ABB und HPE wollen Industrieanlagen intelligent machen

ABB und Hewlett Packard Enterprise (HPE) haben heute eine strategische Partnerschaft angekündigt, um ABBs Digital-Portfolio mit den Angeboten von HPE für eine sogenannte „hybride IT“ zu kombinieren. Die Partner wollen ihren Kunden Lösungen zur Verfügung stellen, die große Mengen von Betriebsdaten zu Steuerungsinformationen verarbeiten. Damit sollen die Kunden die Effizienz und Flexibilität ihres Betriebs verbessern und Wettbewerbsvorteile schaffen können.

ABB und HPE wollen gemeinsame Lösungen zur Verfügung stellen, die Industrie- und IT-Technologie zusammenführen, um aus Betriebsdaten Einsichten zu generieren und Prozesse zu automatisieren. Dabei werden Cloud-Plattformen wie Microsoft Azure mit IT-Systemen kombiniert, die in Firmen-Rechenzentren und an den Außenrändern des Netzwerks laufen, also in räumlicher Nähe zu Maschinen und Anlagen. Diese Mischung aus IT-Plattformen soll die Datenanalyse in den Industrie-Anlagen beschleunigen und gleichzeitig eine effektive Steuerung von industriellen Prozessen über Standorte hinweg ermöglichen.

„Diese strategische Partnerschaft markiert die nächste Ebene der digitalen industriellen Transformation. Zusammen bringen wir Intelligenz von Cloud-basierten Lösungen in lokale Installationen in Industrie-Anlagen und Rechenzentren, um höhere Verfügbarkeit, Schnelligkeit und Produktivität zu ermöglichen“, wird Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB, in einer Mitteilung zitiert: „ABB und HPE werden Lösungen bereitstellen, die die ganze Bandbreite von IT-Systemen umfassen wird, die Unternehmen heute brauchen – vom Außenrand des Netzwerks über die Cloud zu den Firmen-Rechenzentren.“ „ABB und HPE wollen Industrieanlagen intelligent machen“ weiterlesen

5000 Street-Scooter bei Deutsche Post DHL Group im Einsatz

Im April dieses Jahres als Ziel für Ende 2017 angekündigt, Ende November erreicht: Die Deutsche Post DHL Group hat jetzt 5000 Street Scooter in der Brief- und Paketzustellung im Einsatz. Die Bilanz nach 13,5 Millionen gefahrenen Kilometern ist für den Konzern erfreulich. Die Elektrofahrzeuge, die über 300 Brems- und Anfahrvorgänge täglich an über 300 Tagen im Jahr bewältigen müssen, bewähren sich im Post-Alltag offenbar. Sie verursachen den Angaben zufolge 60 bis 80 Prozent weniger Kosten für Wartung und Verschleiß gegenüber vergleichbaren konventionellen Fahrzeugen. Zudem sparen die rund 3700 Street Scooter des Typs WORK und die etwa 1300 WORK L jährlich mehr als 16.000 Tonnen CO2 ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag für mehr Klima- und auch Lärmschutz.

„Die Reise begann in 2012 mit einer mutigen Idee“, wird Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post – eCommerce – Parcel von Deutsche Post DHL Group, in einer Pressemitteilung zitiert: „Heute, nach 13,5 Millionen gefahrenen Kilometern, wissen wir: Die Idee des Street Scooters funktioniert. Bei der Deutschen Post DHL Group und auch bei Kunden aus anderen Industrien, in Deutschland und in Europa.“ Neben den 5000 Street Scootern gehören rund 10500 Pedelecs zur E-Flotte des Unternehmensbereichs Post – eCommerce – Parcel. Davon sind 1300 E-Bikes und 900 E-Trikes von Street Scooter – mit steigender Tendenz.

Flächendeckende Ladeinfrastruktur, 100 Prozent Ökostrom „5000 Street-Scooter bei Deutsche Post DHL Group im Einsatz“ weiterlesen

Bitkom veröffentlicht Studienbericht „Digitaler Handel“

Wer kauft online ein, was wird online gekauft und was noch nicht? Wie digital sind Deutschlands Händler? Was beeinflusst die Kaufentscheidung beim Online-Shopping? Wie lassen sich Kunden online beraten, welche Bezahl- und Liefermethoden bevorzugen sie? Antworten auf all diese Fragen aus der Welt des E-Commerce gibt ein neuer Studienbericht des Digitalverbands Bitkom.

Die ausführliche Publikation stellt die Ergebnisse mehrerer repräsentativen Befragungen unter Verbrauchern und Händlern zusammen. Die Themen reichen von der Nutzung verschiedener Zahlungsmöglichkeiten im Web über den Online-Kauf mit Mobilgeräten bis zum Einfluss des Social Web auf Kaufentscheidungen. „Die Welt des Online-Handels ist groß – und wird immer größer. Rund 98 Prozent der Internetnutzer sind Online-Käufer. Auf Seiten der Händler sind bereits 70 Prozent auch oder sogar ausschließlich im E-Commerce aktiv. Im E-Commerce warten viele Chancen, wie unser neuer Studienbericht zeigt“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga. Kostenloser Download auf www.bitkom.org

Durchblick bei der Industrie 4.0-Forschung

Auf die Frage, wie man bei der Vielzahl der Industrie 4.0-Forschungsprojekte noch den Überblick behalten kann, gibt es aus der Sicht des Maschinenbauverbands VDMA nun eine Antwort. Der F&E-Lotse, den das VDMA-Forum Industrie 4.0 auf seinem Informationstag „Transfer aus der Industrie 4.0-Forschung“ präsentiert hat, ermöglicht nach den Angaben des Verbands eine strukturierte Navigation durch die wichtigsten aktuellen Forschungsvorhaben in Deutschland.

„Uns war es wichtig, die Forschungsprojekte thematisch so zu gliedern, dass Interessenten die für sie passenden Lösungen und Ergebnisse intuitiv finden“, wird Judith Binzer, verantwortlich für das Thema Forschung im VDMA-Forum Industrie 4.0, in einer Mitteilung des Verbands zitiert

Systematisch Forschungsbedarf ermitteln

Sechs Kategorien – „Engineering“, „Produktion“, „Mensch und Arbeit“, „IT-Technologien und Automatisierungstechnik“, „Geschäftsmodelle“ sowie „Rahmenbedingungen“ – bilden die Basis für die Zuordnung von nahezu 100 Forschungsprojekten. „Die Systematisierung der Forschungsprojekte hilft dabei, offene Fragen und weiteren Forschungsbedarf zu identifizieren“, sagte Binzer. So liegen die Schwerpunkte der aktuellen Projekte bei den Themen integrierte IT-Werkzeuge zur Implementierung von Industrie 4.0-Lösungen, Produktionsplanung und -steuerung, Logistik, Schnittstellen und Kommunikation, Datenanalyse, Assistenzsysteme sowie Implementierungsempfehlungen für Unternehmen.

Andere Aspekte, wie z.B. Dokumentation, Lebenszyklusmanagement, Energiemanagement oder Methoden zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, spielen derzeit noch eine untergeordnete Rolle. Die Forschungsgremien im VDMA-Forum Industrie 4.0 haben es sich zum Ziel gesetzt, den Forschungsstatus intensiv zu analysieren und daraus Handlungsempfehlungen und Projektideen für den Maschinen- und Anlagenbau ableiten. „Durchblick bei der Industrie 4.0-Forschung“ weiterlesen

Wer haftet für mein selbstfahrendes Auto?

Autonome Autos werden den Verkehr auf den deutschen Straßen revolutionieren: weniger Verkehrstote, Stau und Umweltverschmutzung. Wie die Haftung geregelt werden soll, wenn der Fahrer nicht selbst fährt und es zu einem Unfall kommt, ist allerdings noch offen. Die Automobilbranche selbst sieht in erster Linie die Systementwickler der Künstlichen Intelligenz in der Verantwortung. 41 Prozent der Automobilunternehmen sagen, dass die Software-Anbieter bei Unfällen haften sollten. Nur 19 Prozent sehen hingegen den Autohersteller in der Pflicht.

Jeder fünfte Entscheider in der Automobilbranche (21 Prozent) sieht den Fahrer in der Verantwortung – und dies obwohl ein autonomes Fahrzeug keinen Fahrer im heutigen Sinne mehr haben wird. Und nur 12 Prozent sprechen sich dafür aus, dass der Fahrzeughalter haften sollte. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern. „Wenn wir die nötige Akzeptanz für autonomes Fahren herstellen wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass niemand für etwas haftet, was er nicht kontrollieren kann“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung zu den Ergebnissen zitiert. „Sicher ist: Mit autonomen Fahrzeugen wird es deutlich weniger Unfälle geben als mit menschlichen Fahrern. Die Haftungsfrage muss schnellstmöglich und verbindlich geklärt werden, damit autonome Fahrzeuge eingesetzt werden können.“ „Wer haftet für mein selbstfahrendes Auto?“ weiterlesen

Fertigungsindustrie steht vor neuer Ära

Aufsehenerregende Innovationen haben das Jahr 2017 geprägt. Sie reichen von autonomen Taxidrohnen bis hin zu Maschinen zur personalisierten DNA-Dekodierung. Ermöglicht werden sie durch eine neue Welle von Megatrends. Die Innovationen sind Indikatoren für die Entstehung neuer Produkt- und Servicemärkte. Experten der Strategieberatung Oliver Wyman haben errechnet, dass diese bereits 2025 Umsätze von mehr als einer Billion US-Dollar erreichen werden. Gerade Industrieunternehmen bieten die neuen Märkte gewaltige Chancen, wie der jetzt veröffentlichte Branchenreport „Perspectives on Manufacturing Industries“ von Oliver Wyman zeigt.

Die Wachstumsmärkte entstehen in den unterschiedlichsten Segmenten der Wirtschaft. Allgegenwärtige Beispiele sind die erneuerbaren Energien, alternative Mobilitätsdienste, autonome Fahrzeuge, Industrie- und Haushaltsroboter sowie das Internet der Dinge. Hinzu kommen aber auch Themen wie maschinelle DNA-Sequenzierung, Gewebezüchtung, kommerzielle Drohnen und künstliche Intelligenz (KI) in Unternehmen. 2025 werden die neuen Produkt- und Servicemärkte Oliver Wyman-Berechnungen zufolge mehr als eine Billion US-Dollar wert sein.

Ähnlich, aber anders

Ähnliche Innovationsschübe, ausgelöst durch Megatrends, gab es schon in der Vergangenheit, sie finden in Zyklen statt. 1910 führten Elektrizität, Öl, Chemie und Automobil zur Massenproduktion und zur modernen Stadt. 1960 läuteten Computer, Automatisierung, Telekommunikation und Flugreisen das Zeitalter der Globalisierung und der „schlanken“ Industrieproduktion ein. Und jetzt sind es Künstliche Intelligenz, Sharing Economy und Vernetzung, die die Tür zu einer neuen Ära aufstoßen. Der entscheidende Unterschied zwischen einst und heute: Damals betrug der Zeithorizont für eine Innovationswelle 50 bis 60 Jahre, heute sind es nur noch 10 bis 20 Jahre. „Fertigungsindustrie steht vor neuer Ära“ weiterlesen

Bundesbürger geben Künstlicher Intelligenz große Chancen

Selbstfahrende Autos, genauere medizinische Diagnosen oder Unterstützung bei der Aufklärung von Verbrechen – Künstliche Intelligenz wird schon heute in vielen Lebensbereichen eingesetzt und gilt als Schlüsseltechnologie der kommenden Jahre. Zwei Drittel (69 Prozent) der Bundesbürger sind der Meinung, dass Künstliche Intelligenz (KI) entscheidend ist, damit deutsche Unternehmen künftig weltweit erfolgreich sind. Jeder Zweite (49 Prozent) wünscht sich, dass die Politik die KI-Forschung hierzulande massiv fördert und rund jeder Dritte (30 Prozent) ist sogar der Meinung, die Politik müsse Künstliche Intelligenz zu einem Top-Thema machen.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage unter 1.006 Bundesbürgern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Bereits in wenigen Jahren werden viele Produkte und Dienstleistungen mit Maschinenintelligenz ausgestattet oder sogar von ihr geprägt sein“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung zu den Ergebnissen zitiert. „Wir müssen alles tun, um das Potenzial von KI für die digitale Gesellschaft bestmöglich zu nutzen.“

Grundsätzlich sehen die Bundesbürger in allen Lebensbereichen große Chancen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. 8 von 10 (83 Prozent) sind sicher, dass KI die Verkehrssteuerung verbessern und so Staus reduzieren kann. Fast ebenso viele (81 Prozent) glauben, dass dank KI in der Industrie körperlich belastende Tätigkeiten auf Maschinen übertragen werden können. Jeweils zwei Drittel sagen, dass Verwaltungstätigkeiten durch KI beschleunigt werden (68 Prozent), in der Forschung die Innovationskraft steigt (67 Prozent) und der Kundenservice Anfragen zuverlässiger bearbeiten kann (64 Prozent). Ebenfalls eine Mehrheit geht davon aus, dass die Polizei durch den Einsatz von KI Verbrechen schneller aufklären kann (54 Prozent) und im Gesundheitswesen mit KI-Hilfe bessere Diagnosen gestellt werden (57 Prozent).

„Es geht nicht darum, dass ein KI-System den Polizisten oder den Arzt ersetzt. Es geht darum, dass intelligente Systeme ihm zuarbeiten“, sagt Berg. „So kann die Software zum Beispiel eine Vielzahl von Daten über einen erkrankten Patienten verarbeiten und diese in kurzer Zeit mit einer Vielzahl zurückliegender Diagnosen und den jüngsten Forschungsergebnissen abgleichen. Auf dieser Basis kann sie dem behandelnden Arzt eine individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmte Therapie vorschlagen.“ Nur an einer Stelle sind die Befragten mehrheitlich skeptisch. Gerade einmal jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, dass KI in Kunst und Kultur völlig neue Dinge schaffen kann. Berg: „Analytisch sieht man bei KI offenkundig keine Grenzen, echte Kreativität wird den Systemen aber nicht zugetraut.“ „Bundesbürger geben Künstlicher Intelligenz große Chancen“ weiterlesen

Digitale Transformation im Handel: Jedes fünfte Unternehmen hat keine Strategie

Um die Zukunftsfähigkeit ihres Geschäftsmodells im Zeitalter der digitalen Transformation zu sichern, setzen deutsche Händler und Hersteller auf den Aufbau einer eigenen digitalen Geschäftseinheit (44 Prozent) und auf Kooperationen mit digitalen Unternehmen (41 Prozent). Nur eine kleine Minderheit fasst Unternehmenskäufe oder Beteiligungen an digitalen Start-ups ins Auge. Zu diesen Ergebnissen kommt eine PwC-Befragung unter 100 deutschen Händlern und Konsumgüterherstellern.

„Alarmierend ist jedoch, dass jedes fünfte Unternehmen sich bisher noch nicht eingehend mit dem Aufbau digitaler Fähigkeiten beschäftigt und keine entsprechende Strategie definiert hat. Deutsche Händler und Hersteller setzen ihre Marktposition gegenüber ihren internationalen Wettbewerbern aufs Spiel, wenn sie die digitale Transformation zu langsam und zögerlich angehen“, wird Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC in Deutschland und EMEA, in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen zitiert. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass es jeder zehnte deutsche Händler und Hersteller nicht schaffen wird, aus eigener Kraft im Wettlauf der digitalen Transformation mitzuhalten.

Drei strategische Optionen: Buy, Make, Cooperate

Um ihr Geschäftsmodell im Zeitalter der Digitalisierung für die Zukunft fit zu machen, haben Unternehmen grundsätzlich drei strategische Optionen: Selbst einen digitalen Geschäftsbereich aufbauen, eine Akquisition tätigen oder in digitale Start-ups investieren, oder eine Kooperation eingehen. „Digitale Transformation im Handel: Jedes fünfte Unternehmen hat keine Strategie“ weiterlesen

SAP-Blockchain-Initiative wächst auf 27 Mitglieder

Mittlerweile 27 Kunden und Partner des deutschen Softwarekonzerns SAP mit einem gemeinsamen Marktvolumen von 819 Milliarden Dollar beteiligen sich nach Angaben des Unternehmens an der SAP-Initiative für gemeinsame Innovationen rund um Blockchain-Technologie. Ziel dieser Initiative ist es, das digitale Transaktionsregister mithilfe des SA Cloud Platform Blockchain Service in Lösungen für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), Fertigung und die digitale Logistikkette zu integrieren.

Die teilnehmenden Unternehmen stammen aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Branchen wie der Konsumgüterindustrie, Telekommunikation, Einzelhandel, Logistikwesen, Landwirtschaft, Hightech, Luft- und Raumfahrt- sowie der Verteidigungsbranche, Geräte- und Maschinenbau, Energie- und Versorgungswirtschaft und öffentlichen Verwaltung. Diese Vielfalt spricht nach der Meinung von SAP für eine hohe Blockchain-Akzeptanz.

„Die Deutsche Telekom sieht im Telekommunikationsgeschäft großes Potenzial für die Blockchain-Technologie“, wird Hartmut Mueller, Senior Vice President, Leiter von Business Solutions der Deutsche Telekom IT, in einer entsprechenden Mitteilung von SAP zitiert. „SAP-Blockchain-Initiative wächst auf 27 Mitglieder“ weiterlesen

Ethikrat soll Regeln für autonome Autos aufstellen

Späße des Beifahrers, die Bedienung von Instrumenten oder Ereignisse am Fahrbahnrand lenken einen menschlichen Fahrer vom Verkehrsgeschehen ab. Ein Fahrassistent lässt sich davon nicht beeindrucken. Doch nach welchen Grundsätzen die Technik handelt, wenn unerwartet ein Fußgänger auf die Straße läuft oder der Vordermann bremst, ist noch nicht abschließend geklärt. Die große Mehrheit in der Automobilbranche (86 Prozent) fordert, dass ein Ethikrat oder eine ähnliche, unabhängige Instanz festlegen soll, wie ein selbstfahrendes Auto in Gefahrensituationen agiert.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern. Dabei geht es etwa um die Frage, ob in erster Linie die Insassen oder andere Verkehrsteilnehmer geschützt werden sollen. Im Sommer hat die Ethik-Kommission des Bundesverkehrsministeriums erste Leitlinien für die Programmierung automatisierter Fahrsysteme veröffentlicht. Den Softwareanbieter, der die Künstliche Intelligenz für das selbstfahrende Auto entwickelt, sehen nur 4 Prozent in der Pflicht, Regeln aufzustellen. Ähnlich halten die Unternehmen es mit dem Gesetzgeber (3 Prozent) und den Automobilherstellern selbst (2 Prozent). „Autonome Autos werden das Fahrerlebnis verändern und unseren Verkehr revolutionieren. Aber das autonome Fahren wirft auch ethische Fragen auf“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung zu der Umfrage zitiert. „Die Diskussion dieser Fragen darf aber nicht zur Innovationsbremse werden. Auch wenn im jeweiligen Einzelfall eine automatische Entscheidung nur sehr schwer vorzugeben ist: Unter dem Strich werden autonome Fahrzeuge die Zahl der Verkehrsunfälle und Unfallopfer massiv reduzieren.“ „Ethikrat soll Regeln für autonome Autos aufstellen“ weiterlesen

Softwareentwicklung braucht Digital Designer

Software kann auf ganz unterschiedliche Weise überzeugen – durch eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit, eine neuartige Funktionsweise oder durch eine moderne Oberfläche. Gerade bei der Konzeption und Gestaltung einer Software treten Informatiker aber selten in einer aktiven Gestaltungsrolle auf. Das Problem fängt in der Ausbildung an: 95 Prozent der Informatik-Studiengänge legen den Fokus allein auf die technologische Kompetenz der Nachwuchskräfte und kommen ohne Gestaltungsanteil aus. Nur bei 5 Prozent der Studiengänge spielen Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Multimedia oder Usability eine Rolle im Lehrplan.

Dabei kann die Kombination von Informatik und Design viel bewirken. „Software ist das zentrale Element der Digitalisierung und muss ganzheitlich gedacht werden: Entwickler allein als Umsetzer der Technik zu sehen, ist nicht mehr zeitgemäß. Sie sind die Architekten komplexer Systeme und müssen damit stärker in die Gestaltung von Software involviert werden“, sagt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband Bitkom. „Wenn die Softwareentwicklung im Zuge der Digitalen Transformation ihr volles Potenzial ausschöpfen will, muss der Gestaltungskompetenz in der IT-Ausbildung mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Technologische Kompetenz allein reicht nicht mehr aus.“

Der neue Bitkom-Leitfaden „Rollenideal »Digital Design«“ will zu einem Umdenken in der Softwareentwicklung anregen und ist in Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen, Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung sowie der interessierten Öffentlichkeit entstanden. Der Leitfaden richtet sich an Softwareentwickler und will diese bestärken, größer zu denken und sich nicht mehr nur als Umsetzer sondern auch Gestalter von Software wahrzunehmen. Er richtet sich aber auch an Universitäten und Hochschulen und möchte zu einem Umdenken in der Informatik-Ausbildung anregen und zu einem Dialog einladen. In den ersten Kapiteln wird der Status Quo skizziert und die aktuelle Ausbildungslage im Software Engineering im Hinblick auf die Gestaltungskompetenz betrachtet. Anschließend werden Impulse für das Zusammenspiel von IT und Design gegeben. Mittlerweile wird Software nicht mehr nur mittels klassischer Vorgehensmodelle sondern auch mit Hilfe agiler Ansätze und zunehmend in cross-funktionalen Teams entwickelt.




Um nachhaltig erfolgreiche Produkte, Systeme und Dienstleistungen zu schaffen, stellt der Leitfaden dann das Rollenideal des Digital Designers vor, der in enger Abstimmung mit Software Ingenieuren und Software Managern arbeitet. Das Kompetenzprofil des Digital Designers besteht aus den zwei Schwerpunkten Gestaltung und Materialkunde, das besonders viele technische Aspekte enthält. Aber auch weitere wichtige Querschnittskompetenzen des Digital Designers wie etwa das Management von Entwicklungsvorhaben oder psychologische Grundlagen zur Realisierung von Software werden bedacht. „In der IT gibt es ein breites Tätigkeitsspektrum, das unterschiedliche Talente und Fähigkeiten erfordert. Wir müssen eine Ausgewogenheit zwischen Digital Designern, Software Ingenieuren und Software Managern erreichen, um optimale Ergebnisse zu erzielen“, so Termer. „Nur in der Verbindung von technologischer und gestalterischer Kompetenz lassen sich in Zukunft wirtschaftlich tragfähige und erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen und Services entwickeln.“

Der Leitfaden steht kostenlos zum Download bereit unter https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Rollenideal-Digital-Design.html

Bitkom: Mehrheit der Landwirte für das digitale Zeitalter gewappnet

Hightech-Mähdrescher, Melkroboter und Sensoren in der Tierhaltung: Der Landwirt muss Tag für Tag Digitalkompetenz beweisen, in der Unternehmensführung, im Umgang mit Tier, Maschine oder auf dem Feld. Dafür fühlt sich die breite Mehrheit der Landwirte gewappnet. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unterstützt vom Digitalverband Bitkom unter 850 landwirtschaftlichen Betriebsleitern. Im Durchschnitt geben sich die Landwirte in Sachen Digitalkompetenz die Schulnote 3. Zwei Drittel der Landwirte (67 Prozent) geben an, sehr gute bis befriedigende Digitalkompetenzen zu haben. Weitere 16 Prozent halten ihre Kompetenzen immerhin noch für ausreichend.

Nur 16 Prozent sehen sich ungenügend oder mangelhaft auf das digitale Zeitalter vorbereitet. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Je jünger der landwirtschaftliche Betriebsleiter ist, desto besser wird die eigene Digitalkompetenz eingeschätzt. „Auf dem Bauernhof funktioniert heute ohne Digitalisierung fast nichts mehr. Prozesse und Abläufe werden nicht nur zunehmend digital gesteuert, sondern auch immer stärker integriert und miteinander vernetzt. Umso wichtiger wird die Digitalkompetenz“, wird Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, in einer entsprechenden Mitteilung des Bitkom zitiert. Wegen der vielen Technik im Betrieb seien Landwirte ohnehin bereits in hohem Maße technikaffin. „Landwirte sind in Sachen Digitalisierung schon weiter als mancher Industriebetrieb. Digitalisierung bringt uns vor allem dann weiter, wenn sie nicht nur von der Landtechnik her gedacht, sondern als integraler Teil der Unternehmensführung verstanden und umgesetzt wird.“

Ähnlich wie die eigene schätzen die landwirtschaftlichen Betriebsleiter die Digitalkompetenz ihrer Mitarbeiter, einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen, ein – sofern sie welche haben. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede unter den Altersgruppen. Unter den Mitarbeitern bis 35 Jahre gelten 92 Prozent als mehr oder minder fit und bekommen mindestens die Schulnote befriedigend; bei den Mitarbeitern ab 50 Jahren sind es dagegen nur 37 Prozent. Einem guten Drittel der Gruppe der Älteren (35 Prozent) wird sogar eine mangelhafte oder ungenügende Digitalkompetenz attestiert. „Bitkom: Mehrheit der Landwirte für das digitale Zeitalter gewappnet“ weiterlesen

Beyond 5G – der übernächste Schritt

Schon heute zeichnet sich ab, dass die Datenraten des kommenden Mobilfunkstandards 5G den wachsenden Datenhunger von privaten Nutzern und Industrie nicht lange wird stillen können. Daher forschen Fraunhofer-Experten mit Partnern aus Industrie und Forschung bereits heute im Rahmen des EU-Projekts Terranova an 6G. Bis Ende 2019 arbeitet das TERRANOVA-Team daran, Terahertz-Funklösungen in Glasfasernetze mit hohen Datenraten einzubetten, neue Frequenzbänder zu erschließen und so den Weg für eine belastbare Kommunikations-Infrastruktur zu schaffen, die bereit für die Anforderungen der Zukunft ist.

Diesen Beitrag zum Thema habe ich im Internet gefunden. Verantwortung und Urheberrecht für den Inhalt liegen beim Betreiber der entsprechenden Website:


Schon heute zeichnet sich ab, dass die Datenraten des kommenden Mobilfunkstandards 5G den wachsenden Datenhunger von privaten Nutzern und Industrie nicht lange wird stillen können. Daher forschen Fraunhofer-Experten mit Partnern aus Industrie und Forschung bereits heute im Rahmen des EU-Projekts Terranova an 6G. Bis Ende 2019 arbeitet das TERRANOVA-Team daran, Terahertz-Funklösungen in Glasfasernetze mit hohen Datenraten einzubetten, neue Frequenzbänder zu erschließen und so den Weg für eine belastbare Kommunikations-Infrastruktur zu schaffen, die bereit für die Anforderungen der Zukunft ist.