KPMG setzt auf die kognitiven Fähigkeiten von IBM Watson

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG wird ab sofort kognitive Watson Technologien in ihren unterschiedlichen Geschäftsbereichen nutzen, schwerpunktmäßig im Bereich der Wirtschaftsprüfung. Das Unternehmen verfolgt damit das Ziel, besser fundierte Erkenntnisse über Finanz- und Geschäftstransaktionen ihrer Kunden zu erlangen sowie neue, innovative Services anbieten zu können.

„Das kognitive Zeitalter ist angebrochen“, bestätigt Lynne Doughtie, Vorsitzende und Geschäftsführerin von KPMG LLP. „Der Einsatz von Watson Technologien wird die Möglichkeiten unserer Teams im Hinblick auf die Analysen finanzieller und operativer Datenströme, die entscheidend sind für die Gesundheit von Kapitalmärkten und Unternehmen, erheblich verbessern. Neben dieser substanziellen Qualitätsverbesserung liegt das Potenzial kognitiver Technologien zudem in der Entwicklung vollkommen neuer Dienstleistungen.“

Kognitive Technologien erlauben eine wesentlich einfachere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, weil der Dialog in natürlicher Sprache möglich ist und gleichzeitig enorme Mengen an Daten analysiert werden können. Diese Kombination führt zu besser fundierten Erkenntnissen. Watson vereint maschinelles Lernen und andere Technologien der künstlichen Intelligenz in einem System, auf das über verschiedene Apps zugegriffen werden kann.



„Wirtschaftsprüfer und andere vergleichbare Dienstleister sehen sich mit wachsenden Mengen unstrukturierter Daten konfrontiert. Kognitive Systeme wie Watson verändern die Art und Weise, wie mit diesen Daten umgegangen und wie sie genutzt werden können, um Entscheidungen zu treffen“, sagt John Kelly, Senior Vice President Cognitive Solutions und IBM Research. „Mit der Implementierung von Watson geht KPMG einen zukunftsorientierten Weg, um ihre Expertise zu vertiefen und neue Erkenntnisse aus kritischen Unternehmensdaten zu gewinnen.“

Die Weiterentwicklung von Dienstleistungen

Viele Dienstleistungen von KPMG wie Wirtschaftsprüfungen sowie die Steuer- und Unternehmensberatung sind abhängig von persönlichen Einschätzungen. Unterstützt man dies mit kognitiven Technologien, können traditionell geprägte Sichtweisen um fundierte Analysen ergänzt werden, die dann möglicherweise zu ganz neuen Einsichten führen: Zum Beispiel, wie der Einsatz von Zeit, Kapital, Mitarbeitern und anderen Ressourcen besser gestaltet werden kann. Das wachsende kognitive Öko-System von KPMG wird erheblich zu solchen Erkenntnisgewinnen beitragen und gleichzeitig helfen, das Serviceangebot kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ein aktuelles Projekt ist der Einsatz kognitiver Fähigkeiten, um wesentlich größere Mengen strukturierter und unstrukturierter Daten zu analysieren, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Finanz-Performance eines Unternehmens stehen. Dabei handelt es sich nicht selten um Tausende oder Millionen von Transaktionen. Die Wirtschaftsprüfer trainieren das System, solche Assessments immer exakter durchzuführen. Damit erhalten die Audit-Teams sehr viel schneller präzise Bewertungen und Einblicke in die finanziellen und geschäftlichen Aktivitäten ihrer Kunden und können auch Anomalien schneller erfassen und ihnen auf den Grund gehen.

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