Startups: Ohne KI und Datenanalyse kein wirtschaftlicher Erfolg

Dabei sind die Startups sich einig: Ohne Künstliche Intelligenz und Datenanalysen ist der wirtschaftliche Erfolg deutscher Unternehmen bedroht. Jeweils 96 Prozent der deutschen Startups geben an, dass sowohl Künstliche Intelligenz als auch Big Data eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen haben werden, was aus den Ergebnissen einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 deutschen Startups herauskam.

Gründer sehen herausragende Bedeutung der Technologietrends für die deutsche Wirtschaft
Gründer sehen herausragende Bedeutung der Technologietrends für die deutsche Wirtschaft

„Ein solch eindeutiges Ergebnis ist selten, unter Startups gibt es offenbar keine zweite Meinung: Ohne den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden wir künftig keinen wirtschaftlichen Erfolg haben. Die Politik, aber auch etablierte Unternehmen sind gut beraten, sich diese Einschätzung zu Herzen zu nehmen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wir begrüßen sehr, dass die Bundesregierung bei Künstlicher Intelligenz einen Schwerpunkt ihrer Technologie- und Wirtschaftspolitik setzen will. Jetzt ist wichtig, dass es schnell geht, zügig Programme entwickelt und dann umgehend von der Politik in die Praxis umgesetzt werden.“

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Jeder zweite Mitarbeiter sitzt am Computer

Computer, Laptops, Tablets und Smartphones sind ständige Begleiter – in der Freizeit wie im Beruf. So arbeitet heute rund jeder zweite Mitarbeiter (48 Prozent) quer durch alle Branchen an einem Computerarbeitsplatz. Zum Vergleich: vor zwei Jahren waren es 44 Prozent. Das zeigt der Digital Office Index 2018 – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalverbands Bitkom.

Fünf von zehn Mitarbeitern nutzen einen Computer (Grafik Bitkom)
Fünf von zehn Mitarbeitern nutzen einen Computer (Grafik Bitkom)
Einen besonders hohen Anteil von Computerarbeitsplätzen findet man bei Banken und im Finanzdienstleistungsgewerbe. Mit neun von zehn festangestellten Mitarbeitern (89 Prozent) an einem Computerarbeitsplatz sind es ähnlich viele wie bei Versicherungen (89 Prozent). Am niedrigsten ist die Quote mit 41 Prozent im Bereich Transport und Logistik. Der Durchschnitt liegt bei 35 Prozent.

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Sind Digitalisierung und Cloud für den Mittelstand wirklich synonym?

Wie geht es mit der Digitalisierung im Mittelstand tatsächlich voran? Wie weit haben Cloud-Anwendungen im Alltag Fuß gefasst? Und welche Rolle spielt der wachsende Bedarf nach einem mobilen Zugriff dafür, dass sich die Cloud durchsetzt? Äußerungen der Teilnehmer der „forconference 2018“ ergeben ein differenziertes Bild. Das Softwarehaus forcont, Spezialist für Enterprise Content Management (ECM), hat die Teilnehmer bei seiner letzten Fach- und Anwenderkonferenz nach ihrer Meinung befragt und deren Äußerungen in einem Video zusammengestellt. Dabei zeigt sich eine Erkenntnis: Die Cloud wird auch im Mittelstand immer wichtiger – aber die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen ist nicht zwingend daran gebunden, dass dazu in der Cloud gehostete Business-Applikationen genutzt werden. Noch nicht.

Mobilität als Cloud-Treiber

Die große Cloud-Umfrage, die forcont und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin im September 2017 durchführten, hatte ergeben, dass 90 Prozent der Befragten die mobile Nutzung von Applikationen für einen ganz wesentlichen Vorteil von Cloud-Lösungen halten. Um Cloud-Lösungen kommt man heute nicht mehr herum, wenn man mobil Arbeiten will – diese Meinung vertreten auch viele Teilnehmer der „forconference“. Es zeigt sich eine Einsicht: Während die Cloud im Prinzip von überall aus zugreifbar ist, kann man dies aus dem eigenen Rechenzentrum schon aus technischer Perspektive heraus kaum mehr bewerkstelligen.


Weitere Teilnehmer-Meinungen zur Zukunft von Digitalisierung, Automatisierung und Cloud-Nutzung im Mittelstand finden sich auch in diesem Video:


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Unsichtbare Begleiter: Deutsche nehmen künstliche Intelligenz im Alltag nicht wahr

Wie eine Google-Umfrage von OpenText ergeben hat, nehmen die meisten Deutschen nicht wahr, wenn sie im Alltag mit künstlicher Intelligenz in Berührung kommen. Befragt wurden dabei 2.000 Deutsche über 18 Jahren zum Thema KI und dem Einsatz entsprechender Technologien in den Bereichen Regierungs- und Gesundheitswesen, Arbeitsplatz und Straßenverkehr.

Einen bewussten Kontakt mit KI gehabt zu haben, geben nur rund 15 Prozent der Befragten an. Fast 30 Prozent sind sich dessen nicht sicher. Die Mehrheit (mehr als 55 Prozent) erklärte, nicht mit KI in Berührung gekommen zu sein.

Obwohl KI mittlerweile an vielen Stellen in unserem Alltag zu finden ist, erkennen mehr als 55 Prozent den Kontakt mit KI nicht.
Obwohl die künstliche Intelligenz mittlerweile an vielen Stellen in unserem Alltag zu finden ist, erkennen mehr als 55 Prozent den Kontakt mit ihr nicht.

Und das, obwohl KI und intelligente Automatisierungsmechanismen längst im Alltag angekommen sind.  Durch maschinelles Lernen sind Computer heute in der Lage, aus Beispielen zu lernen, anstatt Anweisungen stur befolgen zu müssen. Das zeigen fünf Beispiele, denen fast alle Deutschen im Alltag schon begegnet sind: „Unsichtbare Begleiter: Deutsche nehmen künstliche Intelligenz im Alltag nicht wahr“ weiterlesen

Potential neuer Technologien: Deutsche besonders kritisch

Wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag des Vodafone Instituts herausfand, stehen Deutsche dem zunehmenden Einfluss von Zukunftstechnologien auf verschiedene Lebensbereiche besonders kritisch gegenüber.

Nur 35 Prozent der Deutschen gibt an, dass neue Technologien eine Bereicherung darstellen. Im Vergleich zu den anderen befragten EU-Ländern Bulgarien (57 Prozent), Schweden (45 Prozent), Italien (47 Prozent) und Großbritannien (38 Prozent) ist dies der niedrigste Wert.

Nur 35 Prozent der Deutschen stehen neuen Technologien positiv gegenüber
Nur 35 Prozent der Deutschen stehen neuen Technologien positiv gegenüber

Bei der Frage, wer die sichere und nachhaltige Nutzung neuer Technologien sicherstellen sollte, ergibt sich ein vielschichtiges Bild. Den Konsumenten selbst die Verantwortung überlassen, würden 27 Prozent der Deutschen. 26 Prozent trauen dies Verbraucherschützern am ehesten zu, 21 Prozent der Regierung, 17 Prozent Nicht-Regierungsorganisationen und nur neun Prozent den Tech-Unternehmen. „Potential neuer Technologien: Deutsche besonders kritisch“ weiterlesen

Künstliche Intelligenz soll das Steuer übernehmen

Künstliche Intelligenz wird immer beliebter: Ob als Einsatz zur optimalen  Routenplanung und Navigation oder als Einsatz von autonomen Fahrzeugen auf der Straße – die Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), um den Verkehrsfluss zu optimieren und Unfälle zu vermeiden, lautet das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

6 von 10 Bundesbürgern wünschen sich Künstliche Intelligenz für selbstfahrende Autos
6 von 10 Bundesbürgern wünschen sich Künstliche Intelligenz für selbstfahrende Autos

So halten es 58 Prozent für sinnvoll, mit Hilfe von KI selbstfahrende Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird vor allem von Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahre unterstützt (65 Prozent). Bei den Älteren ab 65 Jahre sind es mit 54 Prozent etwas weniger. „Künstliche Intelligenz soll das Steuer übernehmen“ weiterlesen

Deutsche Unternehmen halten sich beim Einsatz neuer Technologien zurück

Eine repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom belegt, dass sich die deutsche Wirtschaft sich anstrengen muss, um beim Einsatz neuer Technologien im internationalen Wettbewerb mithalten zu können.

„Deutsche Unternehmen gehören bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz nur zu den Nachzüglern oder sind sogar weltweit abgeschlagen“ – diese These unterstützen zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Vorstände und Geschäftsführer. Rund jeder Zweite meint, dies trifft auf 3D-Druck (48 Prozent), Blockchain (47 Prozent) und Robotik zu (45 Prozent), nur etwas weniger sind es bei den Themen Internet of Things (42 Prozent) und Virtual Reality (41 Prozent) sowie Big Data (37 Prozent) und Drohnen (31 Prozent).

„Unternehmen […] sind gut beraten, sich […] die Chancen für das eigene Geschäftsmodell auszuloten.“
Vor allem beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain und Robotik sehen sich viele Unternehmen im Hintertreffen
Vor allem beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck, Blockchain und Robotik sehen sich viele Unternehmen im Hintertreffen. Generell sehen sich die Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien im Mittelfeld.
„Haben Unternehmen früher bei der Einführung neuer Technologien gezögert, so waren sie möglicherweise weniger effizient und haben teurer produziert als die Konkurrenz. Heute kann eine neue Technologie wie Künstliche Intelligenz oder Blockchain eine ganze Branche in Rekordzeit völlig umkrempeln“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Unternehmen sollen neue Technologien nicht als Selbstzweck einführen, aber sie sind gut beraten, sich mit ihren Möglichkeiten zu beschäftigen und die Chancen für das eigene Geschäftsmodell auszuloten – oder für völlig neue Geschäftsmodelle.“

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Jeder fünfte Deutsche shoppt mehrmals pro Woche online

Egal ob heute das Modeschnäppchen, morgen das Arzneimittel und übermorgen den Lebensmitteleinkauf fürs Wochenende: Immer mehr Deutsche shoppen mehrmals die Woche online, wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben.
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„Online-Shopping ist […] so alltäglich wie der Gang ins Geschäft.“
5 Prozent: So hoch ist der Anteil derjenigen, die bereits täglich Online-Shoppen. 2014 taten dies nur 1 Prozent der Befragten. 14 Prozent kaufen mehrmals pro Woche online ein (2014: 8 Prozent) und 15 Prozent einmal pro Woche (2014: 14 Prozent). Gesamt gesehen kauft also knapp jeder Fünfte (19 Prozent, 2014: 9 Prozent) mehrmals pro Woche online etwas ein.
Egal ob heute das Modeschnäppchen, morgen das Arzneimittel und übermorgen den Lebensmitteleinkauf fürs Wochenende: Immer mehr Deutsche shoppen mehrmals die Woche online.
Egal ob heute das Modeschnäppchen, morgen das Arzneimittel und übermorgen den Lebensmitteleinkauf fürs Wochenende: Immer mehr Deutsche shoppen mehrmals die Woche online.
„Online-Shopping ist längst zum Massenphänomen geworden und heute so alltäglich wie der Gang ins Geschäft. Hinzu kommt, dass auch der stationäre Handel, also der klassische Einzelhandel, zunehmend das Geschäftsfeld Online entdeckt und die unterschiedlichen Vertriebswege für sich nutzt“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

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Die meisten Unternehmen lassen Startups links liegen

Egal ob in der Finanz- oder Energiebranche, im Gesundheitswesen oder im Handel: Startups sind heute in allen Branchen aktiv. Mit ihrer innovative, schnellen, agilen und frechen Art haben sie Erfolg – doch die große Mehrheit der Unternehmen lässt sie links liegen.

Wie eine repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aus allen Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom herausfand, arbeiten rund  zwei Drittel (65 Prozent) der Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen ab 20 Mitarbeiter nicht mit Startups zusammen.
Finanziell an Startups beteiligt haben sich 8 Prozent, 28 Prozent arbeiten mit ihnen auf andere Art zusammen, etwa bei Gründerwettbewerben. Aber nur 14 Prozent entwickeln gemeinsam mit Startups neue Produkte oder Dienstleistungen.
  • Nur 14 Prozent der befragten Unternehmen entwickeln gemeinsam mit Startups neue Produkte oder Dienstleistungen. (Grafik Bitkom)
„Sowohl etablierte Unternehmen als auch Startups verspielen riesige Chancen, wenn sie nicht häufiger und enger zusammenarbeiten“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung zum Thema zitiert.

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Bitkom: Unternehmen fehlen Fachkräfte für Datenschutz

Durch neue Datenschutzregelungen werden Unternehmen in diesem Jahr vor große Herausforderungen gestellt. Doch für die Umsetzung fehlt vielen von ihnen häufig ausreichend qualifiziertes Personal. So fand eine repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom heraus, dass mehr als jedes zweite Unternehmen (56 Prozent) in Deutschland weniger als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter eingeplant hat, die sich hauptsächlich mit Datenschutzthemen befassen.

Durch neue Datenschutz -Regelungen werden  Unternehmen in diesem Jahr vor große Herausforderungen gestellt. Doch für die Umsetzung fehlt vielen von ihnen häufig ausreichend qualifiziertes Personal.
Durch neue Datenschutz -Regelungen werden  Unternehmen in diesem Jahr vor große Herausforderungen gestellt. Doch für die Umsetzung fehlt vielen von ihnen häufig ausreichend qualifiziertes Personal.

Wenn am 25. Mai 2018 die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft tritt, ergeben sich viele neue Pflichten für Unternehmen. „Der Arbeitsaufwand bei der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung ist enorm, gleichzeitig suchen Unternehmen händeringend nach passenden Fachkräften“, wird Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsführung für Recht und Sicherheit, in einer Mitteilung zitiert.

Zurzeit wird von gut jedem vierten Unternehmen (27 Prozent) in eine Vollzeitstelle für Datenschutzangelegenheiten investiert. Allerdings haben nur rund 14 Prozent der befragten Unternehmen mehr als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter, die sich hauptsächlich mit Datenschutz beschäftigen, vorgesehen. „Bitkom: Unternehmen fehlen Fachkräfte für Datenschutz“ weiterlesen

Mehrheit hat noch nie etwas von digitalen Plattformen gehört

Digitale Plattformen erwirtschaften Milliarden-Umsätze, stellen Branchen, wie die Hotelbranche und den Handel auf den Kopf – und die Mehrheit der 10 Wertvollsten Unternehmen basieren auf einer digitalen Plattform.

Dennoch: deutsche Unternehmen tun sich sich mit dieser Entwicklung weiterhin schwer. Laut einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, geben mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben. Und nur 43 Prozent sagen, dass sie die Begriffe kennen. Verglichen mit dem Vorjahr, handelt es sich bei den Kennern der Begriffe nur um eine minimale Zunahmen von 7 Prozent.

Obwohl digitale Plattformen Milliarden-Umsätze erwirtschaften, und Branchen auf den Kopf stellen, geben 54% der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben.
Obwohl digitale Plattformen Milliarden-Umsätze erwirtschaften, und Branchen auf den Kopf stellen, geben 54% der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben. 

„Die Plattformen […] sorgen für größere Transparenz und schaffen mehr Wettbewerb.“

Dieser Umfrage aufbauend, mahnt Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung dazu, dass Unternehmer, die die Möglichkeit digitaler Plattformen ignorieren, grob fahrlässig handeln würden. Das sei so, als ob Unternehmer in früheren Jahren vor der Automatisierung oder der Elektrifizierung die Augen verschlossen hätten, erklärt Berg. „Digitale Plattformen werden sich in praktisch jeder Branche etablieren. Die Plattformen brechen über Jahrzehnte gewachsene Wertschöpfungsketten auf, sorgen für größere Transparenz und schaffen mehr Wettbewerb. Unternehmen sollten alle Möglichkeiten ausloten, solche Plattformen aufzubauen oder zu nutzen.“ „Mehrheit hat noch nie etwas von digitalen Plattformen gehört“ weiterlesen

Landwirte wappnen sich fürs digitale Zeitalter

Bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, sehen der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Digitalverband Bitkom, Aufholbedarf bei der digitalen Infrastruktur im ländlichen Raum.

„Mit der fortschreitenden Digitalisierung aller Wirtschafts- und Lebensbereiche steigen die Anforderungen an die Netze von Tag zu Tag. Die Lücken beim Ausbau von leistungsfähigem Internet in ländlichen Räumen müssen deshalb schnellstmöglich geschlossen werden“, forderte Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes.

Der Meinung, dass Digitalisierung in der Landwirtschaft eine flexiblere Arbeitsgestaltung und mehr Möglichkeiten die Produktivität zu steigern biete, sind nicht nur Bitkom und der DBV:  Denn laut einer Umfrage sind 67 Prozent der Landwirte der Meinung, dass Digitalkompetenz in Zukunft genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Digitalverband Bitkom sehen Aufholbedarf bei der digitalen Infrastruktur im ländlichen Raum.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Digitalverband Bitkom sehen Aufholbedarf bei der digitalen Infrastruktur im ländlichen Raum.

„Landwirtschaft 4.0 ist nur möglich, wenn digitale Technologien besser genutzt werden können. Dazu braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur in den Regionen, moderne Technologien auf den Höfen und – vor allem – digitalkompetente Mitarbeiter in den landwirtschaftlichen Betrieben“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

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Klagewelle und Anfrageflut? Deutsche Verbraucher sind streitlustig beim Schutz ihrer Daten

80 % der Deutschen sind ahnungslos, wenn es um ihre Rechte beim Schutz der Privatsphäre geht.

Datenschutz? Mir doch egal! Dieser Eindruck entsteht, wenn man die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, des Meinungsforschungsinstitutes YouGov, unter 2.000 deutschen Verbrauchern betrachtet: Denn über 80 % der Deutschen sind ahnungslos, wenn es um ihre Rechte beim Schutz der Privatsphäre geht.

Die im Auftrag des Daten-Experten Commvault durchgeführte Studie untersuchte, was die Deutschen über die im Mai 2018 in Kraft tretende europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) wissen. Die Antwort: Tatsächlich fast nichts.

Gerade einmal 5% der Deutschen kennen aktuell ihre Rechte. Dieses Ergebnis überrascht angesichts der Tatsache, dass der Schutz ihrer persönlichen Daten ein Thema ist, das ihnen am Herzen liegt: So geben zwei Drittel der Verbraucher ihre Daten nur an Unternehmen weiter, wenn es absolut nötig ist. Trotz des vorsichtigen Umgangs mit ihren Daten haben dennoch 45 % keinen Überblick, wo ihre Daten genau gespeichert sind.

Social Media Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co werden von Löschanfragen voraussichtlich am stärksten betroffen sein und dürften Mitglieder verlieren.
Social Media-Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co werden von Löschanfragen voraussichtlich am stärksten betroffen sein und dürften Mitglieder verlieren. (Foto: Stockata.de)

Generationenunterschied: Jedem Fünften der 18- bis 24-Jährigen ist es egal, wem er seine Daten gibt und ob die Freigabe nötig ist.

Besonders junge Deutsche machen sich wenige Gedanken über die Datensammelwut der Unternehmen. Dennoch, alle Altersklassen zusammengefasst, weiß immerhin die Hälfte der deutschen Bevölkerung, welchen Dienstleistern sie in den letzten sechs Monaten die Nutzung ihrer persönlichen Daten erlaubt hat. Doch gerade hier zeigt sich ein gewaltiger Generationenunterschied:

  • So haben gerade einmal  29% der 18- bis 24-Jährigen den Überblick, welche Unternehmen ihre Daten nutzen. Bei den über 55-Jährigen handelt es sich immerhin um die Hälfte (50%)
  • Zudem ist es jedem Fünften der 18- bis 24-Jährigen schlichtweg egal, ob die Datenfreigabe nötig ist, um eine Dienstleistung überhaupt nutzen zu können. Bei den über 55-Jährigen hingegen, geht nur jeder Zehnte so nachlässig mit seinen Daten um.

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Fast jeder Zweite bildet sich online weiter

Online-Vorlesungen, Webinare oder Smartphone-Apps – alles praktische Alternativen zu klassischen Weiterbildungsformaten wie Volkshochschulen oder Fachbuchlektüren. Und diese Alternativen erhalten, wie eine repräsentativen Befragung von 1.010 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom herausfand, immer mehr Zuspruch in der deutschen Bevölkerung: Die Möglichkeit Zeit- und ortsunabhängig zu lernen, ist der entscheidende Vorteil.

45 Prozent der Bundesbürger nutzen digitale Lernmittel zur privaten Weiterbildung

Solche digitale Lernformate hat bereits die Hälfte der Bundesbürger zur privaten Fortbildung genutzt (45 Prozent). Davon lernt jeder fünfte mit kostenpflichtigen Angeboten (20 Prozent). Die Bereitschaft, für digitales Lernen zu zahlen, ist am größten bei Nutzern von Blended-Learning-Formaten (77 Prozent), also einem kombinierten Angebot aus Präsenzveranstaltungen und einem digitalen Lernformat. Ebenso Nutzer von Lern-Apps für Smartphone und Tablet wie zum Beispiel Babbel (75 Prozent) und von interaktiven E-Books (64 Prozent) geben dafür mehrheitlich Geld aus, seltener ist das der Fall bei PC-Lernprogrammen und -spielen (22 Prozent) und Online-Kursen (15 Prozent).

Das Lernen mit digitalen Alternativen erfreut sich in der deutschen Gesellschaft von immer mehr Resonanz. So haben 45% der Bundesbürger digitale Lernmittel zur privaten Weiterbildung genutzt und jeder Fünfte lernt mit kostenpflichtigen Angeboten.
Das Lernen mit digitalen Alternativen erfreut sich in der deutschen Gesellschaft von immer mehr Resonanz. So haben 45% der Bundesbürger digitale Lernmittel zur privaten Weiterbildung genutzt und jeder Fünfte lernt mit kostenpflichtigen Angeboten. (Foto Carsten Knop)

Zeit- und ortsunabhängiges Lernen mit digitalen Alternativen „Fast jeder Zweite bildet sich online weiter“ weiterlesen

Digitalisierung: Deutsche Wirtschaft sieht sich auf einem guten Weg

Laut einer Umfrage unter 505 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, wird die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung auf einem guten Weg gesehen. Insgesamt wird ihr ein im internationalen Vergleich positives Zeugnis ausgestellt.

Knapp ein Drittel (36 Prozent) sehen die deutsche Wirtschaft dabei in der Spitzengruppe und weitere 2 % sehen sie in der Weltspitze. Heraus sticht, dass praktisch niemand sie für abgeschlagen hält und nur sie nur von 13 Prozent als „digitaler Nachzügler“ bezeichnet wird. Die große Mehrheit (44 Prozent) sehen die deutsche Wirtschaft, was die Digitalisierung angeht, im Mittelfeld.

„Wir müssen mehr dafür tun, dass auch all die Unternehmen mitgenommen werden, die sich bislang mit der Digitalisierung noch schwer tun.“

Viele Unternehmen würden die digitale Transformation selbstbewusst angehen – egal ob Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, Blockchain oder IoT und Industrie 4.0 – deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen hätten einen exzellenten Ruf und seien bei der Technologie-Entwicklung weltweit spitze, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Gleichzeitig mahnt dieser jedoch:  „Zu selten aber werden aus digitalen Innovationen marktgängige Produkte und neue Geschäftsmodelle. Und wir müssen mehr dafür tun, dass auch all die Unternehmen mitgenommen werden, die sich bislang mit der Digitalisierung noch schwer tun.“

Die deutsche Wirtschaft ist laut einer Umfrage in Sachen Digitalisierung auf einem guten Weg.
Die deutsche Wirtschaft ist laut einer Umfrage in Sachen Digitalisierung auf einem guten Weg. (Foto Carsten Knop)

Insgesamt sehen die Unternehmen auch die Zukunft der Wirtschaft gut aufgestellt. So sieht, gefragt nach einer Prognose für das Jahr 2030, jeder Zehnte (10 Prozent) die deutsche Wirtschaft weltweit führend und weitere 38 Prozent erwarten eine Position in der Spitzengruppe.

Zusammengerechnet erwarten nun mehr 48 Prozent der Leute – immerhin eine Steigung um 10 Prozent – dass die deutsche Wirtschaft eine Top-Positionierung einnimmt. „Digitalisierung: Deutsche Wirtschaft sieht sich auf einem guten Weg“ weiterlesen

Hightech auf dem Hof:
Landwirte legen Fokus auf
Digitalkompetenz

Roboter melken Kühe, Drohnen kartieren Felder und Sensoren messen den Nährstoffbedarf der Pflanzen: Die Zukunft der Landwirtschaft ist digital. Landwirte, die vom großen Potenzial an zusätzlicher Wertschöpfung profitieren wollen, brauchen neben fachlichem Wissen und Können immer mehr Kompetenzen im Umgang mit digitaler Technik.

Landwirte schreiben Digitalkompetenz für die Zukunft wichtige Bedeutung zu

Dieses Potenzial hat die große Mehrheit der Landwirte erkannt. 67 Prozent sind der Meinung, dass Digitalkompetenz in Zukunft genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz. Weitere 4 Prozent haben die Auffassung, dass sie sogar die wichtigste Fähigkeit sein wird, die ein Landwirt besitzen kann. Allerdings gehen auch 28 Prozent davon aus, dass Digitalkompetenz eine untergeordnete Rolle spielen wird.

Repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Bauernverbands (DBV)
Repräsentative Befragung im Auftrag des Deutschen Bauernverbands (DBV) unterstützt vom Digitalverband Bitkom unter 850 betriebsleitenden Landwirten. (Grafik Bitkom)

  „Dank Digitalisierung kann […] das Wohl der Tiere verbessert werden.“

So betont der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, dass Digitalisierung eine riesige Chance für die Landwirtschaft sei. Sie schaffe neue und spannende Aufgaben für Unternehmer und Beschäftigte, ermögliche eine etwas flexiblere und mehr auf die persönlichen Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmte Arbeitsgestaltung und biete die Möglichkeit, die Produktivität stark zu steigern. „Dank Digitalisierung kann […] der Umgang mit Boden, Wasser und Luft umweltverträglicher gestaltet und das Wohl der Tiere verbessert werden“, wird Krüsken in einer Mitteilung des Digitalverbands Bitkom zitiert.

Unterschiede zwischen den Generationen

Die Einstellung gegenüber der Digitalkompetenz unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen Generationen der Landwirte. So spielt die Digitalkompetenz für die bis einschließlich 35 Jahre alten Landwirte  eine besonders wichtige Rolle. Von ihnen sagen sogar 84 Prozent, dass Digitalkompetenz auf einer Ebene mit den anderen Kompetenzen stehen wird.

Obwohl sie fast alle (87 Prozent) angeben, mit den digitalen Neuentwicklungen in der Landwirtschaft selbst sehr gut oder gut zurecht zu kommen, sehen die jüngeren im Vergleich zu den älteren Landwirten auf diesem Gebiet in ihren Betrieben die größten Defizite. „Hightech auf dem Hof:
Landwirte legen Fokus auf
Digitalkompetenz“
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