KPMG-Studie: Rekordinvestitionen in Blockchain-Start-ups

Private Equity-Firmen zeigen verstärktes Interesse an Fintechs

Immer mehr Fintechs, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen, geraten verstärkt in den Fokus der Investoren.

Allein im vergangenen Jahr wurden von Risikokapitalgebern 512 Millionen Dollar in Blockchain-Unternehmen gesteckt – 65 Prozent mehr als noch 2016 und damit so viel wie noch nie. Auch das wachsende Interesse von Private Equity-Firmen an Start-ups aus dem Finanzdienstleistungsbereich ist auffällig: Mit 139 Investitionen in einem Gesamtvolumen von 17 Milliarden US-Dollar wurde auch hier eine neue Höchstmarke erreicht (2016: 128 Finanzierungen und Deals mit 10 Mrd. Dollar).

„In Deutschland haben viele Versicherer die Notwendigkeit zur digitalen Transformation erkannt und entsprechende Investitionen angestoßen.“

Das zeigt die aktuelle KPMG-Analyse „Pulse of Fintech“, für die die weltweiten M&A-Transaktionen und Finanzierungsrunden mit Fintechs im Jahr 2017 ausgewertet wurden.

Immer mehr Fintechs, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen, geraten verstärkt in den Fokus der Investoren, das zeigt die aktuelle KPMG-Analyse „Pulse of Fintech“.
Immer mehr Fintechs, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen, geraten verstärkt in den Fokus der Investoren, das zeigt die aktuelle KPMG-Analyse „Pulse of Fintech“.

2017 wurden auf der ganzen Welt Finanzierungen von und Deals mit Fintechs in Höhe von 31 Milliarden Dollar abgeschlossen und damit das Vorjahresniveau erreicht. Im Insurtech-Sektor kam es bei einem Gesamtvolumen von 7,4 Milliarden Dollar zu 339 Venture Capital- und Private Equity-Investitionen oder M&A-Deals (2016: 299/12,3 Milliarden). Mit einem Anteil von 19 Prozent erreichte der Anteil von Corporate Venture Capital an den gesamten Venture Capital-Investitionen in Fintechs im Jahr 2017 eine neue Höchstmarke. „KPMG-Studie: Rekordinvestitionen in Blockchain-Start-ups“ weiterlesen

Kathrein, Orange und Nokia planen 5G-Antennensystem

Kathrein, ein Spezialist für Kommunikationstechnik, der französische Telekommunikationskonzern Orange und der Netzwerkspezialist Nokia, wollen „die Weichen für den Einsatz von 5G-Technologie in der Praxis stellen,“ heißt es in einer Pressemitteilung. Damit das gelingt, wurde in Paris ein neuartiges Antennsystem vorgestellt, das 5G-fähige MIMO-Technologien mit den Standards für bestehende Mobiltechnologien wie zum Beispiel LTE (4G) kombiniert.

Aufgrund eines massiven Platzmangels, war es bislang kaum möglich bestehende Antennenstandorte 5G- fähig zu machen. Anders bei der nun vorgestellten Lösung, die es ermöglicht, Antennenstandorte ohne zusätzlichen Platzbedarf und bei einem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis so aufzurüsten, dass mobile Dienste der nächsten Generation sicher bereitgestellt werden können.

Bis Mitte 2019 sollen bis zu 30 Prozent aller Antennenstandorte in Frankreich mit der 5G-Lösung bestückt sein.
Bis Mitte 2019 sollen bis zu 30 Prozent aller Antennenstandorte in Frankreich mit der 5G-Lösung bestückt sein.

Bis Mitte 2019 will Orange diese 5G-Lösung an bis zu 30 Prozent aller Antennenstandorte in Frankreich einsetzten. Zudem sind weitere internationale Rollouts geplant, etwa in Rumänien, der Slowakei und Polen. Ab dem Jahr 2020 soll 5G als Standart eingeführt werden und somit die Übertragungsgeschwindigkeit und die Datenmengen im Mobilfunksektor vervielfachen. „Kathrein, Orange und Nokia planen 5G-Antennensystem“ weiterlesen

Cisco Cloud Index: 2021 läuft 95 Prozent des Datenverkehrs aus der Cloud

Der Datenverkehr in Rechenzentren wächst aufgrund der zunehmenden Nutzung von Cloud-Applikationen schnell, zeigt der jährliche Cisco Global Cloud Index (2016-2021).

Der weltweite Cloud-Rechenzentrumsverkehr wird laut der Studie 19,5 Zettabyte (ZB) im Jahr 2021 erreichen – eine Steigerung um 6,0 ZB im Vergleich zum Jahr 2016 und damit das 3,3-Fache mit einer jährlichen Wachstumsrate von 27 Prozent. In drei Jahren wird der Cloud-Traffic 95 Prozent des gesamten Datenverkehrs ausmachen, im Vergleich zu 88 Prozent 2016.

Sowohl B2C- als auch B2B-Anwendungen tragen gemäß der Studie zum Wachstum von Cloud-Services bei. Bei Konsumenten gehören Video-Streams, soziale Netzwerke und Internetsuche zu den beliebtesten Cloud-basierten Apps. Bei Mitarbeitern sind es ERP-, Collaboration- und Analyse-Lösungen.

Der Datenverkehr in Rechenzentren wächst aufgrund der zunehmenden Nutzung von Cloud-Applikationen schnell - so sagt die Studie voraus, das es 2021 weltweit 628 Hyperscale-Rechenzentren geben wird.
Der Datenverkehr in Rechenzentren wächst aufgrund der zunehmenden Nutzung von Cloud-Applikationen schnell – so sagt die Studie voraus, das es 2021 weltweit 628 Hyperscale-Rechenzentren geben wird.

Sicherheit und IoT als Wachstumstreiber

Die zunehmenden IoT-Applikationen wie intelligente Autos, Smart Cities, vernetztes Gesundheitswesen und digitale Versorgung erfordern hochskalierbare Server- und Speicher-Lösungen, um die neuen und erweiterten Anforderungen an Rechenzentren zu erfüllen. 2021 wird es 13,7 Milliarden IoT-Verbindungen geben, im Vergleich zu 5,8 Milliarden 2016, so die Studie. „Cisco Cloud Index: 2021 läuft 95 Prozent des Datenverkehrs aus der Cloud“ weiterlesen

Krebs: Für Hoffnung auf Heilung gäben acht von zehn Deutschen Daten preis

Krebs wird von den Deutschen als Todesursache Nr. 1 gefürchtet – 78 Prozent würden ihre persönlichen Daten teilen um einen Fortschritt in der Krebsforschung zu erzielen.

PwC-Experte Burkhart: „Die personalisierte Medizin hat ein enormes Potenzial in der Krebstherapie“

Vor der Diagnose Krebs haben die Deutschen am meisten Angst: Für etwa zwei Drittel der Bürger stellen Tumorerkrankungen die größte Bedrohung ihrer Gesundheit dar. Auch neurologische Erkrankungen wie Alzheimer oder Depressionen machen den Bürgern weniger Sorgen als Krebs, wie eine repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und Strategy& unter 1.000 Bundesbürgern herausfand.

78 Prozent der Befragten würden ihre persönlichen Daten teilen um einen Fortschritt in der Krebsforschung zu erzielen - vor allem an vertrauenswürdige Institutionen, bei denen die Universität mit 64 Prozent am besten weg kommt
78 Prozent der Befragten würden ihre persönlichen Daten teilen um einen Fortschritt in der Krebsforschung zu erzielen – vor allem an vertrauenswürdige Institutionen, bei denen die Universität mit 64 Prozent am Besten weg kommt

Dementsprechend hoch ist der Stellenwert, den die Deutschen der Krebsforschung beimessen: 86 Prozent halten sie für „sehr wichtig“, elf Prozent immerhin noch für „wichtig“. Und die Bürger sind bereit, ihren Beitrag zu leisten: Acht von zehn befürworten die Nutzung personalisierter Patientendaten für potenziell kürzere Entwicklungszeiten von Krebsmedikamenten – trotz möglicherweise höheren Risiken für einzelne Patienten. Knapp ebenso viele Deutsche (78 Prozent) würden ihre Daten für die Krebsforschung an vertrauenswürdige Institutionen weitergeben, wobei lediglich drei Prozent eine Freigabe ihrer Daten strikt ablehnen. „Krebs: Für Hoffnung auf Heilung gäben acht von zehn Deutschen Daten preis“ weiterlesen

Jeder fünfte Deutsche shoppt mehrmals pro Woche online

Egal ob heute das Modeschnäppchen, morgen das Arzneimittel und übermorgen den Lebensmitteleinkauf fürs Wochenende: Immer mehr Deutsche shoppen mehrmals die Woche online, wie eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben.
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„Online-Shopping ist […] so alltäglich wie der Gang ins Geschäft.“
5 Prozent: So hoch ist der Anteil derjenigen, die bereits täglich Online-Shoppen. 2014 taten dies nur 1 Prozent der Befragten. 14 Prozent kaufen mehrmals pro Woche online ein (2014: 8 Prozent) und 15 Prozent einmal pro Woche (2014: 14 Prozent). Gesamt gesehen kauft also knapp jeder Fünfte (19 Prozent, 2014: 9 Prozent) mehrmals pro Woche online etwas ein.
Egal ob heute das Modeschnäppchen, morgen das Arzneimittel und übermorgen den Lebensmitteleinkauf fürs Wochenende: Immer mehr Deutsche shoppen mehrmals die Woche online.
Egal ob heute das Modeschnäppchen, morgen das Arzneimittel und übermorgen den Lebensmitteleinkauf fürs Wochenende: Immer mehr Deutsche shoppen mehrmals die Woche online.
„Online-Shopping ist längst zum Massenphänomen geworden und heute so alltäglich wie der Gang ins Geschäft. Hinzu kommt, dass auch der stationäre Handel, also der klassische Einzelhandel, zunehmend das Geschäftsfeld Online entdeckt und die unterschiedlichen Vertriebswege für sich nutzt“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

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Die meisten Unternehmen lassen Startups links liegen

Egal ob in der Finanz- oder Energiebranche, im Gesundheitswesen oder im Handel: Startups sind heute in allen Branchen aktiv. Mit ihrer innovative, schnellen, agilen und frechen Art haben sie Erfolg – doch die große Mehrheit der Unternehmen lässt sie links liegen.

Wie eine repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen aus allen Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom herausfand, arbeiten rund  zwei Drittel (65 Prozent) der Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen ab 20 Mitarbeiter nicht mit Startups zusammen.
Finanziell an Startups beteiligt haben sich 8 Prozent, 28 Prozent arbeiten mit ihnen auf andere Art zusammen, etwa bei Gründerwettbewerben. Aber nur 14 Prozent entwickeln gemeinsam mit Startups neue Produkte oder Dienstleistungen.
  • Nur 14 Prozent der befragten Unternehmen entwickeln gemeinsam mit Startups neue Produkte oder Dienstleistungen. (Grafik Bitkom)
„Sowohl etablierte Unternehmen als auch Startups verspielen riesige Chancen, wenn sie nicht häufiger und enger zusammenarbeiten“, wird Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Mitteilung zum Thema zitiert.

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Bosch, Vodafone und Huawei lassen schlaue Autos miteinander reden

Freitagnachmittag auf der A9 bei München, dichter Verkehr, volle Konzentration: Im Sekunden-Takt drängeln sich andere Fahrzeuge vor Autos ein, obwohl sie das eigentlich nicht sollen – und zwingen den Fahrer zu abrupten Bremsmanövern, welche die Ursache für viele Unfälle, zähen Verkehr und Stress beim Autofahren sind.

Intelligenter Mobilfunk sorgt hier für Entspannung und kann helfen, kritische Fahrsituationen zu entschärfen, noch bevor daraus womöglich Unfälle werden. Die Technologie heißt Cellular-V2X (Vehicle-to-Everything), die Kommunikation eines Autos mit anderen Fahrzeugen und dem Umfeld per Mobilfunk. Bosch, Vodafone und Huawei erproben seit Februar 2017 die neue, leistungsstarke Technologie als Erste in Europa im Livebetrieb. Getestet wird auf der Autobahn A9 in Bayern mit ersten 5G-Testmodulen.

Mit der Technologie Cellular-V2X (Vehicle-to-Everything) wollen Bosch, Vodafone und Huawei die Kommunikation eines Autos mit anderen Fahrzeugen und dem Umfeld per Mobilfunk möglich machen.
Mit der Technologie Cellular-V2X (Vehicle-to-Everything) wollen Bosch, Vodafone und Huawei die Kommunikation eines Autos mit anderen Fahrzeugen und dem Umfeld per Mobilfunk möglich machen. (Foto Bosch)

Erstmals wird gezeigt, dass auch Fahrerassistenzfunktionen wie die adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung (ACC) von der direkten und nahezu verzögerungsfreien Datenübertragung profitieren. Als Echtzeit-Warnsystem beim Spurwechsel auf der Autobahn oder bei einem unvorhersehbaren Bremsvorgang des vorausfahrenden Fahrzeugs wurde Cellular-V2X bisher getestet. „Bosch, Vodafone und Huawei lassen schlaue Autos miteinander reden“ weiterlesen

1,3 Milliarden Euro für Apps

Der Umsatz mit Apps hat sich in den vergangenen vier Jahren fast vervierfacht, wobei der Großteil des Umsatzes mit 1,2 Milliarden Euro auf In-App-Angebote entfällt. Insgesamt gab es 1,8 Milliarden Downloads in den beiden größten App-Stores, und insgesamt circa 1,3 Milliarden wurden für Apps ausgegeben.

Der App-Markt in Deutschland wächst weiter
1,5 Milliarden Euro: So hoch ist der Umsatz, der 2017 in Deutschland mit mobilen Anwendungen für Smartphones oder Tablets gemacht wurde.
Dabei handelt es sich nahezu um eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013, als der Umsatz bei 547 Millionen Euro lag. Gegenüber 2016 ist es ein Plus von 4 Prozent, damals betrug der Umsatz 1,45 Milliarden Euro, gegenüber 2015 ein Plus von 17 Prozent (Umsatz 1,3 Milliarden Euro). 2014 lag das Marktvolumen bei 909 Millionen Euro. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance mit.

Der deutsche App-Markt boomt: Am beliebtesten sind Anwendungen für Soziale Netzwerke, Messenger, Streaming-Dienste und Spiele.
Der deutsche App-Markt boomt: Am beliebtesten sind Anwendungen für Soziale Netzwerke, Messenger, Streaming-Dienste und Spiele. (Foto Bitkom)

„Der Boom von Apps ist ungebrochen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Mit Wearables wie etwa der Smartwatch und Fitnessarmbändern erweitert sich das Ökosystem rund um Apps nochmals deutlich.“ „1,3 Milliarden Euro für Apps“ weiterlesen

Bitkom zur SPD-Entscheidung für Koalitionsverhandlungen mit der Union

Unmittelbar nach dem Ende des Sonderparteitags der SPD und der Entscheidung zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU hat Bitkom-Präsident Achim Berg nicht viel Zeit verstreichen lassen, um das Ergebnis zu kommentieren. Er hat dabei abermals dazu aufgerufen, Digitalthemen in der neuen Regierung nicht allzu weit hintenan zu stellen:

„Deutschland braucht schnell eine handlungsfähige und verlässliche Regierung“

„Auch wenn die Abstimmung knapp ausging: Die Entscheidung der SPD für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen ist ein positives Signal, den politischen Schwebezustand endlich zu beenden. Deutschland braucht schnell eine handlungsfähige und verlässliche Regierung, die deutliche digitalpolitische Akzente setzt. Hier müssen Union und SPD mit Blick auf die Sondierungsergebnisse nachlegen. Statt Wahlgeschenke zu verteilen, muss die neue Koalition die Weichen auf digitales Wachstum und digitale Vollbeschäftigung stellen. Das erfordert eine echte Strategie für ein Digitales Deutschland – was bislang auf dem Tisch liegt, ist allenfalls Stückwerk. Wir brauchen eine Offensive für digitale Bildung, für Arbeit mit Zukunft, für intelligente, leistungsfähige und sichere Infrastrukturen. Die nächste Bundesregierung muss die Digitalisierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung zum Nutzen aller gestalten“, wird Berg in einer Mitteilung des Digitalverbands zitiert.




Für die 19. Legislaturperiode hat Bitkom das Programm „Digital für alle“ vorgelegt, das neben Wirtschaft und Verwaltung vor allem auf die Gesellschaft ausgerichtet ist. All diese Vorschläge stehen hier zum Download bereit.

Mehr Nachrichten von „industrial-internet.de“ zu  Bitkom finden Sie hier.

Große Mehrheit für Investitionen in digitale Bildung

Zeitgemäße Lehrpläne, bessere Ausstattung und mehr Digitalkompetenz für Lehrer: Kurz vor der Bundestagswahl sehen die Deutschen erheblichen Nachholbedarf in der Bildungspolitik. Acht von zehn Bundesbürgern ab 14 Jahren (81 Prozent) fordern, dass Bund und Länder mehr in Digitaltechnik an Schulen und die Ausstattung mit digitalen Lernmitteln investieren. Etwa ebenso viele (83 Prozent) halten den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen für genauso wichtig wie Investitonen in das Schulgebäude. Und gut neun von zehn Deutschen (93 Prozent) sind der Meinung, dass Lehrende mehr Digitalkompetenz brauchen und darin besser ausgebildet werden müssten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Wir können es uns nicht leisten, noch mehr Zeit zu verspielen. Deutschland braucht jetzt zwingend eine digitale Bildungsoffensive“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die Politik in Bund und Ländern steht in der Pflicht: Digitale Kompetenzen und eine digitale Infrastruktur gehören in Deutschlands Schulen. Die Bevölkerung hat das längst erkannt.“

Die große Mehrheit der Befragten sieht das deutsche Bildungssystem vor große Herausforderungen gestellt. Drei Viertel (76 Prozent) sind der Ansicht, dass das Bildungssystem nicht ausreichend auf ein Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorbereitet. Und fast ebenso viele (73 Prozent) meinen, dass Deutschlands Schulen bei der digitalen Bildung im internationalen Vergleich deutlich hinterher hinken. Neben digitalen Technologien müssen für die Mehrheit auch digitale Inhalte und der kompetente Umgang damit auf den Stundenplan. 85 Prozent der Befragten sagen, dass angesichts von Fake News, Hass-Rede und Mobbing im Internet der Umgang mit digitalen Medien verstärkt gelehrt werden sollte.

Das Bundesbildungsministerium hatte im vergangenen Jahr mit dem „Digitalpakt“ Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen in Aussicht gestellt. Bislang sind die Mittel laut Bundesfinanzministerium jedoch noch nicht im Bundeshaushalt eingeplant. Berg: „Der Digitalpakt muss jetzt umgesetzt werden. Bis Ende dieses Jahres sollte eine unterschriftsreife Bund-Länder-Vereinbarung vorliegen.“ „Große Mehrheit für Investitionen in digitale Bildung“ weiterlesen

Volkswagen lässt Fahrzeuge von 2019 an miteinander kommunizieren

Die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander sowie von Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur ist ein weiterer wichtiger Schritt zum vernetzten Fahren. Das Ziel ist es Verkehrsunfälle zu reduzieren oder ihre Folgen zu vermindern. Volkswagen rüstet deshalb ab 2019 eine erste Modellreihe serienmäßig mit einer Kommunikationstechnik mit dem Namen pWLAN aus. Diese soll dabei helfen, ausgewählte verkehrsrelevante Informationen herstellerübergreifend auszutauschen. Wie es in einer Pressemitteilung zu dem Thema heißt, werden dabei Informationen sowohl zwischen Fahrzeugen (sogenannte „Car-to-Car“-Kommunikation), als auch zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur (das heißt dann „Car-to-X“) ausgetauscht. Somit könne beispielsweise das Wissen über den Verkehr, über Unfälle und andere verkehrsrelevante Situationen schneller als bisher dem lokalen Umfeld im Bereich von rund 500 Metern zur Verfügung gestellt werden.

Die von Volkswagen eingesetzte Technologie
basiert den Angaben zufolge auf dem IEEE 802.11p (pWLAN)-Standard, den die Automobilindustrie für die direkte Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur standardisiert und in internationalen Märkten herstellerübergreifend getestet hat.

Mithilfe der speziell für diese Anforderungen entwickelten Technologie, können verkehrsrelevante Informationen, Warnungen bis hin zu Sensordaten innerhalb weniger Millisekunden mit dem direkten Umfeld ausgetauscht werden. Somit könne der Erfassungsbereich des Fahrzeugs um mehrere hundert Meter erweitert und quasi der Blick um die Ecke ermöglicht werden, heißt es in der Mitteilung. „Volkswagen lässt Fahrzeuge von 2019 an miteinander kommunizieren“ weiterlesen

Jeder vierte Deutsche möchte digitale Sprachassistenten nutzen

„Computer, erhöhe die Temperatur im Schlafzimmer auf 20 Grad“ – dank intelligenter Lautsprecher wie Amazon Echo und Google Home lassen sich Haushaltsgeräte wie Lampe, Musikanlage, Fernseher oder Heizung per Sprachbefehl steuern, wenn sie mit dem WLAN verbunden sind. Ein Viertel der Bundesbürger ab 14 Jahren (26 Prozent) würde Sprachassistenten zu diesem Zweck nutzen. Das hat eine Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. „In der Bevölkerung wird die Technik auch dank Sprachassistenten in Smartphones immer bekannter“, wird Timm Lutter, Bitkom-Fachmann für Consumer Electronics & Digital Media in der zugehörigen Pressemitteilung zitiert.

„Für immer mehr Menschen wird deutlich, wie digitale Sprachassistenten den Alltag erleichtern können.“ So würden rund 14 Prozent der Befragten per Stimme Verkehrsnachrichten abrufen, 13 Prozent möchten sich E-Mails oder Kurznachrichten vorlesen lassen. 11 Prozent der Befragten würden digitale Sprachassistenten einsetzten, um allgemeine Informationen von Suchmaschinen abzurufen. Ebenso viele (11 Prozent) möchten Sportergebnisse per Stimme erfahren. Jeder elfte Bundesbürger (9 Prozent) würde Waren im Internet bestellen und ebenso viele (9 Prozent) würden die intelligenten Lautsprecher nutzen, um Musik abzuspielen.

Ähnlich wie der Sprachassistent im Smartphone nehmen die Geräte die Anweisungen über eingebaute Mikrofone auf, wenn zuvor das entsprechende Aktivierungswort genannt wurde. Der Assistent antwortet per Computerstimme auf die Fragen und Befehle. Rund sieben von zehn Bundesbürgern ab 14 Jahren (69 Prozent) haben laut Befragung bereits von den digitalen Sprachassistenten gehört. Vier von zehn Befragten ab 14 Jahren (39 Prozent) können sich vorstellen, die Sprachassistenten zu nutzen. „Die Anwendungsmöglichkeiten von digitalen Sprachassistenten werden täglich mehr“, sagt Lutter. „Zukünftig werden wir Teile unserer Technik freihändig per Sprachbefehl steuern.“ „Jeder vierte Deutsche möchte digitale Sprachassistenten nutzen“ weiterlesen

Der Handel digitalisiert sich nur langsam

Lieferung bis an die Haustür, Öffnungszeiten rund um die Uhr und ein Service mit dem gewissen Extra: Die Erwartungen der Kunden an die Händler haben sich mit der Digitalisierung deutlich gewandelt, doch der Handel reagiert nur zaghaft. So sehen sich 77 Prozent der Händler als Nachzügler in Sachen Digitalisierung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage unter mehr als 500 online und stationär tätigen Einzel- und Großhändlern, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat. So haben beispielsweise 11 Prozent der Händler immer noch keine eigene Homepage. Betrachtet man speziell den rein stationären Handel, ist es sogar rund jeder dritte Händler (36 Prozent), der noch keinen Internetauftritt besitzt. „Kunden wünschen sich heute den smarten Store, in dem sie ein rundum vernetztes Einkaufserlebnis haben. Einige Händler halten mit den veränderten Kundenerwartungen noch nicht Schritt. Ziel muss sein, vom Getriebenen zum Gestalter des digitalen Wandels zu werden“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Das alte Credo „Handel ist Wandel“ habe heute mehr Gültigkeit denn je. „Zwei von drei Händlern sehen die Digitalisierung als Chance. Sie müssen die Digitalisierung jetzt entschlossener angehen.“

5 Prozent der befragten Händler verkaufen rein online, 65 Prozent bespielen einen Online- und Offline-Kanal – und 28 Prozent haben weiterhin nur ein stationäres Standbein. Wer über beide Kanäle verkauft, hat zu 71 Prozent online wie offline das gleiche Angebot. Nur 6 Prozent geben an, online ein größeres Angebot zu haben, 10 Prozent sagen, dass sie online günstiger verkaufen. „Viele Händler sehen den Online-Shop nicht als Chance für eine Erweiterung des Portfolios, etwa da sie Produkte dann nicht mehr alle einzeln im Ladengeschäft vorhalten müssen. Und ein viel zu großer Anteil hat die Online-Welt noch überhaupt nicht für sich entdeckt. Wer heute aber nicht digital ,handelt‘, verpasst schnell den Anschluss“, sagte Rohleder. Der gute Name und eine lange Tradition reichten nicht mehr aus. „Dass auch vermeintlich erfolgreiche und etablierte Unternehmen ohne echte Digitalstrategie schnell ins Schlingern geraten können, dafür gibt es in Deutschland immer wieder Beispiele wie etwa Wöhrl und Quelle“, so Rohleder.

Diejenigen Händler, die neben ihrem stationären Ladengeschäft auch einen Online-Shop unterhalten, erzielen damit erhebliche Einnahmen. So sagt jeder Zweite (50 Prozent), dass er bis zu 30 Prozent des Umsatzes online macht, weitere 27 Prozent der Händler geben an, dass sie zwischen 30 und 50 Prozent ihres Gesamtumsatzes im Internet machen, bei gut jedem zehnten Händler (11 Prozent) ist es sogar mehr als die Hälfte. Bei den Investitionen sind die Händler gleichwohl zögerlich. Drei Viertel (76 Prozent) aller Befragten gaben 2016 weniger als zehn Prozent des gesamten Jahresumsatzes für die Digitalisierung aus. Nur 3 Prozent der Händler investierten mehr. 7 Prozent gaben an, gar nicht investiert zu haben. Auch bei ihren Planungen für das laufende Jahr wollen die Händler keine großen Sprünge machen: Mehr als die Hälfte (51 Prozent) investieren genauso viel wie im vergangenen Jahr, knapp jeder Fünfte (18 Prozent) sogar weniger. 28 Prozent geben an, mehr Geld für die Digitalisierung ihres Unternehmens ausgeben zu wollen. „Digitalisierung gibt es nicht zum Nulltarif, aber sie lohnt sich. Die vielen neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, müssen Händler ergreifen und mit ihnen einen Service anbieten, der den Kunden begeistert“, so Rohleder. „Der Handel digitalisiert sich nur langsam“ weiterlesen

Volkswagen Konzern baut digitale Supply Chain aus

Das globale Lieferantennetzwerk der Volkswagen Konzernbeschaffung umfasst rund 40.000 Partnerfirmen. Um die Zusammenarbeit mit all diesen Partnern zukünftig noch schlanker und effizienter zu gestalten, wurde die neue Konzern Business Plattform „ONE“ entwickelt und gestern live geschaltet. ONE verbindet mehr als 300.000 Nutzer aus den Geschäftsbereichen des Volkswagen Konzerns und die Lieferanten miteinander und ist damit eine der größten Arbeitsplattformen im Konzern.

Schnelle und unkomplizierte Prozesse sowie ein einheitliches System für den gesamten Einkaufsvorgang – das sind die Vorteile der neuen digitalen Plattform ONE, von denen beide Seiten der Lieferkette profitieren.

Karsten Schnake, Leiter Globale Seriensteuerung in der Volkswagen Konzernbeschaffung, sagte: „ONE bildet das Fundament, um unser Netzwerk optimal für die Zukunft auszurichten. Für uns ist es ein Meilenstein auf dem Weg zum weltweit nachhaltigsten und innovativsten Netzwerk der Automobilindustrie.“
Thomas Eckardt, Leiter Prozessmanagement Supply Chain Volkswagen Konzernbeschaffung, betont die partnerschaftliche Herangehensweise bei der Neuentwicklung der Konzern Business Plattform: „Bei der Neugestaltung unserer digitalen Beschaffungsplattform war uns das Feedback unserer Anwender – den Lieferanten und den angrenzenden Geschäftsbereichen wie Finanz, Produktion, Logistik, Qualitätssicherung und Technische Entwicklung – besonders wichtig. So konnten wir das System gezielt an den User-Bedürfnissen ausrichten.“ „Volkswagen Konzern baut digitale Supply Chain aus“ weiterlesen

Deutschland bei steuerlichen Bedingungen für digitale Geschäftsmodelle im Nachteil

Die digitale Transformation der Wirtschaft (Industrie 4.0) ist ein weltweites Phänomen und verändert Geschäftsmodelle, Unternehmen und ganze Branchen. Hierzu benötigte Investitionen in die Digitalisierung der Wertschöpfung sind maßgeblich von länderspezifischen Standortfaktoren wie Infrastruktur, Kosten oder Personal abhängig. Zudem machen insbesondere die steuerlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern Standorte unterschiedlich attraktiv für Investitionen in digitale Geschäftsmodelle, wie die neue Gemeinschaftsstudie “Steuerliche Standortattraktivität digitaler Geschäftsmodelle. Steuerlicher Digitalisierungsindex 2017“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, der Universität Mannheim und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nun erstmalig zeigt.

Besteuerung digitaler Geschäftsmodelle als Standortfaktor

Für die Analyse haben die Autoren die steuerlichen Standortbedingungen in über 30 Ländern anhand der Bemessungsgrundlagen, der effektiven Durchschnittssteuersätze und Kapitalkosten miteinander verglichen. „Dabei zeigt sich, dass digitale Geschäftsmodelle grundsätzlich geringer steuerlich belastet werden als traditionelle“, stellt Dr. Frank Schmidt, Tax-Partner und Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PwC, fest. „Gerade weil digitale Geschäftsmodelle aber überaus mobil sind, ist die länderspezifische Besteuerung als Investitionskriterium von enormer Relevanz.“ „Deutschland bei steuerlichen Bedingungen für digitale Geschäftsmodelle im Nachteil“ weiterlesen

Microsoft zeigt auf der Hannover Messe Erfolgsbeispiele der digitalen Wertschöpfung und Fertigung

Die digitale Transformation ist in Deutschland angekommen: Vom 24. bis 28. April 2017 zeigt Microsoft gemeinsam mit Kunden und Partnern auf der Hannover Messe, wie Unternehmen die gesamte Produktionskette effizienter machen, digitale Fabriken aufbauen und mit Hilfe von Robotik, dem Internet der Dinge (IoT) und künstlicher Intelligenz (KI) zukunftsfähige Geschäftsmodelle entwickeln. Zu sehen ist, wie durch den Einsatz von Mixed Reality in der Produktion die physische mit der virtuellen Welt in 3D zusammenwächst: „Digital Twins” aus realen Geräten und ihren virtuellen Zwillingen ermöglichen ganz neue Wege, um komplexe Probleme zu visualisieren und zu lösen. Auf dem Microsoft-Stand (Halle 7, C40) stellen unter anderem Volkswagen, Siemens, Daimler, thyssenkrupp, Bosch Rexroth, Ecolab, Comau, Jabil und TetraPak vor, wie sie mit intelligenten Technologien Innovationen in der Produktentwicklung, Wartung und Kundenbetreuung vorantreiben.

Die Zukunftsaussichten für digitale Fertigungsunternehmen sind gut: CEOs erwarten nach dem Analystenhaus Gartner1 , dass bis 2020 41 Prozent der Unternehmensumsätze durch digitale Geschäfte erzielt werden. Für Deutschland prognostiziert der Branchenverband Bitkom2 durch das Zusammenwachsen von klassischer Produktion mit IT und Internet bis 2025 Produktivitätssteigerungen von bis zu 78,5 Milliarden Euro. Wenn Deutschland sein digitales Potenzial optimal nutzen würde, könnte das Bruttoinlandprodukt (BIP) bis 2025 um einen Prozentpunkt jährlich zusätzlich wachsen – das sind insgesamt rund 500 Milliarden Euro, ergänzt das McKinsey Global Institute.

„Die digitale Transformation macht Unternehmen agiler und sorgt nicht nur für ein riesiges Umsatzpotenzial. Mit Technologien wie künstlicher Intelligenz, Mixed Reality und dem Internet der Dinge können wir die größten Herausforderungen unserer Zeit angehen, wie zum Beispiel Wasserknappheit, Krankheit und Armut oder das Altern der Gesellschaft. Unternehmen müssen jetzt aber den Fuß von der Bremse nehmen und Gas geben, um dieses Potenzial auszuschöpfen“, sagt Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Einer aktuellen Studie von IDC zufolge bewegen sich Unternehmen in Deutschland bei der digitalen Transformation mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Während lediglich 16 Prozent der Unternehmen die digitale Transformation vorleben und sich damit als „führend im Markt“ behaupten, steht die große Mehrheit nach wie vor am Anfang. „Jedes fünfte Unternehmen steht der Digitalisierung noch abwartend gegenüber“, so IDC. Auf der Hannover Messe zeigt Microsoft daher unter dem Motto „Delivering Excellence in Digital Manufacturing, Today“, wie Unternehmen bereits heute ihr Geschäft vernetzen und digitalisieren können. „Microsoft zeigt auf der Hannover Messe Erfolgsbeispiele der digitalen Wertschöpfung und Fertigung“ weiterlesen