Mehrheit hat noch nie etwas von digitalen Plattformen gehört

Digitale Plattformen erwirtschaften Milliarden-Umsätze, stellen Branchen, wie die Hotelbranche und den Handel auf den Kopf – und die Mehrheit der 10 Wertvollsten Unternehmen basieren auf einer digitalen Plattform.

Dennoch: deutsche Unternehmen tun sich sich mit dieser Entwicklung weiterhin schwer. Laut einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, geben mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben. Und nur 43 Prozent sagen, dass sie die Begriffe kennen. Verglichen mit dem Vorjahr, handelt es sich bei den Kennern der Begriffe nur um eine minimale Zunahmen von 7 Prozent.

Obwohl digitale Plattformen Milliarden-Umsätze erwirtschaften, und Branchen auf den Kopf stellen, geben 54% der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben.
Obwohl digitale Plattformen Milliarden-Umsätze erwirtschaften, und Branchen auf den Kopf stellen, geben 54% der Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten an, dass sie von Plattform-Ökonomie, Plattform-Märkten oder digitalen Plattformen noch nie gehört haben. 

„Die Plattformen […] sorgen für größere Transparenz und schaffen mehr Wettbewerb.“

Dieser Umfrage aufbauend, mahnt Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung dazu, dass Unternehmer, die die Möglichkeit digitaler Plattformen ignorieren, grob fahrlässig handeln würden. Das sei so, als ob Unternehmer in früheren Jahren vor der Automatisierung oder der Elektrifizierung die Augen verschlossen hätten, erklärt Berg. „Digitale Plattformen werden sich in praktisch jeder Branche etablieren. Die Plattformen brechen über Jahrzehnte gewachsene Wertschöpfungsketten auf, sorgen für größere Transparenz und schaffen mehr Wettbewerb. Unternehmen sollten alle Möglichkeiten ausloten, solche Plattformen aufzubauen oder zu nutzen.“ „Mehrheit hat noch nie etwas von digitalen Plattformen gehört“ weiterlesen

Software AG: Trendprognosen für den Einzelhandel 2018

„Der Einzelhandel hat im Jahr 2017 einen Wendepunkt erreicht: Einige stationäre Händler sind vom Markt verschwunden, und einige Online-Händler haben Filialen eröffnet. Das Tempo des Wandels ist weiter hoch, deshalb stehen wir auch 2018 vor dramatischen Veränderungen“, so Werner Rieche, Geschäftsführer der Software AG Deutschland und verantwortlich für die DACH-Region.

Vor welchen Herausforderungen steht der Einzelhandel im neuen Jahr? Hier sind die IT-Trends für 2018:

Der erste Trend, den die Software AG aufführt ist, dass Filialen, die sich nicht an die Herausforderungen der digitalen Transformation anpassen, im Wettbewerb nicht mehr mithalten können. So mussten allein in den USA 2017 in Summe 8.640 Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von ca. 13,7 Millionen Quadratmetern schließen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, müssen die stationären Geschäfte entweder zu Fulfilment- oder Erlebniscentern werden – oder zu beidem, erklärt der Darmstädter Softwareriese. Als lokale Fulfilment-Center, die zu einer Beschleunigung der Customer-Journey beitragen, ermöglichen die Filialen von Einzelhandelsketten – insbesondere solche in dicht besiedelten Räumen – eine schnelle Auslieferung der Waren an die Kunden.

Amazon ist und bleibt die größte Herausforderung für den Einzelhandel: Damit dieser nicht ausstirbt, sei eine dringende Veränderung in der Ausrichtung der Läden notwendig, erklärt die Software AG in einer Pressemitteilung.
Amazon ist und bleibt die größte Herausforderung für den Einzelhandel: Damit dieser nicht ausstirbt, sei eine dringende Veränderung in der Ausrichtung der Läden notwendig, erklärt die Software AG in einer Pressemitteilung.  (Foto: Amazon.de)

„Der Laden muss zum aktiven Knotenpunkt in der Lieferkette werden.“

Als zweiten Trend, erkennt die Software AG die Notwendigkeit einer Reformation des stationären Handels: Dieser sei zwar noch nicht tot, aber müsse sich dringend neu erfinden, heißt es in einem Pressestatement. Diese Neuausrichtung muss in Richtung eines Geschäftes als Erlebniscenters gehen, in denen Kunden Produkte testen oder eine Marke über praktische Erfahrungen besser kennenlernen. So müsse der Laden zum aktiven Knotenpunkt in der Lieferkette werden.  „Software AG: Trendprognosen für den Einzelhandel 2018“ weiterlesen

Bitkom zur SPD-Entscheidung für Koalitionsverhandlungen mit der Union

Unmittelbar nach dem Ende des Sonderparteitags der SPD und der Entscheidung zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU hat Bitkom-Präsident Achim Berg nicht viel Zeit verstreichen lassen, um das Ergebnis zu kommentieren. Er hat dabei abermals dazu aufgerufen, Digitalthemen in der neuen Regierung nicht allzu weit hintenan zu stellen:

„Deutschland braucht schnell eine handlungsfähige und verlässliche Regierung“

„Auch wenn die Abstimmung knapp ausging: Die Entscheidung der SPD für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen ist ein positives Signal, den politischen Schwebezustand endlich zu beenden. Deutschland braucht schnell eine handlungsfähige und verlässliche Regierung, die deutliche digitalpolitische Akzente setzt. Hier müssen Union und SPD mit Blick auf die Sondierungsergebnisse nachlegen. Statt Wahlgeschenke zu verteilen, muss die neue Koalition die Weichen auf digitales Wachstum und digitale Vollbeschäftigung stellen. Das erfordert eine echte Strategie für ein Digitales Deutschland – was bislang auf dem Tisch liegt, ist allenfalls Stückwerk. Wir brauchen eine Offensive für digitale Bildung, für Arbeit mit Zukunft, für intelligente, leistungsfähige und sichere Infrastrukturen. Die nächste Bundesregierung muss die Digitalisierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung zum Nutzen aller gestalten“, wird Berg in einer Mitteilung des Digitalverbands zitiert.




Für die 19. Legislaturperiode hat Bitkom das Programm „Digital für alle“ vorgelegt, das neben Wirtschaft und Verwaltung vor allem auf die Gesellschaft ausgerichtet ist. All diese Vorschläge stehen hier zum Download bereit.

Mehr Nachrichten von „industrial-internet.de“ zu  Bitkom finden Sie hier.

Bitkom: Open Data bringt Mehrwert für Unternehmen

Wenn ein Verkehrsunternehmen den Online-Zugriff auf den aktuellen Standort und die Fahrplan-Daten des Fahrzeugs erlaubt, werden sogenannte „offene Daten (engl.: open data)“ zur Nutzung  freigegeben. Diese können dann zum Beispiel von einer Routenplanungs-App ausgewertet werden, so dass auf dem Smartphone immer die aktuell beste Fahrstrecke angezeigt werden kann. Wenn ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn wiederum Daten bereitstellt, an welchen Aufzügen aktuell gerade Wartungsarbeiten stattfinden – und ein Dritter auf der Basis dieser Angaben ein Webangebot anbietet, mit dem zum Beispiel Rollstuhlfahrer nachschauen können, ob sie an einer bestimmten Station ein- oder aussteigen können, kommt Open Data zum Einsatz.

„Daten bilden eine wichtige Säule für die Digitalisierung der Gesamtgesellschaft […]. Das Thema muss über Behörden und Open Government Data hinaus größer gedacht werden.“

„Bitkom: Open Data bringt Mehrwert für Unternehmen“ weiterlesen

Digitalisierung: Deutsche Wirtschaft sieht sich auf einem guten Weg

Laut einer Umfrage unter 505 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, wird die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung auf einem guten Weg gesehen. Insgesamt wird ihr ein im internationalen Vergleich positives Zeugnis ausgestellt.

Knapp ein Drittel (36 Prozent) sehen die deutsche Wirtschaft dabei in der Spitzengruppe und weitere 2 % sehen sie in der Weltspitze. Heraus sticht, dass praktisch niemand sie für abgeschlagen hält und nur sie nur von 13 Prozent als „digitaler Nachzügler“ bezeichnet wird. Die große Mehrheit (44 Prozent) sehen die deutsche Wirtschaft, was die Digitalisierung angeht, im Mittelfeld.

„Wir müssen mehr dafür tun, dass auch all die Unternehmen mitgenommen werden, die sich bislang mit der Digitalisierung noch schwer tun.“

Viele Unternehmen würden die digitale Transformation selbstbewusst angehen – egal ob Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren, Blockchain oder IoT und Industrie 4.0 – deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen hätten einen exzellenten Ruf und seien bei der Technologie-Entwicklung weltweit spitze, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Gleichzeitig mahnt dieser jedoch:  „Zu selten aber werden aus digitalen Innovationen marktgängige Produkte und neue Geschäftsmodelle. Und wir müssen mehr dafür tun, dass auch all die Unternehmen mitgenommen werden, die sich bislang mit der Digitalisierung noch schwer tun.“

Die deutsche Wirtschaft ist laut einer Umfrage in Sachen Digitalisierung auf einem guten Weg.
Die deutsche Wirtschaft ist laut einer Umfrage in Sachen Digitalisierung auf einem guten Weg. (Foto Carsten Knop)

Insgesamt sehen die Unternehmen auch die Zukunft der Wirtschaft gut aufgestellt. So sieht, gefragt nach einer Prognose für das Jahr 2030, jeder Zehnte (10 Prozent) die deutsche Wirtschaft weltweit führend und weitere 38 Prozent erwarten eine Position in der Spitzengruppe.

Zusammengerechnet erwarten nun mehr 48 Prozent der Leute – immerhin eine Steigung um 10 Prozent – dass die deutsche Wirtschaft eine Top-Positionierung einnimmt. „Digitalisierung: Deutsche Wirtschaft sieht sich auf einem guten Weg“ weiterlesen

Software AG: Trendprognosen für die Fertigungsindustrie

Digitale Transformation der Fertigungsindustrie

Um wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben, ist die digitale Transformation notwendig.  2018 werden einige neue Technologien marktreif, und um von denen profitieren zu können, muss und wird die digitale Transformation schneller vorangetrieben werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Software AG. Denn diese Technologien hätten das Potenzial, die gesamte Struktur der Branche umzukrempeln.

„Es wird in erster Linie um Expansion und Effizienz gehen, eine radikale Änderung der Preismodelle ist nicht zu erwarten.“

„Ein attraktives Kundenerlebnis wird für alle digitalen Unternehmen weiterhin einen sehr hohen Stellenwert haben. Die Fertigungsindustrie wird nach Wegen suchen, dieses Kundenerlebnis für alle Abschnitte der Wertschöpfungskette anzubieten“, wird Werner Rieche, Geschäftsführer der Software AG Deutschland, zitiert. „Es wird in erster Linie um Expansion und Effizienz gehen, eine radikale Änderung der Preismodelle ist nicht zu erwarten.“

Worauf muss sich die Fertigungsindustrie also genau einstellen? Das sind die IT-Trends 2018 der Software AG:

Der erste der 5 Trends den die Software AG vorstellt ist, dass Plattformen nun zur Wertschöpfung eingesetzt werden würden. So heißt es, dass der Augenmerk sich auf die digitale Plattformen richten würde, denn diese könnten den Weg für neue Kundenerlebnisse entlang der Wertschöpfungskette bereiten.

„Sie werden sowohl in der Wertschöpfungskette im Unternehmen als auch in der erweiterten Supply Chain genutzt und entwickeln sich zum Dreh- und Angelpunkt für die Einführung wichtiger Zukunftstechnologien, wie 3D-Druck, Blockchain und IoT-basierte Produkte“, erklärt die Software AG.

Zudem würden die Integration digitaler Plattformen in die zugrundliegenden Speichersysteme, ebenso wie Sicherheitsfragen, 2018 ein Schwerpunkt bleiben.

Die Fertigungsindustrie wird laut Software AG in Zukunft die digitale Transformation schneller ankurbeln als bisher.
Die Fertigungsindustrie wird laut Software AG die digitale Transformation 2018 schneller voranbringen als bisher. (Foto ABB)

„Die IT und effizientere Wertschöpfungsketten werden die interne Transformation finanzieren.“

Die Anfangskosten der digitalen Transformation erscheinen hoch, aber die Kosten, die den Unternehmen ohne eine solche Transformation entstehen, sein um ein Vielfaches höher. Eine der Finanzierungsmöglichkeiten, die die Software AG als zweiten Trend aufführt ist, dass die IT und effizientere Wertschöpfungsketten die interne Transformation finanzieren würden. „Software AG: Trendprognosen für die Fertigungsindustrie“ weiterlesen

Digitale Transformation im Handel: Jedes fünfte Unternehmen hat keine Strategie

Um die Zukunftsfähigkeit ihres Geschäftsmodells im Zeitalter der digitalen Transformation zu sichern, setzen deutsche Händler und Hersteller auf den Aufbau einer eigenen digitalen Geschäftseinheit (44 Prozent) und auf Kooperationen mit digitalen Unternehmen (41 Prozent). Nur eine kleine Minderheit fasst Unternehmenskäufe oder Beteiligungen an digitalen Start-ups ins Auge. Zu diesen Ergebnissen kommt eine PwC-Befragung unter 100 deutschen Händlern und Konsumgüterherstellern.

„Alarmierend ist jedoch, dass jedes fünfte Unternehmen sich bisher noch nicht eingehend mit dem Aufbau digitaler Fähigkeiten beschäftigt und keine entsprechende Strategie definiert hat. Deutsche Händler und Hersteller setzen ihre Marktposition gegenüber ihren internationalen Wettbewerbern aufs Spiel, wenn sie die digitale Transformation zu langsam und zögerlich angehen“, wird Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC in Deutschland und EMEA, in einer Pressemitteilung zu den Studienergebnissen zitiert. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass es jeder zehnte deutsche Händler und Hersteller nicht schaffen wird, aus eigener Kraft im Wettlauf der digitalen Transformation mitzuhalten.

Drei strategische Optionen: Buy, Make, Cooperate

Um ihr Geschäftsmodell im Zeitalter der Digitalisierung für die Zukunft fit zu machen, haben Unternehmen grundsätzlich drei strategische Optionen: Selbst einen digitalen Geschäftsbereich aufbauen, eine Akquisition tätigen oder in digitale Start-ups investieren, oder eine Kooperation eingehen. „Digitale Transformation im Handel: Jedes fünfte Unternehmen hat keine Strategie“ weiterlesen

Studie: Unternehmenskulturelle Aspekte behindern die digitale Transformation

62 Prozent der Teilnehmer einer weltweiten Umfrage sehen die Unternehmenskultur als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einer digitalen Organisation. In Deutschland liegt der Wert mit 72 Prozent sogar leicht darüber. Damit riskieren die Unternehmen, im derzeitigen Digitalisierungsumfeld gegenüber ihren Wettbewerbern zurückzufallen. Die Daten zeigen dabei auch, dass sich der Stand gegenüber der letztmalige Untersuchung aus dem Jahr 2011 um sieben Prozentpunkte verschlechtert hat. Für die Untersuchung haben das Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini und Brian Solis, ein bekannter Digitalanalyst und Buchautor, 1.700 Mitarbeiter von 340 Unternehmen aus 8 Ländern im März und April 2017 befragt.

Mitarbeiter empfinden die Kultur ihres Unternehmens nicht als „digital“

Insbesondere zwischen der Gruppe der Top-Management-Vertreter und der weiteren Mitarbeiterschaft besteht eine deutliche Kluft in der kulturellen Digital-Affinität: Während 40 Prozent auf Top-Management-Level von einer bereits existierenden digitalen Unternehmenskultur sprechen, sind es bei den restlichen Mitarbeitern nur 27 Prozent. In Deutschland ist der Abstand noch deutlicher. Insgesamt kamen sieben Attribute zum Tragen, die in der Studie eine digitale Unternehmenskultur beschreiben: die Art der Zusammenarbeit, Innovation, offene Kultur, Digital-First-Vorgehen, Agilität und Flexibilität sowie Kundenzentrierung als auch einen datengetriebenen Ansatz. Aus den Daten zusammen mit Fokusinterviews ließen sich Gründe für diese Lücke in der Wahrnehmung einer digitalen Kultur ausmachen: Dazu gehören die Unfähigkeit von Führungskräften, eine klare digitale Vision zu vermitteln, das Fehlen von beispielgebenden Mitarbeitern sowie fehlende Kennziffern für die Ziele der digitalen Transformation.

Claudia Crummenerl, Leiterin Executive Leadership & Change bei Capgemini Consulting in Deutschland, Österreich und Schweiz: „Die Digitalisierung kann einen signifikanten Wertbeitrag erzeugen, aber es braucht dazu die passende Unternehmenskultur. Unternehmen müssen alle Mitarbeiter in Sachen Digitalisierung mitnehmen, sie befähigen und inspirieren. Diejenigen Firmen, die eine digitale Kultur zum Eckpfeiler ihrer Strategie machen, werden bessere Beziehungen zu ihren Kunden aufbauen können, ziehen die besten Mitarbeiter an und wappnen sich für Erfolg in der digitalen Welt.”

Diskrepanz zwischen Führungskräften und Mitarbeitern in allen Dimensionen digitaler Kultur „Studie: Unternehmenskulturelle Aspekte behindern die digitale Transformation“ weiterlesen

VDE-Umfrage: Digitale Transformation bis 2025 abgeschlossen

Die aktuelle „heiße Phase“ der digitalen Transformation in Deutschland wird bis 2025 abgeschlossen sein. Davon sind laut einer Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen des Technologieverbandes VDE 64 Prozent der Befragten überzeugt. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist der neue Kommunikationsstandard 5G. 43 Prozent der befragten Unternehmen fordern, dass 5G als wichtiger Schlüssel der digitalen Transformation beschleunigt eingeführt wird. Jüngsten Prognosen zufolge könnte dieser Wunsch erfüllt werden. Optimistische Branchenkenner halten ein Roll-out noch vor 2020 für realistisch. Damit verbunden: eine 1.000-fach höhere Datenübertragungsrate als das LTE-Netz, bis zu zehn Gigabyte pro Sekunde, eine Ansprechzeit von unter einer Millisekunde und weniger Energieaufwand.

Mit diesem Potenzial schafft 5G die technologische Basis für das „Internet der Dinge“, die engmaschige Verbindung von Mobilität, Logistik, Energie und Kommunikationsdiensten aller Art, und ermöglicht Zukunftsanwendungen von Industrie 4.0 über autonomes Fahren bis hin zu Tele-Chirurgie. Eine unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass diese Vision Realität wird, ist Cyber Security. Für 65 Prozent der VDE-Unternehmen sind IT-Sicherheitstechnologien Voraussetzung für die Digitalisierung.

Steilvorlage für Anwendungen von Industrie 4.0 bis Tele-Chirurgie „VDE-Umfrage: Digitale Transformation bis 2025 abgeschlossen“ weiterlesen

Disruption – Die Digitale Transformation der Wirtschaft 2016 – Impressionen

»Unternehmen zögern noch immer, sich mit Mut in die Welt des Internets der Dinge zu stürzen. Dabei müssen Unternehmen die Mauern zwischen Forschung und Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, IT und Finanzabteilungen aufbrechen, um digitale Strategien und Projekte in der gesamten Organisation zu koordinieren. Denn wer zu lange zögert, wird verlieren. Das Morgen hat längst das Heute erreicht.«
Carsten Knop, verantwortlicher Redakteur für Unternehmens- und Wirtschaftsberichterstattung der F.A.Z. sowie Tagesmoderator der Konferenz »Disruption – Die digitale Transformation der Wirtschaft«

Die digitale Transformation durchdringt sämtliche Branchen und verändert alle Lebensbereiche. Diese Veränderungen bringen Vorteile und Chancen mit sich, aber sie schaffen auch ganz neue Herausforderungen. Es gilt, die herausgehobene Stellung der deutschen Wirtschaft auch in der Phase der digitalen Transformation zu bewahren und weiter auszubauen.

IEC-Weltkongress in Frankfurt stellt Weichen für die digitale Transformation

Der globale Trend zur Digitalisierung und das Zusammenwachsen von Technologien und Branchen machen internationale Normen immer wichtiger. Denn weltweit gültige Standards sind Grundvoraussetzungen für Innovationen in den Leitmärkten der Zukunft wie Industrie 4.0 oder Autonomes Fahren und sichern die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Dass die Digitalisierung proaktive Normung erfordert, zeigte die 80. IEC-Generalversammlung (IEC: International Electrotechnical Commission) vom 10. bis 14. Oktober 2016 deutlich, die die DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE organisiert hatte.

Fünf Tage lang standen Themen wie Digitalisierung, Industry 4.0, Erneuerbare Energien und IT-Security im Fokus der 4000 Industrievertreter aus 80 Ländern, die der Einladung von IEC und DKE nach Frankfurt am Main gefolgt waren. „Für unsere Branche, wir alle sind global unterwegs, sind weltweit abgestimmte Normen unverzichtbar: für Großunternehmen, für den Mittelstand, für Start-ups. Das DKE Ziel: Zukunftstechnologien mit international abgestimmten Normungspaketen fördern. Natürlich gemeinsam mit unseren Partnern in der IEC, gemeinsam mit großen Technologienationen wie den USA und China“, startete DKE-Vorsitzender und Geschäftsführer von PHOENIX CONTACT, Roland Bent, heute die Abschlusspressekonferenz in Frankfurt. „IEC-Weltkongress in Frankfurt stellt Weichen für die digitale Transformation“ weiterlesen

Scheer: Chancen der digitalen Transformation aggressiver nutzen

Als Universitätsprofessor an der Universität Saarbrücken hat er mehrere 1000 Studenten ausgebildet; seine Bücher sind Standardwerke; aus seinen wissenschaftlichen Schülern sind fünf Universitätsprofessoren, 30 Fachhochschulprofessoren und über 100 Doktoranden hervorgegangen. Mit seinem privat gegründeten Forschungsinstitut für digitale Produkte und Prozesse (AWSi) forscht er an Zukunftsthemen der digitalen Transformation. Seit über 30 Jahren ist er zudem viel beachteter Unternehmer in der IT Branche. Mit der von ihm gegründeten IDS Scheer AG machte er seine Methode ARIS für innovatives Geschäftsprozessmanagement zu einem der wenigen internationalen IT-Erfolge aus Deutschland. Scheer ist aktuell mit 8 Unternehmen der Scheer Holding mit 1000 Mitarbeitern erfolgreich in den Themen Industrie 4.0, digitale Geschäftsmodelle, Big Data, Security und neue SAP- Lösungen international aktiv.

Als langjähriger Bitkom-Präsident verhalf er dem Branchenverband zu erweiterter Visibilität und Relevanz. Über einen Zeitraum von 20 Jahren war er Mitglied im Aufsichtsrat der SAP. Als politischer Berater im Saarland und in den Innovationsräten von Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte er seine Erfahrung aus Wissenschaft und Wirtschaft ein. Gemeinsam mit Bundesministerin Johanna Wanka ist er Vorsitzender der IT Gipfel-Plattform „Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft“, die thematisch im Mittelpunkt des diesjährigen (10ten) IT Gipfels in Saarbrücken steht. „Scheer: Chancen der digitalen Transformation aggressiver nutzen“ weiterlesen

Telekom behandelt unter DAX-Konzernen digitale Transformation am intensivsten

In Expertenkreisen ist unstrittig, dass die Überführung von Technologien, Strategien, Geschäftsabläufen, Führungsstrukturen und Mitarbeitern in das digitale Zeitalter für Unternehmen heute zu den wichtigsten Herausforderungen zählt. Besonders bedeutend ist eine erfolgreiche Digitale Transformation für die im DAX zusammengefassten 30 bedeutendsten deutschen Aktiengesellschaften. „Wie die Konzerne mit dem Thema umgehen, sollte sich daher aus den Geschäftsberichten ergeben“, erklärt Julian Kawohl, Inhaber der Professur für Strategisches Management an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. „Denn die hier veröffentlichten Informationen sind entscheidend für Anteilseigner, Mitarbeiter und Kunden der Unternehmen. Und der Gesetzgeber verlangt hierin auch eine wirklichkeitsnahe Darstellung nach einheitlichen Kriterien.“

In einem Forschungsprojekt von Kawohl wurden daher jetzt die Geschäftsberichte aller 30 DAX-Konzerne in einem speziell entwickelten Verfahren analysiert. Das Ergebnis: Innerhalb des DAX gibt die Deutsche Telekom am umfassendsten Auskunft zur Transformation des eigenen Unternehmens. Knapp dahinter folgt auf Platz zwei die Deutsche Bank, dann die Commerzbank, Bayer und Eon. Im Spitzenfeld liegen ebenfalls noch die Deutsche Post, die Lufthansa sowie Henkel.

Zu geringer Stellenwert der Digitalen Transformation ist gefährlich

Ermittelt wurde für dieses Ranking, wie häufig und in welcher Form die Transformation von Strategie, Technologien und Unternehmensorganisation in den Geschäftsberichten 2014 thematisiert werden. „Mehr als 6000 Fundstellen in den 30 Geschäftsberichten wurden daraufhin untersucht, ob ein transformationsrelevanter Vorgang thematisiert wurde. Am Ende war das 212 Mal der Fall“, erläutert Kawohl: „Dass die Großkonzerne insgesamt nur so spärlich über Transformationsaktivitäten berichten, hat uns dann doch erstaunt. Das spiegelt nicht die notwendige Bedeutung des Themas wider“. Diese geringe Beachtung kann unterschiedliche Ursachen haben. Möglicherweise gibt es noch nicht genügend Aktivitäten in Richtung Digitaler Transformation. Oder entsprechenden Veränderungen im Unternehmen wird nicht genug Bedeutung für die Zukunft des Konzerns beigemessen, so dass sie gar nicht kommuniziert werden. „Beides aber läuft auf einen gefährlichen, zu geringen Stellenwert des Themas hinaus“, so Kawohl.



Für Kawohl sind die Top-Platzierungen keine Überraschung: „Die Telekom als ehemaliger Staatskonzern befindet sich schon seit längerem in einem umfassenden Wandlungsprozess, bei der die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielt.“ Die Deutsche Bank nehme in zahlreichen konzernweiten Projekten eine digitale Transformation ihrer Geschäftsaktivitäten und ihrer Kultur vor. Und die Commerzbank habe vielfältige Aktivitäten gestartet, um sich an die neuen Rahmenbedingungen in der Finanzbranche mit Niedrigzinsen und neuen Wettbewerbern aus der Startup-Szene aufzustellen.

Schlusslichter in Bezug auf die im Geschäftsbericht skizzierten Transformationsaktivitäten sind der Medizintechnikhersteller Fresenius SE & Co. KGaA, der Düngemittelhersteller K+S sowie der Industriegase-Anbieter Linde. Bei diesen drei Unternehmen konnte in der Analyse kein in den Geschäftsberichten beschriebener Vorgang als transformationsrelevant verifiziert werden.

IT- und Telekommunikationsindustrie mit Spitzenposition

Aufschlussreich ist auch der Branchenvergleich. Danach haben die Unternehmen der IT- und Telekommunikationsindustrie die Spitzenposition beim Stellenwert der notwendigen Transformation inne. Dahinter liegt die Finanzdienstleistungsbranche gefolgt von der Logistik und dem Pharma-/Medizintechnik-Bereich. Mit etwas Abstand reihen sich die Automobil-, Konsumgüter-, Chemie- und Technologiebranche danach ein. Die Schlussposition belegen die Rohstoffhersteller und -händler.
Lediglich das Abschneiden eines Unternehmens wie SAP nur auf Platz 22 muss laut Kawohl nicht zwangsläufig heißen, dass digitale Geschäfte dort eine untergeordnete Rolle spielen. So sei ein Softwarekonzern wie SAP „schon von Natur aus“ auf das Thema Digitalisierung ausgerichtet. Eine weitere Transformation des Geschäftes könne daher im Geschäftsbericht unter Umständen keinen so großen Stellenwert finden wie in anderen Unternehmen. Doch solche Sonderumstände verändern die magere Transformationsbilanz der 30 DAX-Konzerne nicht. Professor Kawohl: „Vor allem die deutlich hinten platzierten Konzerne sollten ihre Unternehmens- und Kommunikationsstrategie auf jeden Fall überdenken.“

DAS STELLENWERT-RANKING ZUR TRANSFORMATION IN DEN DAX-30-UNTERNEHMEN

Ranking/Unternehmen/Transformationsindex (in Geschäftsberichten beschriebene und als transformationsrelevant verifizierte Entwicklungen)

1 Deutsche Telekom AG 25
2 Deutsche Bank AG 24
3 Commerzbank AG 17
4 Bayer AG 15
5 E.ON SE 12
6 Merck KGaA 10
7 Deutsche Post AG 10
8 Lufthansa AG 10
9 Henkel AG & Co. KGaA 9
10 Allianz SE 8
11 Adidas AG 8
12 Daimler AG 8
13 Volkswagen AG 8
14 RWE AG 7
15 ThyssenKrupp AG 6
16 Deutsche Börse AG 5
17 Siemens AG 5
18 Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA 4
19 HeidelbergCement AG 3
20 BMW AG 3
21 Continental AG 3
22 SAP SE 2
23 Beiersdorf AG 2
24 Infineon AG 2
25 BASF SE 2
26 Münchener Rück AG 2
27 LANXESS AG 2
28 K+S AG 0
29 Fresenius SE & Co. KGaA 0
30 Linde AG 0
Gesamt 212 = 7,1 pro Unternehmen

Digitale Transformation: HPI und Stanford starten Intensivprogramm

Im September werden das Stanford Center for Professional Development und das deutsche Hasso-Plattner-Institut (HPI) ihr erstes gemeinsames Intensivprogramm für Manager aus Industrie und Mittelstand starten. Unter dem Titel „Leading Digital Transformation and Innovation“ sollen dann an den Standorten Palo Alto und Potsdam sowie online neuste Kenntnisse aus den Bereichen Informationstechnologie, Wirtschaft und Design Thinking vermittelt werden. Erfolgreiche Teilnehmer des Kompakt-Kurses aus sechs Modulen in drei Monaten erhalten ein gemeinsames Zertifikat der beiden renommierten Einrichtungen. Anmelden kann man sich unter www.hpi.de/digital-transformation.

„Wir bieten Führungskräften in diesem weltweit einzigartigen Programm eine besondere Mischung aus akademischen Inhalten und praktischen Erfahrungen rund um digitale Transformation und Innovation“, erläutert HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Zur Zielgruppe des neuen Angebots gehören nach seinen Worten vor allem Manager für Innovation, Strategie, Informationstechnologie, Human Resources und Produktentwicklung sowie Entrepreneure aus allen Wirtschaftsbereichen. Sie sollen mit Management- und Innovations-Know-how sowie Technologie-Wissen in die Lage versetzt werden, in ihren Unternehmen Initiativen zur digitalen Innovation erfolgreich in Gang zu setzen und zu halten.

Die Stanford University im Silicon Valley und das seit 1999 tätige Potsdamer Institut sind durch das Engagement des Stifters Prof. Hasso Plattner schon seit zehn Jahren eng verbunden. Der HPI-Gründer hatte im Sommer 2005 der Stanford University für das Hasso Plattner Institute of Design an der School of Engineering 35 Millionen US-Dollar gestiftet. Das Potsdamer Software-Institut mit seiner HPI School of Design Thinking (aktiv seit dem Wintersemester 2007/2008) arbeitet seitdem mit seinem Schwesterinstitut in Stanford intensiv zusammen. Gemeinsam lehren und forschen beide Partner im Bereich nutzerfreundliche Innovationen.

Silos in Unternehmen blockieren digitale Transformation

Um die Digitalisierung umzusetzen, müssen viele deutsche Unternehmen noch hohe Hürden überwinden. Vor allem das Insel- und Konkurrenzdenken der Fachabteilungen (72 %) stellt die größte Barriere auf dem Weg in die digitale Organisation dar. Zudem sind die Freiräume für die mit der Digitalisierung verknüpften Change-Maßnahmen begrenzt: Das Kerngeschäft nimmt zu viel Zeit in Anspruch (65 %). Im dynamischen Tagesgeschäft mit seinem hohen Kosten- und Beschleunigungsdruck (67 bzw. 64 %) wird die anstehende digitale Transformation zerrieben.

So lauten die wichtigsten Erkenntnisse der aktuellen Studie von Hays in Zusammenarbeit mit PAC zum Status quo der digitalen Transformation in Unternehmen. Insgesamt wurden 225 Fachbereichsleiter aus Unternehmen persönlich befragt. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass der Veränderungsdruck hoch bleibt: Mitarbeiter müssen sich schneller an neue Arbeitsbedingungen anpassen (80 %). Dies fällt ihnen anscheinend aber schwer: 55 Prozent der Befragten sehen bei ihren Mitarbeitern nur eine geringe Akzeptanz für Veränderungsmaßnahmen.

Positiv entwickelt sich dagegen die Projektarbeit als zentrale Organisationsform, um Veränderungen voranzutreiben. So verbringen bereits 35 Prozent der Mitarbeiter ihre Arbeitszeit in Projekten. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren um 60 Prozent gestiegen. Trotzdem halten es immer noch 71 Prozent der Befragten für notwendig, Projektarbeit statt formalisierte Prozesse zu fördern. „Silos in Unternehmen blockieren digitale Transformation“ weiterlesen

Sichere Industriegesellschaft – Digitale Disruption

Die digitale Transformation der Industriegesellschaft wird als gewaltiger Umbruchprozess beschrieben. Die Disruption der Wirtschaft und Gesellschaft durch digitale Technologien und Trends wie autonomes Fahren, Smart Homes, Connected Health und die intelligente Fabrik stellen einen grundlegenden Paradigmenwechsel dar. Wie werden sich diese Neuerungen in die Gesellschaft integrieren? Mit welchen Auswirkungen werden sie sich durchsetzen? Geschäftsmodelle, Strategien und Sicherheitsstandards müssen sich der technologischen Revolution anpassen, um weiterhin eine sichere Arbeitswelt und einen lebenswerten Alltag zu gewährleisten. Im Hinblick auf Wagnis und Risikobereitschaft muss zugleich fortwährend geprüft werden, wie sich Deutschland und Europa in diesem Kontext global positionieren, um ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu erhalten.