Über das digitale Banking der Zukunft

Tim ist das, was Internetexperten einen „Digital Native“ nennen. Jung, gut vernetzt in allen Lebenslagen, ständig in sozialen Netzwerken unterwegs. Selbst mit seinem Finanzberater tauscht er sich gerne über Facebook und Twitter aus, seit die Bank einen neugestalteten digitalen Auftritt hat und auf sämtlichen Kommunikationskanälen für ihre Kunden erreichbar ist. Wenn Tim eine Filiale betritt, wird er anhand seines Smartphones sofort vom digitalen Kontomanagement erkannt und nach seinen Wünschen befragt. Danach hat der zuständige Mitarbeiter alles Wichtige auf dem Schirm. Ziemlich angetan ist Tim auch von der persönlichen Finanzübersicht, die ihn jetzt nach jedem Log-In beim Onlinebanking begrüßt und alle Ein- oder Ausgaben automatisch in einer übersichtlichen Grafik ordnet. Das Beste am neuen Serviceangebot seiner Bank findet Tim aber, dass er dank der automatischen Kontooptimierung neuerdings eine Warnung per SMS, Push-Mail oder im Kundenchat erhält, wenn er Gefahr läuft, sein Konto zu überziehen. Nun kann er mit wenigen Klicks auf dem Smartphone entscheiden, ob er den fehlenden Betrag vom Guthaben auf dem Tagesgeldkonto transferieren oder vielleicht einen Kurzzeitkredit aufnehmen möchte, der wesentlich günstiger ist als der hohe Dispozins.

Bei seinen Reisen ärgert sich Tim oft darüber, dass er in Cafés immer nach seinem Portemonnaie kramen muss, während die Einheimischen häufig zum Bezahlen einfach ihr NFC-Handy an das Kassenterminal halten. Gut, dass Tims Bank nun auch ins Mobile-Payment-Zeitalter einsteigen will. Dann kann Tim nicht nur die Rechnung im Bistro oder Supermarkt mit dem Smartphone begleichen, sondern auch direkt Geld an Familienmitglieder oder Freunde senden: Ein Klick auf die entsprechende Mobilfunknummer im Adressbuch genügt, und wenige Sekunden später wird der gewünschte Betrag auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben. Das sogenannte Peer-to-Peer-Payment ist nicht nur bequem, sondern auch maximal sicher, weil es über die abgeschottete Infrastruktur einer Großbank läuft – im Gegensatz zu vielen Startup-Angeboten. Geld auf Treu und Glauben überweisen würde Tim nie – aller Online-Affinität zum Trotz. Da nutzt er lieber das neue intelligente Finanzmanagement-Tool seiner Bank: Seit man Rechnungen mit der Smartphone-Kamera scannen und den Endbetrag direkt anweisen kann, erledigt Tim dies sofort, statt sich an einem freien Sonntag mit dem Papierkram zu befassen.

Was sich wie digitale Banking-Visionen anhört, macht GFT auf der CeBIT 2015 wahr. Dafür baut das Unternehmen in der CODE_n Halle 16 (Stand D30) ein Digital Banking Lab auf, das die innovativen Serviceangebote in einem vernetzten Wohnzimmer und in einer Filiale der Zukunft veranschaulicht. Hier können sich Fachbesucher nicht nur über die wichtigsten IT-Trends für den Finanzsektor informieren, sondern diese auch in der Realität ausprobieren. Die verschiedenen Module stellen den Kunden in den Mittelpunkt und machen die Bank von morgen erlebbar – von der persönlichen Smartphone-Begrüßung beim Betreten der Bank über mobile Peer-to-Peer-Zahlungen bis zur automatisierten Kontooptimierung im Rahmen eines Personal Finance Managements.

Eine Antwort auf „Über das digitale Banking der Zukunft“

  1. Toller Artikel. Es bleibt also abzuwarten, wie sich das ganze Thema entwickelt. Insbesondere muss aber auf die Sicherheit der Daten der Nutzer geachtet werden, ansonsten werden sich viele erst gar nicht auf diese Formen des Bezahlens einlassen.

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