine ähnliche, unabhängige Instanz festlegen soll, wie ein selbstfahrendes Auto in Gefahrensituationen agiert.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern. Dabei geht es etwa um die Frage, ob in erster Linie die Insassen oder andere Verkehrsteilnehmer geschützt werden sollen. Im Sommer hat die Ethik-Kommission des Bundesverkehrsministeriums erste Leitlinien für die Programmierung automatisierter Fahrsysteme veröffentlicht. Den Softwareanbieter, der die Künstliche Intelligenz für das selbstfahrende Auto entwickelt, sehen nur 4 Prozent in der Pflicht, Regeln aufzustellen. Ähnlich halten die Unternehmen es mit dem Gesetzgeber (3 Prozent) und den Automobilherstellern selbst (2 Prozent). „Autonome Autos werden das Fahrerlebnis verändern und unseren Verkehr revolutionieren. Aber das autonome Fahren wirft auch ethische Fragen auf“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung zu der Umfrage zitiert. „Die Diskussion dieser Fragen darf aber nicht zur Innovationsbremse werden. Auch wenn im jeweiligen Einzelfall eine automatische Entscheidung nur sehr schwer vorzugeben ist: Unter dem Strich werden autonome Fahrzeuge die Zahl der Verkehrsunfälle und Unfallopfer massiv reduzieren.“ „Ethikrat soll Regeln für autonome Autos aufstellen“ weiterlesen

Softwareentwicklung braucht Digital Designer

Software kann auf ganz unterschiedliche Weise überzeugen – durch eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit, eine neuartige Funktionsweise oder durch eine moderne Oberfläche. Gerade bei der Konzeption und Gestaltung einer Software treten Informatiker aber selten in einer aktiven Gestaltungsrolle auf. Das Problem fängt in der Ausbildung an: 95 Prozent der Informatik-Studiengänge legen den Fokus allein auf die technologische Kompetenz der Nachwuchskräfte und kommen ohne Gestaltungsanteil aus. Nur bei 5 Prozent der Studiengänge spielen Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Multimedia oder Usability eine Rolle im Lehrplan.

Dabei kann die Kombination von Informatik und Design viel bewirken. „Software ist das zentrale Element der Digitalisierung und muss ganzheitlich gedacht werden: Entwickler allein als Umsetzer der Technik zu sehen, ist nicht mehr zeitgemäß. Sie sind die Architekten komplexer Systeme und müssen damit stärker in die Gestaltung von Software involviert werden“, sagt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband Bitkom. „Wenn die Softwareentwicklung im Zuge der Digitalen Transformation ihr volles Potenzial ausschöpfen will, muss der Gestaltungskompetenz in der IT-Ausbildung mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Technologische Kompetenz allein reicht nicht mehr aus.“

Der neue Bitkom-Leitfaden „Rollenideal »Digital Design«“ will zu einem Umdenken in der Softwareentwicklung anregen und ist in Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen, Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung sowie der interessierten Öffentlichkeit entstanden. Der Leitfaden richtet sich an Softwareentwickler und will diese bestärken, größer zu denken und sich nicht mehr nur als Umsetzer sondern auch Gestalter von Software wahrzunehmen. Er richtet sich aber auch an Universitäten und Hochschulen und möchte zu einem Umdenken in der Informatik-Ausbildung anregen und zu einem Dialog einladen. In den ersten Kapiteln wird der Status Quo skizziert und die aktuelle Ausbildungslage im Software Engineering im Hinblick auf die Gestaltungskompetenz betrachtet. Anschließend werden Impulse für das Zusammenspiel von IT und Design gegeben. Mittlerweile wird Software nicht mehr nur mittels klassischer Vorgehensmodelle sondern auch mit Hilfe agiler Ansätze und zunehmend in cross-funktionalen Teams entwickelt.




Um nachhaltig erfolgreiche Produkte, Systeme und Dienstleistungen zu schaffen, stellt der Leitfaden dann das Rollenideal des Digital Designers vor, der in enger Abstimmung mit Software Ingenieuren und Software Managern arbeitet. Das Kompetenzprofil des Digital Designers besteht aus den zwei Schwerpunkten Gestaltung und Materialkunde, das besonders viele technische Aspekte enthält. Aber auch weitere wichtige Querschnittskompetenzen des Digital Designers wie etwa das Management von Entwicklungsvorhaben oder psychologische Grundlagen zur Realisierung von Software werden bedacht. „In der IT gibt es ein breites Tätigkeitsspektrum, das unterschiedliche Talente und Fähigkeiten erfordert. Wir müssen eine Ausgewogenheit zwischen Digital Designern, Software Ingenieuren und Software Managern erreichen, um optimale Ergebnisse zu erzielen“, so Termer. „Nur in der Verbindung von technologischer und gestalterischer Kompetenz lassen sich in Zukunft wirtschaftlich tragfähige und erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen und Services entwickeln.“

Der Leitfaden steht kostenlos zum Download bereit unter https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Rollenideal-Digital-Design.html

Bitkom: Mehrheit der Landwirte für das digitale Zeitalter gewappnet

Hightech-Mähdrescher, Melkroboter und Sensoren in der Tierhaltung: Der Landwirt muss Tag für Tag Digitalkompetenz beweisen, in der Unternehmensführung, im Umgang mit Tier, Maschine oder auf dem Feld. Dafür fühlt sich die breite Mehrheit der Landwirte gewappnet. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unterstützt vom Digitalverband Bitkom unter 850 landwirtschaftlichen Betriebsleitern. Im Durchschnitt geben sich die Landwirte in Sachen Digitalkompetenz die Schulnote 3. Zwei Drittel der Landwirte (67 Prozent) geben an, sehr gute bis befriedigende Digitalkompetenzen zu haben. Weitere 16 Prozent halten ihre Kompetenzen immerhin noch für ausreichend.

Nur 16 Prozent sehen sich ungenügend oder mangelhaft auf das digitale Zeitalter vorbereitet. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Je jünger der landwirtschaftliche Betriebsleiter ist, desto besser wird die eigene Digitalkompetenz eingeschätzt. „Auf dem Bauernhof funktioniert heute ohne Digitalisierung fast nichts mehr. Prozesse und Abläufe werden nicht nur zunehmend digital gesteuert, sondern auch immer stärker integriert und miteinander vernetzt. Umso wichtiger wird die Digitalkompetenz“, wird Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, in einer entsprechenden Mitteilung des Bitkom zitiert. Wegen der vielen Technik im Betrieb seien Landwirte ohnehin bereits in hohem Maße technikaffin. „Landwirte sind in Sachen Digitalisierung schon weiter als mancher Industriebetrieb. Digitalisierung bringt uns vor allem dann weiter, wenn sie nicht nur von der Landtechnik her gedacht, sondern als integraler Teil der Unternehmensführung verstanden und umgesetzt wird.“

Ähnlich wie die eigene schätzen die landwirtschaftlichen Betriebsleiter die Digitalkompetenz ihrer Mitarbeiter, einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen, ein – sofern sie welche haben. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede unter den Altersgruppen. Unter den Mitarbeitern bis 35 Jahre gelten 92 Prozent als mehr oder minder fit und bekommen mindestens die Schulnote befriedigend; bei den Mitarbeitern ab 50 Jahren sind es dagegen nur 37 Prozent. Einem guten Drittel der Gruppe der Älteren (35 Prozent) wird sogar eine mangelhafte oder ungenügende Digitalkompetenz attestiert. „Bitkom: Mehrheit der Landwirte für das digitale Zeitalter gewappnet“ weiterlesen

Das Internet der Dinge kommt – viel zu langsam voran

GE hat im Rahmen seiner Konferenz Minds + Machines eine neue Studie vorgestellt, die die wachsende Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Unternehmensleitung und den Realitäten in den Unternehmen im Bezug auf die digitale Transformation beleuchtet. Die Umfrage unter IT- und Betriebsführungskräften zeigt, dass Unternehmen das industrielle Internet der Dinge (IIoT) als signifikante Gelegenheit für neues Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sehen – aber weitgehend nicht die notwendigen Veränderungen im Unternehmen umsetzen, um von diesen Gelegenheiten zu profitieren.

„Das industrielle Internet hat bereits jetzt einen gewaltigen Einfluss auf Industrieunternehmen jeder Größe. Wir wissen das, weil wir seine Vorteile bei unseren Kunden und bei GE allgemein beobachten können“, kommentiert Bill Ruh, CEO von GE Digital. „Gleichzeitig bildet sich eine deutliche Kluft zwischen den Erwartungen an das IIoT und den Handlungen der Unternehmen. Wir arbeiten daran, diese Kluft gemeinsam mit unseren Kunden zu überbrücken, um die Transformation zu beschleunigen und Unternehmen jeder Größe auf ihren digitalen Reisen zu begleiten.“

Laut der Studie ist der Optimismus zum industriellen Internet unter den führenden Unternehmen der Branche frappierend: 80 Prozent glauben, dass das IIoT ihre Unternehmen und Branchen verändern wird oder könnte. Eine noch größere Anzahl glaubt, dass die digitale industrielle Transformation für ihre Wettbewerbsfähigkeit wichtig ist. Gleichzeitig sagen weniger als 8 Prozent der befragten Führungskräfte, dass die digitale Transformation in ihren Unternehmen verankert ist und 10 Prozent haben noch keine Pläne für die digitale Transformation.

Der GE Digital Industrial Evolution Index

Basierend auf der Studie hat GE den GE Digital Industrial Evolution Index geschaffen, um den tatsächlichen Fortschritt der digitalen Transformation zu überwachen – von den Erwartungen an das IIoT bis hin zur Realität in den Unternehmen. Der erstmalig erschienene Index bewertet den Fortschritt mit 63 von 100 möglichen Punkten und zeigt, dass, obwohl die Erwartungen an das industrielle Internet sehr groß sind (mit 78,3 von 100 Punkten), die Bereitschaft der Unternehmen deutlich hinterher hängt (mit lediglich 55,2 von 100 Punkten). Dieser Unterschied zwischen Erwartung und Bereitschaft ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance für Unternehmen, die vom IIoT profitieren wollen. Weitere Ergebnisse der Studie sind: „Das Internet der Dinge kommt – viel zu langsam voran“ weiterlesen

„Bad Rabbit“ zeigt die Verwundbarkeit der Netze

Abermals sieht sich vor allem Osteuropa einer neuen Ransomware-Attacke gegenüber. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit vergleichbaren Angriffen (WannaCry, NotPetya) mahnt die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY Unternehmen und Institutionen auf der ganzen Welt zur Vorsicht und empfiehlt, umgehend Datenverbindungen ins Ausland intensiv zu beobachten. Insbesondere bei NotPetya hatte sich gezeigt, dass der zunächst lokale Angriff andernfalls schnell zu einem internationalen Problem werden kann. Auch in Deutschland waren international operierende Unternehmen aufgrund der Verflechtung Ihrer Datennetze von mehrtägigen Produktionsausfällen betroffen. Dies gilt es nun von Anfang an zu verhindern.

Bodo Meseke, EMEIA Leader Cyber-Investigations, mahnt in einer Pressemitteilung von EY dazu, die Empfehlungen zur Cybersicherheit wirklich ernst zu nehmen. „Auch dieser Malware-Ausbruch war nur eine Frage der Zeit. Das System „Ransomware“ funktioniert und wird auch in der Zukunft eines der Top-Angriffsszenarien bleiben. Unternehmen müssen daher endlich aufwachen und die richtigen Maßnahmen ergreifen. Laut der aktuellen EY Datenklau-Studie sehen zwar stolze 97 Prozent der befragten Manager deutscher Unternehmen eine Verschärfung des Problems Cyberattacke, doch glauben auch rund 80 Prozent, dass sie vor solchen Angriffen ausreichend geschützt sind. „Viele Unternehmen wiegen sich in trügerischer Sicherheit“, konstatiert Meseke. „Im vorliegenden Fall sind erste Unternehmen bekannt, die zuvor auch schon Opfer von NotPetya waren. Auch diese dürften sich nach den Maßnahmen, die sie nach der letzten Attacke getroffen haben, sicher gefühlt haben.“ „„Bad Rabbit“ zeigt die Verwundbarkeit der Netze“ weiterlesen

Onlinehandel führt zu Verkehrsflut

Die Verkehrssysteme deutscher Städte stehen vor einer großen Belastungsprobe: Der boomende Onlinehandel sorgt für eine Verkehrsflut, zugleich fehlt innerstädtischer Raum für den Warenumschlag. Staus und unpünktliche Lieferungen sind die Folge. Ein Drittel aller Konsumenten ist unzufrieden mit dem Service der Paketdienste. Die steigenden Lärm- und Schadstoffbelastungen verschärfen die Problematik. Doch bislang fehlen ganzheitliche Konzepte, um die veraltete und ineffiziente städtische Logistik fit für die Zukunft zu machen. Zu diesen Ergebnissen gelangt die Studie „Aufbruch auf der letzten Meile – Neue Wege für die städtische Logistik“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Sie stellt zugleich Lösungsansätze für Logistiker und Städte vor.

Anspruchsvolle, unzufriedene Endverbraucher 

„Der wichtigste Einflussfaktor für Logistikdienstleister und Städte ist das Einkaufsverhalten der Endverbraucher“, wird Dietmar Prümm, Leiter Transport & Logistik bei PwC in Deutschland, in einer Mitteilung zu der Studie zitiert. Deshalb befragte PwC für die Studie mehr als 1.000 Konsumenten umfassend nach ihrem Einkaufsverhalten, ihren Präferenzen bei der Paketbelieferung und ihrer Akzeptanz verschiedener Distributionskonzepte für die letzte Meile.

Die repräsentative Umfrage ergab: Rund ein Drittel der Befragten ist mit der Paketzustellung unzufrieden. 20 Prozent bemängelten eine unpünktliche Lieferung; 18 Prozent gaben an, beschädigte Sendungen erhalten zu haben. Die Verbraucher legen Wert auf pünktliche, umweltfreundliche Lieferungen an die Privatadresse, in selbst bestimmten Zeitfenstern und mit ständiger Statusüberwachung (Tracking). Gleichzeitig wollen 91 Prozent der Befragten die Paketzustellung zum Nulltarif. „Diese Ambivalenz setzt die Logistikdienstleister unter Druck. Mit den Konsumentenanforderungen steigen die Logistikkosten, gleichzeitig fehlt aber die Wertschätzung für ihre Dienstleistung. Hier sollte in der Bevölkerung ein Umdenken stattfinden“, sagt Dietmar Prümm.

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