Unternehmen fürchten Folgen der Digitalisierung

Digitalisierung und Virtualisierung, Globalisierung, demografischer Wandel oder die Energiewende? Befragt man deutsche Unternehmen nach den größten Herausforderungen, die sie in den kommenden Jahren bewältigen müssen, steht ein Thema ganz vorn: der digitale Wandel. Das ist das Ergebnis einer Besucherbefragung, die der ERP-Anbieter godesys auf der Cebit 2016 durchgeführt hat. Die größte Sorge in puncto Digitalisierung machen dabei die damit verbundenen höheren Sicherheitsrisiken sowie die steigende Komplexität.

Ganze 45 Prozent der teilnehmenden Fachbesucher halten die Digitalisierung für die größte Aufgabe, der sie sich in den kommenden fünf Jahren stellen müssen. Auf Platz zwei steht die Globalisierung (20 Prozent), dicht gefolgt von der Energiewende und Ressourcenknappheit (16 Prozent). Auch wenn der digitale Wandel von der Mehrheit als große Herausforderung angesehen wird, wird dieser Trend von zwölf Prozent der Befragten in der Geschäftsstrategie nicht berücksichtigt. Bei 14 Prozent sind die Pläne für eine digitale Strategie zwar vorhanden, es findet jedoch noch keine Umsetzung statt. Demgegenüber stehen knapp drei Viertel der befragten Cebit-Besucher, die die Digitalisierung proaktiv angehen: Bei 41 Prozent ist eine umfassende digitale Strategie vorhanden und deren Umsetzung in vollem Gang. 33 Prozent setzen bereits digitale Projekte in einzelnen Bereichen um.

Doch welche Aspekte bereiten Unternehmen hinsichtlich der Digitalisierung die größten Sorgen?38 Prozent aller Umfrageteilnehmer gaben an, dass höhere Sicherheitsrisiken Sorge Nummer eins für sie sind. Steigende Komplexität trübt derweil die Erwartungen von 22 Prozent der Befragten. Immerhin jeden Fünften erschrecken die hohen Kosten beispielsweise für Technologie, die als Folge der Digitalisierung anfallen könnten. Mehr als die Hälfte schätzen die Höhe dieser Kosten für ihr Unternehmen als mittelhoch bis sehr hoch ein (58 Prozent). Befragt nach dem Bereich, in dem vorrangig Nachholbedarf in puncto Digitalisierung besteht, nannten 22 Prozent den Workflow. Darauf folgen mit 17 Prozent die Produktion sowie der Vertrieb mit 16 Prozent.



„Das Thema Digitalisierung wird hierzulande vielfach von einer Mischung aus Zaghaftigkeit und diffuser Angst begleitet“, kommentiert Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der godesys AG. „Wer indessen seinen Workflow planvoll optimiert und die Prozessautomatisierung mit der erforderlichen Expertise vorantreibt, profitiert von den Chancen der Entwicklung. Genau dabei unterstützen wir Unternehmen aller Branchen mit der entsprechenden anwenderfreundlichen und agilen Geschäftssoftware.“

Deutsche Unternehmen digitalisieren ihre Post

In deutschen Unternehmen stapelt sich die Post – doch bereits jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) setzt auf digitalen Schriftverkehr. Und 40 Prozent wollen in Zukunft vermehrt auf digitale Kommunikation umstellen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research unter 1.108 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern.

„Unternehmen, die Dokumente digitalisieren, können effizienter arbeiten“, sagt Jürgen Biffar, Vorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom. „Klassische Briefpost bringt unnötige Kosten für Unternehmen, aber auch für die Umwelt. Diese Kosten lassen sich durch digitale Dokumentenmanagement Lösungen erheblich verringern.“ Ein Anwendungsbereich ist beispielsweise die elektronische Rechnung. In jedem Unternehmen – ob klein oder groß – spielt das Schreiben von Rechnungen eine zentrale Rolle.



Softwarelösungen ermöglichen, Buchhaltungsprozesse zu automatisieren und auf den Postweg zu verzichten. Beim Einsatz von digitalem Dokumentmanagement unterscheiden sich die Branchen teilweise erheblich: An der Spitze stehen Ver- und Entsorger sowie Telekommunikationsunternehmen, von denen bereits 33 Prozent ihren Schriftverkehr digitalisieren. Schlusslicht ist die Transport- und Logistikbranche mit nur 13 Prozent. Die Größe des Unternehmens spielt dagegen kaum eine Rolle. Während es bereits 29 Prozent der großen Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern gelungen ist, die Briefpost durch digitale Kommunikation abzulösen, sind es bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen 23 Prozent (100 bis 499 Mitarbeiter) bzw. 26 Prozent (20 bis 99 Mitarbeiter).

Zur CeBIT hat der Bitkom erstmals den Digital Office Index vorgestellt. Er gibt an, wie weit die Digitalisierung in den Unternehmen bislang gekommen ist und welche Effekte durch die Digitalisierung entstehen. Weitere Informationen zum Bitkom-Kompetenzbereich ECM und den Ergebnissen der Befragung finden sie unter www.bitkom.org/Marktdaten/Marktdaten/Bitkom-Digital-Office-Index.html.

Zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research in Deutschland durchgeführt hat. Dabei wurden Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und IT-Leiter von 1.108 Unternehmen aller Branchen mit einer Größe ab 20 Mitarbeitern in Deutschland befragt. Ausgewertet wurden Antworten zu den Aussagen: „In unserem Unternehmen gelingt es, Briefpost zunehmend durch digitale Kommunikation zu ersetzen“ und „Unser Unternehmen hat das Ziel, Briefpost durch digitale Kommunikation zu ersetzen“. Die Antwortmöglichkeiten waren: „Trifft voll und ganz zu“, „Trifft eher zu“, „Teils/teils“, „Trifft eher nicht zu“, „Trifft überhaupt nicht zu“, „Weiß nicht/keine Angabe“.

Verbraucher sagen ja: Daten gegen Geld

Im Jahr 2025 werden intelligente, vernetzte Häuser so verbreitet sein wie Smartphones es heute sind – davon sind 84 Prozent der deutschen Befragten einer Umfrage zum Thema „Internet der Dinge und Smart Home“ von Intel Security überzeugt. Die Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) ist sich außerdem einig: Gegen Geld würden sie die von den vernetzten Geräten gesammelten personenbezogenen Daten mit Unternehmen teilen. Ganze 64 Prozent sind der Meinung, dass Unternehmen Coupons und Rabatte als Gegenleistung für die Daten bereitstellen sollten. Neue Technologien bergen allerdings auch neue Gefahren: 61 Prozent der Befragten in Deutschland haben Angst davor, von Cyber-Kriminellen angegriffen zu werden.

„Intelligente Häuser und die entsprechenden Daten haben das Potential, den Alltag der Verbraucher maßgeblich zu verbessern“, meint Steve Grobman, Chief Technology Officer bei Intel Security. „Die Umfrage zeigt, dass Nutzer bereit sind, ihre Daten gegen Geld zu teilen, aber auch, dass sie sich verständlicherweise Sorgen um Cyber-Angriffe machen. Sicherheit ist eine grundlegende Voraussetzung für das Internet der Dinge und kann – richtig eingesetzt – auch viele Dinge ermöglichen.“

Generell machen sich die Befragten über mögliche Sicherheitsbedrohungen von Smart Homes Gedanken: 91 Prozent der Deutschen sind besorgt, dass ihre persönlichen Daten von Cyber-Kriminellen gehackt werden könnten. Fast genauso viele Teilnehmer (87 Prozent) gaben an, dass sie sämtliche vernetzte Geräte am liebsten mit einem einzigen integrierten Sicherheitspaket schützen würden.



Über bestehende Sicherheitsmethoden wie Passwörter waren die Befragten wenig begeistert: 69 Prozent der befragten Deutschen empfinden Passwörter im Smart Home als frustrierend und wissen nicht, wie sie bei der Anzahl der verschiedenen Passwörter den Überblick behalten sollen. Als Alternative schnitten biometrische Authentifizierungsmethoden in der Umfrage gut ab. Auf die Frage, welche Formen der biometrischen Sicherheit sie bevorzugen würden, gaben 53 Prozent den Fingerabdruck, 39 Prozent die Stimmerkennung und 34 Prozent Augen-Scans an.

Weitere wichtige Umfrageergebnisse:

Millenials, also die 18- bis 33-jährigen weltweit, würden am liebsten Geld, Rabatte und Coupons im Austausch für ihre Verhaltensdaten von Smart Home-Geräten erhalten (63 Prozent Geld, 44 Prozent Rabatte und 29 Prozent Coupons). Der deutsche Durchschnitt liegt im Vergleich bei 43 Prozent für Geld, 45 Prozent für Rabatte und 25 Prozent für Coupons.
Fast drei Viertel (74 Prozent) der deutschen Verbraucher erwarten vom Leben in einem Smart Home persönliche Vorteile, wie beispielsweise mehr Zeit für die Familie. In den USA sind dies nur 57 Prozent.

Die am häufigsten beachteten Smart Home-Geräte in Deutschland sind intelligente Beleuchtung (69 Prozent), vernetzte Thermometer oder Kesselanlagen (62 Prozent) sowie smarte Küchen- und Haushaltsgeräte wie zum Beispiel Kühlschränke und Waschmaschinen (58 Prozent).

Die Hälfte der Befragten erwartet, dass die Rechnungen für Heizung und Kühlung im Haus (51 Prozent) sowie Gas und Strom (50 Prozent) in einem Smart Home reduziert werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem heute veröffentlichten Bericht des Atlantic Council: http://www.atlanticcouncil.org/publications/reports/smart-homes-and-the-internet-of-thing

Über die Umfrage

Die „Internet der Dinge und Smart Home“-Umfrage wurde im Juli 2015 von Vanson Bourne, einem unabhängigen Marktforschungsinstitut für den Technologie-Sektor, durchgeführt. Insgesamt wurden 9.000 Verbraucher weltweit befragt, davon 2.500 aus den USA, jeweils 1.000 aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Brasilien und Indien sowie jeweils 500 aus Kanada, Mexiko und Australien.

Umfrage ergibt: Viele Geldinstitute können bei Kosten und Service nicht mithalten

Offenbar leisten Deutschlands Internet-Banken ziemlich genau den Service, den sich Kunden wünschen: 80 Prozent der Kunden, die ihr Girokonto bei einem Online-Geldinstitut haben, sind zufrieden mit ihrer Bank. Zum Vergleich: Nur 44 bis 58 Prozent der befragten Kunden anderer Geldinstitute äußerten sich so uneingeschränkt positiv. Das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Managementberatung Porsche Consulting macht deutlich, worauf Bankkunden besonders achten: Kostenfreie oder preisgünstige Kontoführung sei das wichtigste Kriterium, sagen 65 Prozent der 1041 Bürger im Alter von 25 bis 65 Jahren, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Porsche Consulting befragt hat.

Viele Banken bieten Geldprämien, um neue Kunden zu gewinnen. Wer bereit zum Girokontowechsel ist, wird zum Teil mit Summen zwischen 50 und 500 Euro belohnt. Allerdings würde sich nur jeder fünfte Befragte von Geldgeschenken unterhalb von 500 Euro zur Unterschrift verleiten lassen. Beim Wechsel dominieren vielmehr praktische Aspekte: Die Geldhäuser punkten mit dichtem Geldautomatennetz (83 %) und komfortabel zu bedienendem Online-Banking (74 %). Bei den jüngeren Kunden im Alter von 25 bis 39 Jahren schauen sogar 88 Prozent besonders genau auf die Qualität des Online-Banking. Nur für 61 Prozent der 55- bis 65-Jährigen ist die Kontoführung im Internet relevant.

Die 25- bis 39-Jährigen sind mit einem Anteil von 12 Prozent wechselfreudiger als ältere Kunden (6 %). Auffällig auch: Mit steigendem Haushaltsnettoeinkommen wächst die Bereitschaft zum Wechsel. Insgesamt aber scheuen Kontoinhaber Veränderungen. Etwa neun von zehn Kunden (84 %) halten ihre Bankverbindung schon seit mehr als zehn Jahren, jeder zweite (49 %) ist sogar seit 20 Jahren oder noch länger beim gleichen Anbieter.



Ob Treue oder Trägheit die wichtigsten Motive langjähriger Stammkunden sind, wurde ebenso untersucht. Gut jeder zweite Nicht-Wechsler (55 %) nimmt an, dass es ohnehin kaum Unterschiede zwischen den Banken gäbe. 40 Prozent schrecken die Folgen eines Wechsels ab: neue Kontonummer, notwendige Änderung von Einzugsermächtigungen, Mitteilungen an Arbeitgeber, Vermieter, Finanzamt oder Versorgungsunternehmen sind Hinderungsgründe, – obwohl Banken diesen bürokratischen Aufwand ihren Kunden in der Regel kostenfrei abnehmen. Der wichtigste Faktor aber ist die geografische Nähe: Zwei Drittel (66 %) der Nicht-Wechsler bleiben bei ihrer Bank, weil die nächste Filiale nicht weit entfernt von ihrem Wohnort liegt. Und 31 Prozent bleiben aus Tradition mit ihrem Konto dort, wo auch andere Familienmitglieder schon lange Kunde sind.

Demnach scheinen sich Geldinstitute vor Abwanderungen ihrer Privatkunden kaum fürchten zu müssen. Auch die Lockrufe der Wettbewerber, den Wechselwilligen zum Dank bares Geld zu überweisen, werden aktuell nur von vergleichsweise wenigen Kunden erhört. Doch dieses Bild trügt: „Die rasch voranschreitende Digitalisierung des gesamten Geldverkehrs wird den Kampf um den Bankkunden verschärfen. Unsere Umfrage belegt, dass gerade die heute noch junge Kundschaft viel flexibler darauf reagiert, welche Bank das aktuell beste Angebot macht. Für ihre Entscheidung nutzt sie die Transparenz und den Komfort, die das Internet bietet. Dabei geht es ihr nicht nur um kostenlose Kontoführung, sondern zugleich auch um die beste Kundenbetreuung“, sagt Dr. Matthias Tewes, Experte für Finanzdienstleistungen und Partner bei Porsche Consulting.

Tewes ist überzeugt, dass viele traditionelle Geldinstitute ihre Organisationsstrukturen noch nicht ausreichend auf den neuen Kundentyp, der künftig das Geschäft dominieren wird, ausgerichtet haben: „Die Banken werden zum Spagat gezwungen: Sie leiden unter einem früher unvorstellbaren Kostendruck. Im Wettbewerb vorn liegen werden sie aber nur, wenn sie in der Konkurrenz überlegene Dienstleistungsqualität investieren. Die Geschäftsmodelle von morgen verändern nicht nur die Anforderungen an Personal und neueste Technologien, sie verlangen vor allem auch bei der Reaktionsschnelligkeit ein enorm hohes Tempo. Mit vorhandenen Strukturen ist das kaum zu erreichen.“

Die Porsche Consulting GmbH, Bietigheim-Bissingen, ist eine Tochtergesellschaft des Sportwagenherstellers Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart. Sie wurde 1994 gegründet, begann damals als vierköpfiges Team und beschäftigt heute mehr als 380 Mitarbeiter. Das international agierende Unternehmen hat vier Auslandbüros in Mailand, São Paulo, Atlanta und Schanghai. Porsche Consulting zählt zu den führenden Beratungsgesellschaften in Deutschland. Die Experten für operative Exzellenz beraten weltweit Konzerne und mittelständische Unternehmen aus der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Weitere Klienten kommen aus dem Finanzdienstleistungssektor, der Konsumgüterindustrie und dem Handel sowie aus der Baubranche. Für die Erhebung bei Girokontoinhabern wurden im Februar 2016 insgesamt 1.041 in deutschen Privathaushalten lebende Personen im Alter von 25 bis 65 Jahren befragt. Die Teilnehmer wurden durch eine systematische Zufallsauswahl ermittelt (mehrstufig geschichtete Stichprobe).

Deutschland wird IoT-Land – wie eine Umfrage der GfK zeigt

Laut einer GfK-Umfrage sind rund 71 Prozent der Deutschen bereit, bei einer einfach zu installierenden und zu bedienenden Sicherheitslösung für ihr Zuhause auch zu bezahlen.

Das Thema häusliche Sicherheit gewinnt angesichts seit Jahren steigender Zahlen bei Wohnungseinbrüchen immer größere Bedeutung. Das Marktforschungsinstitut GfK hat jetzt in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, dass die Deutschen auch bereit wären, für den Schutz ihres Zuhauses a) zu bezahlen und b) auch offen sind für IoT-Lösungen (IoT = Internet of Things/Internet der Dinge), denn schon bereits jeder Vierte (26,8 Prozent) denkt darüber nach, sein Zuhause mit einer Videokamera zu sichern.

Die Vernetzung von Hardware mit dem Internet, ganz einfach gesteuert über Smartphone-Apps, ist die zeitgemäße Form, um sein Heim zu schützen: Home Security, das heißt heute Heimüberwachung mit Kamera und Smartphone-App plus Videospeicher in der Cloud. Und 70,8 Prozent der Deutschen würden für eine komfortable, dabei aber einfach zu installierende und bedienende Sicherheitslösung monatlich mindestens 5 Euro bezahlen, wie die jüngste GfK-Umfrage ergab.



Die Fragestellung (Basis: 959 Männer und Frauen ab 14 Jahren) lautete: „Stellen Sie sich vor, es gibt eine sehr einfach zu bedienende Sicherheitslösung, bestehend aus Kamera, einer App und einer jederzeit abrufbaren Videoaufzeichnung, mit der Sie zu Hause alles im Blick haben. Was wäre Ihnen eine solche Sicherheitslösung im Monat wert?“

Bereitschaft für monatliche Ausgabe:

5-10 € = 46,5 %
mehr als 10 € = 24,3 %
total: mehr als 5 € = 70,8 %

Bei Familien mit zwei minderjährigen Kindern im Haus steigt die Bereitschaft, im Monat 5-10 € für eine einfach zu installierende IoT-Kamera-Sicherheitslösung zu zahlen, auf über 65 Prozent.

Umfrage: Fast jeder Zweite ist Opfer von Cybercrime

Fast die Hälfte der Deutschen (48 Prozent) sind bereits Opfer von Internetkriminalität geworden. Am häufigsten sind Internetnutzer aller Altersgruppen von Viren, Trojanern oder Computerwürmern betroffen, 45 Prozent sind schon einmal in Kontakt mit so genannter „Malware“ gekommen. Es folgen Phishing-Delikte wie die Entwendung von Zugangsdaten mit acht Prozent sowie Identitätsdiebstahl mit vier Prozent Betroffenen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Computerhilfe der Deutschen Telekom. Die Meinungsforscher befragten 1.070 Internetnutzer nach ihrem Umgang mit persönlichen Daten im Internet zum „Safer Internet Day“ am 9. Februar.

Was vielen Usern – ob privat oder beruflich im Internet unterwegs – wenig bewusst ist: Wir alle hinterlassen mit jedem Klick eine Datenspur im Netz. Ob Online-Bestellung, soziale Netzwerke oder Online-Umfrage, es werden immer persönliche Daten digital preisgegeben. Die Sensibilität dafür variiert dabei sehr, zeigen die Umfrage-Ergebnisse.

So geben insgesamt 54 Prozent der Befragten ihren Namen ohne größere Bedenken im Internet weiter, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 60 Prozent, von den über 60-Jährigen 42 Prozent. Ähnlich ist es beim Umgang mit der E-Mail-Adresse: Hier gab die Hälfte der Befragten an, diese sorglos weiterzugeben, die 30- bis 39-Jährigen sogar zu 61 Prozent. Die vorsichtigste Altersgruppe sind erneut die über 60-Jährigen, von denen nur 36 Prozent ihre E-Mail-Adresse ohne Nachdenken im Netz angeben.

Bewusstsein für Datenmissbrauch bei Bildern

Anders sieht es bei Anschrift, Telefonnummer und Fotos aus: Mit diesen Daten gehen die Befragten deutlich sensibler um. Nur 29 Prozent der Befragten haben kein Problem, ihre Anschrift zu nennen, immerhin 21 Prozent geben ihre Telefonnummer ohne Zögern ein. Bei Bildern ist das Ergebnis eindeutig: Nur 13 Prozent der Studienteilnehmer geben diese leichtfertig weiter. Sorgloser ist die „Generation Selfie“ (14-39 Jahre): Hier geben 19 Prozent an, Bilder bedenkenlos ins Netz zu stellen, während dies bei der Gruppe über 40 nur 8-10 Prozent angeben.


Empfehlungen für den Schutz persönlicher Daten

„Grundsätzlich sollte man bei der Weitergabe persönlicher Daten im Internet sehr zurückhaltend sein“, betont Jochen Beck, Experte von der Computerhilfe der Telekom. Ansonsten gelten generelle Sicherheitstipps: „Die Software sollte immer auf dem neuesten Stand sein, um Sicherheitslücken in Browser, Betriebssystem oder Virensoftware zu schließen. Internetnutzer sollten auf sichere Passwörter achten, diese regelmäßig wechseln und internetfähige Geräte damit schützen. Vorsicht ist beim Download von Daten und Software geboten, diese sollten nur von vertrauenswürdigen Seiten der Hersteller geladen werden“, betont Beck. Bei Nutzung eines WLAN-Netzwerks sollte dieses mit dem aktuellen Verschlüsselungsstandard gesichert werden. Und schließlich sollten in sozialen Netzwerken private Fotos und Informationen nicht öffentlich gepostet werden.

Und wenn trotz aller Vorsicht etwas schief gegangen ist? Die Mehrheit der Opfer von Internetkriminalität hat das Problem selbst in den Griff bekommen (56 Prozent), ergab die Umfrage. Das trifft aber lediglich für die jüngeren Internetnutzer zu: Die über 50-Jährigen gaben mehrheitlich an, das Problem nur mit fremder Hilfe gelöst zu haben.

Verbraucher: Selbstfahrende Autos lieber von traditionellen Autobauern

Trotz breiter Medienberichte über die Entwicklung der ersten selbstfahrenden Autos durch Technologiefirmen vertrauen Verbraucher traditionellen Automobilherstellern bei der Entwicklung und Pilotierung dieser Fahrzeuge mehr. Dies ist ein zentrales Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von The Boston Consulting Group (BCG) und World Economic Forum unter 5.500 Verbrauchern in zehn Ländern. Selbstfahrende Autos könnten laut der bisher größten globalen Verbraucherbefragung zu diesem Thema schon bald zur Realität werden: Knapp 60 Prozent der in Städten lebenden Verbraucher weltweit sind offen für autonomes Fahren. „Diese Ergebnisse sind eine positive Nachricht für traditionelle Automobilhersteller“, sagt Nikolaus Lang, Senior Partner im Münchner BCG-Büro. „Unsere Auswertungen zeigen: Die Verbraucher erwarten, dass die traditionellen Automobilbauer eine führende Rolle bei der Einführung von selbstfahrenden Autos übernehmen und dass Technologieunternehmen wie Apple oder Google ihr relevantes Know-how dazu beisteuern.“

Die von BCG und dem World Economic Forum gemeinsam durchgeführte Untersuchung vermittelt intensive Einblicke in die Akzeptanz selbstfahrender Autos bei Stadtbewohnern weltweit und befasst sich detailliert mit den Einstellungen von Verbrauchern. Am größten ist diese Akzeptanz demnach in Emerging Markets wie China, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, während sie in den Vereinigten Staaten und Großbritannien bei rund 50 Prozent liegt. In Japan und Deutschland ist die Akzeptanz selbstfahrender Autos mit 44 Prozent am geringsten. Gründe dafür sind der Wunsch, jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug zu haben, sowie ein mangelndes Sicherheitsgefühl der Verbraucher in einem autonomen Fahrzeug.

Deutsche Verbraucher erwarten, dass traditionelle Autohersteller die Entwicklung vorantreiben

Die Umfrage zeigt, dass nahezu jeder zweite Verbraucher (46 Prozent) sich wünscht, traditionelle Autobauer (sogenannte Original Equipment Manufacturers, OEMs) und nicht Technologiefirmen würden bei der Entwicklung selbstfahrender Autos vorweggehen. Am größten ist das Vertrauen in traditionelle OEMs bei den Konsumenten in Frankreich, Deutschland und Japan. In dieser Gruppe äußern 69 Prozent eine Präferenz für den Bau derartiger Fahrzeuge im Rahmen einer Partnerschaft zwischen einem OEM und einem Technologieunternehmen. Daneben geht die Mehrheit der Verbraucher davon aus, dass es sich bei selbstfahrenden Fahrzeugen um Elektro- oder Hybridautos handeln wird.

Akzeptanz für selbstfahrende Autos ist hoch, und viele Verbraucher sind bereit, dafür mehr zu bezahlen

Knapp 60 Prozent der Verbraucher geben an, dass sie bereit wären, ein komplett selbstfahrendes Auto zu nutzen. Als Hauptvorteile werden dabei der Entfall von Parkplatzsuche und Einparken sowie eine Zunahme der Produktivität während des Fahrens genannt. 53 Prozent der Verbraucher sagen zudem, dass sie ein komplett selbstfahrendes Auto kaufen würden – das zeigt, dass Konsumenten weltweit ebenso gespannt darauf sind, selbstfahrende Autos auszuprobieren, wie die Verbraucher in den USA: Eine im Januar 2015 von BCG unter 1.500 US-Verbrauchern durchgeführte Befragung ergab, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren jeder zweite Konsument zumindest ein teilautonomes Auto kaufen möchte. „Verbraucher: Selbstfahrende Autos lieber von traditionellen Autobauern“ weiterlesen

VDE-Studie zeigt: Industrie 4.0 ist in zehn Jahren da

Die Smart Factory wird bis spätestens 2025 real und verbessert damit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in großem Maß. Davon sind nach einer aktuellen VDE-Studie fast drei Viertel der befragten 1.300 Mitgliedsunternehmen und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik überzeugt. Jedes dritte befragte Unternehmen befasst sich bereits konkret mit Industrie 4.0, 70 Prozent befinden sich in der Analysephase. In operativen Einzelprojekten beschäftigt sich etwa ein Drittel mit dem Thema, in der Planungs-/Testphase etwa ein Viertel. Der Studie zufolge werden der Automobil- und Maschinenbau, gefolgt von der Elektrotechnik und Logistik am meisten profitieren. Jeder zweite glaubt, dass vor allem der Mittelstand bei Industrie 4.0 gewinnen wird. Allerdings ist die Mehrheit der Befragten auch davon überzeugt, dass sich der internationale Wettbewerb um die Technologieführerschaft in der Produktion in den nächsten Jahren stark verschärfen wird und Deutschland aufpassen muss, angesichts der US-Dominanz bei der technischen Software und Internet-Plattformen bzw. deren Verknüpfung zu Anwendungen in Handel und Industrie („Big Data“) im Innovationswettlauf um Industrie 4.0 nicht zurückzufallen. Jeder vierte Befragte befürchtet, dass die deutsche Industrie zu lange an klassischen Produktionsmethoden festhält. „VDE-Studie zeigt: Industrie 4.0 ist in zehn Jahren da“ weiterlesen