VDE fordert Vier-Punkte-Programm für Industrie 4.0-Funktechnologien

Maschinen organisieren sich selbst, Lieferketten stellen sich automatisch zusammen, Aufträge münden direkt in den Produktionsprozess, Flugdrohnen, digitale Zwillinge und mobile Assistenzsysteme erleichtern den Alltag: Diese Vision von der digitalen Vernetzung der Industrie und Wertschöpfungsketten rückt in greifbare Nähe. Eine Schlüsselrolle für die hochdynamische und flexible Industrie 4.0-Produktion spielen Funklösungen. Sie reduzieren aufwändige Verkabelung, ermöglichen flexible Kommunikationsansätze und helfen dabei, neue Anwendungsfelder zu erschließen.

Allerdings sind die Anforderungen an Latenz, Zuverlässigkeit, Reichweite, Fehlertoleranz, Sicherheit und Möglichkeiten zur Lokalisierung so hoch, dass sie mit derzeit verfügbaren Funktechnologien für eine Vielzahl der zu adressierenden industriellen Anwendungsszenarien nicht erfüllt werden können, warnt der VDE in seinem neuen Positionspapier „Funktechnologien für Industrie 4.0“, das der Technologieverband gestern auf seinem Industrie 4.0 Practice Summit in Würzburg vorgestellt hat. Die VDE-Experten analysieren den Status quo und den Handlungsbedarf und geben Empfehlungen für das politische, regulatorische und industrielle Umfeld von Industrie 4.0. Eines steht fest: Neue Funksysteme müssen entwickelt und schrittweise in bestehende Infrastrukturen eingebunden werden.

Standardisierte Lösungen sichern Investitionen
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Europas Industrie auf dem Sprung ins Internet der Dinge

Laut einer Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens PAC planen 72 Prozent der Industrieunternehmen in Europa, ihre Ausgaben für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) in den kommenden drei Jahren zu erhöhen, mit dem Ziel, die Betriebsabläufe effizienter zu gestalten sowie neue, vernetzte Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu schaffen.

Europas Hersteller setzen auf das Internet der Dinge, um den Betrieb effizienter zu machen und neue, vernetzte Produkte und Dienstleistungen zu konzipieren. Dadurch möchten sie in den zersplitterten europäischen Märkten wettbewerbsfähig bleiben, konjunkturellem Gegenwind trotzen und den Anstieg ihrer Betriebskosten stoppen.

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen PAC hat in der detaillierten Studie „Die digitale Transformation der Industrie durch das Internet der Dinge“ untersucht, wie große und mittlere Industriefirmen in Europa IoT-Projekte in allen Unternehmensbereichen vorantreiben, welche Abteilungen und welche Herausforderungen diese Projekte anstoßen und was die wichtigsten strategischen Vorgehensweisen sind.

Die Studie basiert auf Gesprächen mit über 250 Business- und IT-Führungskräften in großen Unternehmen der diskreten und weiterverarbeitenden Fertigungsindustrie in Westeuropa. Die Tatsache, dass 72 Prozent der Befragten bereit sind, ihre Investitionen in IoT zu erhöhen, illustriert ganz deutlich den Willen der Industrie zur digitalen Transformation.

60 Prozent der Hersteller geben an, ihre IoT-Projekte bereits gestartet zu haben und sich momentan in einer frühen, mittleren oder fortgeschrittenen Phase der Umsetzung zu befinden (s. Abb. 1). Rund 70 Prozent sehen in der Reduzierung der Betriebskosten den Hauptschwerpunkt ihrer IoT-Strategie, während für über 50 Prozent die Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und neuen Geschäftsmodellen im Vordergrund steht. Hier wird deutlich, dass die Industrieunternehmen nach neuen Wegen suchen, ihre jahrzehntealten Legacy-Systeme und Prozesse zu verbessern und sich gleichzeitig in der Wertschöpfungskette nach oben zu bewegen.

Deutschland hinkt in der Entwicklung etwas hinterher „Europas Industrie auf dem Sprung ins Internet der Dinge“ weiterlesen

Ein Meilenstein: Maschinenbau favorisiert Schnittstelle für Datenaustausch in der Produktion

Innovationen, Lösungskompetenz und Qualität sind Merkmale der deutschen Maschinenbau-Industrie – und der Begriff „Industrie 4.0“ steht genau dafür. Es geht darum, Informations- und Internettechnologien Schritt für Schritt in die Produkte und in die Fabriken zu integrieren. Dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau kommt dabei als Anbieter und Anwender von Industrie-4.0-Technologien eine Schlüsselrolle zu. Denn er integriert neueste Technik in Produkte und Prozesse. Zugleich ist er Datenquelle für Industrie 4.0: Er erfasst die Daten, interpretiert sie, innoviert damit und entwickelt neue Geschäftsmodelle.

Ein Meilenstein in der Industrie 4.0-Welt ist deshalb die Festlegung von einheitlichen Schnittstellen in der Produktion. Sie definieren die Mechanismen der Zusammenarbeit im industriellen Umfeld. Und zur Hannover Messe des Jahres 2017 hat der Maschinenbauverband VDMA entschieden, dabei den Schnittstellenstandard „OPC UA“ zu favorisieren – was für die entsprechenden Unternehmen eine Weichenstellung ist. Es handelt sich dabei um einen offenen Standard, der die Mechanismen der Zusammenarbeit im industriellen Umfeld definiert. OPC UA steht für „Open Platform Communications Unified Architecture“.

„Er befähigt den Maschinen- und Anlagenbau, seine Produktion digital zu vernetzen. Maschinen und Anlagen können so per „Plug & Work“ nach Bedarf umgestaltet werden – unabhängig von welchen Herstellern die Maschinen und Komponenten in der Produktion stammen. Diese Offenheit ist auch ein Grund dafür, dass sich OPC UA zunehmend für die Industrie-4.0-Kommunikation im Maschinen- und Anlagenbau etabliert“, sagt Christian Mosch, der beim VDMA das entsprechende Projekt betreut.

Denn dieser herstellerunabhängige Austausch von Daten sei eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Einführung von Industrie 4.0 – und zugleich zentrale Herausforderung. Was heute im Büroumfeld mit Netzwerkschnittstellen und USB-Steckern und der automatischen Installation von Treibern in den entsprechenden Computer-Betriebssystemen schon lange üblich sei, werde in Zukunft abef auch in der Produktion Realität. „Ebenso werden Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), die vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) und die Optimierung der Produktion hersteller- unabhängig umsetzbar“, sagt Mosch. „Ein Meilenstein: Maschinenbau favorisiert Schnittstelle für Datenaustausch in der Produktion“ weiterlesen

Hannover Messe: Industrie 4.0 und künstliche Intelligenz im Mittelpunkt

Roboter, die Roboter bauen. Maschinen, die aus Fehlern lernen und Energiesysteme, die sich selbst effizient steuern. Aber wo bleibt dabei der Mensch? Die HANNOVER MESSE 2017 will die Antwort geben. Auch im Zeitalter von Industrie 4.0 und der allgegenwärtigen Digitalisierung: noch nie stand der Mensch so sehr im Mittelpunkt der weltweit wichtigsten Industriemesse.

Intelligente Maschinen, die miteinander kommunizieren, Wissen austauschen und selbstständig Aufgaben erledigen. Was wie Science-Fiction klingt, wird für die Besucher der HANNOVER MESSE 2017 zur Realität. „Die diesjährige HANNOVER MESSE wird so spannend wie nie zuvor“, sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Auf dem komplett belegten Messegelände werden wir erleben, was passiert, wenn Maschinenbau, Elektrotechnik und IT verschmelzen, wenn Industrierobotik auf künstliche Intelligenz trifft, wenn aus Daten neue Geschäftsmodelle entstehen. Doch bei aller Digitalisierung: Der Mensch steht in Hannover im Mittelpunkt. Cobots, VR-Brillen, Exoskelette: Noch nie wurden so viele Assistenzsysteme gezeigt, die den Mitarbeiter bei seinen Aufgaben unterstützen.“

Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Creating Value“ zeigen vom 24. bis 28. April mehr als 6 500 Aussteller aus 70 Ländern ihre Technologien für die Fabriken und Energiesysteme der Zukunft. 60 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Die Top-Ausstellernationen sind Deutschland, China, Italien, Polen, die Türkei und die USA. Aus dem diesjährigen Partnerland Polen werden 200 Unternehmen teilnehmen. Köckler: „Nur in Hannover kommen alle an der Digitalisierung der Industrie beteiligen Branchen zusammen. Von der Forschung über die intelligente Zulieferung und Automatisierungstechnik bis hin zur IT. Diese weltweit einzigartige Positionierung macht die HANNOVER MESSE zum globalen Hotspot für Industrie 4.0 und damit zum Besuchermagneten für nationale und internationale Entscheider aus der Industrie und der Energiewirtschaft.“

Cobots mit künstlicher Intelligenz

Damit Fabriken zu Smart Factories werden, braucht es einen Mix aus innovativer Automationstechnik, Cobots und künstlicher Intelligenz. Die neueste Generation der kollaborativen Roboter ist nicht nur sehr einfach zu programmieren, einige Cobot-Modelle können Aufgaben eigenständig lösen und ihr Wissen dann an ihre Roboter-Kollegen weitergeben. Köckler: „Der Roboter lernt vom Roboter. Aber es ist der Mensch, der ihm sagt, welche Aufgaben zu erledigen sind. Damit wird der Cobot zu einem universell einsetzbaren, intelligenten Werkzeug für den Mitarbeiter in der Fabrik.“ „Hannover Messe: Industrie 4.0 und künstliche Intelligenz im Mittelpunkt“ weiterlesen

Trendstudie des ifaa: „Industrie 4.0“ nimmt rasant an Fahrt auf

„Digitalisierung und Industrie 4.0 werden die Topthemen in den nächsten Jahren sein“, fasst Prof. Dr. Sascha Stowasser, Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) die Ergebnisse des aktuellen ifaa-Trendbarometers „Arbeitswelt“ zusammen. „Die letzten Jahre waren erst einmal davon geprägt, Informationen zu sammeln. Jetzt geht es für die Unternehmen in die Umsetzung. Nun sehen 650 Fach- und Führungskräfte Digitalisierung als wichtigstes betriebsorganisatorisches Thema in 2017 und 2018.“

„Auch kleine und mittlere Unternehmen erkennen zunehmend die Möglichkeiten, die ihnen die Digitalisierung bringt,“ erläutert Stowasser das Ergebnis weiter. „Mittlerweile gibt es eine große Zahl an Betriebsbeispielen*, die sich in kleinen und mittleren Unternehmen umsetzen lassen.“ Dieser Meinung sind die über 650 befragten Experten der ifaa-Trendstudie.

Mit dieser Entwicklung geht auch die Entwicklung des Themas Führungsmanagement einher. Die Bedeutung wächst seit drei Jahren stetig. „Diese Entwicklung ist nachvollziehbar, denn ohne gute Führung lässt sich der Wandel nicht erfolgreich umsetzen. Auch Führung muss sich dem Wandel anpassen und zu Führung 4.0 werden, “ erläutert Stowasser. Einer Befragung aus dem Projekt „Prävention 4.0“ heraus lassen sich sechs Themenbereiche identifizieren, in denen die Veränderungen hauptsächlich stattfinden: Rolle der Führung, Entscheidung/Verantwortung, Umgang mit Daten, Unternehmenskultur, Veränderung von Aufgaben und Zusammenarbeit/Kooperation. (Mehr zum Projekt und der Befragung unter https://www.arbeitswissenschaft.net/das-sind-wir/forschungsprojekte/praevention-40-handlungsfelder-und-leitfaden-fuer-eine-praeventive-arbeitsgestaltung-in-der-digitalen-arbeitswelt-40/)

Gartner Says by 2020, At Least 30 Per Cent of Industrie 4.0 Projects Will Source Their Algorithms From Leading Algorithm Marketplaces

Industrie 4.0 has been underway for more than five years, and while many businesses have begun some promising Industrie 4.0 projects, key challenges remain that are making algorithms the heartbeat of these projects, according to Gartner, Inc. By 2020, Gartner predicts that at least 30 per cent of Industrie 4.0 projects will source their algorithms from leading algorithm marketplaces — a significant rise from less than 5 per cent in 2016.

„Industrie 4.0 projects are facing two significant challenges,“ said Thomas Oestreich, managing vice president at Gartner. „First — in the connected world of cyber-physical systems — they need to deal with the sheer volume, real-time velocity and diversity of data. Second, in order to drive new value and differentiating innovations, new algorithms need to be developed. This is making algorithms the pulse of Industrie 4.0 initiatives.“

Mr Oestreich added that developing new algorithms requires skills and competencies that most companies do not have yet. To increase time to market and speed up the development process, some organizations employ service providers and combine this with using algorithm marketplaces.

Reusable Algorithms Can Reduce Development Time

Analytics vendors have started creating marketplaces for software components, such as analytical algorithms, to bring greater flexibility and choice to end users. These marketplaces will bring the benefits of the app economy to software development. They will radically lower software distribution costs and improve access to thousands — if not millions — of available algorithms. „Gartner Says by 2020, At Least 30 Per Cent of Industrie 4.0 Projects Will Source Their Algorithms From Leading Algorithm Marketplaces“ weiterlesen

Bundesdruckerei und SAP kooperieren bei Industrie 4.0

Das IT-Sicherheitsunternehmen Bundesdruckerei GmbH und Europas größter Softwarekonzern SAP SE kooperieren bei den Themen Industrie 4.0 und Internet of Things (IoT). Auf der CeBIT zeigen beide Unternehmen am Bundesdruckerei-Stand (Halle 7, E17) gemeinsam eine effiziente Lösung zum sicheren Fernmanagement von Maschinen. Dabei geht es um die Überwachung des aktuellen Zustands einer Produktionsanlage, deren vorausschauende Wartung sowie das Aufspüren und die Abwehr von Cyberangriffen.

„Beim Internet der Dinge und in der Industrie 4.0 sind Systeme mehr und mehr vernetzt – verlässliche und hochmoderne Sicherheitsverfahren sind daher eine wichtige Komponente aller innovativen IoT-Lösungen. SAP und Bundesdruckerei können hier ihre jeweiligen Stärken für zukunftsweisende Lösungen verbinden“, sagt Dr. Tanja Rückert, Executive Vice President IoT und Digital Supply Chain bei SAP. SAP als globaler Marktführer für betriebswirtschaftliche Standardsoftware und führend im Bereich der Extended Supply Chain und IoT, und die Bundesdruckerei mit ihrer Spitzenposition im Bereich der Sicheren Identitäten von Personen, Objekten und Prozessen ergänzen sich ideal. „Industrie 4.0 ist für die Bundesdruckerei wie für die SAP ein zukunftsweisendes und strategisches Thema. Die Kooperation ist ein weiterer Schritt unserer konsequenten Digitalisierungsstrategie und ermöglicht sichere und innovative Lösungen für eine effiziente und sichere Industrie 4.0“, sagt Ulrich Hamann, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesdruckerei. „Bundesdruckerei und SAP kooperieren bei Industrie 4.0“ weiterlesen

IdeenExpo 2017: Volkswagen und Autostadt machen Digitalisierung, Industrie 4.0 und Mobilität der Zukunft anschaulich

Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Autostadt in Wolfsburg gestalten gemeinsam die IdeenExpo 2017 (10. bis 18. Juni) mit mehr als 65 Exponaten, Mitmach-Stationen und Workshops mit. „Bei Volkswagen und der Autostadt steht das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt. Das machen wir bei der IdeenExpo mit vielen Facetten anschaulich“, sagte Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der AutoUni von Volkswagen, heute bei der Auftaktpressekonferenz mit dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil in Hannover. Der Geschäftsführer der Autostadt, Otto F. Wachs, erklärte dazu: „Die IdeenExpo-Besucher erfahren spielerisch, wie die Digitalisierung die Zukunft prägt. Volkswagen und die Autostadt präsentieren die Automobilfabrik der Zukunft, neue Fahrerassistenzsysteme, innovative Mobilitätskonzepte und voll vernetzte Elektroautos.“

„Die Highlights 2017 von Volkswagen sind das IT-Camp KIDScraft und das Update unseres Mitmach-Experiments ‚Automobilbau live!‘“, sagte Leohold. „Vieles ist neu, das Volkswagen Konzept ‚Anfassen, Erleben, Mitmachen‘ bleibt. Besucher der IdeenExpo sind also wieder eingeladen, mit zu experimentieren und mit zu bauen.“

Volkswagen Highlights

KIDScraft ist ein von Volkswagen entwickeltes IT-Camp, das Schülerinnen und Schüler früh an digitale Technologien heranführt und auch damit verwandte Berufsbilder vorstellt. Kinder und Jugendliche können hier zu Forschern und Entdeckern werden. Bei KIDScraft setzen sie sich spielerisch mit den Themen Technik, IT, Elektronik sowie Programmieren und Robotik auseinander. Bei der Neuauflage von „Automobilbau live!“ werden Besucher an den neun IdeenExpo-Tagen gemeinsam mit Auszubildenden und Experten von Volkswagen ein Auto komplett zusammenbauen. Dieses Jahr ist es ein e-Golf1. „IdeenExpo 2017: Volkswagen und Autostadt machen Digitalisierung, Industrie 4.0 und Mobilität der Zukunft anschaulich“ weiterlesen

Sind Sie fit für Industrie 4.0? – Antworten im Kurz-Assessment von DUB und KPMG

Neuer Schnelltest zur digitalen Transformation: Die Deutsche Unternehmerbörse DUB.de und KPMG bieten Unternehmen ein innovatives Online-Tool zur Orientierung in digitalen Transformationsprozessen.
Sind Sie ein Transformer? Das sagt Ihnen jetzt ein neues Kurz-Assessment auf der Beratungsplattform „Atlas“. Damit unterstützt die Deutsche Unternehmerbörse (DUB) in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG AG ab sofort Unternehmen dabei, den Status Quo ihrer eigenen digitalen Transformation zu analysieren.

Die Experten von KPMG bieten damit in Zeiten des digitalen Wandels und disruptiver Geschäftsmodelle eine Hilfestellung, über die Unternehmen sowohl ihre eigene Position bestimmen können als auch Orientierung in komplexen Entscheidungssituationen erhalten. Die kostenlosen Schnelltests umfassen als Einstieg fünf Orientierungsfragen und sind ohne Anmeldung exklusiv auf www.dub.de/atlas durchführbar.

Das Kurz-Assessment hilft Unternehmern einzuschätzen, wo ihr eigener Handlungsbedarf liegt und wie sie im Vergleich zu anderen stehen. Auftakt bildet der Themenschwerpunkt „Industrie 4.0“. Darüber hinaus wird der Schnelltest in der Folge sukzessive ergänzt, zum Beispiel um das Thema Cyber Security.
„Es gibt fortlaufend technische Innovationen, die nicht nur eine Abteilung, sondern ein ganzes Unternehmen betreffen – wer hier stehen bleibt, der verliert“, warnt Nicolas Rädecke, geschäftsführender Gesellschafter von DUB. Er freut sich über die Kooperation mit KPMG, die einmal mehr die Nähe von DUB zum Mittelstand und zum Thema digitale Transformation manifestiert. Rädecke: „Der Schnelltest auf unserer Homepage dub.de soll Unternehmer anregen, das Bewusstsein für die eigene Situation zu schärfen und die nötigen Schritte für digitale Prozessveränderungen zu ergreifen.“

Mehr Informationen zu dem Thema können auf dem Mittelstandsportal Deutsche Unternehmerbörse DUB.de abgerufen werden: www.dub.de/atlas.

Industrie 4.0-Konferenz, BDI-Präsident Kempf: Breitbandausbau brennt auf den Nägeln

Auf der 3. Industrie 4.0-Konferenz diskutieren heute führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik am Hasso-Plattner-Institut über den Standort Deutschland auf dem Weg zur „Industrie 4.0“.

Gastgeber und HPI-Direktor Professor Christoph Meinel beschrieb in seinem Grußwort die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution und mahnte, dass die aktuell gute Wirtschaftslage in den Führungsetagen deutscher Unternehmen nicht dazu führen dürfe, richtungsweisende Entscheidungen zu vertagen. „Die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland wird in den nächsten Jahren entscheidend davon abhängen, wie schnell die digitale Transformation in deutschen Unternehmen voranschreitet und umgesetzt wird“.

Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, betonte in seinem Grußwort, dass die Digitalisierung für die Landesregierung ein wichtiges Querschnittsthema sei und zur Schaffung neuer Strukturen geführt hätte. „Unsere Wirtschaft ist geprägt von kleinen und mittelständischen Firmen. Sie erkennen die Notwendigkeit, sich auf Zukunftstechnologien einzustellen, haben aber meist weder die Zeit noch die personellen und finanziellen Ressourcen dafür.“ Diese Unternehmen gelte es zu unterstützen, beispielsweise durch die Vernetzung mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem HPI oder der BTU, die ihr Wissen an die Wirtschaft und Industrie weitergeben. „Industrie 4.0-Konferenz, BDI-Präsident Kempf: Breitbandausbau brennt auf den Nägeln“ weiterlesen

VDE-Studie fordert „Wirtschaftsinitiative Smart Living“

Die Vernetzung intelligenter Komponenten und Geräte in unserer privaten Umgebung ermöglicht eine Vielfalt neuer Anwendungen und Dienste, die unser Leben reicher, sicherer und ressourcenschonender, komfortabler und unterhaltsamer machen. Welche Produkte erfolgversprechend sind und was jetzt getan werden muss, damit „Smart Living“-Anwendungen und Dienste „Made in Germany“ zum Exportschlager werden, zeigt die neue Studie „Smart Living“ des Technologieverbandes VDE. Im Vordergrund der Studie steht dabei weniger die technische Realisierung des Smart Home auf Komponentenebene als vielmehr die vielfältigen intelligenten Anwendungen und Diensten in den Bereichen Sicherheit der Wohnumgebung, Energieeffizienz und Energiemanagement, Assistenzsysteme wie auch Unterhaltung und Bürokommunikation, die damit möglich werden. Diese Anwendungen und Dienste könnten – ähnlich wie im Mobilfunkbereich – einen grundlegenden Wandel des Wohn- und Lebensgefühls wie auch des Konsumverhaltens einläuten. Obwohl die Smart Home-Industrie hierzulande technologisch gut aufgestellt ist, hat es die deutsche Wirtschaft bei Weitem noch nicht geschafft, ihre Marktpotenziale auf Basis von innovativen Geschäftsmodellen auszuschöpfen.

Über eine Milliarde Euro Wertschöpfung in vier Jahren

Um die Entwicklung eines Leitmarktes für Smart Living-Services „Made in Germany“ zu beschleunigen, empfiehlt der VDE, die branchenübergreifende Zusammenarbeit der Unternehmen in Smart Living-Segmenten zu intensivieren und das Vorgehen von Wirtschaft und Politik in einer „Wirtschaftsinitiative Smart Living“ eng zu verzahnen. „Unser Fazit ist eindeutig: Eine Wirtschaftsinitiative bietet die Chance, die gemeinsame Kreativität und Innovationskraft großer und mittelständischer Unternehmen sowie von Startups zu bündeln und Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter von Smart Living-Systemen und Services zu etablieren“, erklärt VDE-CEO Ansgar Hinz. Durch die schnelle Vernetzung der bestehenden Initiativen und Aktivitäten, durch die Schaffung gemeinsamer Ziele und die konsequente Nutzung von Synergien könnten die Erfolgschancen deutscher Unternehmen wesentlich verbessert werden. „VDE-Studie fordert „Wirtschaftsinitiative Smart Living““ weiterlesen

Plattform Industrie 4.0: „Den Menschen in den Mittelpunkt“

Die Plattform Industrie 4.0 präsentierte am 16. und 17. November Ergebnisse ihrer Arbeit auf dem Nationalen IT-Gipfel in Saarbrücken. Im Mittelpunkt stand die sich grundlegend verändernde Arbeitswelt in der Industrie und was getan werden kann, um Beschäftigte in Zeiten der Digitalisierung betrieblich zu qualifizieren. Grund- lage der Debatte waren die zum IT-Gipfel veröffentlichten Handlungsempfehlungen der Plattform Industrie 4.0.

Ob intelligent vernetzte Produktionsabläufe oder neue Bedingungen in der IT-Sicherheit: Mit Industrie 4.0 verändern sich nicht nur Maschinen und Geschäftsmodelle. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet die Entwicklung, kontinuierlich ihr Know-how an diese Entwicklung anzupassen – über ihr ganzes Arbeitsleben hinweg. Wie das gelingt, diskutierten unter anderem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Siemens-Vorstand Prof. Dr. Siegfried Russwurm und IG Metall-Vorstand Jörg Hofmann.

„Industrie 4.0 wird langfristig erfolgreich sein, wenn wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Digitale Bildung wird künftig das Schlüsselthema für eine erfolgreiche Teilnahme am Erwerbsleben sein. Das betrifft 8 Millionen Beschäftigte in der Industrie und gilt natürlich für die 260.000 Ausbildungsplätze, die die Industrie jedes Jahr schafft. Daher haben wir seitens des Bundeswirtschaftsministeriums zum IT-Gipfel ein umfassendes Positionspapier für die digitale Bildung in jeder Lebensphase vorgelegt: Digitale Bildung muss so früh wie möglich beginnen, darf aber dann auch nicht in der Schule oder Hochschule aufhören, sondern muss das gesamte Berufsleben begleiten. Hier spielen gerade die Berufsschulen eine zentrale Rolle. Deshalb wollen wir 1 Milliarde Euro in eine umfassende Ausstattungsinitiative für Berufsschulen investieren. Industrie 4.0 braucht auch Berufsschulen 4.0“, so Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. „Plattform Industrie 4.0: „Den Menschen in den Mittelpunkt““ weiterlesen

Internet der Dinge und Industrie 4.0: Software AG vereinbart Innovationspartnerschaft mit Bosch

Die Software AG und die Robert Bosch GmbH haben eine strategische Innovationspartnerschaft zur Entwicklung von neuen Diensten und Lösungen für das Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) und Industrie 4.0 vereinbart. Beide Unternehmen planen zudem gemeinsame Vertriebsaktivitäten, um die Nutzung der Bosch IoT Cloud auf eine breite Basis zu stellen. Das gemeinsame Vorgehen soll insbesondere Partnern und Kunden aus Fertigung, Logistik und Handel Vorteile aus Industrie 4.0 und dem stark wachsenden IoT-Markt bieten.

„Als Technologiepartner können wir unseren Kunden noch schneller und effizienter innovative Lösungen mit der Bosch IoT Cloud bieten“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Vorstands der Software AG, fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, die umfassende Kompetenz von Bosch als Innovationsführer mit unserer Softwareexpertise im Cloud-Umfeld bestmöglich zu kombinieren. Somit stärken wir auch wesentlich den Technologiestandort Deutschland mit dem Ziel, die globale Führung bei IoT und Industrie 4.0 weiter auszubauen.“ Basis ist ein gemeinsamer, agiler Innovationszyklus und Design-Thinking-Methoden, um neue Anforderungen für IoT-Lösungen aufzunehmen und die erforderliche Funktionalität schnell und zielgerichtet bereitzustellen. „Internet der Dinge und Industrie 4.0: Software AG vereinbart Innovationspartnerschaft mit Bosch“ weiterlesen

Auch GE und Bosch Partner für Industrie 4.0

GE und Bosch haben eine strategische Kooperation für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) vereinbart. Über die Partnerschaft ihrer Software-Einheiten GE Digital und Bosch Software Innovations wollen beide gemeinsam die vernetzte Industrie weiter voranbringen. Dazu haben Vertreter von GE Digital und Bosch Software Innovations eine Vereinbarung unterschrieben, die Offenheit und Wachstum in der Industrie 4.0 fördern soll.

Neben der technologischen Interoperabilität beinhaltet die Vereinbarung auch die Plattformintegration des GE Predix Operating Systems und der Bosch IoT Suite. GE Digital und Bosch Software Innovations beabsichtigen, sich ergänzende Software-Services auf den jeweiligen Cloud-Plattformen beider Unternehmen einem größeren Nutzerkreis verfügbar zu machen. Kunden der Plattformen steht so eine reichere Vielfalt integrierter Cloud-Technologien für ihre IoT-Anwendungen offen.

Geräteanbindung als Basis für IoT-Anwendungen

Beide Unternehmen beabsichtigen auch, eine auf Open-Source-Software basierende IoT-Basistechnologie zu entwickeln, auf der IoT-Plattformen aufgebaut werden können. Durch ein gemeinsam aufgebautes Ökosystem soll diese Basistechnologie noch weiter ausgebaut werden. Die Basis für die Zusammenarbeitet bietet dafür die Eclipse Foundation, eine der größten globalen Open-Source-Communitys, in der beide Unternehmen Mitglieder sind. Intensive Zusammenarbeit findet in den Projekten statt, die sich auf die Geräteanbindung fokussieren: Eclipse hono, Eclipse Vorto, Eclipse Leshan, Eclipse ACS (Access Control Service) sowie das durch GE getriebene UAA (User Account and Authentication). In jeder IoT-Anwendung werden Geräte und Maschinen an ein Backend angeschlossen, in dem Daten und Gerätefunktionalität aggregiert werden. Daraus entstehen dann Mehrwertdienste für Nutzer. Durch den Beitrag vieler IoT-Software-Entwickler in der Eclipse Community werden offene Tools und Standards geschaffen, von denen auch andere Unternehmen für ihre eigenen IoT-Anwendungen profitieren. „Auch GE und Bosch Partner für Industrie 4.0“ weiterlesen

Arbeit 4.0 fordert sachlichen Dialog der Akteure

„Arbeit und Arbeitsorganisation in der Industrie 4.0 finden derzeit noch zu wenig Beachtung. Dabei beeinflusst die arbeitspolitische Gestaltung wesentlich den Erfolg der Industrie 4.0.“ stellte Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser bei der gestrigen Podiumsdiskussion mit NRW-Arbeitsminister Rainer Schmelzer heraus. Er folgerte daraus: „Daher ist die sachliche Debatte und der Dialog über Mensch und Arbeit in der Industrie 4.0 mit allen Beteiligten – Beschäftigte, Unternehmen, Politik und Sozialpartner – notwendig und einzufordern.“

Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der Veranstaltung „Arbeit 2020: Faire Arbeit im digitalen Wandel“ statt. Auf Einladung der Allianz der Wirtschaft und Arbeit 4.0 diskutierten Politik, Wissenschaft und Unternehmen die Zukunft der Arbeit.

Arbeit 2020 – Informationsbedarf der Unternehmen

Die Digitalisierung der industriellen Arbeitswelt bringt vielfältige Änderungen mit sich. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 werden unter anderem Vernetzung, intelligente Systeme, Datenverfügbarkeit und das Zusammenspiel von Mensch und Maschine zusammengefasst. Vor diesem Hintergrund geht es um Gestaltungschancen für Unternehmen, Beschäftigte, Sozialpartner und Politik. Die Nutzung dieser Chancen zum Wohl aller Beteiligten geht mit ebenso großen Erwartungen wie Unsicherheiten einher. Hieraus entsteht ein großer Informationsbedarf, den Studien des ifaa bestätigen.

Wie sieht Industrie 4.0 aktuell in den Unternehmen aus?

Die Studien zeigen, dass der Begriff Industrie 4.0 in den befragten Unternehmen zwar sehr bekannt ist, ein klares Verständnis aber häufig fehlt. Die Aktivitäten im Hinblick auf Industrie 4.0 und die Digitalisierung der industriellen Arbeitswelt sind unterschiedlich ausgeprägt und in größeren Unternehmen meist weiter fortgeschritten als in kleineren. Für die mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaft bedeutet dies, dass gerade kleinere Unternehmen Bedarf nach Unterstützung haben. Hierzu sind — im Gegensatz zu den häufig abstrakten Definitionen von Industrie 4.0 — konkrete Anwendungsbeispiele erforderlich, die es erlauben, wirtschaftliche und praktische Auswirkungen auf das eigene Unternehmen zu übertragen und in dessen strategische Weiterentwicklung einfließen zu lassen. „Arbeit 4.0 fordert sachlichen Dialog der Akteure“ weiterlesen

Forscher: Staat soll Investitionslücke in Deutschland schließen

Ökonomen der Universität Hohenheim warnen vor den Folgen zu geringer Investitionen. Ihr Rat an die Regierung: Sie sollte die Niedrigzinsphase nutzen. Marode Straßen, kaputte Schienen, vorsintflutliche Kommunikationsnetze: Deutschland investiert zu wenig. Diese Investitionslücke, vor allem im staatlichen Bereich, wird der deutschen Wirtschaft langfristig massive Probleme bereiten, mahnen Ökonomen der Universität Hohenheim. Dabei stützen sie sich auf ein Forschungsprojekt, das die Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der letzten Jahrzehnte auswertete. Eine Lösung des Problems sehen sie in den aktuell sehr niedrigen Zinsen, die ein Investitionsprogramm über Kredite nahelegen – wofür allerdings die staatliche Schuldenbremse gelockert werde müsste. Die Hans-Böckler-Stiftung unterstützte das Projekt mit über 180.000 Euro und machte es zu einem Schwergewicht der Forschung an der Universität Hohenheim.

Die Investitionen in der Bundesrepublik sind in den letzten 25 Jahren erheblich gesunken. Das Problem ist vor allem im Bereich staatlicher Investitionen spürbar. Die Folge: eine marode Infrastruktur. „Selbst die Kommunikationsnetze hinken mit Investitionen hinterher“, erklärt Professor Harald Hagemann, Ökonom an der Universität Hohenheim. „Und sie werden im Zuge von Industrie 4.0 und Big Data immer wichtiger.“ „Diese Wachstumsschwäche hat erhebliche negative Konsequenzen für die Entwicklung von Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Hier ist eine Kurskorrektur unerlässlich“, mahnt Hagemann. Er hat mit seinem Team in einem Forschungsprojekt der Hans-Böckler-Stiftung die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der letzten Jahrzehnte genau unter die Lupe genommen.

Der Politik empfehlen die Forscher daher dringend ein groß angelegtes, staatliches Investitionsprogramm zur Lösung des Problems. „Das wäre gut für Deutschland und würde auch auf andere EU-Länder ausstrahlen“, betont Hagemann. Finanzieren ließe sich das am besten über Kredite, denn „die Zinsen liegen derzeit bei nur 0,1 Prozent.“ „Forscher: Staat soll Investitionslücke in Deutschland schließen“ weiterlesen