Cebit will Digitalisierung des Lebens stärker in den Mittelpunkt rücken

Die Digitalisierung hat alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft erfasst. Mit hoher Geschwindigkeit wird sie Leben und Arbeiten tiefgreifend verändern. Mit ihrem neuen Thema will die Cebit von diesem Trend profitieren: „d!conomy: join – create – succeed“, heißt entsprechend das nächste Oberthema. „Mit dem neuen Topthema rückt die Cebit den Menschen und seine Rolle als Entscheider und Gestalter der digitalen Transformation in den Mittelpunkt. Die Devise zum Beginn des digitalen Zeitalters heißt: mitmachen, gestalten, erfolgreich sein“, sagte Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, in Hannover. Im engen Austausch mit der digitalen Wirtschaft sei bewusst entschieden worden, „d!conomy“ aus dem Jahr 2015 fortzusetzen. Frese: „Die Digitalisierung ergreift alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft, sie ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern überlagert alles und bietet langfristig große Chancen. Nun gilt es, sich diesen Herausforderungen zu stellen und aktiv sein eigenes Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Mit „d!conomy: join – create – succeed“ beschreibt das Topthema der Cebit einen Prozess und erreicht so jeden Entscheider, aber auch jedes Unternehmen – unabhängig von der Branchenzugehörigkeit – an dem jeweiligen Status der digitalen Transformation. „Aktuelle Studien zeigen, dass vor allem kleinere und mittelgroße Unternehmen noch zögerlich sind, sich der Digitalisierung zu stellen“, sagte Frese. So hat sich einer Roland-Berger-Studie zufolge bislang nur jedes zweite Unternehmen mit den Implikationen der Digitalisierung auf das eigene Geschäftsmodell beschäftigt. Ebenso kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass nahezu zwei Drittel der Unternehmen nach eigenen Einschätzungen eine geringe digitale Reife aufweisen. „Dabei wird die Digitalisierung alle Bestandteile bestehender Wertschöpfungsketten – in jedem Wirtschaftszweig – beeinflussen. Hinzu kommen disruptive Ansätze junger agiler Unternehmen, die mit digitalen Geschäftsmodellen etablierte Märkte aufbrechen und sich schnell zu neuen Konkurrenten entwickeln“, sagte Frese.

Mit „d!conomy: join – create – succeed“ werde gleichermaßen deutlich, dass Wirtschaft und Unternehmen, Verwaltung, Politik und Gesellschaft insgesamt die Chancen der Digitalisierung nutzen können. „Zu Beginn der digitalen Ära müssen sowohl die großen, als auch politischen Rahmenbedingungen gestaltet werden – etwa mit Blick auf Datensicherheit und Privatheit. Ebenfalls müssen neue Geschäftsmodelle, Kundenschnittstellen und Unternehmens- und Produktionsprozesse entwickelt werden, genauso wie neue
Kommunikations- und Arbeitsformen“, sagte Frese. „Wer sich auch künftig in einem hochdynamischen Marktumfeld behaupten will, muss die Chancen der digitalen Transformation ergreifen.“

Die Informationen, Innovationen und Inspirationen dazu liefere die Cebit, sagte Frese. Mit ihrer Ausrichtung als weltweit wichtigste Veranstaltung für das digitale Business wird die CeBIT 2016 einen kompletten Überblick über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung geben und auch kontroversen Themen den Raum zur Diskussion bieten. Das Event legt starkes Gewicht auf Showcases aus den Anwenderbranchen, Diskussionen und Vorträge der Cebit Global Conferences liefern Visionen und Konzepte. Disruptive Geschäftsmodelle werden unter anderem im Startup-Bereich „Scale11“ erlebbar.

Eine Antwort auf „Cebit will Digitalisierung des Lebens stärker in den Mittelpunkt rücken“

  1. Die Chancen dazu wären noch besser, wenn die Cebit, wie vor vielen Jahren einmal, zusammen mit der Industriemesse stattfinden würde. Denn Industrie 4.0 zeigt sehr deutlich: Software, Elektronik, Computer und Maschinen lassen sich in Zukunft nicht voneinander trennen. Es wächst zusammen, was zusammen gehört.
    Ferner rückte damit die extrem schnelle digitale Entwicklung auch noch besser in das Bewusstsein aller Branchen und schlussendlich auch der Menschen, um die es immer geht.
    Platzmäßig dürfte das nach dem Abschmelzen der Cebit-Aussteller ebenfalls kein logistisches Problem sein.

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