T-Systems will mit alten Outsourcing-Mustern brechen

Die Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems will im neuen Jahr nach eigenem Bekunden im klassischen IT-Geschäft aggressiver auftreten. Mit dem neuen Angebot „Run on Satisfaction“ für SAP will das Unternehmen auf „vollständige Kundenzufriedenheit“ setzen und verspricht einen risikofreien Wechsel zu T-Systems mit flexibler Vertragsbindung. Worum geht es dabei? In der Branche sind langjährige Laufzeiten bei großen IT-Projekten Standard. Ab sofort bietet T-Systems nach den Angaben in der entsprechenden Mitteilung den Großkunden der Telekom schon drei Monate nach Abschluss der Migration ein Kündigungsrecht, wenn sie mit der Ausführung der verabredeten Leistungen nicht zufrieden sind. Als erstes einer Reihe von Angeboten soll „Run on Satisfaction“ für dynamische SAP-Services und SAP Hana mit den überholten Mustern auf dem Outsourcing-Markt brechen – und inen einfachen Umstieg auf IT-Lösungen der Deutschen Telekom ermöglichen. Zur CeBIT 2016 vom 14. bis 18. März will T-Systems die Serie fortsetzen und weitere Angebotsmodelle vorstellen.

„Die klassischen IT-Dienste versprechen weiterhin Wachstum“, wird Ferri Abolhassan, Geschäftsführer T-Systems und Leiter IT-Division, in der Mitteilung zitiert. Der Anspruch ist hoch: „Wir wollen den Markt umkrempeln und unser Angebot an die veränderten IT-Bedürfnisse im digitalen Zeitalter anpassen.“ An die Stelle traditioneller Outsourcing-Modelle, bei denen Aufgaben und Technologien eines Kunden 1:1 von einem IT-Dienstleister übernommen werden, tritt die Transformation auf neue, leistungsfähigere und standardisierte Plattformen. „Für diese Modernisierungen gibt es von uns jetzt ein Erfolgsversprechen“, so Abolhassan. T-Systems hat ihr Geschäftsmodell in den vergangenen zwei Jahren gründlich umgebaut. Heute stellt sich die Großkundensparte mit IT-Division, TK-Division und Digital Division als Partner für die Digitalisierung der Wirtschaft auf.


Die „neue Einfachheit“ stellt die Deutsche Telekom auch in den Mittelpunkt ihres diesjährigen Messeauftritts bei der internationalen Fachmesse für Informationstechnik, CeBIT. Unter dem Motto „Digitalisierung. Einfach. Machen.“ konzentriert sich der Konzern auf konkrete Lösungsbausteine für die Digitalisierungsstrategien seiner kleinen, mittelständischen und großen Geschäftskunden. Laut Umfragen fühlen sich 71 Prozent der IT-Entscheider mit der Komplexität im Internet der Dinge überfordert. Fast alle wissen, dass sie etwas tun müssen, aber nur wenige handeln tatsächlich.

Deshalb will die Telekom nicht nur die Möglichkeiten
und Chancen der Digitalisierung ausmalen, sondern praxisnah zeigen, wie Digitalisierung in einzelnen Branchen wie etwa in der Automobilindustrie oder im Handel funktioniert. Schwerpunkte zur CeBIT liegen auf den Bereichen Cloud Computing, Konnektivität und IT-Sicherheit. Bereits angekündigt hat die Telekom den Start der Open Telekom Cloud mit dem Partner Huawei für den 14. März 2016. Mit der Kooperation wird die Telekom künftig Rechenleistung aus der Public Cloud bereitstellen. Der Konzern steigt damit in ein Marktsegment ein, das bislang vor allem von der amerikanischen Internetwirtschaft bedient wurde.

Mit einer Standfläche von über 5.000 Quadratmetern ist die Telekom 2016 der größte Einzelaussteller auf dem Messegelände. Im Vorjahr verzeichnete die CeBIT rund 220 000 Gäste aus 100 Nationen. Jeder Zweite besuchte den Stand der Deutschen Telekom.

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