Umdenken: Deutsche Wirtschaft wappnet sich gegen Hackerangriffe

Unternehmen in Deutschland professionalisieren ihre Abwehr von Cyberattacken. Sechs von zehn Firmen haben eine fundierte IT-Sicherheitsstrategie, bei Großunternehmen sind es acht von zehn, die übrigen arbeiten an der Umsetzung. Ein Umdenken aus Sicht der IT-Entscheider ist vor allem in den Chefetagen zu erkennen. 38 Prozent sehen 2017 eine Verharmlosung der Gefahr von Cyberangriffen durch Vorstände und Geschäftsführer. 2015 bemängelte noch jeder zweite IT-Verantwortliche, dass die Risiken unterschätzt werden. Das sind Ergebnisse der Studie „Potenzialanalyse Digital Security“ von Sopra Steria Consulting. Für die Studie wurden im April 2017 insgesamt 205 IT-Entscheider aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern befragt.

Die digitale Sorglosigkeit ist damit in deutschen Unternehmen auf dem Rückzug. Das Thema bleibt allerdings eine zentrale Aufgabe in den Unternehmen. Jeder vierte IT-Entscheider wünscht sich weniger Risikobereitschaft bei ihrer Geschäftsleitung. Ebenso viele fordern dort ein stärkeres Bewusstsein, dass nicht nur große öffentliche Organisationen und bestimmte Branchen wie Banken, sondern praktisch jedes Unternehmen das Ziel von Cyberkriminellen werden kann.

„IT-Sicherheitsvorfälle durch den Diebstahl digitaler Identitäten teilweise in millionenfacher Anzahl zeigen, dass Cyberangriffe auf Unternehmen komplexer und professioneller werden“, kommentiert Urs M. Krämer, CEO von Sopra Steria Consulting. „Informationssicherheit ist Pflichtdisziplin einer digitalen Wirtschaft. Ein sorgloser Umgang mit Cyberrisiken, wie er gerade in den Führungsetagen lange Zeit herrschte und immer noch zu finden ist, kann sich kein Unternehmen mehr erlauben.“

Den größten Nachholbedarf bei der Formulierung tragfähiger IT-Sicherheitskonzepte haben die mittelständischen Unternehmen in Deutschland: Rund jeder zweite IT-Entscheider aus einem Unternehmen mit einer Größe zwischen 1.000 und 5.000 Mitarbeitern meldet, an einer ausgefeilten IT-Sicherheitsstrategie noch zu arbeiten. Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern sowie kleine Betriebe sind hier bereits weiter. Die Masse setzt auf die aktuelle Bedrohungslage angepasste Konzepte bereits um.

„WannaCry war ein Weckruf, der das in der Studie erkennbare Umdenken noch einmal verstärken wird“, sagt Studienleiter Dr. Gerald Spiegel, IT-Sicherheitsexperte bei Sopra Steria Consulting. „Das Internet der Dinge verschärft die Situation durch die Vielzahl vernetzter Geräte zusätzlich. Ein rein technischer Ansatz greift zu kurz. Es braucht einen Mix aus ineinandergreifenden Vorkehrungen, bestehend aus einer vom Vorstand getriebenen Strategie, automatisierten Verfahren für Prävention und Kontrolle und intelligenten Security-Lösungen, die Sicherheitslecks selbständig aufspüren, sowie einer kontinuierlichen Sensibilisierung aller Mitarbeiter.“ „Umdenken: Deutsche Wirtschaft wappnet sich gegen Hackerangriffe“ weiterlesen

Noch nicht smart genug: Energienetze bekommen Intelligenzschub

Die Energiebranche sieht erheblichen Nachholbedarf beim Einsatz künstlicher Intelligenz (KI), zum Beispiel für Verbrauchs- und Netzauslastungsprognosen. Erst zehn Prozent der Energieversorger setzen so genannte Predictive-Analytics-Systeme ein. Jedes zweite Unternehmen der Branche will das schnell ändern und sieht großes Potenzial in den KI-Entwicklungen. 60 Prozent wollen zudem ihren Bestand an intelligenten Sensoren deutlich ausbauen, um Kosten bei Wartung der Anlagen zu sparen. Das sind Ergebnisse der Potenzialanalyse „Künstliche Intelligenz“ von Sopra Steria Consulting.

Die Energieversorger reagieren mit ihren geplanten Maßnahmen auf die zunehmende Dezentralisierung der Stromnetze. Energieverbraucher sind zunehmend auch Produzenten, so genannte Prosumer. Damit wird es schwieriger, abzuschätzen, wann diese Strom aus dem Netz beziehen. Verteilnetzbetreiber müssen jedoch zu jeder Zeit sicherstellen, dass sie ihre Kunden bei Bedarf zu hundert Prozent mit Energie versorgen können. Das erfordert entsprechende Investitionen in Smart Grids. „Über die Netzentgelte lassen sich diese Investitionen künftig nur noch bedingt refinanzieren. Alternative Lösungen sind gefragt“, sagt Sascha Krauskopf, Experte für Energieversorger von Sopra Steria Consulting.

Mit zusätzlichen Investitionen in künstliche Intelligenz wollen die Energieversorger die Kosten für den Smart-Grid-Ausbau und den Betrieb überschaubar halten. „Automatisierte und selbstlernende Systeme werden mit der Zeit immer besser darin, Vorhersagen zu treffen, wie viel Strom ein Haushalt oder ein Unternehmen in jedem Moment verbraucht und produziert. Die Kosten für das Netzmanagement und den Energiehandel lassen sich mit Predictive-Intelligence-Lösungen um rund 20 Prozent senken“, so Krauskopf.

Predicitve Maintenance wichtiger Einsparfaktor „Noch nicht smart genug: Energienetze bekommen Intelligenzschub“ weiterlesen

Öffentliche Verwaltung: Roboter kämpfen gegen Bürokratie

Die öffentlichen Verwaltungen in Deutschland stehen mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) für mehr Effizienz und Bürgerservice erst am Anfang. Der Einsatz in der Praxis ist noch überschaubar. Den größten Nutzen sehen die Entscheider bei Bund, Ländern und Kommunen in der Beseitigung von Bürokratie. Jeder Vierte kann sich vorstellen, Routineaufgaben künftig an Roboter auszulagern und so Verwaltungsabläufe für den Bürger zu beschleunigen. Das sind Ergebnisse der Potenzialanalyse „Künstliche Intelligenz“ von Sopra Steria Consulting.

Künstliche Intelligenz wird in den Verwaltungen noch zurückhaltend betrachtet, zeigt die Studie. 25 Prozent der befragten Verwaltungsentscheider sehen überhaupt Potenzial darin, dass Menschen und Maschinen künftig gemeinsam Akten und Verwaltungsvorgänge bearbeiten. Zum Vergleich: In der privaten Wirtschaft sind es mehr als 80 Prozent, die sich viel von einer der KI-Teildisziplinen wie sprachgesteuerte Anwendungen und digitale Assistenten versprechen.

„Einzelne Verwaltungen tasten sich langsam an den Einsatz künstlicher Intelligenz heran “, sagt Thomas Walsch, Experte Digitale Transformation. „Anders als Unternehmen können sie weniger experimentell vorgehen. Der Nutzen muss konkret und absehbar sein“, so Walsch. Für 17 Prozent der befragten Verwaltungsentscheider ist der nicht sichtbare Mehrwert für den eigenen Bereich eine der großen Herausforderungen beim KI-Einsatz. Dazu kommt die nötige Qualifizierung der Mitarbeiter, die derzeit vor allem Routinetätigkeiten ausführen, so die Studie. „Öffentliche Verwaltung: Roboter kämpfen gegen Bürokratie“ weiterlesen

Industrie sieht künstliche Intelligenz als Produktionsturbo und hilfreiche Assistenz

Die deutsche Industrie will durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) die Produktion weiter beschleunigen. Allein im Automotive-Sektor und in der verarbeiteten Industrie setzen sechs von zehn Unternehmen bei der Automatisierung ihrer Fertigungsprozesse auf KI. Sie versprechen sich schnellere Abläufe und damit spürbare Wettbewerbsvorteile. Als Jobkiller sehen die Entscheider die neuen Technologien derzeit noch nicht: Mehr als 40 Prozent der Entscheider möchten stattdessen ihre Fachkräfte stärker durch Bots und digitale Assistenten unterstützen. Das sind Ergebnisse der Potenzialanalyse „Künstliche Intelligenz“ von Sopra Steria Consulting, die im Vorfeld der Hannover Messe durchgeführt wurde.

Das größte Potenzial sehen Unternehmensentscheider bei intelligenten Automatisierungstechnologien, die im Unterschied zu vorhandenen Technologien über Sensorik und Daten flexiblere Maschinensteuerung sowie die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine zulassen. Technologien wie „Affective Computing“, das branchenübergreifend eher selten eingesetzt wird, sind im Automotive-Sektor deutlich häufiger im Einsatz als in anderen Branchen. Dabei erkennen und interpretieren Maschinen menschliche Gefühlsäußerungen und warnen zum Beispiel bei Müdigkeit vor Fehlbedienungen oder Unfällen.
Automatisierungstechnologien (49 Prozent) und digitale Assistenten (43 Prozent) werden branchenübergreifend auch in Zukunft zu den wichtigsten Einsatzgebieten künstlicher Intelligenz gehören. „Bis 2025 werden die Bedeutung von KI und die Investitionen in intelligente Fertigungssysteme noch deutlich zunehmen“, sagt Andreas Schmidt, Experte für Innovation Management bei Sopra Steria Consulting. „Aber schon heute sehen wir, dass künstliche Intelligenz längst in den Unternehmen angekommen ist. Auf der Hannover Messe werden wir zahlreiche Beispiele dafür erleben, wie KI schon heute dazu beiträgt, Prozesse zu beschleunigen.“

Automotive und verarbeitendes Gewerbe liegen beim KI-Einsatz vorne



Zu den Branchen, die mehr als andere auf einen großen Mix von KI-Technologien setzen, zählen die Automobilindustrie und das verarbeitende Gewerbe. Mit Robotic Process Automation (RPA), intelligenten Automatisierungstechnologien und Sensorik, digitalen Assistenten, Predictive Analytics oder Affective Computing liegen die Einsatzanteile hier deutlich über denen anderer Industriezweige. Mit dieser Vielfalt korreliert auch die KI-Kompetenz der Mitarbeiter dieser Branchen, die bei allen Fach- und Führungskräften, aber auch bei den Spezialisten und Young Professionals deutlich über den Schnitt anderer Industriezweige liegt.

Die Automobilbranche verspricht sich eine deutliche Nutzensteigerung durch den Einsatz von KI, da sich damit das stetig wachsende Datenaufkommen beherrschen, strukturierte und unstrukturierte Informationen besser bewerten, die Arbeitskosten reduzieren sowie Prozesse beschleunigen lassen. Ähnlich positiv fällt die Erwartungshaltung im verarbeitenden Gewerbe aus.

Roboter und Bots dienen derzeit vor allem als Assistenten

Angesichts der öffentlich geführten Diskussionen um die Zukunft der Arbeit in Zeiten künstlicher Intelligenz ist eine weitere Einschätzung der Unternehmenslenker bemerkenswert: Zwar sehen branchenübergreifend fast acht von zehn Entscheider (78 Prozent) positive Auswirkungen des KI-Einsatzes auf Personalkosten und -aufwand in der Produktion. Allerdings ist diese Erwartung weniger mit der Aussicht verbunden, menschliche Arbeit durch Roboter zu ersetzen. Derzeit sehen rund vier von zehn Entscheidern in der verarbeiteten Industrie und im Automotivsektor wegfallende Arbeitsplätze als zentrale Auswirkung durch den Einsatz von KI. In der Automobilindustrie geht es beispielsweise darum, mit intelligenten Assistenzsystemen monotone wie gefährliche Tätigkeiten deutlich zu reduzieren und zu unterstützen. „Den Ruf als Jobkiller erfüllt KI damit nach Überzeugung der befragten Entscheider zumindest heute noch nicht“, so Schmidt.

Neuer Managementkompass bietet Handlungsempfehlungen für den Einstieg in KI-Projekte

Zeitgleich mit den Studienergebnissen hat Sopra Steria Consulting einen Managementkompass Künstliche Intelligenz veröffentlicht. Er zeigt auf, welche Potenziale künstliche Intelligenz kurz- und mittelfristig bieten kann und welche Vorteile Unternehmen schon jetzt haben. Der Kompass bietet auch eine Übersicht über unterschiedliche Anwendungsbereiche wie Vertrieb & Service, Beratung, Personalmanagement und Kundendienst.

Der nutzbringende Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) hängt nicht zuletzt vom Grad der digitalen Reife ab, die ein Unternehmen bereits erlangt hat oder in absehbarer Zeit erreichen wird. Um das kurz- und mittelfristige Potenzial realistisch bewerten zu können, ist eine selbstkritische Betrachtung des aktuellen Vernetzungs- und Automatisierungsgrades, der Sicherheit eigener und externer IT-Infrastrukturen sowie verfügbarer Datenquellen ebenso notwendig wie strategische Überlegungen zur betrieblichen Organisation. Über eine Checkliste können Unternehmen die Roadmap für den Einstieg in KI konkret planen, indem sie ihre eigene Position bestimmen, ihre IT-Infrastruktur auf Tauglichkeit überprüfen und die Unternehmensprozesse darauf abklopfen, inwieweit sie sich für KI-Pilotprojekte eignen.

Für die „Potenzialanalyse Künstliche Intelligenz“ wurden im Auftrag von Sopra Steria Consulting im Februar 2017 mehr als 200 (n=203) Geschäftsführer, Vorstände, und Führungskräfte im Business Development und aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt. Die Teilnehmer kommen aus Unternehmen der Branchen Banken, Versicherungen, sonstige Finanzdienstleister, Energieversorger, Automotive und sonstiges verarbeitendes Gewerbe, Telekommunikation und Medien sowie Öffentliche Verwaltung. Explizit von der Teilnahme ausgeschlossen waren Mitarbeiter und Führungskräfte von Beratungsunternehmen und Anbieter von IT-Lösungen sowie der Handel.

Weniger Druck: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung seltener digital überfordert

Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung spüren einen geringeren digitalen Druck am Arbeitsplatz als Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. 15 Prozent fühlen sich nach eigener Einschätzung durch den digitalen Wandel überfordert. Zum Vergleich: In der Automobilindustrie sind es 47 Prozent, bei Finanzdienstleistern 21 Prozent. Der Grund: Der Übergang in ein digitales Arbeiten ist in öffentlichen Einrichtungen weniger drastisch als in Unternehmen. Zu den Ergebnissen kommt die Studie „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ von Sopra Steria Consulting.

Die Arbeitnehmer von öffentlichen Arbeitgebern profitieren derzeit vom geringeren Wettbewerbsdruck im Vergleich zur privaten Wirtschaft. Dort sagen rund 70 Prozent der Führungskräfte, ihr Unternehmen müsse digital nachziehen, weil andere Anbieter bereits weiter sind. Digitalen Wettbewerb gibt es zwischen einzelnen Verwaltungen zwar auch, allerdings deutlich weniger stark ausgeprägt. „Bund, Länder und Kommunen sind, wie die Unternehmen, gezwungen, Leistungen und interne Prozesse zu digitalisieren. Der Umbruch passiert allerdings weniger radikal. Während Unternehmen häufig schnell flächendeckende Maßnahmen durchführen müssen, werden 90 Prozent der E-Government-Vorhaben erst in kleinen Projekten erprobt. Das kommt zwangsläufig auch den Mitarbeitern zu Gute, die in neue Technologien und Arbeitsweisen hineinwachsen können“, sagt Thomas Walsch, Experte Digitale Transformation von Sopra Steria Consulting.

Darüber hinaus läuft der Digitalisierungsprozess der öffentlichen Hand häufig gesteuerter ab als in Unternehmen. 71 Prozent der Verwaltungsmitarbeiter geben an, dass sie beispielsweise bei der Einführung digitaler Prozesse einen klaren Rahmen bekommen, welche Tools genutzt werden sollen. In der Privatwirtschaft herrscht dagegen mehr Wahlfreiheit. Im Durchschnitt können mehr als 40 Prozent der Befragten selbst entscheiden, inwieweit sie digitale Technologien in ihre Arbeit integrieren, so die Studie. „Weniger Druck: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung seltener digital überfordert“ weiterlesen

Studie: Unternehmen wollen digitale Bildungslücke schließen

43 Prozent der Unternehmen in Deutschland stocken ihre Budgets für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter auf. Der Grund: Der Arbeitsmarkt wird umkämpfter. Dadurch steigen die Kosten für das Gewinnen neuer Fachkräfte. Viele Firmen setzen deshalb verstärkt auf interne Weiterbildungen. Zudem investieren die Arbeitgeber mehr in Schulungen, um Kompetenzlücken zu schließen, die beispielsweise die zunehmende Digitalisierung des Geschäfts und der Arbeit auslöst. Das sind Ergebnisse der Studie „Arbeitswelt der Zukunft“ von Sopra Steria Consulting.

Ein großer Teil des zusätzlichen Weiterbildungsbudgets wird in spezielle Trainings für ein digitalisiertes Arbeiten fließen. 48 Prozent der Entscheider sehen hier Nachholbedarf, vor allem bei älteren Mitarbeitern. Darüber hinaus soll mehr Rücksicht auf individuelle Trainingsbedarfe genommen werden. In jedem dritten Unternehmen sollen zudem Führungskräfte stärker in Veränderungsmanagement geschult werden. „Durch die Digitalisierung verändern sich die gewohnten Abläufe, der zunehmende internationale Wettbewerb zwingt zu mehr Geschwindigkeit und erhöht den Innovationsdruck. Das bekommen auch die Mitarbeiter zu spüren“, sagt Jürgen Prinz, Leiter Human Capital Management Solutions bei Sopra Steria Consulting.

Von Arbeitnehmern wird in der Arbeitswelt der Zukunft vor allem mehr Flexibilität und Lernbereitschaft gefordert. Wichtig ist zudem die Fähigkeit, sich trotz Informationsflut und vielen neuen Technologien auf die inhaltliche Arbeit zu fokussieren. „Hier haben junge digital Natives sogar häufig größere Probleme als die ältere Generation. Wichtig ist deshalb, die Mitarbeiter bei ihrem persönlichen Kenntnisstand und Bedarfen abzuholen und abgestufte Trainings anzubieten“, so Prinz. „Studie: Unternehmen wollen digitale Bildungslücke schließen“ weiterlesen

Deutsche mahnen zu Fortschritten beim E-Government

Die Deutschen wünschen sich mehr und besseres E-Government. Fast jeder Zweite bewertet das Online-Angebot der öffentlichen Verwaltung hierzulande als wenig oder nicht fortgeschritten. Zudem können nur 43 Prozent die vorhandenen Online-Dienste komplett ohne Hilfe nutzen. Ganz oben auf dem digitalen Wunschzettel an die Behörden steht ein vereinfachter Einwohnermeldeservice. Das ergibt eine Umfrage im Auftrag von Sopra Steria, für die 4.002 Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Norwegen befragt wurden.

Vor allem Anträge auf Personal- und Reisepässe sowie das Ändern des Personenstands sollten nach dem Willen der Bundesbürger stärker vereinfacht und digitalisiert werden. Für Viele ist zudem das wiederholte Angeben persönlicher Daten lästig. Drei Viertel befürworten ein zentrales Verwaltungsportal, auf dem Stammdaten einmalig eingetragen und selbstständig gepflegt werden können. Als echten Fortschritt betrachten die Deutschen dagegen die Möglichkeit an, ihre Steuererklärung online abzugeben und nicht mehr über den Postweg. Dennoch wünschen sich 34 Prozent auch hier eine weitere Vereinfachung, beispielsweise bei der Unterschrift oder dem Einreichen von Belegen.

In den anderen untersuchten Ländern vergibt die Bevölkerung insgesamt deutlich bessere E-Government-Noten. In Norwegen sagen drei von vier Bürgern, der digitale Service der Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen ist so, wie sie es beispielsweise vom Online Shopping gewohnt sind. In Frankreich halten 70 Prozent der Bürger ihre Verwaltung für digital fortgeschritten, in Großbritannien sind es 64 Prozent. „Deutsche mahnen zu Fortschritten beim E-Government“ weiterlesen

Attraktiv für junge Arbeitnehmer? Finanzdienstleister auf dem Weg in die Arbeitswelt von morgen

Die fortschreitende Digitalisierung stellt das Marktumfeld der deutschen Assekuranz- und Kreditwirtschaft buchstäblich auf den Kopf: Neue Mitbewerber, neue Geschäftsmodelle und neue Formen der Kundeninteraktion. Aber auch unternehmensintern läutet der digitale Wandel grundlegende Veränderungen ein – wie eine aktuelle Studie von Sopra Steria Consulting zeigt. Demnach sehen Banken und Versicherungen derzeit eine besonders große Herausforderung darin, ihre Ausstattung an Informations- und Kommunikationstechnologie auf den neuesten Stand zu bringen. Dies ist umso dringlicher, weil Unternehmen mit veralteter Technik heutzutage schlechte Karten im Wettbewerb um junge Fachkräfte haben.

Im Großen und Ganzen fühlen sich Finanzdienstleister hierzulande gut aufgestellt für die digitalisierte Arbeitswelt der Zukunft: In einer aktuellen Untersuchung von Sopra Steria Consulting gab sich die Branche selbst die Note 1,9. Banken und Versicherungen sehen beispielsweise bei flexiblen Arbeitszeitmodellen, die den Mitarbeitern eine ausgewogene Work-Life-Balance ermöglichen, deutlich weniger Nachholbedarf als andere Wirtschaftszweige. Bei der digitalen Befähigung ihrer Belegschaft hingegen liegen Geldhäuser und Assekuranzen ziemlich genau im Durchschnitt der in der Studie betrachteten Branchen: 41 Prozent von ihnen planen höhere Ausgaben für entsprechende Qualifikationsmaßnahmen als im Vorjahr; bei 54 Prozent bleiben diesbezügliche Investitionen in diesem Jahr konstant.

Weit höher als der Branchendurchschnitt bewerten Banken und Versicherungen indes die Notwendigkeit, ihre informations- und kommunikationstechnologische Infrastruktur auf ein zeitgemäßes Niveau anzuheben: Jeder zweite Finanzdienstleister sieht hier akuten Handlungsbedarf. „Die Erneuerung veralteter Technik schafft nicht nur die Grundvoraussetzung für eine agile und kundenorientierte Arbeitsorganisation, sondern ist vor allem auch ein Erfordernis der Mitarbeiterbindung“, sagt Matthias Frerichs, Senior Manager Digital Banking bei Sopra Steria Consulting. Um ihren Arbeitskräftebedarf in Zukunft decken zu können, sollten Finanzdienstleister insbesondere die veränderten Wertvorstellungen und Erwartungen der nachrückenden Generationen X und Y berücksichtigen. „Aus einer anderen Studie zur digitalen Überforderung wissen wir, dass bei inadäquater Technikausstattung gerade junge Menschen ihr besonderes Potenzial im Job nur sehr eingeschränkt entfalten können“, so Matthias Frerichs. „Attraktiv für junge Arbeitnehmer? Finanzdienstleister auf dem Weg in die Arbeitswelt von morgen“ weiterlesen

Bürger sind für digitale Verwaltungsservices bereit

Die überwältigende Mehrheit der deutschen Bevölkerung wünscht sich einen zügigen Ausbau digitaler Serviceangebote im öffentlichen Sektor. Rund vier von fünf Bürgern wären sogar bereit, alte Gewohnheiten im Umgang mit Ämtern und Behörden abzulegen, wenn sie im Gegenzug ihre Verwaltungsangelegenheiten online erledigen könnten. Wie eine internationale Umfrage im Auftrag von Sopra Steria zeigt, ist diese Bereitschaft in anderen europäischen Ländern zum Teil noch stärker ausgeprägt. Die Studie wirft aber auch ein Licht auf Akzeptanzhürden im E-Government: An erster Stelle stehen hierbei Datenschutzbedenken – und die sind in Deutschland weiterverbreitet als anderswo in Europa.

In der Bundesrepublik haben 83 Prozent der Bürger keinerlei Probleme, sich im Zuge der Digitalisierung staatlicher Stellen an neue Abläufe und Verfahren zu gewöhnen. Im europäischen Vergleich sind sie damit in guter Gesellschaft, denn auf 88 Prozent der Norweger und Franzosen sowie 83 Prozent der Briten trifft diese Aussage in gleicher Weise zu. Dies geht aus einer internationalen Umfrage des Marktforschungsinstituts IPSOS mit jeweils 1.000 Teilnehmern aus den vier genannten Ländern hervor. Demnach zählen für 51 Prozent der deutschen Teilnehmer Zeitersparnis und 48 Prozent die Unabhängigkeit von Sprech- und Öffnungszeiten dank Zugriffsmöglichkeit via Internet rund um die Uhr zu den wichtigsten Vorteilen digitaler Verwaltungsdienste. Weitere 45 Prozent erhoffen sich zudem den Wegfall von Behördengängen und Anrufen bei Ämtern.

Auf der anderen Seite fürchten sich allerdings die Hälfte der in Deutschland Befragten vor unbefugtem Zugriff auf Daten, die sie per Smartphone, Tablet oder PC an die Verwaltung weitergeben. „Vertrauen ist die wichtigste Währung in der digitalen Ära“, sagt Dr. Andreas Simon, Senior Manager bei Sopra Steria Consulting. Und weiter: „Die Verantwortlichen in der öffentlichen Verwaltung sollten ihre Aufklärungsbemühungen weiter verstärken und in allgemeinverständlicher Weise darlegen, wie sie die Integrität und Vertraulichkeit personenbezogener Informationen der Bürger zuverlässig schützen. Denn sonst droht die hohe E-Government-Akzeptanz in Deutschland durch Unwissen und Vorurteile Schaden zu nehmen.“ „Bürger sind für digitale Verwaltungsservices bereit“ weiterlesen

Deutsche Versorger rüsten sich für die Arbeitswelt von morgen

Nach Jahren der Anpassung an massive Marktveränderungen – vor allem infolge der Energiewende – stellen deutsche Versorger jetzt die Weichen für den digitalen Wandel. Im Zuge der Konvergenz von Strom- und Datennetzen entstehen dabei gänzlich neue Geschäftsmodelle, die ihrerseits neue Berufsbilder und Arbeitsweisen nach sich ziehen. Laut einer aktuellen Umfrage von Sopra Steria Consulting fühlt sich die Versorgerbranche weitaus besser für die künftige Arbeitswelt gerüstet als andere Wirtschaftszweige. Allerdings wird diese Selbsteinschätzung nur dann zur Realität, wenn in den neuen Jobprofilen profunde Digital Skills mit konsequenter Kundenorientierung fusionieren.

Smart Grids und intelligente Stromzähler bieten Energieversorgern neue Chancen, sich mit kundenindividuellen Mehrwertdiensten im Wettbewerb zu profilieren. Andererseits aber führt die fortschreitende Digitalisierung der Versorgungsinfrastrukturen zu einem stetig steigenden Datenaufkommen – das nicht nur effizient gespeichert und verarbeitet werden muss, sondern auch zur Basis für innovative Geschäftsmodelle wird. Vier von zehn Versorgungsunternehmen sehen deshalb in der permanent wachsenden Informationsmenge eine der größten Herausforderungen für die nächsten drei Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage für den Managementkompass „Arbeitswelt der Zukunft“ von Sopra Steria Consulting.

Dass datengetriebene Geschäftsmodelle unternehmensintern nur mit digitalisierten Arbeitsabläufen möglich sind – darüber herrscht in der deutschen Energie- und Wasserswirtschaft weitgehend Einigkeit. Dabei zeigten sich die befragten Versorgungsunternehmen ungewöhnlich optimistisch in Bezug auf den eigenen Reifegrad für die Arbeitswelt von morgen: Im Durchschnitt gaben sie sich selbst die Note 1,8 – die Bestnote aller in der Studie betrachteten Branchen. „Im Strommarkt stehen künftig nicht mehr Zähler, sondern primär die Bedürfnisse der Kunden im Vordergrund – was selbstverständlich nicht ohne Einfluss auf das Tätigkeitsprofil vieler Mitarbeiter bleibt“, kommentiert Sascha Krauskopf, Senior Manager Utilities bei Sopra Steria Consulting. Und weiter: „Personalisierte Geschäftsmodelle etwa zur dezentralen Stromeinspeisung aus einer Photovoltaikanlage auf dem Eigenheimdach oder auch Energieeffizienzlösungen auf Basis integrierter Smart-Home-Technologien setzten nicht nur einschlägige Digital Skills und Kommunikationskompetenzen voraus, sondern auch eine hochflexible Arbeitsorganisation.“ „Deutsche Versorger rüsten sich für die Arbeitswelt von morgen“ weiterlesen

Bevölkerung: Deutschland hinkt bei digitaler Verwaltung hinterher

Aus Sicht der Bürger hinkt die Digitalisierung von Ämtern und Behörden in der Bundesrepublik der Entwicklung in anderen europäischen Ländern hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie des Marktforschungsinstituts IPSOS, an der jeweils 1.000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Norwegen und Großbritannien teilnahmen. Die von Sopra Steria beauftragte Umfrage offenbart zudem eine Diskrepanz zwischen den derzeitigen Digitalisierungsschwerpunkten in der öffentlichen Verwaltung und den Erwartungen der Bevölkerung.

Nur 53 Prozent der deutschen Bevölkerung halten den Einsatz digitaler Technologien im öffentlichen Sektor für sehr weit oder ziemlich weit fortgeschritten. Das sind 22 Prozentpunkte weniger als in Norwegen. Hinter Frankreich und Großbritannien liegt die Bundesrepublik mit einem Abstand von jeweils 17 beziehungsweise elf Prozentpunkten zurück. Quer durch alle vier untersuchten Staaten bewerteten die Studienteilnehmer den Digitalisierungsgrad in der Finanz- und Steuerverwaltung am höchsten. Aber auch hier liegen die Einschätzungen der Norweger (89 Prozent) und Franzosen (86 Prozent) signifikant über den Werten Deutschlands (65 Prozent) und Großbritanniens (59 Prozent). Mit einer Bandbreite zwischen 44 bis 52 Prozent fällt das Bürgerurteil über den digitalen Fortschritt im Gesundheitswesen demgegenüber relativ einheitlich aus. Das Schlusslicht bilden in allen vier Ländern die Bereiche Justiz und Polizei – hier schwanken die Angaben zwischen 29 und 44 Prozent. „Bevölkerung: Deutschland hinkt bei digitaler Verwaltung hinterher“ weiterlesen

Aufbau digitaler Kompetenzen kommt in Großunternehmen langsamer voran als im Mittelstand

Neun von zehn Führungskräften großer deutscher Unternehmen messen der digitalen Befähigung ihrer Mitarbeiter eine besondere Bedeutung bei. Kein Wunder, denn ebenso viele glauben, dass sie ohne handfeste Digital Skills im Wettbewerb nicht mithalten können. Was vor dem Hintergrund dieser Einsicht allerdings verwundert, ist der auffallend geringe Nutzungsgrad digitaler Tools – hier haben kleinere Firmen laut einer Studie von Sopra Steria Consulting eindeutig die Nase vorn. Umso wichtiger wird es für die Großen, sich von bürokratischen Digital-Know-how-Hürden zu befreien und die zukünftigen Anwender bei der Einführung digitaler Lösungen so früh wie möglich einzubeziehen.

Am Bewusstsein dafür, dass digitale Fähigkeiten zunehmend an Wettbewerbsrelevanz gewinnen, mangelt es in großen Unternehmen nicht: Laut einer aktuellen Studie von Sopra Steria Consulting zur digitalen Überforderung im Arbeitsleben sind Digital Skills in der Belegschaft für 93 Prozent aller Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten unverzichtbar, um ihre Marktposition zu behaupten. In deutlichem Kontrast zu dieser Aussage steht jedoch der vergleichsweise spärliche Einsatz digitaler Tools in diesem Größensegment: Egal, ob Messenger, Videomeetings, mobile Anwendungen oder Social Media – in nahezu allen Kategorien digitaler Interaktion schneiden Großunternehmen signifikant schlechter ab als mittelständische Firmen, deren Mitarbeiterzahl zwischen 500 und 5.000 rangiert. „Aufbau digitaler Kompetenzen kommt in Großunternehmen langsamer voran als im Mittelstand“ weiterlesen

Den Wandel aktiv gestalten: Deutsche Unternehmen rüsten sich für die Arbeitswelt der Zukunft

Die Digitalisierung nahezu aller Lebensbereiche verändert nicht nur Märkte und Kundenerwartungen, sondern ebenso die Wertvorstellungen und die Mentalität – insbesondere der nachrückenden Arbeitnehmergeneration: Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen. Tempo und Komplexität steigen permanent an. In der Folge sehen sich Unternehmen mit völlig neuartigen Herausforderungen konfrontiert, was laut einer Untersuchung von Sopra Steria Consulting vor allem den Anschluss an das aktuelle Technologieniveau sowie weitere Digitalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen betrifft. Darüber hinaus aber ist ein umfassendes Change Management essenziell, denn die technologische Transformation führt nur dann zu höherer Agilität im Wettbewerb, wenn sie von einem nachhaltigen Kulturwandel im Unternehmen begleitet wird.

Dass die Arbeitswelt der Zukunft grundlegend neue Ansprüche an die Kommunikation und Zusammenarbeit stellt, ist den meisten Unternehmen in Deutschland bewusst: Wie aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag von Sopra Steria Consulting hervorgeht, sieht derzeit jeder vierte Entscheider eine vordringliche Aufgabe darin, das kommunikationstechnische Fundament in seinem Unternehmen auf den neuesten Stand zu bringen. 33 Prozent benannten Automatisierung und Digitalisierung als große Herausforderung für die kommenden drei Jahre. Weitere 32 Prozent gaben in diesem Kontext die Bewältigung der stetig steigenden Informationsmengen an.

Aber auch jenseits technologischer Anpassungen führt der demografische Wandel und die veränderten Wertvorstellungen der Digital-Native-Generation zu einem Umdenken in den Chefetagen vieler Unternehmen: So bieten beispielsweise 60 Prozent der befragten Firmen gleitende Arbeitszeiten an. Knapp die Hälfte favorisiert Arbeit in Teilzeit oder im Home-Office, um den Beschäftigten eine individuelle Work-Life-Balance zu ermöglichen. Dabei sind sich neun von zehn Studienteilnehmern darüber im Klaren, dass sie künftig noch deutlich flexiblere Arbeitszeitmodelle inklusive attraktiver Fitness- und Gesundheitsangebote einführen müssen. Denn nur so können sie im Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte die besten Talente für sich gewinnen. Das allein aber wird schon aus demografischen Gründen nicht genügen. Deshalb haben bereits heute 48 Prozent der Befragten spezielle Trainingsprogramme für ihre älteren Mitarbeiter aufgesetzt, um auch diesen Teil der Belegschaft gezielt an die neuen digitalen Arbeitsweisen heranzuführen. Ebenso viele Unternehmen, wo dies bislang noch nicht der Fall ist, wollen ähnliche Programme zügig vorantreiben. „Den Wandel aktiv gestalten: Deutsche Unternehmen rüsten sich für die Arbeitswelt der Zukunft“ weiterlesen

Raus aus der Filiale, rein ins Digitale: Neue Wege in der Bankberatung

Neun von zehn großen Finanzinstituten in Deutschland und Österreich wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre in die Optimierung ihres Vertriebs investieren. Fast ebenso viele haben vor, ihre Kontaktschnittstellen zum Kunden digital weiterauszubauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage für den Branchenkompass Banking 2016 von Sopra Steria Consulting. Zwei Drittel der befragten Geldhäuser planen beispielsweise digitale Beratungsangebote per Video-Chat. Und auch eine automatisierte Kundenbetreuung per Beratungsroboter zeichnet sich langsam in den Investitionsplänen der Kreditwirtschaft ab. Zwar wollen die meisten Institute im Gegenzug ihr Filialnetz ausdünnen, doch darf dabei nicht in Vergessenheit geraten, dass für ein ganzheitliches Omni-Channel-Angebot auch die Modernisierung dieses traditionellen Vertriebswegs auf die Digitalisierungsagenda gehört.

92 Prozent aller deutschen und österreichischen Kreditinstitute haben nennenswerte Beträge für die Vertriebsoptimierung in ihre Budgetplanung bis 2019 eingestellt. Auf Platz 2 der aktuellen Investitionsprioritäten folgt laut Branchenkompass Banking von Sopra Steria Consulting die Digitalisierung des Vertriebs mit 88 Prozent. Der Auf- und Ausbau des Multi- beziehungsweise Omni-Kanalmanagements rangiert auf der dritten Position: Hierfür haben 83 Prozent der Studienteilnehmer entsprechende Mittel für die nächsten zwei Jahre eingeplant. „Raus aus der Filiale, rein ins Digitale: Neue Wege in der Bankberatung“ weiterlesen

Trotz bislang unergiebiger Ertragslage: Die meisten Banken wollen verstärkt in die Digitalisierung ihres Vertriebs investieren

In der deutschen und österreichischen Kreditbranche rangiert das Thema Digitalisierung derzeit unter den Top 3 der dringlichsten Herausforderungen für die nächsten zwei Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage für den Branchenkompass Banking 2016 von Sopra Steria Consulting. Fast ebenso hoch stufen die befragten Institute den anhaltenden Kostendruck ein – was angesichts der erforderlichen Investitionen für neue digitale Technologien nur scheinbar ein Widerspruch ist: Zwar tragen bislang nur wenige digitale Angebote direkt zur Ertragssteigerung bei, doch können Banken nur durch konsequente Digitalisierung ihre Kosten dauerhaft senken und zugleich die veränderten Erwartungen der heutigen Kunden erfüllen.

In einem sind sich deutsche und österreichische Finanzinstitute einig: Wer jetzt nicht auf den Zug in Richtung digitaler Angebote aufspringt, der verpasst den Anschluss an die technologische Entwicklung und fällt im Wettbewerb zurück. 82 Prozent der für den Branchenkompass Banking 2016 von Sopra Steria Consulting befragten Geldhäuser wollen deshalb bis 2019 verstärkt in Internetbanking und 74 Prozent in neue Mobile-Banking-Dienste investieren. Das sind 14 beziehungsweise neun Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Demgegenüber verliert der Filialbetrieb signifikant an Bedeutung: Nur noch 31 Prozent der Studienteilnehmer planen in den kommenden zwei Jahren nennenswerte Investitionen für diesen quasi-analogen Vertriebskanal – ein Rückgang um sechs Prozentpunkte gegenüber dem letzten Branchenkompass aus dem Jahr 2014. „Trotz bislang unergiebiger Ertragslage: Die meisten Banken wollen verstärkt in die Digitalisierung ihres Vertriebs investieren“ weiterlesen

Führungskräfte: Überfordert mit digitalen Technologien?

Der digitale Wandel erstreckt sich nicht allein auf technische Systeme, sondern erfordert auch digitale Skills und neuartige Arbeitsweisen. Diese Aussage ist nur scheinbar eine Binsenweisheit, wie aus der aktuellen Studie „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ von Sopra Steria Consulting hervorgeht: Demnach bejahen hierzulande zwar neun von zehn Führungskräften großer Unternehmen, dass digitales Wissen und Können essenziell ist für den Ausbau ihrer Marktposition – sie selbst aber halten sich auffallend bedeckt, wenn es um den Einsatz digitaler Tools und Technologien in ihrem eigenen Arbeitsalltag geht. Die fehlende Bereitschaft der Leitungsebene, altgewohnte Abläufe zu verändern, behindert potentiell den Change-Prozess im gesamten Unternehmen.

In den Führungsetagen deutscher Unternehmen herrscht digitale Überforderung – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Sopra Steria Consulting. Anders als viele jüngere Kollegen und Fachmitarbeiter in ihren Abteilungen äußern sich leitende Angestellte tendenziell desinteressiert und unzufrieden in Bezug auf die Nutzung innovativer Technologien: Nur ein Drittel der befragten Führungskräfte glaubt, das eigene Unternehmen hinke bei der Aktualisierung digitaler Lösungen der allgemeinen Entwicklung hinterher. Bei den Fachkräften hingegen war nur knapp die Hälfte dieser Meinung. Auf eine mangelnde Offenheit, sich auch auf praktischer Ebene mit verschiedenen Digitalisierungspotenzialen auseinanderzusetzen, deutet zudem der Unwillen vieler Führungskräfte hin, neue Lösungen von sich aus in den eigenen Arbeitsalltag zu integrieren. Fast 40 Prozent von ihnen warten stattdessen lieber ab, ob eine bestimmte Technologie tatsächlich ihre Arbeit erleichtert. Unter den Fachkräften nimmt nicht einmal ein Viertel diese abwartende Haltung ein. „Führungskräfte: Überfordert mit digitalen Technologien?“ weiterlesen