VDMA: Obamas Besuch der Hannover Messe ist eine große Chance für TTIP

Die Eröffnung der kommenden Hannover Messe durch den amerikanischen Präsidenten Barack Obama ist eine große Chance, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den transatlantischen Handelspartnern noch stärker auszubauen. „Mit seiner Zusage ehrt Präsident Obama die deutsche Industrie und unterstreicht die Bedeutung unserer Handelsbeziehungen. Wir hoffen, dass sein Kommen den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP neuen und entscheidenden Schwung geben wird. Und wir setzen darauf, dass die Verhandlungsführer beider Seiten bis zum Beginn der Messe im kommenden April viele strittige Punkte geklärt haben“, sagt Reinhold Festige, der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Das Freihandelsabkommen biete nicht nur der Maschinenbauindustrie auf beiden Seiten des Atlantiks die Chance für mehr Wachstum und Arbeitsplätze. „TTIP ist auch ein Zeichen für die dauerhaft enge Verbindung von Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika“, betont Festige.




Für den Maschinenbau in Deutschland hat Amerika als Absatzmarkt seit langem eine überragende Bedeutung. In diesem Jahr erst haben die USA den Spitzenplatz als größter Exportmarkt von China zurückerobert. Aus Deutschland wurden in den ersten neun Monaten 2015 Maschinen und Anlagen für knapp 12,5 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten geliefert. „Es ist gute Tradition, dass der Staatschef des jeweiligen Partnerlands der Hannover Messe zur Eröffnung der weltgrößten Industrieausstellung kommt. Wir Maschinenbauer freuen uns darauf, Präsident Obama dort die ganze Bandbreite unserer Industrie zeigen zu können“, sagt Thilo Brodtmann, der Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Amerika hat begriffen, dass wirtschaftlicher Aufschwung auch eine starke Industrie braucht. Leider ist diese Erkenntnis in Teilen der europäischen und auch der deutschen Politik aus dem Blick geraten.“

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