Ulrich Dietz kritisiert Anti-Exit-Gesetz der Bundesregierung: „Deutsche Politik ist realitätsfremd“

Auf der Cebit in Hannover: Start-us auf dem Code-N-Stand. Foto: Carsten Knop
Auf der Cebit in Hannover: Start-us auf dem Code-N-Stand. Foto: Carsten Knop
Im Dezember letzten Jahres wurde bekannt, dass der Entwurf für den Jahreswirtschaftsbericht 2016 eine Verschärfung des Kartellrechts enthalten soll. Nun ist es amtlich: Im diese Woche vorgestellten Bericht kündigt die Bundesregierung an, die Fusionskontrolle deutlich auszuweiten – eine fatale Entscheidung für Startups und Investoren in Deutschland.

„Wenn die Politiker in Deutschland meinen, in der noch jungfräulichen deutschen Startup-Szene mit regulatorischen Maßnahmen eingreifen zu müssen, ist das eine folgenschwere Verkennung der Lage. Startups können überall auf der Welt gründen und sich erfolgreich entwickeln. Allein in Europa gibt es bereits heute einige Länder, die weitaus attraktiver sind als Deutschland – schauen Sie nur in die Schweiz oder nach England. Dieses Faktum sollten wir ändern – und nicht die Rahmenbedingungen weiter erschweren“, so Ulrich Dietz, CODE_n Initiator und CEO der GFT Technologies.

Künftig sollen die Wettbewerbsbehörden auch abhängig vom Kaufpreis tätig werden, nicht erst ab den bislang gültigen Umsatzgrenzen. Für Gründer und Investoren wird es dadurch in Deutschland deutlich schwieriger und aufwendiger werden, ein Startup zu verkaufen. Das Inkrafttreten der Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) ist bereits für das Frühjahr vorgesehenen.
„Wir brauchen keine weiteren Bremser in der Startup-Szene. Weniger Bürokratie und Regulierung wäre der richtige Ansatz, um den Gründerstandort Deutschland voranzubringen. Der Verkauf von Startups darf nicht unnötig erschwert werden“, erklärt Dietz weiter.

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